Forum: Politik
Report: Die Deutschen hätten gern mehr Kinder
DPA

Zu wenig Zeit: Das ist einer Untersuchung zufolge der Grund für viele Bundesbürger, warum sie nicht mehr Kinder haben. Vor allem Mütter fühlen sich lange zu jung - und früh zu alt für Nachwuchs.

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scoolodie 28.10.2015, 20:43
20. Das Problem ist komplexer als hier angedeutet.

Zitat von smartphone
WOLLEN und letztlich welche Bekommen , ist nicht eine Frage von Viagra etc . Das Problem ist die Wirtschaft seit längstens 1990. Wer in den Neunigern schon zB Ingenieure befristet , wenn überhaupt , einstellt - der braucht sich nicht zu wundern ,wenn mangels sicherer Lebensperspektive kein progressiv wachsendes Langzeitinvestment mit unklaren Ausgang und CCC- Rating in die Welt gesetzt wird. Es geht ja schon soweit, daß kaum einer noch eine Partnerschaft hat ,also Dank der ach so atmenden Firmenwelt man sich die Basis der Gesellschaft kaputt gemacht hat - Der Flüchtling ist kein Ersatzobjekt btw.
Den Leuten einzureden, dass die individuelle Verwirklichung das höchste aller erstrebenswerten Ziele sei und man sich niemandem anvertrauen darf, führt dazu, dass die Paarbeziehungen nur noch Lebensabschnittsbeziehungenanstelle von Familien sind. Beim der geringsten Unstimmigkeit wird auseinander gelaufen. Das damit verbundene Modell "alleinstehende Mutter" schreckt die Frauen ab, Kinder zu haben. Die Wissenschaft ist leider trotz allem Männerbashing durch Genderwissenschaftler und Emanzenvertreter doch noch nicht so weit, dass auch Männer Kinder gebären könnten. und da bleibt es eben bei 1,4 Geburten pro Frau. Eine Ursache ist die bedingungslose V

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motorradrudi 28.10.2015, 20:54
21. #17

Stime Ihnen zu 100% zu. Meine Frau arbeitet mehr alls Vollzeit daheim. Ich werde keine Zusatzrente für sie bezahlen, da dieses niemals für ein besseres Leben später sorgt. Denn diese Einkünfte werden angerechnet beim Sozialhilfeniveau. Armes Deutschland, ich habe Angst vor der Zukunft für meine Familie, insbesondere meiner Kinder. Diese Politiker werde ich, bisher sehr konservativ, nie mehr wählen. Wird Deutschland bald Rechts? Ich befürchte es, dank CDU /SPD und Grüne. Auswandern? Denke ja, sehe mich nach Optionen um.

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alafesh 28.10.2015, 20:54
22.

Zitat von echnaton12
Ausserdem sorgen die fremden Kulturen dafür, dass es hier genug Nachwuchs geben wird. Die grübeln nämlich nicht, sondern machen sie einfach- selbst in Kriegsgebieten und Hungerregionen.
Das tun sie aber (zum Glück) nicht mehr, wenn die Frauen Bildung genießen und berufstätig sein können. In Indien z.B. sinkt die Kinderrate pro Paar, das den Aufstieg durch Bildung geschafft hat, auf europäisches Niveau.
Sowohl die Frauen als auch die Männer "von heute" haben keinen Bock auf eigene Großfamilien.

Bildung ist die Antwort auf die Überbevölkerung.

Aber dazu müssten natürlich erst einmal die kapitalistischen Muster des "immer-mehr" aufgelöst werden.
Die Güter der Welt gerecht verteilt werden.

Langsame Schrumpfung der Weltbevölkerung ist möglich, aber nicht gewollt. (Konsum, Konsum! muß wachsen)

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spmc-12355639674612 28.10.2015, 20:57
23. Gerade bei den Akademikern

ist die Verunsicherung in jungen Jahren natürlich relativ groß: Da hat man seine Ausbildung (Bachelor, Master, evtl. Promotion) i.d.R. erst mit 25-30 Jahren abgeschlossen, einen festen Job bekommt man erst einmal nicht. Wenn man ihn dann endlich hat, nimmt einen erst einmal die "Karriere" in Anspruch. Man muss schon einigen Mut und stahlharte Nerven mitbringen, um in dieser Zeit auch noch einen Kinderwunsch verwirklicht, der gerade bei Frauen in der Karriereplanung immer noch zu oft eine Vollbremsung bedeutet. Wer es trotzdem wagt, gehört eher zu den Furchtlosen. Dazu kommt tatsächlich, dass jedes Kind, bis es selbst auf eigenen Beinen stehen kann, tatsächlich ungefähr so viel kostet wie ein nettes Häuschen. Wenn die jungen Leute beginnen, sich weniger Sorgen um die Zukunft zu machen, wird auch die Zahl der Kinder wieder ansteigen.

