Forum: Politik
Rennen um Parteivorsitz: Kühnert hört die Signale
DANIEL HOFER

Wer traut sich, die SPD zu führen? Fast die gesamte Führungsriege hat bereits abgewunken - jetzt richtet sich der Blick auf Juso-Chef Kühnert. Im SPIEGEL erhält er erste Unterstützung.

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conocedor 07.06.2019, 16:14
190. Das "Grundsätzliche" war schon lange grundsätzlich ausdiskutiert.

Zitat von ADie
... Deswegen hat Kevin Kühnerts nur zaghafte Erwähnung dessen, was früher die tägliche politische Diskussion in der SPD beherrscht hat, ein solches Echo auslösen können und es wäre wirklich ein radikaler Bruch, wenn Leute mit einer derartigen Diskussionsfreude am Grundsätzlichen wieder in die Führung der SPD aufsteigen würden. ...
In der Tat.
Denn Kühnerts "dessen" nach der "zaghaften Erwähnung" ist etwas, das die SPD mit dem Godesberger Programm 1959 eingedenk der Erfolglosigkeit eben "dessen" bei der westdeutschen Bevölkerung und der faktenschaffenden Wirklichkeit hinter sich gelassen hatte und was ihr durch diesen Verzicht erst den Aufstieg zur Volks- und Regierungspartei ermöglicht hat.

Scheinbar zu vernachlässigende Nebenwirkungen dieses Aufstiegs, die man noch in den siebziger Jahren gar nicht beachtet haben mag, zeigen sich in ihren Ausprägungen bis heute:
Nämlich der Zustrom von Leuten in diese Partei, die als Produkt der eigenen verkorksten sozialdemokratischen Bildungspolitik in einer Art Marsch durch die Partei-Institution die SPD langfristig von den Füßen auf den Kopf ge- und zur programmatischen Unkenntlichkeit entstellt haben.

Kevin Kühnert ist die spätberufene Reclam-Ausgabe dieses Personals: unbekümmert zur Schau gestellte wirtschaftliche, geschichtliche und lebenswirkliche Ahnungslosigkeit, aber gerade deshalb Selbst- und Sendungsbewusstsein und die unerschütterliche Überzeugung, dass jemand wie er besser als die Betroffenen selbst weiß, wie das Geld und das Eigentum anderer Leute zu verwenden ist.

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ingnazwobel 07.06.2019, 16:14
191.

Sagen wir mal so, alle die sich am stärksten über ihn echauffieren, sind sowieso fast ausschließlich Wähler die nicht SPD gewählt haben noch in Zukunft Spd wählen werden. Also nicht relevant

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heissSPOrN 07.06.2019, 16:14
192.

Zitat von Paddel2
Wann endlich hört die CDU die Signale und macht Friedrich Merz zu ihrem Vorsitzenden. Zusammen mit Lindner wären sie der handlungsfähige Gegenentwurf zu einer bunten Koalition von realitätsfremden Träumern.
Um die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer zu machen?

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joke61 07.06.2019, 16:15
193. An die Moderation,

wenn Ihr soviel Gift durchlasst, wieso nicht das benennen?
Ist wohl vom SPON so gewollt. Können wir direkt wieder einen verbrennen! Bei Schulz 2017 wart Ihr ja auch eifrig dabei!

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lalito 07.06.2019, 16:15
194. Irrsinn

Zitat von Metternich
Kennt der Irrsinn keine Grenzen? Ein Juso-Chef mit abgebrochenem Studium, ohne wirkliche Berufs- und Lebenserfahrung, der z.B. BWW enteignen will, mit der Reaktion von deren Beschäftigten keine SPD mehr wählen zu können. Und der als SPD-Vorsitzender? Nur weiter so. Die Sozialdemokraten werden zur Splitterpartei, was für unseren Staat nicht gut wäre.
Es wäre doch eine interessante Variante, all die unangepassten Lebensläufe in unserer Gesellschaft.

Wie hoch ist der Anteil der Straighten, die ohne Brüche oder andere Imponderabilien, ihr Dasein fristen können in der deutschen Gesellschaft? Alleinerziehende, Unfallopfer, Krebskranke, Rauschabhängige und andere Suchtkranke, Gehandicapte und Traumatisierte sowieso, Scheinselbständige, Arbeitslose usw. usf. Und, glauben Sie mir, die vollendete Liste wiese weit mehr als zwei Hände bezgl. der Anzahl dieser entsprechenden Gruppierungen auf.

Deren Qualitäten sind - Ihren Ausführungen gemäß - also nicht erwünscht?

Wenn Sie da mal mit Ihrer Splitterpartei nicht völlig danebenliegen, wenn sich eine Identifikation mit Herrn Kühnert auch in entsprechender Klientelpolitik mit junger Mannschaft zeigte. Allein die Zahlen dürften Ihre Annahmen und Wertungen entkräften.

Das Netz, bspw. auch soziale Organisationen, Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen, Youtuber mit den vielfältigen Netzwerkern und bestehenden Netzwerken wird eine völlig neue und andere Richtung vorgeben.

