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Rennen um Parteivorsitz: Kühnert hört die Signale
DANIEL HOFER

Wer traut sich, die SPD zu führen? Fast die gesamte Führungsriege hat bereits abgewunken - jetzt richtet sich der Blick auf Juso-Chef Kühnert. Im SPIEGEL erhält er erste Unterstützung.

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Elrond 07.06.2019, 14:57
80. Also ich weiß ja nicht - ist Kühnert nicht etwas zu links

wird hier ein Nachwuchstalent frühzeitig in den Ring geschickt und verbrannt? Frische junge neue Talente foinde ich immer gut, aber ich mag mich täuschen, herr Kühnert scheint mir doch zu jung und zu weit links von der Mitte verortet.

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rhg005 07.06.2019, 14:58
81. Egal wer die Genossen führt

Sollen Sie doch an die Spitze setzen wen sie wollen. Die SPD wird in den nächsten Jahren eh zur Bedeutungslosigkeit verkommen. Die sogenannten "Volksparteien" wird es bald nicht mehr geben.
Lassen wir ihnen doch die Freude noch ein bisschen rumwursteln zu können, dann wird den Genossen wenigstens nicht langweilig.

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kassandra21 07.06.2019, 15:00
82. Tu es nicht, Kevin!

Ganz ehrlich: Warum sollten Sie sich das antun wollen, Herr Kühnert?
Dieser Trümmerhaufen einer ehemaligen Partei ist es nicht wert, daß man darauf noch großartig Kraft verschwendet. Ein Patient, der sich seit anderthalb Jahrzehnten beharrlich weigert, die Notwendigkeit einer
Behandlung einzusehen, ist am Ende eben tot.

Gehen Sie zur Linkspartei, nehmen Sie die JuSos mit. Vielleicht können Sie den Laden noch aufmischen und in etwas verwandeln, das für breitere Schichten auch und gerade der Nichtwähler wieder etwas an Vision für die Zukunft bereitstellen kann, das dann auch wählbar und präsentabel ist. Ein politisches Gesamtkonzept. In der ehemaligen SPD ist für jemanden wie Sie kein Blumentopf zu gewinnen. Am Ende kommt Olaf Scholz, die Parteischergen meucheln Sie hinterrücks und zack! - haben wir den nächsten neoliberalistischen Kanzler am Hals.

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gaaps 07.06.2019, 15:00
83.

Studienabbrecher, keine Ausbildung, nur gejobbt.
Arme SPD, habt ihr keinen, der nicht mal wirklich gearbeitet hat und weiß wovon er spricht?
Kühnert soll die Interessen Von Arbeitern und Arbeitnehmern vertreten?
Fummelt am Eigentum anderer Leute herum, zündelt am Grundgesetz, kann der Mann eigentlich für sich selbst sorgen?
Die Macht sei hoffentlich nicht mit ihm ...

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didi2212 07.06.2019, 15:01
84. Risiko!

Wenn man schon Kühnert als Kampfschwimmer der SPD bestimmen will, sollte das Wasser im Übungsbecken einen gewissen Pegel anzeigen. Erst nach den Wahlen, wenn im Osten der Stöpsel gezogen wird und wohl die Koalition der Vergangenheit angehört, kann er mit seinen Ideen zur Neuorientierung frisches Wasser einlassen und erste Schwimmversuche starten. Springt er jetzt, sind wohl zeitnah Knochenbrüche zu beklagen.

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bigroyaleddi 07.06.2019, 15:01
85.

Zitat von Sentido
Nachdem Sigmar Gabriel in den Medien vermeldet hatte, dass sich vielleicht auch "Quereinsteiger", so wie ich es verstanden hatte, um das Amt des Parteivorsitzenden bewerben sollten, hatte ich an den Parteivorstand eine Bewerbung geschickt. Leider habe ich noch kein Feedback erhalten.
... das kann nur daran liegen, das meine Bewerbung da auch noch vorliegt. Entweder ein Jungspund - oder ein Altachtundsechziger. Wäre das ma nicht was?

Und die ganzen Anderen, welche ja nur von den Lebensleistungen und Zertifikaten sprechen weiß ich doch jetzt schon, dass diese niemals jeweils in Erwägung gezogen haben die SPD zu wählen. Also, was soll das alles.

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124985 07.06.2019, 15:04
86. Das kann doch nicht wahr sein

Wenn sich die SPD vollends ganz ins Abseits stellen will, dann Kühnert.