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Anatra 28.10.2015, 21:02
24. Nach Frankreich schauen

Zitat von dherr
Gibt's da aus der Bevölkerung vielleicht Vorschläge? Möglicherweise könnte man mit diesem Thema demnächst einen erfolgreichen Wahlkampf gestalten. ;-)
Das Rad muss nicht neu erfunden werden.
Wir müssen weg von der steuerlichen Bevorzugung von Ehepaaren, ob mit oder ohne Kinder.
Frankreich macht's vor: je mehr Kinder eine Familie aufweist, umso geringer ist die Steuerlast. Die Rate der verheirateten geht dort zurück, weil es keine steuerlichen Anreize gibt, im Gegensatz dazu Deutschland. Hier haben auch noch die, die die Familienplanung qua biologischem Alter abgeschlossen haben, Steuervorteile, wenn sie heiraten.
Es wird Zeit, die Sache vom Kopf auf die Füße zu stellen. Dann wird sich auch die Politik ändern, weil nicht mehr nur für Rentner Politik gemacht wird. Ganz aktuell: Die Rentenerhöhungsversprechen von heute für 2016, damit die Masse an Privilegierten in der Flüchtlingsfrage auf Frau Merkels Unfug milde gestimmt wird.

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carlitom 28.10.2015, 21:06
25.

Zitat von dherr
Vielleicht wacht man nun endlich auf, denn Jahrzehnte ist eine verfehlte Familienpolitik aller Parteien die Ursache für das Geburtenproblem. Eine Fertilitätsrate von 1,4 ist zu gering, um die Bevölkerung zu reproduzieren.
Keine Politik der Welt kann die Menschen dazu bringen, Kinder zu bringen, wenn sie keine wollen. Ich bezweifle, dass die meisten ernsthaft mehr Kinder wollten. Bei einem drängenden Kinderwunsch müssen meist andere Aspekte zurück stehen. Also ist der hier geäußerte Kinderwunsch wohl mehr ein nice-to-have. Aber auch nur in der Theorie.

Praktisch ist es doch so, dass die allermeisten Partnerschaften nicht mehr halten und es auch nicht mehr um jeden Preis müssen. Mit Kindern, und je mehr Kindern umso mehr, begibt man sich in Abhängigkeit, Unfreiheit und besonders die Frauen wissen ja, dass nach einer Trennung die Lasten zu 90 Prozent an ihnen hängen bleiben. Warum sollten sie das Problem vergrößern, indem sie sich mehr Kinder zulegen?

Abgesehen davon sind Kinder den Leuten zu unbequem. Zu viele Kompromisse sind nötig und auf zu viel muss ich verzichten (nicht materiell).

Das alles sind Bereiche, die die Familienpolitik nicht beeinflussen kann. Das ist eine Illusion.

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Anatra 28.10.2015, 21:08
26. Mein Bedauern!

Zitat von echnaton12
Welt kaputt ist oder zumindest nicht lebenswert genug, um Kinder zu machen. Damals dachten wir, im Müll zu ersticken, im Atomkrieg zu verglühen oder dank Waldsterben keinen Sauerstoff zu haben. Heutzutage gibt es diese und andere und wesentlich mehr Gründe, es zu lassen.
Sie tun mir zutiefst leid, dass Sie heute solch eine fadenscheinige Ausrede brauchen! Sie scheinen den Sinn des Lebens vor lauter Hedonismus immer noch nicht verstanden zu haben! Eventuell stünde Ihnen mehr Gefühl gut zu Gesicht, anstatt sich auf ein verquastes Geplapper von selbsternannten Weltverbesserern zu verlegen. Was glauben Sie, hat die israelische Bevölkerung dazu verleitet, pro Familie mindestens drei Kinder in die Welt zu setzen? Etwa die permanente Bedrohungslage?

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carlitom 28.10.2015, 21:09
27.

Zitat von Kaygeebee
Vielen Frauen wurde jahrelang eingetrichtet, dass sie bezüglich ihrer Möglichkeiten keinerlei Einschränkungen erdulden müssten. Aus "You can't have the cake and eat it too" wurde "You can have the cake and eat it". Oder auf Deutsch: "Natürlich kannst du auf mehreren Hochzeiten tanzen". Nun stehen sie vor dem Dilemma, dass sich Beruf/persönliche Erfüllung und Kinder eben nicht einfach so vereinen lassen. Eins von beiden muss leiden, nur passt diese Erkenntnis eben nicht mit dem seit kleinauf indoktrinierten Weltbild zusammen.
Ja, verdammt, dachten die Frauen doch glatt, für sie gelte dasselbe wie für Männer, die schon seit Urzeiten genau so leben, wie Sie es schildern. Absurder Gedanke, denn all das - Kuchen essen und haben, berufliche Erfüllung und Familie usw. - das bekommen nur die Männer unter einen Hut. Noch dazu erstaunlicherweise ohne Gewissenskonflikte. Und warum? Weil die Frauen eben nicht so denken.

