Forum: Politik
Rennen um Parteivorsitz: Kühnert hört die Signale
DANIEL HOFER

Wer traut sich, die SPD zu führen? Fast die gesamte Führungsriege hat bereits abgewunken - jetzt richtet sich der Blick auf Juso-Chef Kühnert. Im SPIEGEL erhält er erste Unterstützung.

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gratiola 07.06.2019, 15:20
110. Ich bin dafür

Irgendwie müssen wir es ja hin bekommen, dass die Sitzenbleiber, ewig Studierenden und Hauptschüler endlich Verantwortung für ihre Versorgung übernehmen. Die wirklichen Leustungszräger sind halt auch schon weg oder sitzen auf ihren Koffern. "Denk ich an Deutschland in der Nacht bin ich um den Schlaf gebracht" und am Tag muß ich mir Augen, Ohren und den Mund zuhalten.

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conocedor 07.06.2019, 15:22
111. SPD-Chef Kühnert? Ja bitte!

Konsequent und folgerichtig wäre es jedenfalls.
Um an der Spitze der heutigen Sozialdemokratie zu reüssieren und das Wohlwollen des gesinnungsethisch beschwingten Funktionärskörpers zu gewinnen, der außerhalb der Wirklichkeit im eigenen Universum um sich selbst kreist, bringt der Kevin mit seiner beruflichen Vita die idealen Voraussetzungen schon mit:

Abgebrochener Langzeitstudent mit wenig bis keiner Ahnung vom Verdienen des Lebensunterhaltes in der freien Wirtschaft, die aber dennoch ausreicht, um anderen Leuten die ökonomische Welt zu erklären, davor und danach politische Sozialisation in den einschlägigen SPD-Gremien und Organisationen mit dort antrainierter Geschwätzigkeit samt neosozialistischem Phrasenkleingeld, verbunden mit dem Beherrschen der Großen und der Kleinen Intrige.

Das alles sollte für mindestens ein Jahr SPD-Vorsitz reichen und der Partei dann wenigstens das verdiente Ende mit Schrecken statt eines Schreckens ohne Ende bescheren.

Und einen gewissen Unterhaltungswert, wenn Juso auf Wirklichkeit trifft, hätte es für das Publikum ja auch...

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thoms1957 07.06.2019, 15:22
112. Kühnert als wahrscheinlich beste Übergangslösung

Die SPD muss sich wieder neu sozialdemokratisch erfinden. Zu lange haben Schröders Erben die Partei am Neoliberalismus ausgerichtet. Jetzt muss ein Neuaufbau stattfinden. Die SPD muss wieder Lobby sein für die, die sonst keine Lobby haben: Für Alleinerziehende, für Niedriglöhner, für Pflegebedürftige, für Kranke, für Kinder und Jugendliche, für Niedriglöhner und alle abhängig Beschäftigte. Sie muss von den oberen 5% der Einkommen und Vermögen deutlich mehr einfordern als bisher. Und sie muss wieder 'Mehr Demokratie wagen' - nein : Einfordern! Die paritätische Mitbestimmung muss wieder auf die Agenda. Bürgerenscheide müssen auch auf Bundesebene möglich werden. Dazu eine sozial verträgliche Verkehrspolitik und eine Argrarwende, die endlich gezielt die Familienbetriebe und den ländlichen Raum fördert. Die Neuausrichtung geht nur in der Opposition. Sie wird vielleicht genau so lange dauern, wie der Abstieg der SPD. Drei Legislaturperioden - vielleicht. Ändert sich nichts Gravierendes, dann ist die SPD bald Geschichte. Ich glaube, dass die SPD mittelfristig wieder das Potential für 30 % hat. Dann kann sie nach Mehrheiten ohne CDU/CSU suchen . Dann werden sich junge Menschen wieder für die SPD interessieren. Und dann wird sich auch wieder ein Kanzlerkandidat aus der SPD finden. Ich glaube nicht, dass das Kühnert sein wird. Aber im Übergang bis dahin wird er eine wichtige Rolle zu spielen haben. Und wehe, er vergeigt das!

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harzerroller 07.06.2019, 15:23
113. Gute Nacht SPD

Die SPD hatte es in ihrer Geschichte immer geschafft, Politik für große Teile der Bevölkerung zu machen und unterschiedliche Positionen zu vertreten. Das war möglich, weil sie an der Spitze Politiker mit einer gewissen Intelligenz und Weitsicht hatte. In letzter Zeit ging es unter Schulz und Nahles nur noch nach links und das völlig konzeptlos. Zur Krönung wird jetzt der junge und polarisierende (wichtig und entscheidend für einen Parteivorsitzenden!!!) Kühner ins Spiel gebracht, anstatt dass ein erfahrener Alteingessesener mal Verantwortung übernimmt. Erbärmlich und schade für so eine geschichtsträchtige Partei.

