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Reparationsforderungen von Griechenland: Auswärtiges Amt signalisiert Kompromissberei
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Keine Reparationszahlungen, dafür aber mehr Geld für die deutsch-griechische Versöhnung? Im Streit um Entschädigung für Kriegsverbrechen signalisiert das Auswärtigen Amt nun Zustimmung für diesen Kompromiss.

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Prinz Eugen 19.03.2015, 20:50
50. Muß der deutsche Rumpfstaat nun doch den Griechen Reparationen bezahlen?

Das heftige Gezeter der hiesigen Parteiengecken und der Lizenzpresse wegen der griechischen Reparationen ist verdächtig. Wohl pflegen diese, auf Geheiß des VS-amerikanischen Landfeindes, uns Deutschen unentwegt zu predigen, daß wir von Unmenschen und Menschenfressern abstammen und daß die Fremdlinge, die unser Land besetzt haben, uns befreit hätten. Doch könnte es sich dabei auch um ein Machtgebot der VSA handeln, drohen die Griechen doch unentwegt mit dem Abfall zu Rußland. Das Gezeter der Gecken könnte daher ein Ballon sein, mit dem man prüfen will, ob man ein solches Bubenstück gefahrlos verüben kann. Wird dieser von der öffentlichen Meinung aber ebenso zerfetzt wie die Panzer und Flieger der Landfeinde im Sechsjährigen Krieg von der guten alten 8,8-Flak, so wird man es wohl sein lassen. Sprich wenn das Volk gar zu heftig und häufig im Zusammenhang mit Reparationszahlungen an Griechenland von Aufhängen, Rädern oder Vierteilen spricht, falls die Parteiengecken bezahlen sollten.

Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

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redflowolfder-deux 19.03.2015, 21:00
51. Ethos und Künast

"Gerade (!) Deutschland hat selbst nach dem Holocaust viel Rücksicht und sogar massive finanzielle Unterstützung durch den Marshall-Plan erfahren."

Achja Frau Künast? Ich hoffe sie kennen das:

http://marshallplan.freeterritorytrieste.com/myPictures/MARSHALLPLANMAP1.jpg

Die Bevölkerungsverhältnisse sind dabei hoffentlich auch klar.
Ich bin dabei verbal wieder äußerst scharf - aber ich will Varoufakis am liebsten selbst sagen das Deutschland einen besseren Varoufakis verdient hat.

Wenn Griechenland im Rahmen des Globalentschädigungsabkommens bereits 115 Mio 1960 erhalten hat (Inflation!) dann können sie den Rest auch noch haben. Ich denke da wurde da wurde auch schon nach Kräften repariert.

Was mich aber so ärgert: gerade diese Scheinheiligkeit die man uns unterstellt legt der Herr Varoufakis selbst dreistest an den Tag.


Das ist genau die Revolution die Griechenland dringend braucht: einen verdammten Mindestkonsens über Anstand.
Der Mann kann zurücktreten.

Mit der Nazikeule kommen und maschinell Aufgezeichnetes in Zweifel ziehen. "Wo kommen wir denn da hin"?

Wenig erwähnt wird auch die 3 Legislaturperioden nötig machende Verfassungsreform die die stärkere Besteuerung dieser (2000?) reicheren Familien ermöglichen würde.

Möglicherweise erfordert die ganze Sache wesentlich mehr Geduld.


Man sollte mal bei Pixar, Disney und in Hollywood nachfragen wieviel Aufwand solch eine Fälschung erforderlich machen würde. Wer soll solch einen Aufriss betreiben um Varoufakis langfristig zur Strecke zu bringen? Das Video existiert seit Urzeiten. Da hätte niemand voraussagen können das der mal Finanzminister wird.

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pivot567 19.03.2015, 21:06
52. nicht unerwartet ....

... das dröhnende Schweigen im Blog zu diesem Beitrag!
Dieser Beitrag ist mir (studierter Historiker) aus der Seele geschrieben.
Meinen ausdrücklichen Respekt für die Veröffentlichung an die (des öfteren von mir gescholtene) SPON- Redaktion!

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Prinz Eugen 19.03.2015, 22:25
53. Die griechischen Reparationsforderungen vermehren sich immer mehr

Es kann natürlich sein, daß sich in Griechenland noch etliche deutsche Landser aufhalten, die gleich den japanischen Samurai auf einigen Pazifikinseln, den Kampf noch immer fortsetzen und dabei ordentlich Kleinholz machen. Diese möchte ich dann bitten eine rückwärtige Bewegung in den deutschen Rumpfstaat einzuleiten, wo sie viel nötiger gebraucht werden, so brauchen z. B. die Polizei und die Heroen von PEGIDA dringend Feuerschutz gegen die Antifanten. Sollte indes der Dichter Goethe seine Drohung aus dem zweiten Teil des Faust wahrgemacht haben und mit den Franken, Goten, Sachsen und Normannen bei den Griechen eingefallen sein, um mit ihnen um die schöne Helena zu fechten, so lasse er dies sein und komme sofort heim. Sagt doch schon Walter von der Vogelweide, daß die deutschen Frauen besser sind als die anderen Weiber (und als Minnesänger muß er dies schließlich wissen). Wie dem auch sei: Entweder wird einfach das Geld immer weniger Wert oder die Griechen schlicht immer dreister.

Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

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messwert 20.03.2015, 02:13
54. Frechheit siegt!

Politisch allerdings nur bei Deutschlands ausgeprägter Auslandeshörigkeit. Unsere Parteiobrigkeiten wollen hofiert werden, was immer es kostet! Wie wenig das mit Respekt zu tun hat, kann man als dt. Bürger nicht nur am Verhalten von Griechenlands impertinenten Regierungsnovizen sehen. Auch sämtliche andere Regierungschefs in der EU und weltweit, genießen Respekt gerade weil sie ihre nationalen Belange hartnäckig vertreten und ihr Gegenüber für evtl. Zugeständnisse stets Gegenleistungen zu liefern hat. Dagegen mal vorzustellen, Deutschland könnte die Rolle des Zahlmeister und Nachgebens nicht mehr aufrechterhalten und womöglich Hilfe ohne jegliche Gegenleistung benötigen. Ehrlich, worauf könnte man zählen?

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teacher20 20.03.2015, 06:24
55. Quod erat expectandum

Was sollte man von einer deutschen Regierung auch anderes erwarten, wenn der/das Gegenüber mit "schlimmen Vergangenheit" argumentiert.

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teacher20 20.03.2015, 06:30
56. Warum nicht?

Zitat von wiebitte
Wir wollen nicht nur bestimmen was die Griechen mit Geld machen, das sie nicht von uns geliehen haben wollen. Sondern auch über Geld, das wir ihnen schulden, weil wir ihre Verwandten umgebracht haben. Erbärmlicher und widerlicher geht es wohl kaum.
Warum nicht?

Es wäre sicher im ureigensten Interesse der Nachkommen der Opfer deutscher Greueltaten in Griechenland, dass - wenn denn schon gezahlt wird - das Geld eben NICHT zur freien Verfügung in die Hände von Tsipras, Varoufakis und Konsorten gerät.

Genauso gut könnte man es dann auch in einer griechischen Spielbank verzocken.

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localpatriot 20.03.2015, 09:38
57. In 60 Jahren nichts dazugelernt

Man muss im Internet nicht lange suchen bis man die Beschwerden der griechischen Regierung wegen mangelnder Entschädigung in den 1960er und 1970er Jahren findet.

Es sollte jedem im Auswärtigen Amt und im Kanzleramt klar sein dass diese Geschichte ohne echte Aufklärung nicht verschwinden wird.

Man kann jetzt, wie früher, Geld, U-boote, dicke Limousinen, Euromitgliedschaft oder sonst noch was werfen und das Problem wird nicht weggehen.

Es ist Zeit dass man in Berlin in den sauren Apfel beisst und diesen Problemhaufen endlich aufräumt.

Wie oft muss man denselben Fehler machen. Die Nazizeit bleibt das scharfe Schwert welches über Berlin hängt. Und nicht unbedingt an einem seidenen Faden.

Bitte aufwachen und echt lösen und nicht an die Enkelkinder weiterreichen.

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localpatriot 20.03.2015, 09:48
58. Ausdauer siegt

Zitat von messwert
Politisch allerdings nur bei Deutschlands ausgeprägter Auslandeshörigkeit. Unsere Parteiobrigkeiten wollen hofiert werden, was immer es kostet! Wie wenig das mit Respekt zu tun hat, kann man als dt. Bürger nicht nur am Verhalten von Griechenlands impertinenten Regierungsnovizen sehen. Auch sämtliche andere Regierungschefs in der EU und weltweit, genießen Respekt gerade weil sie ihre nationalen Belange hartnäckig vertreten und ihr Gegenüber für evtl. Zugeständnisse stets Gegenleistungen zu liefern hat. Dagegen mal vorzustellen, Deutschland könnte die Rolle des Zahlmeister und Nachgebens nicht mehr aufrechterhalten und womöglich Hilfe ohne jegliche Gegenleistung benötigen. Ehrlich, worauf könnte man zählen?
Bundespräsident Scheel wimmelte bereits diese Ansprüche ab und egal was die Kanzlerin heute unter dem Tisch abhandelt werden diese Ansprüche nicht verschwinden.
Es gibt nur einen Weg - und der ist eine totale Prüfung der Umstände in einem juristischen Rahmen.

Kriegsentschädigungen sind nicht etwas was die Welt erfunden hat, es sind echte gesetzliche Regelungen aus der Nachkriegszeit und so lange die Kanzlerin und ihre Gefolgsmannen Angst vor dem Tageslicht zeigen, bleibt das Problem ungelöst.

Die Sonne bringt es an den Tag, schrieb Theodor Storm.
Lasst die Sonne diesen alten Schnee schmelzen. Ewig kann man sich nicht verstecken

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