Forum: Politik
Rennen um Parteivorsitz: Kühnert hört die Signale
DANIEL HOFER

Wer traut sich, die SPD zu führen? Fast die gesamte Führungsriege hat bereits abgewunken - jetzt richtet sich der Blick auf Juso-Chef Kühnert. Im SPIEGEL erhält er erste Unterstützung.

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Das Grauen 07.06.2019, 17:24
280. @claus7447 Behaupten Sie, SPD zu wählen?

Zitat von claus7447
Ich habe mich schon 2000 damit beschäftigt - übrigens in Stanford an der Uni. Hatte die Chance da mit mein Arbeitgeber diese Auszeit finanzierte und das war für mich wirklich ein Highlight. Nicht das ich mit allem und jedem syncron ging - aber es hat Augen geöffnet und mit viele Chancen gegeben. In meinem engeren Freundeskreis ist ein junger Mann (wenn man einen Enddreißiger so nennen kann. Kein Studium - eher Selbststudium. Heute leitet er mehrere Arbeitsgruppen in einem IT Unternehmen. Eines haben Sie nicht mitbekommen - ich empfehle ihnen dringend eine Unterlagscheiber zur Verbesserung ihres Blickwinkels: ja die Fehlerquote bei Startups ist brutal - ABER wenn sie durchkommen was dann. Sie dürfen gerne in Ihrem Unternehmen weiterhin Pförtner machen, auch ich war über 40 Jahre in einem Großunternehmen tätig, habe bei genügend "Recruting-Circles" mitgemacht, da gab es jede Menge ungeschliffene Diamanten die man sich gerne raus holte. Nur wer Risiken eingeht ist bereit zu ernten. Wer nach dem Motto "Weiter so!" verfährt wird es schwer haben - wissen sie was "disruption" heißt ... sie sollten sich kundig machen und den Mund weniger voll nehmen.
Mit Verlaub - Ihr Lebenslauf sieht aber nicht so sehr wie der eines typischen SPD-Wählers aus. Und Ihre Befürwortung der üblen US Erfindung "disruption" macht es noch unwahrscheinlicher, daß sie der Sozialdemokratie nahestehenden. Denn dann müßte ihnen klar sein, daß Disruption gute, abgesicherte Jobs vernichtet, durch prekär bezahlte Scheinselbstständigkeit ersetzt, und letztendlich nur den Investoren nützt. Die Verbraucher mögen sich eine Zeitlang durch Dumpingpreise täuschen lassen, aber sobald die Konkurrenz auf der Strecke geblieben ist, zahlen sie die Zeche, mit Zins und Zinseszins.

Sorry, aber ich finde, wer so ein Geschäftsmodell befürwortet, der ist eher weniger qualifiziert, zu internen Entscheidungen der SPD konstruktive Ratschläge zu geben.

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burgundy 07.06.2019, 17:25
281.

Zitat von Alabama09
AN ALLE FORISTEN : Es wird bei Kühnert bemängelt,dass er kein abgeschlossenes Studium vorweisen kann.Das zu recht,aber habt ihr mal nachgedacht,dass gerade die "Studierten" in der SPD diejenigen sind die nichts auf die Reihe kriegen.Wir haben einen Vize-Kanzler der schon in Hamburg versagt hat,wir haben einen Aussenminister der ausser fotogen nichts zu stande bringt,wir haben (zumindest bis jetzt) eine Familienministerin mit zweifelhafter Doktotarbeit.Sind das Figuren,die die SPD wieder nach vorne bringen sollen??Ich habe da meine Zweifel.
Weiss nicht: Scholz macht seinen Job doch gar nicht schlecht. Maas als fotogen zu bezeichnen finde ich gewagt, und als Aussenminister sicherlich nicht das Maß aller Dinge. Giffey hat vielleicht geschummelt - na und? Ihren Job macht sie gut, sympathisch ist sie auch. Schulze, Barley, Heil - so schlecht ist die Regierungsmannschaft gar nicht, nur die Partei als Ganzes taugt nichts mehr und schleppt einen historischen Ballast mit sich, von dem sie sich (vor lauter Nostalgie ?) einfach nicht trennen kann. Egal, ist jetzt eh zu spät.
OK, diese Studierten haben vielleicht auch nicht das Format, die SPD aus dem Sumpf zu führen - das ist einfach eine Sisyphus - Arbeit. Aber sie deswegen einem notorisch Inkompetenten anzuvertrauen (denn, Hand aufs Herz - und da muss man gar nicht beruflich argumentieren - wo hätte KK bislang Substantielles geleistet?), muss man der alten Dame dann doch nicht antun.

