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Registrierung von Flüchtlingen: Uno fordert EU zu schneller Einrichtung von "hot spot
AFP

Die EU will erreichen, dass Migranten aus als sicher geltenden Herkunftsländern schneller zurückgeschickt werden. Die Uno bekräftigt die Forderung nach Registrierungszentren, sogenannten hot spots.

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Ihr5spieltjetzt4gegen2 27.08.2015, 09:12
10. Falsche Adressaten

Die UNO täte gut daran Länder wie die Golfstaaten oder Japan aufzufordern Flüchtlinge aus dem Nahen und Mittleren Osten bzw. Süd- und Ostasien aufzunehmen. Sowohl die Golfstaaten wie auch Japan leisten recht hohe Zahlungen an das UN-Flüchtlingshilfswerk. Daneben unterstützen die Golfstaaten die UN-Flüchtlingslager in ärmeren Ländern der Region wie Jordanien, Ägypten, Libanon oder auch der Türkei. Selbst nimmt man aber de facto keine Flüchtlinge auf, und Japan auch so gut wie nicht. Man kauft sich quasi frei. Und die UNO? Schweigt dazu. Die Staaten am arabischen Golf sind die reichsten und wohlhabendsten dieser Erde. Ein Wolkenkratzer nach dem anderen wird aus dem Boden gestampft, als Hotels, für Luxusbüros und Luxusappartements. Es entstehen neue Inseln in Palmen- oder anderen Formen, die mit Luxusimmobilien für Milliardäre und Multimillionäre bestückt werden. Kultur- und Sportevents der Superlative awerden in den 'Wüstenstaaten' zelebriert. Hört man diesbezüglich etwas von der UNO, der EU, Deutschland? Nein! Die wirtschaftliche und finanzielle Abhängigkeit von den Golfstaaten scheint mittlerweile ziemliche Ausmaße angenommen zu haben.

Wer eine Fußballweltmeisterschaft mit vollklimatisierten Stadien unter heißer Wüstensonne auf die Beine stellen kann, der könnte auch einigermaßen akzeptabele Flüchtlingslager nach den Mindeststandards des UN-Flüchtlingshilfswerks auf eigenem Boden errichten. Warum machen es die EU-Staaten und vor allem Deutschland nicht genauso wie die Golfstaaten und Japan (und im übrigen ist es bei den USA nicht unähnlich)? Zahlungen an das UN-Flüchtlingshilfswerk (die ja ohnehin schon geleistet werden) so erhöhen, dass man auf die Summen der genannten Länder kommt und dafür keine Flüchtlinge aufnehmen. Die Flüchtlinge blieben in kulturell und religiös verwandten Ländern der Region und könnten schnell in ihre Heimat zurückkehren sobald sich dort die Situation zum Positiven verändert, um am (Wieder-)Aufbau teilzunehmen.

Es ist jetzt nicht unbedingt so, dass ich dies 'fordere'. Hilfe ist für mich nach wie vor Christenpflicht. Aber es kann nicht angehen, dass sich nicht nur in der EU etliche Staaten davor drücken, Hilfe zu leisten. Und wenn nicht die reichsten Staaten dieser Welt, wer sonst könnte hier am besten Abhilfe schaffen? Wenn der Satz stimmt von dem reichen Land, dass sich das alles leisten kann, dann für die Ölländer vom Golf. Und es wird Zeit, dass die Bundesregierung nicht mit vornehmer Zurückhaltung agiert, sondern laut und deutlich die Solidarität dieser Länder einfordert und auch entsprechende Maßnahmen trifft.

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monsieurK 27.08.2015, 09:15
11. Hot Spots...

...in Anlehnung an abgefackelte Unterkünfte für Flüchtlinge sicherlich die richtige Wortwahl für Registrierungszentren.

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rene.muellender 27.08.2015, 09:22
12. Hot spots

Weshalb eigentlich keine 'Hot spots' näher an die kriegsgeschüttelten Länder z.B. in die Türkei legen? Die Asylsuchenden könnten nach Registrierung mit Bus, Schiff oder Flugzeug in direkt in das Aufnahmeland reisen. Die Schlepper würden nichts mehr verdienen. Die Flüchtlinge hätten eine deutliche Erleichterung.

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Pandora0611 27.08.2015, 09:24
13. Registrierung von Flüchtlingen

Wie soll das funktionieren?
Griechenland leitet sie ohne Registrierung weiter. In Mazedonien verlassen sie wieder die EU und werden von dort an die Grenze von Serbien gebracht. Von dort aus reisen sie nach Ungarn weiter. (Balkan-Route).
In Ungarn wollen sie aber nicht bleiben und sich auch nicht registrieren lassen.
Ihr Ziel ist Deutschland oder Skandinavien.

Das gleiche gilt für Italien. Auch von dort werden sie ohne Registrierung weitergereicht.

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Sonia 27.08.2015, 09:54
14. Da muss sich erst die UN einschalten, krass

Was die Schweiz in 48 Stunden (nicht Tage oder Monate!) erledigt, dafür muss die UN Deutschland und anderen mal einen Tipp geben. Gehts noch? Was in den klassischen Einwanderungsländern seit Jahrzehnten funktioniert, müssen wir neu erfinden? Zentrale Aufnahmestellen, dort werden die Anträge bearbeitet bis zur Entscheidungsreife. In der Schweiz gibt es auch die sog. Festlegungen zu sicheren Herkunftsländern u. nach 48 Stunden sind z.B. nur 0,1 % der Balkanflüchtlinge anerkannt, die anderen werden umgehend in ihre Heimatländer zurückgeführt. Auch Westafrika u. sonstige Staaten werden heute nicht mehr als unsichere Herkunftsländer anerkannt. Tunesien, Marroko - wir reisen dorthin u. die Menschen fliehen, ja, aber vor der Armut. Und lt. UN ist nun einmal Armut kein Asylgrund u. wird es nie sein. In den USA, Kanada, Australien, Neuseeland - durchschnittlich 5 Tage Bearbeitungszeit. Kein Land hat sich in dieser menschlichen Katastrophe auch organisatorisch so blamiert zu Lasten der Kriegsflüchtlinge wie Deutschland und Österreich.

