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"Reporter ohne Grenzen": Lage der Pressefreiheit hat sich in Europa verschlechtert
DPA

Weltweit geraten Medienschaffende zunehmend unter Druck. Das zeigt die jährliche Rangliste der Pressefreiheit von "Reporter ohne Grenzen". Demnach nahm auch in Deutschland die Zahl der Angriffe auf Journalisten zu.

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claus7447 18.04.2019, 09:10
1. Die vierte Gewalt

Man muss sie schützen. Die freie Presse ist der Feind der Rechten. Das hat ja schon Gauland angekündigt, dass nach Übernahme durch die AfD erst mal die Presse "bereinigt" wird. Gott und der Wähler möge es verhindern.

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draco2007 18.04.2019, 09:59
2.

Platz 48 ist für das "Land of the free" schon sehr armseelig...

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christoph_schlobies 18.04.2019, 10:00
3.

Zitat von claus7447
Man muss sie schützen. Die freie Presse ist der Feind der Rechten. Das hat ja schon Gauland angekündigt, dass nach Übernahme durch die AfD erst mal die Presse "bereinigt" wird. Gott und der Wähler möge es verhindern.
Bitte um ein Originalzitat!

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tucson58 18.04.2019, 10:38
4. Pressefreieheit ein wichtiges Gut

Ich denke es ist unbestritten das die Pressefreiheit ein wichtiges Gut ist und dieses nicht beschnitten oder behindert werden darf .

Aber auch die Medien , müssen sich kritisch hinterfragen lassen , ob sie nicht auch ein Stück weit selber Schuld sind das sie immer mehr Gegenwind wird bekommen!

Einer sachlich und neutralen Berichterstattung weicht doch immer mehr der Sensationsgier und dem Schlagzeilenjournalismus, das sich offensichtlich besser verkaufen lässt ..

Zu oft und zu schnell wurden schon Behauptungen und Anschuldigungen gegen Personen aufgestellt ohne das sich jemals davon was beweisen lies.

Dann sind die Medien heute nur auf Negative Berichterstattung aus , das es in unserer Welt auch vieles gutes gibt fällt völlig unter den Tisch . Je negativer berichtet wird desto besser .. so scheint es jedenfalls !



Unter dem Strich muss man sich auch nicht wundern, wenn man den ganzen Tag nur Negatives hört und liest dieses sich auch irgendwann im Umgang mit den Medien zeigt .


Kritik ist auch so eine Sache , das können die Medien selten ertragen , wie der Fall der Pressekonferenz des FC Bayern zeigte .

Man kann über diese Art und den Sinn dieser Pressekonferenz denken was man will , aber gezeigt hat es eben auch, das die Medien lange und zum Teil heute noch darauf rumreiten , nur weil Hoeneß und Rummenigge die Berichterstattung über den FC Bayern und ihren Spielern in den Medien kritisierten .

Darf man über die Medien sich nicht auch kritisch äußern ?

Die Medien leiden nach meiner Meinung auch stark unter einem selber verursachten Glaubwürdigkeitsmangel und das sollten sie einfach auch mal Selbstkritisch erkennen !

Insofern sollten die Medien sich auch durch seriösere und neutralere Berichterstattung und nicht nur über Schlagzeilenjournalismus präsentieren und eine Ausgewogenheit von Negativem und Positiven in ihrer Berichterstattung bringen , dann steigt die Glaubwürdigkeit und somit auch das Ansehen der Medien und Angriffe auf die Pressefreiheit werden im Keim erstickt .

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Akonda 18.04.2019, 10:43
5. Unglaublich....

...dass in 2019 wieder ähnliche Ankündigungen widerstandslos hingenommen werden - wo leben wir denn?
Allerdings hat der Herr Gauland noch einen weiten Weg vor sich - sofern er überhaupt dort ankommt, wohin er möchte!

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kanoprie 18.04.2019, 11:05
6. Die Rangliste der ROG zeigt keine Ränge an

Sie zeigt lediglich Plätze nach einem Punktesystem an (0 Punkte - Platz 1, 100 Punkte - Platz 180). Faktisch liegen Staaten vier Plätze auseinander, obwohl sie sich noch nicht mal in einem Zehntelpunkt unterscheiden. Theoretisch kann es sich sogar um zehn Plätze handeln. Diese Form der Klassifizierung ist m.E. ungeeignet. Besser wäre eine Rangliste mit Kategorien. Eine weitere Frage ist, wie sich die Größe der Staaten miteinander vergleichen lassen, z.B. die USA mit Liechtenstein. Dass die diesbezüglichen Ereignisse in den USA höher liegen als in Liechtenstein, dürfte auf der Hand liegen. Welcher Algorithmus wird hier angewandt? https://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/Redaktion/Presse/Downloads/Ranglisten/Rangliste_2018/Rangliste_der_Pressefreiheit_2018_-_Reporter_ohne_Grenzen.pdf