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friedrich_eckard 07.06.2019, 17:27
282.

Zitat von Jörg-Detlef
Lieber eine 10%-Partei SPD mit Kühnert an der Spitze als eine SPD gegenwärtiger Prägung, selbst wenn diese mit absoluter Mehrheit daherkäme. Weitere 10% von den Linken und 30% Grüne, das würde reichen, und die Sozen hätten den ihnen gebührenden Stellenwert.
Wobei ich der SPD durchaus noch etwas mehr zutraute und auch gönnen würde... man weiss doch gar nicht, wieviele potentielle SPD-Wähler sich aktuell völlig ratlos zu den Nichtwählern und Unentschiedenen geflüchtet haben. "Rückläufer" von den GRÜNEN könnte es sicher auch geben, aber deren Stimmen blieben ja "in der Familie".

Bedingung für einen Gesundungsprozess der Partei wäre aber doch wohl, dass sich endlich trennt, was nicht zusammengehört. Es kommt ja gar nicht darauf an, wem man politisch nahe oder näher steht, aber Kahrs und Kühnert in derselben Partei: das ist doch einfach ein vollendeter Widersinn!

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flyer64 07.06.2019, 17:29
283. Lieber alabama 09

Die SPD sollte sich ihrer Wurzeln erinnern es braucht keine Zivielversager wie Kühnert oder Studierte wie du schon richtig bemerkt hast sondern Arbeiter in der Arbeiterpartei oder moment kann es sein das diese nicht Intellektuell genug ..........
Einfacher ausgedrückt etwas mehr geerdete Menschen bitte !

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markus.pfeiffer@gmx.com 07.06.2019, 17:32
284. Als Wechselwähler lebt sich's nicht unbedingt leichter...

Zitat von Das Grauen
Genau so ist es. Ok, vielleicht sind auch einige inzwischen verstorben, aber ihre Rechnung ist grundsätzlich richtig: Die Ex-Wähler sind in der Mehrheit. Und fühlen sich daher auch nicht mehr verpflichtet, jede Sch...idee dieser Partei zu verteidigen oder gar schönzureden. Als Wechselwähler lebt sich's leichter!
Mir persönlich fällt es alles andere als leicht, meine Stimme bei den letzten Wahlen einer kleinen Partei zu geben, von der ich von vornherein weiß, dass sie im Endergebnis eine 0 vor dem Komma haben wird und 0 Vertreter ins entsprechende Parlament schicken wird; aber von den "etablierten" Parteien kann ich keine mehr wählen, seit der erneuten GroKo 2013 (und dann nochmal 2017, als ob die 4 Jahre davor nicht schlimm genug gewesen wären) nicht mal mehr SPD.

Aber leider ist die Ablehnung der GroKo die einzige Position, die ich mit KK teile, insgesamt würde er mit seinen Positionen (und seiner "ideologischen Verbohrtheit" beim Finden seiner Positionen) die SPD für mich noch unwählbarer machen.

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Das Grauen 07.06.2019, 17:35
285. @Alabama09 Auch ein abgebrochener Student ist ein Student

Zitat von Alabama09
AN ALLE FORISTEN : Es wird bei Kühnert bemängelt,dass er kein abgeschlossenes Studium vorweisen kann.Das zu recht,aber habt ihr mal nachgedacht,dass gerade die "Studierten" in der SPD diejenigen sind die nichts auf die Reihe kriegen.Wir haben einen Vize-Kanzler der schon in Hamburg versagt hat,wir haben einen Aussenminister der ausser fotogen nichts zu stande bringt,wir haben (zumindest bis jetzt) eine Familienministerin mit zweifelhafter Doktotarbeit.Sind das Figuren,die die SPD wieder nach vorne bringen sollen??Ich habe da meine Zweifel.
Ihr Einwand wäre berechtigt, wenn Kühnert dafür diffamiert würde, "nur" Kaufmann, Dachdecker oder etwas ähnliches gelernt zu haben. Aber diesen Weg, mit harter Arbeit und einem Berufsabschluß, hat er eben nicht eingeschlagen. Mir selbst ist sein Lebenslauf gar nicht so unfremd, aber ich weiß selbst, aus einigen Zwischenjobs, wie typische SPD-Wähler mit proletarischem Background über Studenten denken: Alles "Steineschmeißer" und "Klugsch.....". Vielleicht nicht ganz fair, aber die kulturellen Unterschiede sind tatsächlich spürbar. Kühnert muß also mit solchen Vorbehalten bei Stammwählern kämpfen, ohne dafür bei Akademikern (Lehrern und Beamten) mit einem Diplom oder gar Dr. punkten zu können. Das ist ein eher ungünstiger Werdegang für einen Anwärter für eine Führungsrolle in der SPD, das läßt sich nicht schönreden.

