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Religionsfreiheit: Wie die chinesische Regierung Christen drangsaliert
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Weihnachtsdekoration wird verboten, Gotteshäuser abgerissen: In China sind Christen, die Untergrundkirchen angehören, starken Repressionen ausgesetzt. Es sei denn, sie entscheiden sich für den Glauben nach Parteilinie.

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undog 24.12.2018, 14:02
100. So harmlos ist die Sinnsuche nicht; denn

Zitat von Sackaboner
ist eine allgemein menschliche Eigenschaft, die sich nicht ausrotten lässt. Es macht ja auch Sinn, all das, was wir nicht verstehen, zu hinterfragen und nach Antworten zu suchen. Etwas anderes macht die Wissenschaft ja auch nicht. Das Problem der institutionalisierten Religionen ist, dass sie an ihren Glaubensdogmen festhalten, auch wenn sie tausende von Jahren alt sind. Und obwohl die Dogmen zum größten Teil als Aberglaube oder Märchen entlarvt sind. Jede Religion muss reformierbar sein und bleiben, offen für eine gelegentliche Neufassung durch Aufklärung sein. Daran hapert es aber bei allen großen Religionen.
aus dem behaupteten Sinn werden schriftlich und mündlich Aufforderungen zu bestimmtem Verhalten abgeleitet. Noch übler ist die höhere Wertschätzung der eigenen Religion gegenüber anderen.
Am übelsten ist die Indoktronierung kleiner Kinder und Angstmache vor der "Hölle".

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tinosaurus 24.12.2018, 14:02
101. China

ist halt keine Demokratie. Immerhin muss keiner von den vielen Millionen Chinesen hungern. Beim Vergleich mit Indien ist es eine Leistung, die auch Anerkennung verdient. Weniger schön und lobenswert ist das Vorgehen gegen Minderheiten und Andersdenkende. Da ist noch 1984 von Orwell harmlos dagegen.

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nickleby 24.12.2018, 14:05
102. @5 Si tacuisses...

Ihre Ausführungen kranken an der Unkenntnis des Marxschen Zitats, das Religion als "das Opium des Volks " und nicht für das Volk kennzeichnet ( s. Einleitung Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie ( 1844)). Des Weiteren sei hinzugefügt, dass Ihre Ausführungen bar jeglicher logischer Konsequenz sind, denn Freiheit umfasst auch Religionsfreiheit und erlaubt keine Einschränkung. Ihre Darlegungen sind ein Ärgernis für die intellektuelle Redlichkeit. Darum setze ich den angefangenen Satz fort mit......philosophus mansuisses

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v.papschke 24.12.2018, 14:08
103. Wenn es, wie zu lesen,

ca. 100 Millionen Christen in China gibt, dann kann man ja wohl kaum über eine ausgeprägte Christenverfolgung in China sprechen. Und was bezwecken eigentlich Untergrundkirchen ? Wieso sind sie im Untergrund ? Das Christen immer besonders lieb und nett sind ist ja wohl auch nur ein Märchen, auch wenn es ein sehr schönes wäre. Von der Hexenverbrennung über das Absegnen todbringender Waffen bis zur Kinderschändung sowie über div. andere Ungereimtheiten in Bezug auf Frauengleichberechtigung oder Sexualität, haben christliche Kirchen noch so Einiges aufzuarbeiten. Ich traue der chinesischen Führung zu, daß sie besser als alle Anderen weiß, was sie zu tun und zu lassen hat. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Ich schließe mich auch der Meinung etlicher Foristen an, daß es sehr viel mehr und auch sehr viel Positives über China zu berichten gibt, als ständig nur Negatives hervorzuheben und zu suchen.

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123Valentino 24.12.2018, 14:09
104. Wenn das ...,

aber so ist wie in unserem Ländle, Kirchenrecht steht über Staatsrecht, Missbrauch, Diskriminierung ungefähr der Hälfte der Bevölkerung, Berufsverbote für Nichtgläubige.
Faith over reason. Das wollen die Chinesen nicht.
Sie haben jahunderte unter einem Gottkaiser leiden müssen, verstehen kann ich sie.

