Forum: Politik
Rennen um Parteivorsitz: Kühnert hört die Signale
DANIEL HOFER

Wer traut sich, die SPD zu führen? Fast die gesamte Führungsriege hat bereits abgewunken - jetzt richtet sich der Blick auf Juso-Chef Kühnert. Im SPIEGEL erhält er erste Unterstützung.

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wiesenflitzer 07.06.2019, 16:07
180. Was Sie schreiben ist leider kompletter Unsinn.

Zitat von fradu-koeln
Macht das, Genossen. Wer soll Euch überhaupt noch wählen? Eure komplette Führung besteht seit Jahren mit Ausnahme von Frau Dreyer nur noch aus Lachnummern. Und immer, wenn man glaubt, jetzt ist die Talsohle erreicht, beweist ihr mal ganz locker das Gegenteil. Vorschlag: Nominiert für den neuen Vorstand nur Leute aus Berlin und Bayern. Das führt zwar garantiert nicht zum Erfolg, verkürzt aber die Qualen.
Wenn Sie sich die Mühe machen würden, sich die letzten Jahre mal in Ruhe anzusehen, dann müsste Ihnen klar werden, dass alles was halbwegs bis ganz vernünftig war, ausschließlich von SPD-Ministern kam. Oder wollen Sie etwa ernsthaft behaupten das Gröhe/Spahn, Dobrindt/Scheuer, Altmaier, die Von der Leyen, Seehofer und eine Klöckner irgendetwas geleistet hätten? DAS sind doch die wahren Lachnummern der Nation! Schlimmer geht nimmer. Aber völlig sinnbefreit und ahnungslos auf die SPD eindreschen.
Schlimm!

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matteo51 07.06.2019, 16:09
181. Eher kritisch

Das sehe ich sehr kritisch. Jemand, der solch pauschale Forderungen in die Öffentlichkeit formuliert, hat entweder nicht so viel Ahnung oder will eine Revolution. Oder beides, Meine Meinung. Die Situation ist viel zu brüchig, und Kevin Kühnerts Statements finde ich wenig konstruktiv - eher aus einer Wut gespeist, wenn ich seine Mimik sehe.

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mwroer 07.06.2019, 16:09
182.

Zitat von der-junge-scharwenka
Warum nicht? Es war einmal ein ehemaliger Frankfurter Sponti, der zum deutschen Außenminister wurde - und seine Sache so gut machte, dass er internationale Anerkennung bekam. Das ist, zugegeben, etwa 20 Jahre her, und die Jüngeren in diesem Land werden sich nicht mehr daran erinnern; richtig bleibt es trotzdem. Ohne A mit B vergleichen oder gar gleichstellen zu wollen, ist "Joschka" Fischer doch immerhin ein Beleg dafür, dass man mit seinen Aufgaben wachsen kann. Das allerdings traue ich Kevin Kühnert auch zu. Das Inhaltliche, das bislang von Kühnert kam, muss man nicht gut finden. Aber es ist immerhin ein Lebenszeichen der SPD und ein Hinweis darauf, dass die Partei nicht bis ins letzte Glied in der ominösen "Mitte" festhängt, in die Gerhard Schröder sie gedrängt hat und von der allgemein - und ich glaube: zu Unrecht - behauptet wird, dass dort Wahlen gewonnen würden. Das Gegenteil dürfte richtig sein; das ist die Lehre aus drei Großen Koalitionen. Und alles, was zu einer Neupositionierung der SPD beitragen kann, muss nach der zehnjährigen Symbiose mit der CDU gut tun. Wie gesagt: Man muss Kühnerts Ideen nicht mögen. Aber man kann. Und immerhin: Es sind Ideen!
Ja, nach längerem Überlegen ... kann ich Ihrem Beitrag genau so ohne Einschränkungen zustimmen.

Warum nicht? Eben - letztlich muss die SPD beweisen dass sie den Mut hat endlich neue Wege zu gehen. Eine erneute Postenrochade des seit 10 Jahren dienenden Vorstandes würden den Genossen sowieso das Genick brechen.

Lasst den Mann versuchen!