Jung. Sozial. Nachhaltig. Friedlich.

Ganz zum Schluss, die Art Ihrer Bitterkeit, genau die habe ich bei Rezo so angenehm erfrischend vermisst. Irrsinn?

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k70-ingo 07.06.2019, 16:16
195.

Zitat von heinrich-wilhelm
Eher aus der sozialistischen Mottenkiste. Die SPD sollte sich nicht noch einmal an einen „ Heilsbringer“ ketten. Hat sie das Experiment Schulz schon vergessen? KK wird nur Stimmen im linken Milieu generieren,aber das sog bürgerliche Lager vollends vergraulen,für das die Partei in den letzten Jahren eine Alternative zu Merkel war. Aber ok,due CDU wirds freuen ( 5-10%) Wetten.
Was für ein linkes Millieu?
Bei uns im tiefen Westen von NRW hat die Linkspartei 2,9% eingefahren, MLPD und DKP je 0,0%

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appendnix 07.06.2019, 16:17
196. Ein absolutes Zuckerschlecken der SPD - Gegner.

Mit Kühnert an der Spitze, werden die letzten bürgerlichen Wähler in Scharen davonrennen und die Anhänger der Heim-ins-Volksvermögen-Verstaatlichungsphantasien wählen dann doch eher das Original: die Linke.

Mit Kühnert packt die SPD die 7-Meilen-Stiefel in Richtung 5%-Hürde heraus.

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Freidenker10 07.06.2019, 16:18
197.

Zitat von wiesenflitzer
Wenn Sie sich die Mühe machen würden, sich die letzten Jahre mal in Ruhe anzusehen, dann müsste Ihnen klar werden, dass alles was halbwegs bis ganz vernünftig war, ausschließlich von SPD-Ministern kam. Oder wollen Sie etwa ernsthaft behaupten das Gröhe/Spahn, Dobrindt/Scheuer, Altmaier, die Von der Leyen, Seehofer und eine Klöckner irgendetwas geleistet hätten? DAS sind doch die wahren Lachnummern der Nation! Schlimmer geht nimmer. Aber völlig sinnbefreit und ahnungslos auf die SPD eindreschen. Schlimm!
Völlig richtig! Aber daran erkennt man auch wie gut die mediale Unterstützung der Union funktioniert. Die SPD kann machen was sie will, medial wird alles der Union zugerechnet und viele glauben tatsächlich die Union würde was leisten. Ich glaube noch nicht mal das sich die SPD schlecht verkauft, aber wenn die Medien nur negativ über die SPD berichten verfestigt sich eben auch der Eindruck die würden nur Murks produzieren. Aber wenn man sich die Arbeit der Ministerien anschaut ist genau das Gegenteil der Fall, die Unions Ministerien produzieren nur Murks. Der Mist fällt aber komischerweise nur der SPD auf den Kopf...

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jo126 07.06.2019, 16:19
198. Ach Gottchen

Zitat von joke61
Immer dien gleichen Hetz Kommentare. Kühnert hat sich im Gegensatz zu Ihnen schon im jugendlichen Alter mit Politik beschäftigt und dumm studierte machen es auch nicht besser! Sieht man doch bei der CDU! Nutzt nix Sie Demagoge!
Ich habe mich auch schon "in jungen Jahren" mit Politik beschäftigt, als Parteimitglied. Das hat mich aber nicht davon abgehalten, eine solide Ausbildung und ein Studium abzuschließen. Dummschwätzer vom Rang eines Kühnert hatten wir allerdings auch in der Uni, meist im ASTA. Die haben auch häufig ihr Studium nicht zu ende gebracht, konnten aber jedem die Welt erklären. Und zumindest Demagogie scheinen Sie ja auch trefflich zu beherrschen. Auch im ASTA gewesen?

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ted.striker 07.06.2019, 16:19
199. Vom Regen in die Traufe...

Die SPD hat ein Händchen dafür, in gewisser Regelmäßigkeit auf fast schon masochistische Art alles noch schlimmer zu machen.
Was bitteschön qualifiziert denn Herrn Kühnert für den SPD-Vorsitz? Seine kommunistischen Tagträume, deutsche Autohersteller zu verstaatlichen, sein Unwillen, eine Regierung zu bilden (wer zu einer Wahl antritt, muss auch damit rechnen, unter Umständen regieren zu müssen; das gilt auch für Herrn Lindner) oder ist es einfach die Tatsache, dass es außer ihm niemanden mehr gibt, der a) sich in der Nähe der SPD-Spitze befindet und b) nicht "vorbelastet" ist?
Mit solchen Leuten an der Spitze werden sich auch die letzten Arbeiterinnen und Arbeiter (solche, wie diese Dame, die vor Jahren mal Herrn Gabriel öffentlich in Grund und Boden argumentiert hat) von der SPD abwenden. Es bleiben dann solche, die diese Partei aus Gewohnheit wählen und diejenigen, die linksliberal denken und denen diese "ungebildete" Arbeiterschaft insgeheim immer schon peinlich war. Dann wird es schwer mit der 10% Hürde

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