Forum: Politik
Rennen um Parteivorsitz: Kühnert hört die Signale
DANIEL HOFER

Wer traut sich, die SPD zu führen? Fast die gesamte Führungsriege hat bereits abgewunken - jetzt richtet sich der Blick auf Juso-Chef Kühnert. Im SPIEGEL erhält er erste Unterstützung.

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ted.striker 07.06.2019, 16:19
200. Vom Regen in die Traufe...

Die SPD hat ein Händchen dafür, in gewisser Regelmäßigkeit auf fast schon masochistische Art alles noch schlimmer zu machen.
Was bitteschön qualifiziert denn Herrn Kühnert für den SPD-Vorsitz? Seine kommunistischen Tagträume, deutsche Autohersteller zu verstaatlichen, sein Unwillen, eine Regierung zu bilden (wer zu einer Wahl antritt, muss auch damit rechnen, unter Umständen regieren zu müssen; das gilt auch für Herrn Lindner) oder ist es einfach die Tatsache, dass es außer ihm niemanden mehr gibt, der a) sich in der Nähe der SPD-Spitze befindet und b) nicht "vorbelastet" ist?
Mit solchen Leuten an der Spitze werden sich auch die letzten Arbeiterinnen und Arbeiter (solche, wie diese Dame, die vor Jahren mal Herrn Gabriel öffentlich in Grund und Boden argumentiert hat) von der SPD abwenden. Es bleiben dann solche, die diese Partei aus Gewohnheit wählen und diejenigen, die linksliberal denken und denen diese "ungebildete" Arbeiterschaft insgeheim immer schon peinlich war. Dann wird es schwer mit der 10% Hürde

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mwroer 07.06.2019, 16:20
201.

Zitat von Doppeler
Wie wäre es, wenn sich die Sterbende Partei Deutschlands zunächst einmal ein schlüssiges und zukunftsgerichtetes Programm gäbe, das die Interessen der Bevölkerung widerspiegelt und das sie dann auch ernsthaft umzusetzen versucht, ohne in bester F.D.P.-Manier bei erstbester Gelegenheit wieder einmal umzukippen? Solange stattdessen Personen derart in den Vordergrund gerückt werden, wird das nichts mehr beim Wahlvolk...
Ohne mich jetzt sonderlich weit aus dem Fenster lehnen zu müssen, behaupte ich das maximal 1% der Wähler das Programm der Partei bzw. maximal 5% das Wahlprogramm der Partei die sie wählen gelesen haben.

Der Rest richtet sich nach Äußerungen und Handlungen von Politikern während der 4 Jahre Legislaturperiode und hört ggf in den letzten 6 Monaten ein aufmerksamer zu.

Und das ist eben das was bei der SPD so verheerende Auswirkungen hat: Reine Personal, Posten und Neiddebatten bestimmen das Bild (und die Partei).

Die CDU ist *nicht* besser - aber das wird nicht nach außen getragen.

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kodu 07.06.2019, 16:20
202. Er sollte seine Schäfchen vorher genau zählen...

... denn wenn er sich für den Posten entscheidet, wird er erleben, was
"politischer Kampf" im Wortsinn bedeutet.
Der Feind sitzt dabei auch im eigenen Lager: Die Seeheimer sind die "fünfte Kolonne" der FDP, andere SPD-Mitglieder verstehen darüberhinaus die Zusammenhänge oft nicht und lassen sich ihre Meinung in der Laubenpiperkolonnie und beim Pils vom Unterbezirksvorsitzenden bilden.
Die neoliberal dominierten Medien werden sich zudem mehr oder weniger subtil gegen ihn stellen. Manche werden ihm z.B. das Attribut des "Enteigners" oder des "Bolschewisten" anhängen (wenn er Glück hat, wird es dabei bleiben) und man wird versuchen, auch diejenige Bevölkerungsmehrheit gegen ihn aufzubringen, deren Lage er jetzt noch hofft, verbessern zu können. Weil sie um ihr mühsam erspartes Häuschen bangen oder um ihre kleinen Ersparnisse. Auch wenn das weder seine Absicht ist, noch überhaupt möglich: Es wird dann nicht differenziert werden, zwischen den wirklich Reichen und den Normalbürgern. Er wird nur wenig Gelegenheit bekommen, das richtig zu stellen und er wird sehr gute Nerven brauchen, eine gute bestechende Strategie...und sehr gute Freunde!
Chancen sehe ich bei den jungen Menschen, die den Braten riechen und per se misstrauisch gegenüber den etablierten Medien sind.
Bringt er die SPD wieder über 20%, hat er gewonnen.
Im Prinzip halte ich Kühnert dazu in der Lage...aber es wird nicht einfach, der SPD wieder ein sozialdemokratisches Gesicht zu geben.