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Zucchi_Magico 07.06.2019, 16:09
183. Genau da liegt das Problem

Zitat von Doppeler
Wie wäre es, wenn sich die Sterbende Partei Deutschlands zunächst einmal ein schlüssiges und zukunftsgerichtetes Programm gäbe, das die Interessen der Bevölkerung widerspiegelt und das sie dann auch ernsthaft umzusetzen versucht, ohne in bester F.D.P.-Manier bei erstbester Gelegenheit wieder einmal umzukippen? Solange stattdessen Personen derart in den Vordergrund gerückt werden, wird das nichts mehr beim Wahlvolk...
Genau das ist der Trugschluss der SPD: Menschen wählen keine "schlüssigen" und "zukunftsgerichteten Programme". Sie wählen Menschen, denen sie zutrauen, ein Land in die Zukunft zu führen und die Impulse für die Gesellschaft geben. Denn die "schlüssigen" Programme sind nichts anderes als bürokratische Monster. Und es interessiert Wähler auch nicht, ob der Hartz IV Regelsatz monatlich nun um 3 oder 4 Euro angehoben wird. Die SPD braucht einen Charakterkopf, einen der auch mal, Komplexe Sachverhalte vereinfachend und zusammenfassend, drauf hauen und Mißstände klar artikulieren kann.

Statt dessen nominiert sie Bahnhofswärter und langweilige Frauen, die dann das Kleinklein der übelsten Bürokratischen Verwaltungsreformen an den Mann bringen wollen.

Ein Kanzler braucht Eier. Keine Bücher mit Zahlen drin. Und wenn Kühnert ein wenig über die Stränge schlägt mit radikalen Ansichten, ist das genau das, was die SPD braucht.

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k70-ingo 07.06.2019, 16:10
184.

Zitat von Ekkehard Grube
Unabhängig davon, was man von Kühnert hält, würde ich dann doch gerne jemanden mit erheblich mehr Lebens- und Berufserfahrung an der Spitze dieser Partei sehen. Und da wäre mir Ralf Stegner am liebsten - ein politisches Urgestein und eine "Schmidt Schnauze mit Linksdrall". Gehört Stegner eigentlich auch zu denjenigen, die schon abgewunken haben? Und wenn ich noch einen Wunsch frei hätte - diesmal an die CDU: Räumt AKK so beiseite, wie die SPD Nahles beiseite geräumt hat, und macht dann doch noch Friedrich Merz zum CDU-Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten. Merz gegen Stegner - das gibt einen Wahlkampf, wie es ihn seit 1980 (Schmidt gegen Strauß) nicht mehr gegeben hat.
Stegner? Der misantrophische Wählerbeschimpfer?
Na denn man tau, wie man in Stegnerland sagt.

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magier 07.06.2019, 16:11
185.

Es ist bemerkenswert, wie zuverlässig die Meinungsmache in unseren Medien funktioniert. in den Kommentaren werden alle Vorverurteilungen wiedergekäut, die von konservativen Medien (zuletzt Fleischhauer auf spon) so in die Welt posaunt werden. Diese junge Milchgesicht will, ohne Schulabschluss und ohne RICHTIG gearbeitet zu haben, Politik machen! ?
Nehmen wir das Beispiel Sebastian Kurz in Österreich. Er hat einige Semester Jura studiert, sein Studium aber nicht abgeschlossen. Er hat nie einen RICHTIGEN Beruf ausgeübt. Mit 23 Jahren wurde er Vorsitzender der Jugendorganisation der ÖVP, mit 27 Jahren schon Minister und mit 31 Jahren Parteivorsitzender (Obmann) und Kanzler. Zur Zeit ist er in Österreich zwar abgesetzter Kanzler, aber eine auch von den Medien umjubelte Politikgröße, die Aussicht hat, mit guten Ergebnissen die nächste Wahl zu gewinnen. Aber er ist auch ein Konservativer, daher mediengerechter als Kühnert.
Warum ist nach Ansicht vieler Deutscher so etwas bei uns undenkbar. Oder liegt die stete Wiederholung dieser persönlichen Angriffe eher daran, dass er ein Linker ist?
.