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Leser161 07.06.2019, 15:04
87. Kühnert ist SPD

Kühnert und seine Ideen sind SPD. Vielleicht wird auch das die SPD nicht retten, aber dann wird sie wenigstens als SPD untergehen und nicht als Partei wo man sich fragt was diese drei Buchstaben bedeutet haben.

PS: Der Herr von der SPD der Kühnerts Themen doof findet, kann ja noch schnell in die CDU eintreten.

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andre_36 07.06.2019, 15:05
88.

Zitat von x+n
Die Ideen sind nicht frisch sondern über 100 Jahre alt. Sie wurden getestet und stellten sich leider als nicht zielführend heraus. Die östlichen Bundesländer leiden noch immer unter den Folgen dieser Ideen.
Ihrem ersten Satz mag ich zustimmen. Aber dann scheinen Sie etwas zu verwechseln; die soziale Marktwirtschaft war bis in die 90er Jahre das Konzept der westlichen Bundesländer und derzeit leiden die produktiven Gesellschaftsgruppen unter deren Abbau.

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burgundy 07.06.2019, 15:06
89.

Zitat von advocatus diaboĺi
als Juniorpartner des künftigen grünen Bundeskanzlers, etwa als Wirtschaftsminister, kann er maßgeblich zum witschaftlichen und sozialen Umbaus des Landes hin zu einer klimafreundlichen Gesellschaft beitragen. Wie die Umfragen andeuten, haben die meisten Deutschen die Notwendigkeit der sofortigen Klimarettung erkannt und sind auch bereit sich nicht mehr von den Fetischen "Arbeitsplätzen" , "individuelle Mobilität" und "Wohlstand" schrecken zu lassen. Die Jugend und der fortschrittliche Teil der deutschen Bevölkerung stehen voll hinter ihm.
Keine Ahnung, wer der "fortschrittliche Teil der deutschen Bevölkerung" sein soll. Keine Ahnung, worin dieser "Fortschritt" bestehen soll. Die Jugend selbst ist nicht zwangsläufig fortschrittlich. Überhaupt sollte man angesichts der Herausforderungen in Gegenwart und Zukunft mit dem Wort "Fortschritt" sehr zurückhaltend sein. Ist der Klimaschutz ein Fortschritt? Nein, er ist eine Notwendigkeit, Folgen des "Fortschritts" zu korrigieren. Ist vielleicht die Gentechnologie, die Biomanipulation, ein Fortschritt? Vielleicht, im wissenschaftlichen Sinne. Vielleicht auch nicht, im ethischen Sinne. Sie wird vermutlich den Planeten und das Leben der Menschen mehr verändern, als es der Klimawandel je tun könnte. Genauso wie die künstliche Intelligenz. Ist die hochgelobte Globalisierung ein Fortschritt? Wirtschaftlich für einige Superreiche bestimmt. Für die einzelnen Staaten sicher nicht unbedingt. Für den Grossteil der Menschheit muss man nicht zwangsläufig Gutes oder Fortschrittliches vermuten - eher das Gegenteil.

Wie der "wirtschaftliche und soziale Umbau" der Gesellschaft hin zu einer "klimafreundlichen" Gesellschaft (was auch immer diese Platitude konkretisieren soll) aussehen soll, ist wohl noch nicht allen klar. Sie scheinen ja da tatsächlich klare Vorstellungen zu haben: weg von den "Fetischen Arbeitsplätze, individuelle Mobilität und Wohlstand". Sie hätten die Leute also gern arm. OK, kann man so sehen. Hauptsache, man ist nicht selbst betroffen. Greta Thunberg lässt hierzu auch schöne Geschichten schreiben und verdient bestimmt nicht schlecht daran. Übrigens ist Armut der einzige Weg, die Uhr wieder auf die vorindustrielle Zeit zurückzudrehen, denn davon ist ja wissenschaftlich begründet die Rede. Und vielleicht macht die Jugend das auch gern mit. Das war schon immer so mit der Jugend und ihrem Enthusiasmus. Viel gebracht hat es ihr allerdings nie, manchmal lediglich Millionen Tote, und ein richtiger "Fortschritt" ist Ihre Vorstellung vom Verlassen der "Fetische" wohl auch nicht. Aber des Menschen Glaube (um das Sprichwort ein wenig abzuwandeln) ist sein Himmelreich.

Übrigens, einen Rückwärtsgewandteren als Kühnert werden Sie in der SPD kaum finden. Aber Sie haben recht: Das wäre ja dann mal ein Schnittpunkt mit den GRÜNEN und den LINKEN. Nur fortschrittlich ist es eben nicht, und Jugend ist vergänglich.

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