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prologo 07.06.2019, 16:20
203. SpDeeeee Adeeeee

Zitat von matteo51
Das sehe ich sehr kritisch. Jemand, der solch pauschale Forderungen in die Öffentlichkeit formuliert, hat entweder nicht so viel Ahnung oder will eine Revolution. Oder beides, Meine Meinung. Die Situation ist viel zu brüchig, und Kevin Kühnerts Statements finde ich wenig konstruktiv - eher aus einer Wut gespeist, wenn ich seine Mimik sehe.
Mehr ist da nicht mehr zu sagen. Der Seeheimer Kreis hat die eigene Klientel der SPD betrogen und belogen. Nahles war da voll dabei. Jetzt kommt die Quittung für diesen Verrat. Und das ist gut so.

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kapamb 07.06.2019, 16:21
204. Eine tolle Idee

einen Mann der keinerlei Lebenserfahrung hat, noch nie gearbeitet oder eine Ausbildung abgeschlossen hat zum Vorsitzenden machen zu wollen. Es zeigt einmal mehr dass alle Politiker die etwas im Hirn haben fluchtartig die Partei verlassen haben oder aber hinaus geekelt wurden. Schlimm, wirklich schlimm ist es um die SPD bestellt.

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neptun680 07.06.2019, 16:21
205. Kühnert ist alternativlos!

Das soll nicht bedeuten, dass er längerfristig ein Heilsbringer ist. Doch man nenne mir eine Personalie die, außer ihm, nicht vom Dunst des Überholten - Gestrigen umgeben ist.

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Listkaefer 07.06.2019, 16:22
206. Jetzt spinnen alle wieder.

Guttenberg war auch schon mal Kanzler. Baerbock, Habeck sowieso. Diese Leute werden alle nichts. Kleine Glühwürmer, die vergehen. Eingeschlossen Akk. Aber bitte Merz und Lindner von der Regierung fernhalten. Die Wirtschaftsliberalen sind die Lobby der Milliardäre.

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burgundy 07.06.2019, 16:22
207.

Zitat von .patou
Warum ist man in Deutschland eigentlich so fixiert auf Studienabschlüsse als ultimativen Beweis der Kompetenz? Er soll ja schließlich keine neurochirurgischen Eingriffe vornehmen. ...
Ja, da haben sie recht. Er soll ja nur eine grosse Partei mit 438000 Mitgliedern führen und eventuell - das scheinen sich ja einige hier im Forum tatsächlich zu erträumen, mal Kanzler eines 80 Millionen - Staates werden.

Es geht ja gar nicht um ein Studium, eine halbwegs ernsthafte Berufsausbildung würde ja auch nicht schaden. Irgendwie hatten die Politiker vor noch gar nicht mal so langer Zeit alle eine Berufsausbildung. Ein Blüm war sich zum Beispiel für eine Ausbildung zum Werkzeugmacher nicht zu schade, und irgendwie hatte man bei ihm den Eindruck, er wusste, wovon er redete. Den hat man, mit Verlaub bei KK eher selten.

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Das Grauen 07.06.2019, 16:23
208. Wenn Kevin K. als SPD-Chef, dann auch Marvin N. als Mercedes-Boss.

Wo ist der große Unterschied? Kevin und Marvin haben beide ein großes Mundwerk, halten sich für große Könner, haben aber noch niemals bewiesen, daß sie tatsächlich etwas drauf haben. Wer den Juso-Lautsprecher für fähig hält, die SPD zu führen, sollte genauso dem Autoraser zutrauen, Mercedes zu managen. Wenn Qualifikation und Erfolgsbeweise so wenig zählen, kann man auch gleich den fliegenden Händler mit dem Wunderwerkzeug mit der Reparatur eines Wasserrohrbruchs beauftragen oder die Zahnarztfrau aus der Werbung die eigenen Weisheitszähne ziehen lassen. Wer so drauf ist, der fällt sicher auf jeden windigen Vertreter herein, da er die Selbstdarstellung für den Beweis des Könnens hält. Ich kann diese Einstellung absolut nicht nachvollziehen und halte sie für eine Gefahr für unser Land. Wenn die Meßlatte so tief angelegt wird, muß man das Schlimmste befürchten.

Ich will damit nicht sagen, daß aus Kühnert nicht noch ein großer Politiker werden kann. Sondern daß er noch niemals besondere Verantwortung übernommen hat und noch keine konkreten Erfolge vorzuweisen hat. Das darf man doch nicht in blindem, überzogenem Optimismus einfach ignorieren! Es geht hier doch nicht um die Wahl des Mr. Germany, sondern um wichtige Entscheidungen für unsere Demokratie. Mehr Verantwortungsbewußtsein, bitte!

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doktorplagiatsverdacht 07.06.2019, 16:24
209. Nur zu !

Nicht so lange zögern!

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