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jo126 07.06.2019, 16:11
186. Dream on

Zitat von claus7447
Und ob Studium fertig oder nicht - wir leben im Zeitalter einer schnell wandelten Gesellschaft. Ein Studienabschluss ist zweitrangig (insb. wenn dann die Doktorarbeit noch abgeschrieben wird). Start-up Gründer wollen etwas tun - und einige sind wirklich erfolgreich. Also, immer mal die Luft anhalten... schauen wir mal.
Schon mal ein Unternehmen geleitet? Da wir, man glaubt es kaum, auf Abschlüsse durchaus Wert gelegt. Bei uns würde ein Kühnert nicht mal als Pförtner genommen. Schon mal mitgekriegt, wie viel "Start ups" volle Bauchklatscher hinlegen? Natürlich alle gegründet von "Bright minds" - jedenfalls in deren Augen. Und vom Luft anhalten ist auch noch nicht viel Gutes gekommen, außer, man geht gerade unter...

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burgundy 07.06.2019, 16:13
187.

Zitat von Working Poor
Kevin Kühnert ist das größte politische Talent der SPD seit Gerhard Schröder. Er ist charismatisch und visionär - eine echtes politisches Alphatier. Nur ihm wird es gelingen, die SPD wieder ganz nach vorne zu bringen und Stimmenanteile von über 40% bei der Bundestagswahl zu holen. Mit ihm wird es in diesem Lande endlich wieder gerecht zugehen.
30%, 40%...schreckliches Menetekel. Obwohl, 2013 hatte ich auch schon gehofft, dass die unsägliche FDP endlich tot wäre, aber der deutsche Michel hat sie doch tatsächlich wieder ausgegraben. Und warum sollte man mit der sPD nicht denselben Fehler wieder machen? Nur, dass es "in diesem Lande endlich wieder gerecht zugehen" wird, das muss man sich nicht unbedingt erhoffen, schon gar nicht mit Kevin Kühnert, dem "größten politischen Talent der SPD seit Gerhard Schröder". Schröder mag vielleicht ein politisches Talent gewesen sein, aber nicht der SPD, sondern nur sein eigenes. Das größte Talent hat er nämlich eiskalt weggeboxt - den guten alten Lafontaine, um dann mit dem deutschen Arbeitnehmer Schlitten zu fahren. Viel anders wäre das mit KK wohl nicht. Charismatisch ist der eher nicht, ein ehrgeiziges Büble halt, das recht gut reden kann, visionär schon gar nicht, eher der größte Reaktionär, den die SPD seit Gerhard Schröder hatte. Als Schröder Kanzler wurde, war ich richtig froh, Birne Kohl hatte sich einfach schon zu sehr überlebt, war selbstgefällig geworden, seine Politik uninteressant, von Skandalen geschüttelt. Schröder schien Aufbruch zu versprechen. Danach kam eher ein Wolkenbruch - für den deutschen Arbeitnehmer und als Konsequenz davon für die Partei, die angeblich zu ihm stand: die sPD. Man sollte die Partei, genauso wie den sozialen Gedanken, für den sie zu Zeiten Willy Brandts noch stand, still und leise begraben. Deutschland geht in eine andere Richtung, mit und ohne sPD.

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Vanished 07.06.2019, 16:13
188. Populismus gibt es auch links...

...das hat Herr Kühnert seit der Diskussion um die GroKo mehrfach bewiesen.
Als SPD-Wähler bei der Europawahl halte ich es für eine schlechte Idee, DIE LINKE links überholen zu wollen. Meine Stimme wäre mit ihm als Vorsitzenden jedenfalls futsch.

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joke61 07.06.2019, 16:13
189. Wo kommen,

die ganzlen Krakeller hier her? Seit dem Absturz der SPD und auch schon früher tauchen hier bei jedem Bericht zur SPD die gleichen Miesmacher auf, mit menschenverachtenden, verlogenen Argumenten und Fake News.
Werdet Ihr dafür bezahlt oder seit Ihr einfach nur so hirnarm, dass Ihr nicht mal sachlich argumentieren könnt?
Habt Ihr Angst, dass die CDU bals in der Oposition ist und wollt deswegen jedes Zucken der SPD, wie auch schon bei Schulz, niederschreien und alle Personen diffamieren?
Am besten sind die, die vorgeben SPD Mitglieder oder Wähler zu sein und so andere direkt beibflussen zu wollen! Wer es glaubt!

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