Forum: Politik
Regierungserklärung: Merkel will Großbritannien unbedingt in der EU halten
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Der Streit über die Personalie Juncker belastet das Verhältnis zwischen Brüssel und London, nun stellt Kanzlerin Merkel klar: Großbritannien soll auf jeden Fall in der EU bleiben. An Juncker als künftigem Kommissionspräsidenten hält sie aber fest.

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m.ohler 04.06.2014, 15:06
50. @Harald G./volker_morales

Großbritannien ist der drittgrößte Nettozahler der EU. Was Ihre Kommentare bedeuten sollen, erschließt sich somit nicht. Es geht GB nicht primär ums Geld, sondern darum, dass die Zuständigkeiten innerhalb der EU im Sinne demokratischer Mindestanforderungen geklärt sind, möglichst viele politische Fragen in den Regionen/Staaten geregelt werden (damit können sie sich auf ein angebliches Grundanliegen der EU berufen - Subsidiarität) und diese für ihre Entscheidungen die Verantwortung tragen müssen. Das kann man sicher ob des Stils kritisieren - ob die EU mit dem gegenteiligen Programm a la Juncker/Frankreich/Italien besser dastehen wird, nun ja, daran müssen Fragen zumindest erlaubt sein.

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localpatriot 04.06.2014, 15:07
51. Jeder traegt bei.....

Zitat von cmann
Wieder einmal eine Merkel typische Haltung, geprägt von der "BANKEN LOBBY" deren Nähe Merkel wie zu Ackermanns Zeiten immer noch sucht! Allerdings bin ich nicht davon überzeugt ob Cameron, falls Junker wirklich Kommissionspräsident wird, die Konsequenzen zieht und die EU verlässt. Nicht die EU Staaten, sondern die Briten profitieren bisher in erster Linie. Europa braucht die ehemalige Großmacht viel weniger als die Briten ahnen. Sieht man von der Banken Problematik ab wäre es aus Sicht vieler EU Mitgliedsstaaten eine Wohltat, wenn die als Quertreiber und Blockierer sowieso ungeliebten Briten endlich raus aus der EU wären. Da sie den Euro nicht als Währung haben, sind die Probleme eher auf der "Banken Seite" (wo eine gewisse Entflechtung nötig wäre) zu erwarten. Die Zahlungen der Briten in die "Eurokasse" könnten Problemlos von anderen Staaten kompensiert werden.
Bruessel ohne Hemmschuh, ist offenbar ihr Wunschtraum. In vieler Hinsicht ist die EU und besonders der Euro noch eine Baustelle und wenn ein weltpolitisch erfahrenes Land gelegentlich auf das Bremspedal drueckt, dann kann das nur gut sein.

Banken sind ein grosser Teil der modernen Wirtschaft und London ist nun mal historisch voraus, Teils weil es das Finanzzentrum eines Imperiums war und dessen wirtschaftlichen Nachfolgern auch heute noch ist, und Teils weil D im grossen Stiel und andere in Europa auf schleichende Weise, dei eigene Waehrung zerstoerten.

Ich schlage vor sie machen eine spezifische Liste von dem was ihnen persoenlich an der britischen Haltung nicht passt und setzen sie das ins Forum.

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PeterC 04.06.2014, 15:08
52. Sie muß weg

Frau Merkel ist inzwischen zu einem Balast für Europa geworden. Sie vertritt nicht nur eine falsche Politik sondern auch nur noch die Interessen der USA und deren Vasallen aus England. England, mehr ist das doch nicht. Iren und die im nächsten Jahr selbständigen Schotten verbleiben gerne in der EU. Diese englischen Verhinderer (im Auftrag der USA) braucht niemand. Im Gegenteil. Frankreich und Spanien (sogar Deutschland) übernehmen gerne die Autoproduktion für die japanischen, koreanischen und kontinentaleuropäischen Hersteller, die derzeit noch in England produzieren. Dies gilt auch für viele andere Branchen. Kapazitäten und Personal ist ausreichend in der EU vorhanden. Ganz sicher brauchen wir in Europa auch nicht die City of London. Also Tschüß, England. Zugang zum Binnenmarkt gibt es selbstverständlich nicht. Ihr wollt alleine klarkommen? Viel Glück.

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cato. 04.06.2014, 15:08
53. ...

Zitat von vtx7654
Denn die Mitgliedschaft ist mal wieder ... Alternativlos. Deshalb koste es was es wolle, wir (?) brauchen (wirklich) Grossbritannien in der EU, um Jeden (jeden??) Preis.
Um jeden Preis natürlich nicht. Aber verglichen mit den Eurosüdländern, ist GB deutlich wichtiger.