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KapArkona 28.10.2015, 21:09
28. Wenns so einfach wäre

Diese und die Regierungen davor haben doch alles getan um das herkömliche Familienbild/modell zu zerstören. Alleinverdiener? Bloß nicht da müßte man vernünftige Löhne zahlen. Flexibilität wurde immer gefordert: Geh dahin wo Arbeit ist. Ergebnis? Familien über ganz DL oder EU verstreut. Zweites Ergebnis? Niemand in der Nähe um die Eltern pflegen zu können.
Die Politik: Jeder AN hat dem AG zur Verfügung zu stehen nach seinen Konditionen.
Das größte Hindernis sehe ich in der fehlenden Zukunft. Wer will sich und den Kindern zumuten, dass Mama und Papa in prekären Beschäftigungs-verhältnissen Jahrelang verharren ohne Aussicht auf Besserung? Dazu die Verwahrlosung der Bildung und nicht nur der Gebäude und fehlende Kita. Nein, die Bildung in DL geht immer weiter nach unten kann jeder sich ansehen wenn man mal mit Jüngeren spricht. Abitur aber keinen Satz geradeaus sprechen können.
Bin ich froh, dass meine Beiden 84/86 geboren wurden und noch ihre Kindheit im DDR System, also Kita frei, Schule noch nicht verblödet. Beide sind jetzt junge Männer die mit beiden Beinen im Leben stehen. Einer will keine Kinder der andere will also jeder trifft seine Entscheidung und hat seine Gründe dafür.
MfG

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TheFrog 28.10.2015, 21:17
29. 1,9 - 2,9 - 3,9 ---- Viele Kinder

Wir haben unsere 1,9 Kinder bewusst in die Welt gesetzt und dadurch erhebliche, finanzielle Einbussen hinnehmen müssen.Meine Frau musste nach der Elternzeit jedesmal im Job von vorne anfangen, da in der freien Wirtschaft beschäftigt. Die Patentante unserer Tochter, Beamtim, ist 12 Jahre (in Worten zwölf) zu Hause geblieben und wurde in dieser Zeit sogar noch turnusmässig befördert.
Aber das soll kein Neidartikel sein sondern einmal aufzeigen, wo denn die Unterschiede liegen. Familienpolitik geht schon seit Jahrzehnten
an der Familie vorbei.
Unsere 1,9 Kinder sind jetzt aus dem gröbsten heraus. Das 0,95 te Kind hat das Studium abgeschlossen und sogar einen Job mit Mindeslohn bekommen !!!
Das andere 0,95 Kind macht Abitur und kann es gar nicht erwarten, Deutschland den Rücken zu kehren.
Der 1,0 Vater arbeitet im Ausland, da in Deutschland kein auskömmlicher Job zu bekommen war. Der Kerl ist einfach zu alt für dieses Land, die 1.0 Mutter
kämpft darum, Ihren Job, den sie nun seit über 30 Jahren macht, zu behalten, aber so mit 50+ hat der Mohr (das ist nicht rassistisch, sondern eine Redewendung - Anm. für besonders empfindliche Foristen) wohl seine Schuldigkeit getan.
Wir bereuen nichts und haben immer gern zurückgesteckt, denn Kinder sind eine ungeheure Bereicherung des Lebens und wir würden es immer wieder so machen.
Ich werde meine zweites 0,95 Kind unterstützen, wenn es auswandert, und mein 1. 0,95 auch, wenn es nach einem abgeschlossenen Masterstudium keine Lust
mehr hat, für den Mindestlohn zu arbeiten, damit es überhaupt Arbeit hat.
Und wenn meine 1.0 Frau auch endlich zu mir ins Ausland kommt, dann ist eine ganze, gut ausgebildete Familie weg aus diesem Land, und das ist auch gut so.
Ach ja, und ehe die Frage kommt, warum meine Frau Elternzeit hatte und ich nicht : Ich war selbstständig und da war Elternzeit nicht drin. Einer musste ja den
Lebensunterhalt verdienen.
Alimentiert werden immer nur andere, aber nicht der Bürger. Und das ist auch kein Neid, sondern Fakt.

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