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hubertrudnick1 27.08.2015, 10:26
15. Verschlafen

Typich, man ist nicht mehr in der Lage schnell auf Ereignisse zu reagieren, man träumt und verschläft ständig die Zeit, es müssen immer erst andere den Verantwortlichen aurf ihre Aufgaben hinweisen.

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Schwabbelbacke 27.08.2015, 10:27
16. Migranten...

....Zitat: " Um Migranten schneller zurückgeschickt werden können" So sieht also der Umgang mit dem Problem aus? Schnell zurück in die Heimat - und gut ist!
Aja....Hauptproblem ist doch, dass viele am Wohlstand und Sicherheit teilhaben wollen, was aber durch Politik und Wirtschaft verhindert wird.
Also, zurück ins Elend, welches seit jahrzehnten nicht ein deut besser geworden ist. Zurück in Hunger und Armut, in Korroption und Gewalt. Tolles Europa!

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nk222 27.08.2015, 10:31
17. nochmal genau anschauen

Zitat von macmeinung
Sorry, es gehört nicht direkt zum Artikel, aber im Rahmen der Flüchtlings- oder Nahostberichterstattung wird immer wieder dieser Werbespot eines deutschen Oberklasse-Autoherstellers gezeigt: in einem offenbar südlichen, steppenartigen Land hetzt eine Horde aufgebrachter Menschen einem Nobelauto hinterher. Sie scheinen aggressiv, haben zum Teil Knüppel in der Hand und wollen das Fahrzeug einholen oder erobern. Das Auto und der Fahrer retten sich in letzter Sekunde hinter die sicheren Wände eines pompösen Gebäudes. Zwei "zivilisierte weiße" Geschäftsleute genießen offensichtlich, dass sie nicht zu "denen da draußen" gehören. Dann der Werbespruch: "Vorsprung durch Technik!" –*Liebes A**i-Marketing: geht's noch? Etwas Völkerverachtenderes habe ich lange nicht mehr gesehen – und wenn man bedenkt, wie lange dieser Spot schon vor den Flüchtlings-Clips gezeigt wird, könnte man Absicht dahinter vermuten! Scheußlich! Schämt Euch!
Kann es es sein, dass sie den Spot nur nicht verstanden haben?

Die "aufgebrachten Menschen" sind Feld-Wald-und-Wiesen KFZ-Mechaniker, die "Knüppel" sind Schraubenschlüssel und das "pompöse Gebäude" ist ein eine Audi Vertragswerkstatt. Es geht um die Vorzüge des "Audi Service".

Das Ganze im, zugegebenermaßen ungewöhnlichen, "walking dead" / Zombie Style. Muss man nicht mögen, ist aber jetzt auch nicht "völkerverachtend".

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Atheist_Crusader 27.08.2015, 10:42
18.

Zitat von Schwabbelbacke
Aja....Hauptproblem ist doch, dass viele am Wohlstand und Sicherheit teilhaben wollen, was aber durch Politik und Wirtschaft verhindert wird.
Nein, das wird durch die Realität verhindert. Zahlen und Fakten und so anderes fieses Zeug, das sich überhaupt nicht darum schert, was irgendwer will oder nicht.

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check0790 27.08.2015, 10:56
19.

Zitat von macmeinung
Sorry, es gehört nicht direkt zum Artikel, aber im Rahmen der Flüchtlings- oder Nahostberichterstattung wird immer wieder dieser Werbespot eines deutschen Oberklasse-Autoherstellers gezeigt: in einem offenbar südlichen, steppenartigen Land hetzt eine Horde aufgebrachter Menschen einem Nobelauto hinterher. Sie scheinen aggressiv, haben zum Teil Knüppel in der Hand und wollen das Fahrzeug einholen oder erobern. Das Auto und der Fahrer retten sich in letzter Sekunde hinter die sicheren Wände eines pompösen Gebäudes. Zwei "zivilisierte weiße" Geschäftsleute genießen offensichtlich, dass sie nicht zu "denen da draußen" gehören. Dann der Werbespruch: "Vorsprung durch Technik!" –*Liebes A**i-Marketing: geht's noch? Etwas Völkerverachtenderes habe ich lange nicht mehr gesehen – und wenn man bedenkt, wie lange dieser Spot schon vor den Flüchtlings-Clips gezeigt wird, könnte man Absicht dahinter vermuten! Scheußlich! Schämt Euch!
Das soll die Service-Wüste darstellen und diese Menschenmassen sind den Zombiemassen aus dem World War Z-Film nachempfunden. Am Anfang werden übrigens zwei etwas verdreckte Automonteure kaukasischer Abstammung gezeigt und die rennen mit Werkzeug hinterher. Das soll halt symbolisieren, wie der normale Autoreparateur eben nicht den selben Servicestandard wie der Hersteller hat, der Service sich aber finanziell trotzdem lohnt für diese, daher die Verfolgung. Wenn man den Film nicht kennt, etwas schwer zu verstehen bzw. sehr gut falsch zu verstehen.

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