Und GB fordert anders als die Pleitestaaten ja auch nicht unser Geld, sondern dass wir ihnen helfen politische Reformen innerhalb der EU in die richtige Richtung anzustoßen, weg vom Zentralismus und undemokratischen Strukturen, hin zu einer Wirtschaftsunion, wo die politischen Kompetenzen, bei welchen man keine gemeinsame Politik zwingend benötigt, auf nationaler Ebene belässt.

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kael 04.06.2014, 15:09
54. Die Briten sind ehrlicher als wir Deutsche

Sie verteidigen für jederman hörbar ihre nationalen Interessen. Wir Deutsche haben auch eine Fülle nationaler Interessen. Aber die werden eher diskret und durch politischen Druck als stärkste Wirtschaftsmacht Europas in Hinterzimmern sowie durch eigenwilliges Abstimmungsverhalten durchgesetzt. Im Grundsatz aber unterscheiden wir uns von den Briten wenig.

Deutschland mag ein Mit-Motor Europas sein. Aber auch bei uns gilt: Erst das Land, dann Europa. Oder irre ich?

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localpatriot 04.06.2014, 15:13
55. Freuen sie sich

Zitat von zitzewitz
Na jetzt wo auch noch der Wirtschaftsgigant Albanien EU-Mitglied werden soll ist es schon wichtig die Nettozahler bei der Stange zu halten, wenn nicht irgendwann der Michel die ganze Last alleine tragen soll.
Koennen sie sich noch an den Karl May Roman erinnern - Kara Ben Nemsi reist durch das Land der Skipedaren.

Und ploetzlich sind die in der EU, sozusagen ein Teil des Heimmarktes. Ein tolles Reiseziel fuer jemand der gut zu Pferde ist.

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glen13 04.06.2014, 15:14
56.

Zitat von sysop
Der Streit über die Personalie Juncker belastet das Verhältnis zwischen Brüssel und London, nun stellt Kanzlerin Merkel klar: Großbritannien soll auf jeden Fall in der EU bleiben. An Juncker als künftigem Kommissionspräsidenten hält sie aber fest.
Warum kann uns Frau Dr. Merkel nicht einfach sagen, warum Großbritannien in der EU bleiben soll, also was hat die EU davon? Jeder vernünftige Mensch macht eine Kosten - Nutzen Rechnung auf, nach dem Motto: Was bringt es mir, wo schadet es mir? Und wie sieht denn die europäische Rechnung für Großbritannien aus Frau Dr. Merkel?

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andreasxalbrecht 04.06.2014, 15:15
57. Cameron's Alternative

Ich kann die vielen negativen Kommentare zu Cameron nicht nachvollziehen. Der Mann will keinen europäischen Bundesstaat und propagiert stattdessen einen Staatenbund dezentraler und souveräner Staaten. Verständlich, schließlich steht mit dem Vereinigten Königreich auf seiner Insel ein entsprechender Versuch nach 300 Jahren kurz vor dem Scheitern. In Frankreich hat das Merkel'sche Modell einer politischen Union gerade die extreme Rechte zur stärksten Partei gemacht und auch bei uns weckt doch die Idee einer Überbehörde in Brüssel nur wenig Begeisterung. Es lohnt durchaus, sich die Thesen von Cameron einmal ernsthaft anzusehen.z.B. hier: http://www.theguardian.com/world/2014/mar/16/david-cameron-eu-reform

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tauschspiegel 04.06.2014, 15:16
58. anmerkung

Zitat von xees-s
Sicher würde man sich manchmal wünschen die Engländer gehen sonst wohin mit ihren Sonderwünschen. Nur wenn die austreten kann es zu einer Kettenreaktion kommen und andere Lämmer treten nach belieben auch aus. Zerbricht dann die EU? gibt es wieder Nachbarschaftskriege?
*** nur mal so nebenbei erwähnt: als es den euro und das bürokratie-monster brüssel noch nicht gab, waren die beziehungen zwischen den europäischen völkern garantiert nicht schlechter. diese beiden neuerungen trugen bisher nichts dazu bei, das die dinge in europa besser werden, aber sie sorgten für sehr viel ungleichgewicht und sogar hass zwischen europäischen völkern. das brüssel-europa wurde den bürgern aufgedrängt, jetzt bekommt man die rechnung präsentiert, nicht nur in GB, die sind nur ehrlicher, weil sie volksabstimmung zulassen, sondern in allen ländern.

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dasbeau 04.06.2014, 15:18
59. Stammtisch

Wahnsinn, was sich hier für ein Stammtischniveau ausbreitet (Ausnahme: Kommentar 42). Jeder haut irgendwas raus, was er mal irgendwo gelesen oder gehört hat, fundiertes Wissen klingt fast nirgendwo durch. Wenn man das so liest, ist man heilfroh, dass es keine Volksabstimmungen in D gibt

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