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zimond 24.12.2018, 14:10
105. Als staatlicher Unterdrücker..

... kann man eben keine anderen unterdrückenden Organisationen dulden. Das gerade eben in Diktaturen Religionen verfolgt werden ist also kein Zufall.

Und bitte jetzt nicht versuchen mir das Märchen von der friedlichen, freiheitlichen Religion zu erzählen. Innerhalb einer Religion kann es defacto so etwas wie Glaubensfreiheit nicht geben, dementsprechend auch kein Respekt anders Denkenden gegenüber. Lediglich wie diese behandelt werden ist unterschiedlich. Die bösen erschießen sie, die "Guten" belächeln sie nur mitleidig.

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priemer 24.12.2018, 14:11
106. Untergrundkirche

Sehr geehrter Alexander.Weljam, Sie sind im Irrtum. Als Untergrundkirche bezeichnet man eine Religionsgemeinschaft, die aufgrund staatlicher Verfolgung ihre Religion nur im Geheimen ausüben kann. Die Schaffung der chinesischen Untergrundkirchen geht also ausschließlich auf den chinesischen Staat zurück, der die Anhänger des, aus seiner Sicht, falschen Glaubens durch Verfolgung in den Untergrund zwingt.

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qbrick 24.12.2018, 14:12
107.

Die chinesische Kultur verfügt über einen umfangreichen kulturellen Fundus an Weisheitslehren, die den Namen verdienen. Es ergäbe einfach keinen Sinn, würde die chinesische Regierung den Import menschen- und freiheitsfeindlicher aberglaubischer Spinnereien fördern.
Konfuzianismus für die Gesellschaft, Buddhismus für die Introspektion des Individuums und Taoismus als sanfter Ausgleich zu ersterem sind für ein Land, das den Mittleren Weg geht, geeignete Werkzeuge.

Die blutrünstigen abrahamitischen Götter mögen draußen bleiben; an ihnen gehen genug Menschen zugrunde.

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pingpong55 24.12.2018, 14:18
108. Christen werden hauptsächlich

in islamischen Ländern verfolgt und ermordet

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jennerwein 24.12.2018, 14:24
109.

Mao Zedong war ein primitiver Mörder. Wie Stalin. Beide nutzten die Partei als bis ins letzte Dorf reichende Plattform für ihre Verbrechen. Deng Xiaoping, selbst von der Mao-Bande dreimal abgesetzt, verhadtet, mit dem Leben bedroht. Ebenso wie seine gesamte Familie. Sein Sohn, halb totgeschlagen, heute noch im Rollstuhl. Dieser Deng Xiaoping stand waffenlos, parteiamtslos, weiterhin aufrecht gegen Mao. Können wir vorstellen, wie dieser Deng Xiaoping, welchen Helmut Schmid, selbst durch und durch Demokrat, doch sich in "China" + "Konfuzionismus" über Jahre eingearbeitet - und vor Ort in China noch im Ausklingen der Mao-Zeit gewesen - als wohl den größten Staatsmann des Jahrhunderts des Jarhunderts bezeichnet? Wie dieser Mann einerseits den damals meist ohne Schulausbildung auf dem Land lebenden Mao infizierten Chinesen diesen Terror mit vielen Millionen Morden "austreiben" sollte? Und zugleich die KP auflösen sollte? Nur seiner Weitsicht, seiner Geduld, seinem Willen, Gutes zu tun, ist es zu verdanken, daß das Morden, von der 4er-Bande ja auch nach Mao noch gewollt, ein Ende fand. Schade, daß wìr ein solches großes (im mehrfachen Sinne) Volk nach unseren Maßstäben nur beurteilen. Wenn wir Demokratie als alleinigen Maßstab ansetzen, dann bleiben uns gerade mal 150 Jahre griechischer Stadtstaaten (mit 10% Demokratie) und ab Imanuel Kant. Beschränkt auf 1/4. der UN-Mitglieder. Nochmal zu China: den Chinessinen vor allem scheints zu gefallen. Die haben Gleichberechtigung, Frauenwahlrecht und studieren in einer Anzahl, wie wir in unseren Demokratien nur träumen können.

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