Forum: Politik
Regionalwahl in Frankreich: Front National nach Prognosen deutlicher Wahlsieger
AFP

Frankreich rutscht nach rechts: Nachwahlbefragungen zufolge liegt Marine Le Pens Front National im ersten Wahldurchgang vorn. Der Entscheid gilt als Stimmungstest für die 2017 angesetzte Präsidentenwahl.

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rauschebart 123 06.12.2015, 21:57
70. Nicht nur Schweiz und Dänemark,

Zitat von hh-jung
Gibt es in Dänemark oder in der Schweiz einen Rechtsruck, so interessiert das hierzulande nicht weiter. Im Falle von Frankreich sieht das schon anders aus. Frankreich ist eine Macht in Europa. Ich freue mich über Le Pens Erfolg und hoffe, dass sich unsere weichgespülte Gesellschaft und Politik auch ändern werden. Warum ist links salonfähig. Und warum ist rechts so schlimm? VIVE LA FRANCE!!!
sondern auch in Österreich in alle früheren Ostblockstaaten sowieso, aber auch in Schweden, Norwegen und Finnland haben die Leute die Nase voll und wenden sich Parteien von denen sie hoffen, dass ihnen nationale Interessen wichtig sind, zu.
Praktisch bleibt da nur noch Deutschland als Traumtänzer, der zu den Klängen von Moral, Empathie und Ethik einsame Kreise über die politische Bühne zieht.
Merkel hat uns zu Musikern wie die auf der Titanic gemacht, die weiter musizieren, auch wenn ihnen das hereinsprudelnde Meer sicher große Schwierigkeiten bereiten wird.

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movfaltin 06.12.2015, 21:59
71. Hmm...

Ich muss sagen, ich lese die französische Tagespresse selbst nur dann, wenn ich üppig Zeit habe - und bin deshalb nicht viel besser informiert als die Landeskorrespondenz des Spiegel. Aber die "Analyse", die hier gebracht wird, scheint mir doch ein wenig sehr unbedarft:

Wenn die Sozialisten beispielsweise einen dreimonatigen Ausnahmezustand verhängen, und wenn dieser laut AFP-Informationen hinter verschlossenen Türen auf "endlos" ausgedehnt werden soll (ich wüsste nicht, dass der Spiegel [vorsichtig] über diese Meldung berichtet hätte - hat wohl nicht in den Kram gepasst), dann sind es eben nicht irgendwelche böllernden Muslime in Allahs Auftrag, die den Rechten so viele Stimmen zuschanzen, sondern die faschistischen Anwandlungen der traditionell Linken.

Wenn man zuspitzen wollte, könnte man sagen: Noch nie war es der Fall, dass Frankreich so links (!) wählen würde, wie aufgrund der derzeitigen Befragung, wo (ausgerechnet!) der FN dominiert. Gleiches gilt für die AfD: Erst wenn Union und SPD und Grüne wieder ein wenig von ihrem Alternativlostrip und ihren undemokratischen Anwandlungen runterkommen (und zwar mindestens ein Jahrzehnt lang), bin ich bereit, sie als "linker" als die AfD anzusehen. Derzeit finde ich sie bedingt steigerbar rechtsextrem (!), was die Faschismusaffinität anbelangt. Das muss sich schnellstens ändern! (Immerhin die Linke ist noch links in Deutschland, danach kommt imho schon die AfD...)

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woiza 06.12.2015, 21:59
72.

Zitat von rambazamba1968
Das ist doch genau das was die Flöten vom IS wollen. Schön weit rechts wählen, weil angeblich mehr Sicherheit ins Land kommt, blühende Landschaften und die EU schön auseinander fällt. Die Rattenfänger in Europa haben gerade Hochkonjunktur. Vielleicht muss man z.B. mit Polen oder Ungarn einfach mal ein Exempel statuieren. Aus der EU und Nato schmeissen, keine Hilfsgelder mehr, Grenze dicht und kein Handel mehr mit nationalistischen Chaosregierungen. Da bin ich mal gespannt, wenn man in Polen wieder auf der Strasse betteln muss, eine russische Besetzung droht, ob man zur Besinnung kommt und an der Wahlurne das richtige Kreuz macht.
Oh ja, mit Drohungen, insbesondere aus Deutschland, erreicht man in Polen bestimmt viel. Damit haben die schon Erfahrung. Davon abgesehen genügt ein Blick auf die politische Landschaft in Europa. Aktuell hat Polen deutlich mehr Verbündete als Deutschland. Welches Land steht denn noch hinter unserer Politik? Selbst die Schweden winken ab und wollen niemand mehr aufnehmen.

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M. Michaelis 06.12.2015, 22:00
73.

Das kommt davon wenn die Regierungen immer mehr Politik nach aussen statt nach innen machen.

Ein Blick nach Frankreich ist ein Blick in die Zukunft Deutschlands in 10 Jahren, wenn sich die Flüchtlingsreviere in soziale Brennpunkte verwandelt haben.

