Forum: Politik
Rennen um Parteivorsitz: Kühnert hört die Signale
DANIEL HOFER

Wer traut sich, die SPD zu führen? Fast die gesamte Führungsriege hat bereits abgewunken - jetzt richtet sich der Blick auf Juso-Chef Kühnert. Im SPIEGEL erhält er erste Unterstützung.

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markusfoos 07.06.2019, 14:08
1. Endlich wieder politische Visionen

Mit Kühnert kämen endlich wieder politische Visionen und frische Ideen in die SPD. Ob die jedem passen, sei dahin gestellt. Man kann sich dann ja aber auch anderen Parteien anschließen. Mehr Fluktuation und weniger Festhalten an alten Wahrheiten würde ohnehin gut tun. Denn wenn die SPD glaubt, sie könnte in der aktuellen Form und Zerrissenheit fortbestehen, wird das sehr übel ausgehen. Gleiches gilt auch für die CDU, der ein visionärer Hoffnungsträger wie Kevin Kühnert aktuell noch fehlt.

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der-junge-scharwenka 07.06.2019, 14:10
2. Warum nicht?

Warum nicht? Es war einmal ein ehemaliger Frankfurter Sponti, der zum deutschen Außenminister wurde - und seine Sache so gut machte, dass er internationale Anerkennung bekam. Das ist, zugegeben, etwa 20 Jahre her, und die Jüngeren in diesem Land werden sich nicht mehr daran erinnern; richtig bleibt es trotzdem. Ohne A mit B vergleichen oder gar gleichstellen zu wollen, ist "Joschka" Fischer doch immerhin ein Beleg dafür, dass man mit seinen Aufgaben wachsen kann. Das allerdings traue ich Kevin Kühnert auch zu. Das Inhaltliche, das bislang von Kühnert kam, muss man nicht gut finden. Aber es ist immerhin ein Lebenszeichen der SPD und ein Hinweis darauf, dass die Partei nicht bis ins letzte Glied in der ominösen "Mitte" festhängt, in die Gerhard Schröder sie gedrängt hat und von der allgemein - und ich glaube: zu Unrecht - behauptet wird, dass dort Wahlen gewonnen würden. Das Gegenteil dürfte richtig sein; das ist die Lehre aus drei Großen Koalitionen. Und alles, was zu einer Neupositionierung der SPD beitragen kann, muss nach der zehnjährigen Symbiose mit der CDU gut tun. Wie gesagt: Man muss Kühnerts Ideen nicht mögen. Aber man kann. Und immerhin: Es sind Ideen!

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advocatus diaboĺi 07.06.2019, 14:11
3. Künert muss endlich übernehmen

als Juniorpartner des künftigen grünen Bundeskanzlers, etwa als Wirtschaftsminister, kann er maßgeblich zum witschaftlichen und sozialen Umbaus des Landes hin zu einer klimafreundlichen Gesellschaft beitragen. Wie die Umfragen andeuten, haben die meisten Deutschen die Notwendigkeit der sofortigen Klimarettung erkannt und sind auch bereit sich nicht mehr von den Fetischen "Arbeitsplätzen" , "individuelle Mobilität" und "Wohlstand" schrecken zu lassen. Die Jugend und der fortschrittliche Teil der deutschen Bevölkerung stehen voll hinter ihm.

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Doppeler 07.06.2019, 14:15
4. Paßt schon...

..., die SPD ist auch ohne Kühnert bereits zum Kindergarten geworden.

Wie wäre es, wenn sich die Sterbende Partei Deutschlands zunächst einmal ein schlüssiges und zukunftsgerichtetes Programm gäbe, das die Interessen der Bevölkerung widerspiegelt und das sie dann auch ernsthaft umzusetzen versucht, ohne in bester F.D.P.-Manier bei erstbester Gelegenheit wieder einmal umzukippen? Solange stattdessen Personen derart in den Vordergrund gerückt werden, wird das nichts mehr beim Wahlvolk...

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markusfoos 07.06.2019, 14:15
5. Zudem: Ämter trennen

Sollte die SPD in der groko bleiben wollen, wäre es außerdem dringend notwendig, Partei und Fraktionsvorsitz zu trennen. Der FV kümmert sich dann um regierung und Kompromisse und der PV richtet die Partei neu aus. Dabei darf und soll es auch Streit geben, denn die Ausrichtung der SPD sollte ja nicht sein, weiter die CDU beim regieren zu unterstützen.

Ich habe nie verstanden, wie sich Andrea Nahles antun konnte, beide Ämter zu übernehmen. Eine Zerrissenheit, die zum scheitern verurteilt war.

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stauner 07.06.2019, 14:15
6.

Als SPD Mitglied und Fan von Kevin fände ich es nicht sehr schlau, den Mann als nächstes zu verbrennen. Solange sich in der Struktur nix ändert, nutzen ausgetauschte Gesichter nix. Ich denke, den Kevin brauchen wir noch, den sollte man sich besser aufheben. :-)

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Paule Paulson 07.06.2019, 14:16
7. Bloß nicht

Kühnert hat sicher Talent, aber momentan kommen von ihm und den Jusos am laufenden Bandvöllig realitätsferne bis absurde Ideen, als da wären die Privatisierung von BMW, die komplette Abschaffung von §218, die staatliche Subventionierung von feministischen Pornos. Es ist genau dieser plakative Unfug, weswegen die SPD nicht mehr als Partei des einfachen Arbeiters wahrgenommen wird.

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fradu-koeln 07.06.2019, 14:16
8.

Macht das, Genossen. Wer soll Euch überhaupt noch wählen? Eure komplette Führung besteht seit Jahren mit Ausnahme von Frau Dreyer nur noch aus Lachnummern. Und immer, wenn man glaubt, jetzt ist die Talsohle erreicht, beweist ihr mal ganz locker das Gegenteil. Vorschlag: Nominiert für den neuen Vorstand nur Leute aus Berlin und Bayern. Das führt zwar garantiert nicht zum Erfolg, verkürzt aber die Qualen.

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tommit 07.06.2019, 14:16
9. War doch vollkommen klar

in der Politik geht das so..
Man raunzt die Oberen an und die schauen ob man zurückschreckt.
Wenn nicht wird man umarmt... und nach Berlin geholt.
Sicher die Presse laviert dann noch 3-4 Headlines raus, das aber nur wegen des Umsatzes...
Ist wie Kommentatoren in der F1 die Freitags schon Ferrari als schnellstes Team aufrufen wobei im Qualifying dann 2 sek schneller gefahren wird und zwar von allen.. man redet schliesslich um seine Incentives
Oder wie diese Märchen aus Vorständen, bei dem der Mitarbeiter fragt: Was ist denn das Gewittergrollen aus dem Vorstndszimmerß
Da sucht jemand eine alternative, persönliche Herausforderung...

Und dann kommt jedes Jahr wieder der obligatorische Artiekl über 'die Business-Geheimsprache'.... huuuhh Mysterie oder Hysterie?

Aber was will man machen mit ner Horde schlafender Experten auf der Lohnkarte,

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