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Regierungskrise in Moldau: Europas Armenhaus rebelliert gegen reichsten Mann des Land
STR/EPA-EFE/REX

Dramatischer Machtkampf in Moldau: Dort haben sich pro-russische und pro-europäische Kräfte verbündet, um die Partei des Oligarchen Plohotniuc zu entmachten. Dessen Verbündete schlagen zurück.

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In Kognito 09.06.2019, 11:18
10. "Europäische Werte" wurden durchs Parlament abgewählt!

Zitat von Oberleerer
Ich verstehe nur Bahnhof. Rechte Proeuropäer und russlandnahe Sozialisten? Ein Milliardär, dem das Verfassunggericht gehört?
Der "Kleptokrat" ist doch EU-gesponsert, da er gegen den (russophilen) Präsidenten und gegen Putin, dafür pro EU/NATO, ist.
Dass dessen Clan mal locker 1/3 des Staatsbudgets (über 1 Mrd.USD EU-Gelder) über EU-Länder (Baltikum) unterschlagen und gewaschen hat, anschließend per Gesätzesänderung legalisiert und an sich selbst ausgezahlt hat, ist doch "Werte"-Konform - oder nicht.
"Freie" Journalisten, die da mal nachhaken - Fehlanzeige, zu viele "Probleme" vor Ort und auch in der EU.

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alex300 09.06.2019, 11:31
11. Das beste für alle wäre es, wenn

die EU selbst ZUSAMMEN mit Russland arbeiten würde.
Gegen die Kleptokraten aller Art - Oligarchen, aber auch gegen die US-imperialisten.
Dann wären viele Konflikte dieser Erde recht schnell beigelegt. In Moldawien, Ukraine, oder auch im nahen Osten.

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mikesch0815 09.06.2019, 11:41
12. Qualitätsjournalismus?

Also, dieser Artikel ist ausgesprochen dünn.

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Eurasier 09.06.2019, 12:35
13. An den Grenzen von binär-oppositionellen Begriffen und Weltbildern

Das Schubladendenken von Spiegel Online kommt an dieser Stelle offensichtlich der politischen Entwicklung nicht hinterher. Wenn man den Antagonismus "prorussisch" und "proeuropäisch" aufgeben würde, wäre der Artikel meines Erachtens etwas klarer. Es geht nämlich bei den jüngsten Vorgängen überhaupt nicht darum, wer sich warum und wie für oder gegen Russland bzw. für oder gegen die EU positioniert. Die Trennlinie verläuft eher zwischen überzeugten Demokraten (die es auf beiden Seiten der vom Westen künstlich geschaffenen Binäropposition gibt) und korrupten Oligarchen, die versuchen, die Politik zu kaufen. Dass "proeuropäische" Oligarchen korrupt sein können, kommt im einfach gestrickten, undifferenzierten und weitgehend geschlossenen Weltbild der meisten westlichen Journalisten nicht vor, daher wirkt der Artikel ein bisschen wirr.

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hausfeen 09.06.2019, 13:24
14. Wer sich "links" nennt, muss es nicht zwingend auch sein.

Zitat von susuki
Habe ich das richtig verstanden? Linke wählen kleptokratische Linke ab? Nein? Liegt sicher an mir...
Dazu müsste man erst einmal in der Lage sein, das "Links-Sein" zu definieren.

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pavel1100 09.06.2019, 15:08
15. Im Prinzip ja

Zitat von alex300
die EU selbst ZUSAMMEN mit Russland arbeiten würde. Gegen die Kleptokraten aller Art - Oligarchen, aber auch gegen die US-imperialisten. Dann wären viele Konflikte dieser Erde recht schnell beigelegt. In Moldawien, Ukraine, oder auch im nahen Osten.
Das Problem ist leider, dass Putins Russland selbst ein kleptokratischer Oligarchenstaat ist und Russlands Interessen in Moldawien sind ja ebenfalls imperialistischer Natur. Putins Truppen stehen auch schon im Land.

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Celegorm 09.06.2019, 15:20
16.

Zitat von alex300
die EU selbst ZUSAMMEN mit Russland arbeiten würde. Gegen die Kleptokraten aller Art - Oligarchen, aber auch gegen die US-imperialisten.
Nun, das ist sicher ein schöner Wunsch. Bloss, wie soll das gehen, solange Russland ein von eben Kleptokraten und Oligarchen von Putins Gnaden kontollierter Unrechtsstaat ist? Da würde man ja den Bock zum Gärtner machen. Was halt auch unterstreicht, wo der Denkfehler liegt, wenn immer nur so getan wird, als läge das gestörte Verhältnis zwischen der EU und Russland alleine an ersterer. Dabei ist es ja primär Russland, das kein Interesse hat, mit freiheitlich-demokratischen Ländern auf Augenhöhe zu interagieren, ganz einfach weil Russland selbst kein solches Land ist, es nicht werden will und aktiv andere solche Länder zu sabotieren versucht.

Mehr Kooperation zwischen der EU und Russland? Sehr gerne! Aber dafür müsste sich halt Russland erst einmal so verändern, dass es zu einer ernsthaften, freundschaftlichen Zusammenarbeit fähig ist, was u.a. eine Abkehr vom jetzigen totalitären Imperalismus bedingen würde.

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harald_maier 10.06.2019, 12:52
17.

"Rechte Proeuropäer"?? Sowas gibts? In echt jetzt?

Wahnsinn! Und der Oligarch ist übrigens mal KEIN "Putin-Vasall", sondern im Gegenteil ein US-freundlicher, der sein Vermögen auf die übliche osteuropäische Weise machte - er stand bei der Privatisierung der Ölindustrie und der Banken "irgendwie günstig". "Chodorkowski-Effekt" nennt man das auch. Außerdem arbeitet(e) Plahotniuc und eng mit der Nazi-gestützten Regierung Poroschenko in der Ukraine zusammen. So "vereitelte" ausgerechnet eine Truppe des ukrainischen Innenministeriums (also wohl der Geheimdienst SBU) 2017 einen Mordanschlag auf ihn - sagte jedenfalls der ukrainische Innenminister Arsen Awakow. Und der hat uns ja bekanntlich noch nie angelogen, oder?

Interessante Details, die SPON bezeichnenderweise nicht einmal am Rande erwähnt. Man verläßt sich wohl auf die eingeübten Schlagworte und die damit verbundenen Assoziationen im Kopf der Leser: "Oligarch" = Kreml, Putin, russisches Geld, "proeuropäisch" = das Gegenteil von "rechts".
Halt nur blöd, wenn die üblichen Narrative nichts mit der Realität zu tun haben, und vor allem jeder es sehen kann, weil die "Proeuropäer" auf einmal rechts sind. Übrigens gilt natürlich der böse Oligarch Plahotniuc laut Wiki als "EU-freundlich". Aber solche Fakten hätten den Artikel vermutlich zu informativ gemacht. Also unterschlägt man sie einfach. Ein guter Journalist hätte umfassender berichtet.…

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zippo2012 10.06.2019, 19:03
18. komisch .........

Sieht irgendwie nach schlechtem Drehbuch und schlechter Regie aus, für Moldawien ist das aber nicht neu.

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