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anja-boettcher1 18.04.2019, 11:08
7. Kritik

Ich hatte, als studierte Medienpädagogin, in einem Kommentar auf eine gravierende Schwachstelle des ROG-Rankings hingewiesen, das in der Vernachlässigung der in Deutschland laut DJV-Umfrage prekären inneren Pressefreiheit besteht, und die gleichfalls von Medienwissenschaftlern beobachtete Konzentration und Vermachtung des hiesigen veröffentlichten Diskurses angesprochen. Ich hatte gleichfalls zur Debatte gestellt, dass durch den zunehmend von PR bestimmten Kampagnenstil und die Ausklammerung vieler Positionen aus einem kaum noch pluralistischen Diskurs, der Pressediskurs selbst zur Verrohung des Diskussionsstils einer Gesellschaft beiträgt und dadurch den gesellschaftlichen Rahmen selbst schafft, der zur Aggression gegen Vertreter der Presse führt.

Dass ein solcher Kommentar, der auf Wahrung oder Wiederherstellung eines pluralistischen gesellschaftlichen Diskurses zielt, hier zensiert wird, spricht Bände. Angesichts einer fortschreitenden Asymmetrie der Vermögensverhältnisse ist die Marginalisierung großer Teile der Gesellschaft ein Problem für die Demokratie. Eine Presse, deren Vertreter sich grundsätzlich hegemonial verorten (weil Leute, die das nicht täten, einfach ihre Texte nicht mehr verkaufen können), kann ihre demokratische Aufgabe nicht mehr wahrnehmen. Sie verkommt zum Sprachrohr gesellschaftlicher Macht. Wenn es keine wirksamen Kanäle mehr für reale sozioökonomische und politische Ohnmacht gibt, kann deren Mitteilung auch nicht mehr demokratisch zivilisiert (ergo auf die Basis des Grundgesetzes verpflichtet) werden.

Wenn das hier noch nicht einmal als Diskussiongrundlage stehen bleiben darf, spricht das Bände. Offensichtlich besteht dann gar kein Willen, primär die Demokratie zu bewahren, sondern nur, die Funktion der Presse in ihrer Absicherung von Macht gegen Bürgerseinspruch zu schützen. Es ist diese Zementierung des Abwürgens von freier, grundgesetzkonformer Diskussion, die die demokratische Legitimation von Presse in Frage stellt. Es ist eben nicht mit Demokratie vereinbar, Infragestellung von Machtkonzentration und Machtagenda zu entsorgen. Bei einer solchen Haltung hiflt Presse, aus einer einstigen Demokratie eine Fassadendemokratie zu machen. Das aber wird auf Dauer nicht gut gehen. Sicher zensieren Sie das jetzt auch - aber, werte Moderation, sie tun dies dann wissend, weil meine Erklärung lesend, dass ihnen offensichtlich an Demokratie wenig liegt. Guten Abend noch!

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claus7447 18.04.2019, 11:14
8. Als kleiner Anhänger der AfD sollte man ja wenigstens die Inhalte

Zitat von christoph_schlobies
Bitte um ein Originalzitat!
Kennen. Es hätte ja auch gereicht mal die Suchmaschinen zu aktivieren. Aber man hat als strammer rechter ja auch Defizite. Aber ok

https://ze.tt/die-afd-sachsen-anhalt-will-nach-der-machtuebernahme-die-medien-sieben/
https://editionf.com/Alexander-Gauland-Gastbeitrag-Faz-AfD-Gefahr

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anja-boettcher1 18.04.2019, 11:17
9. Weiterer Kritikpunkt

Medienwissenschaftlich untermauerte Kritik wird vermutlich mal wieder wegzensiert. Vermutlich auch ein handwerklicher Kritikpunkt: Während zahlreiche Links den Eindruck von Quellentransparenz vermitteln, führen sie nur zu weiteren Artikeln (oft Meinungsartikeln) des eigenen Blattes. Die Quelle selbst muss man ergoogeln; sie wird nicht verlinkt. Das ist schwach. Spon ergießt sich gerne in Häme über russische Staatssender: Aber bei RT findet eine weitaus gründlichere Verlinkung nichteigener Quellen statt als auf Spon. Quellentransparenz ist bei Ihnen mangelhaft.

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