Die heutige Politik in Deutschland die jedes Problem aus Angst vor Beifall von der falschen Seite herunterspielt und sich damit von immer grösseren Teilen der Bevölkerung entfremdet fördert genau die rechten Kräfte die vorgeben das Volk zu verstehen.

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moe.dahool 06.12.2015, 22:02
74. Es sind die Nationalisten, die die Verantwortung tragen

Es sind weder die Flüchtlinge, noch Merkel und die Bundesregierung, noch irgendwelche "Gutmenschen", die die Verantwortung für die aktuelle Stimmung tragen. Es ist der Nationalismus einiger Regierungen, der Europa auseinander treibt. Würden alle Regierungen europäische Solidarität leben, würden alle ähnlich den Deutschen handeln, gäbe es kein Problem. Denn die Anzahl aller Flüchtlinge, aufgeteilt auf Gesamteuropa, hätte kaum Auswirkungen. Nur das populistische Gebrabbel der rechtsextremen Politamateure, wie bspw aus AfD oder dem FN, sorgt für unbegründete Ängste. Die einzigen, die sich Sorgen machen müssen, sind die Deutschen. Nicht aber vor den Flüchtlingen, sondern vorm Egoismus seiner EU Partner.

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derHamlet 06.12.2015, 22:04
75.

Zitat von vox veritas
Ob es Ihnen gefällt ... oder nicht. Es ist zu erwarten, daß gleiches hierzulande mit der AfD passiert, weil die großen Parteien ihre Aufgaben nicht hinbekommen und alles in einem Chaos verläuft. Wenn wundert es also?
Guten Abend vox veritas,

wieso gehen Sie davon aus, dass Wähler von rechtsextremen Parteien enttäuscht von anderen Parteien sind.
Es ist eher davon auszugehen, dass diese Wähler keine Immigranten wollen und ergo ein rassistisches Weltbild haben und es gibt auch keinen Grund per se ein Rassist zu werden, nur weil man gerade verunsichert ist oder Angst hat.

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stromberg1974 06.12.2015, 22:06
76. Le Pen

Le Pen als Präsidentin mit ihrer offenen Abneigung gegenüber Merkel wäre eine interessante Vorstellung. Für Merkel wahrscheinlich der reinste Horror.

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M. Michaelis 06.12.2015, 22:07
77.

Zitat von derkim
Man kann ja von der EU halten was man will, was mich an dieser Partei wirklich stört ist, das sie anti-Europäisch ist.
Die Frage ist doch ob die Europäische Idee nicht ein Zug ist der die nationalen Bedürfnisse in den jeweiligen Mitgliedsstaaten längst abgehängt hat.

Europa ist zu verkopft, zu ideologisch. Identifikation braucht den Bauch. Deutschland ist nur deshalb Mehrheitlich Pro- Europäisch weil es die einzige Chance ist eine Machtstellung im Herzen Europas ohne böse Erinnerung an den NS-Terror zu etablieren.

Diese Bürde haben die anderen Länder nicht. Dort ist Nationalismus kein Schimpfwort.

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satissa 06.12.2015, 22:07
78. Mangelnde Kenntnis

Zitat von chinesenfreund
Nächste Woche findet die zweite Wahlrunde der Regionalwahlen statt. Bis dahin dürften strategische Allianzen zwischen den Linken und den Republikanern, die folgendermaßen aussehen würden: Die Linke und Grünen schliessen sich in einigen Regionen (Paris...) mit den Sozialisten zusammen und sichern somit die Mehrheit.
Es gibt sie auch in Frankreich, die 5% Hürde. Daran scheitern meist die Linken und die Grünen.
Es ist insgesamt ungeheuerlich, das das französische Wahlsystem es schafft, Frankreichs größte Partei aus den Parlamenten fernzuhalten. Die Rechte und die Linke haben in der Vergangenheit zu oft die nationale Einheit gegen den FN beschworen und versprochen, es besser zu machen. Gehalten haben Sie es nicht. Insofern ist der FN die einzige Partei mit einem klaren Profil und einer klaren Ansage, die noch nicht versagt hat.

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satissa 06.12.2015, 22:09
79. Was erwarten Sie denn...

Zitat von ecbert
Wie hier bei SPON mit dem Begriff "Extrem" umgegangen wird ist schon eine Unverschämtheit ! Demokratische Linke oder Rechte sind keine Extreme ! Extreme sind sie erst wenn sie gewalttätig werden oder es fordern ! Das kann ich aber weder bei der Front National noch bei der AfD feststellen. Es wäre darum wünschenswert, wenn SPON sich darum mit den verwendeten Begriffen auf dem Boden der Tatsachen bewegen würde !
von der Generation der Spät-68er und grünen, die die Redaktionen beherrschen? Ausgewogenheit? Das kannten die auch damals nicht, als die Steine flogen. Man kann sogar Aussenminister werden.

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