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friedrich_eckard 07.06.2019, 17:38
286.

Zitat von k70-ingo
Ihr tapferes Sehnen in allen Ehren, aber Ihr Wunschdenken entspricht nicht der Realität. Nicht nur, daß eine SPD unter Kühnert tief einstellig werden wird, die Linkspartei steht auch nicht flächendeckend bei 10%, sondern oft weit darunter. Im Westen dümpelt sie meist noch unter der Fünfprozenthürde.
Wer denkt hier Wunsch? Man muss sich ja notgedrungen auf die aktuellen Umfragen verlassen, und da liegt bei einer SPD in einer Verfassung, die als "desolat" zu bezeichnen wohl noch deutlich untertrieben wäre, und bei einer LINKEN, die, mit deutlichem Bedauern sei's gesagt, auch nicht in Bestform ist, die Mitte-links-Mehrheit im Bereich der Erhebungsfehlertoleranz (INSA 47:47, FGW 46:47, Infratest 45:46)!

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Sissy.Voss 07.06.2019, 17:40
287. Stimmt! SPD ganz vorne dran!

Zitat von hardeenetwork
Sehr gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Neuanfang. Vielleicht sogar (inkl. GroKo Aussatieg) der einzige Weg aus dem Dilemma. AKK ist eine Frau von Gestern und somit wären die Grünen und die SPD wieder in Führung.
Alles, was Sie angeführt haben, spricht für den erfolgreichen und kometengleichen Aufstieg der SPD! GrKo weg, Merkel weg, AKK schon jetzt im Niedergang. Bleiben eigentlich nur die Grünen und die SPD. Ein paar Kleinigkeit haben Sie versehentlich übersehen: da wir in einer wie auch immer gearteten Demokratie leben, hat das Volk via Wahl die Entscheidungsbefugnis. Und derzeit sieht es eher so aus, als sei die SPD auf dem Weg unter die 10%. Wenn jedoch, wie viele hier wünschen, Kevin Alleinzuhaus eine Führungsposition in der Erwachsenen-SPD übernimmt, dann bin ich sicher, dass die SPD ganz vorne dran ist. Auf den Abstiegsplätzen. Noch vor der FDP.

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appendnix 07.06.2019, 17:45
288. Erzählen Sie doch biite die ganze Geschichte!

Zitat von Ein Spielverderber
Schon lustig, wie das bei einem Politiker immer wieder hochgekocht wird, bei einem erfolgreichen Unternehmer aber irrelevant ist... Steve Jobs "Das Studium brach Jobs schon nach dem ersten Semester ab..." Bill Gates "1975 brach Gates sein Studium ab..." Mark Zuckerberg "...und gab 2006 sein Studium ohne Abschluss auf..." Alles aus Wikipedia...
Sie zählen unvollständig 3 Erfolgsgeschichten auf. Ich versuche Ihre Anfänge und bewusste Auslassungen zu ergänzen:

Steve Jobs: Im Jahre 1972..."brach Jobs das Studium ab"... um dann 1976 (nun 21-jährig) mit Wozniak und Ronald Wayne die Apple Computer Company zu gründen.

Bill Gates: "1975 brach Gates (nun 20-jährig) sein Studium ab...",um sich ganz der Führung seiner Firma Microsoft Corporation zu widmen.

Mark Zuckerberg: "2004( nun 20-jährig) gründete er mit drei Harvard-Kommilitonen Facebook "...und gab 2006 sein Studium ohne Abschluss auf"

Und nun zu Ihrem Schützling.
Kevin Kühnert: ... ein "in 2016 (nun 27-jährig) begonnenes Studium der Politikwissenschaft an der Fernuniversität in Hagen ruht seit seiner Wahl zum Bundesvorsitzenden der Jusos"

Und nein, ich habe (wie die Meisten es sowieso schon erahnen) beim Herrn Kühnert, im Gegensatz zu Ihnen, nicht aus- oder weggelassen, da kommt definitiv nichts mehr, kein Happy End, keine Erfolgsgeschichte.

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gudensberger 07.06.2019, 17:47
289. Joachim 54

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