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1schule2 07.06.2019, 15:25
114. Tolles Gespann

Ein Verbotskanzler Habeck und ein Kommunist Kühnert als Wirtschaftsminister. Haben die eigentlich von der SED nichts gelernt. Eine solche Situation gab es schon mal -1933. ich bin mit Adenauer und Erhard groß geworden. Die hatten alle Bürger im Blick und nicht nur extreme Splittergruppen

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Tavlaret 07.06.2019, 15:26
115. Sonst ist keiner da

Schulz hatte die Chance im Jahr der Wahl, dann versaubeutelte er den Schulz-Hype, indem er 2-3 Monate praktisch nichts von sich hören ließ. Die SPD war in Umfragen nicht weit von 30% weg, das hätte er nutzen müssen, hat er nicht. Als er aufwachte, war es schon vorbei. Vielleicht dachte er, er wäre eine Lichtgestalt, dabei kannten ihn die Leute gar nicht, hatten den Namen vielleicht das eine oder andre Mal im Zusammenhang mit Europa gehört. Es schien einfach mal ein frischer Wind zu wehen, leider täuschten sich die Wähler.
Kühnert ist jung, manche führenden europäischen Politiker sind das auch. Warum nicht? Und mit Verlaub, alle Juso-Vorsitzenden haben die Pflicht linkes Zeug zu brabbeln, das war bei Schröder und Nahles nicht anders.
Es ist im Moment kein anderer da und Kühnert wäre außergewöhnlich, da ginge ein Ruck durch die Partei und vielleicht auch durch den jüngeren Teil der Bevölkerung. Es würde mal richtig knallen. Es kommt im Moment gar nicht darauf an wie kompetent er aktuell ist - das hat er alles in kürzester Zeit drauf.
Die Idee ist aus der Not geboren, Könnte aber ein Sprung nach vorne sein. Macht man mit der aktuellen Riege weiter, holt vielleicht auch noch Gabriel zurück, scheitert man demnächst an der 5%-Hürde.

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geroelleimer 07.06.2019, 15:27
116. Kevin allein zuhause

Na es muss um die SPD sehr schlecht stehen, dass an abgebrochen Student der Gedönswissenschaften, das Ruder übernehmen soll.
Es graut mir schon jetzt, was mit der so alten Tante SPD passiert. Der nächste Parteitag findet dann wohl in einer Aula Wann-Eickel statt.

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thequickeningishappening 07.06.2019, 15:27
117. Noe, lasst Das Trio mal machen bis Herbst ist

Das was Der junge Herr Kühnert so von sich gibt, ist unausgegorener Aktionismus. Jeder weiß Was Die SPD braucht. Als Uebergangskandidat waere Der Herr Schulz geeignet. Und wenn Er dann im Programm auch Das umsetzen kann Was Er 2017 links liegen ließ dann könnte Er auch laenger bleiben. Meine Wunschkandidatin ist nach wie vor Sarah Wagenknecht !

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charlytappler 07.06.2019, 15:27
118. Süsses Gift !

Zitat von markusfoos
Mit Kühnert kämen endlich wieder politische Visionen und frische Ideen in die SPD. Ob die jedem passen, sei dahin gestellt. Man kann sich dann ja aber auch anderen Parteien anschließen. Mehr Fluktuation und weniger Festhalten an alten Wahrheiten würde ohnehin gut tun. Denn wenn die SPD glaubt, sie könnte in der aktuellen Form und Zerrissenheit fortbestehen, wird das sehr übel ausgehen. Gleiches gilt auch für die CDU, der ein visionärer Hoffnungsträger wie Kevin Kühnert aktuell noch fehlt.
Das ist nur Symptombekämpfung, an der Wurzel der Probleme wird auch ein Kühnert nichts ändern können. Aber darum geht es doch in Wirklichkeit auch gar nicht, Hauptsache man lässt uns eine Zeitlang Träumen.

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Paddel2 07.06.2019, 15:28
119. Ein Wahnsinn

Wenn uns eines Tages Grün-Rot-Rot regieren sollte, wird unser Land angeführt von Soziologen, Kommunisten und Bildungsverweigerern. Wann endlich hört die CDU die Signale und macht Friedrich Merz zu ihrem Vorsitzenden. Zusammen mit Lindner wären sie der handlungsfähige Gegenentwurf zu einer bunten Koalition von realitätsfremden Träumern.

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