Forum: Politik
Republik Abchasien: Kalter Krieg um den Strandstaat
Uwe Klußmann

Abchasien bietet Strände, die jedes Jahr Tausende Russen locken. Auch sonst ist Moskaus Einfluss in der winzigen Region gewaltig. Doch der Nachbar Georgien erhebt ebenfalls Anspruch - und der will in die Nato.

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seboolba 02.10.2018, 16:06
1. Sehr unvollständig

Wenn der Artikel davon spricht, dass die Mehrheit der Bewohner Abchasiens kein georgisch spricht, vergisst er dabei jedoch, dass Anfang der 90er Jahre Georgier noch fast die Hälfte der Bevölkerung stellten und erst im Rahmen ethnischer Säuberungen, in deren Verlauf fast 250000 Georgier vertrieben wurden der heutige Status hergestellt wurde.
Hier wird, zumindest im ersten Abschnitt unreflektiert die Selbstdarstellung der heutigen abchasischen Separatisten und ihrer russischer Protektoren übernommen!
Ein sehr dünner und schwach recherchierter Artikel allemal!

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berndatlondon 02.10.2018, 16:06
2. Ueberall das gleiche Problem

Zur Zeiten der UdSSR hat man Grenzen auf der Landkarte neu gezogen, genau wie die Kolonialmaechte in Afrika und der Arabischen Welt. Und wieder wollen wir nicht akzeptieren das die Menschen die dort leben etwas anderes wollen. Schade, wo wir doch ueberall sehen was uns dass heute fuer Probleme bereitet. In der Arabischen Welt is es schwieriger solche Probleme zu loesen.

Was die Ex-UdSSR Gebiete anbetrifft so waere es ganz einfach, wie es im Artikel steht "Irgendwie sprechen die alle Russisch und finden dass auch OK so" Genau wie in der Ukraine, die Krim war immer Russisch, 95% die Leute dort sprechen und fuehlen Russisch, nur waehrend der UdSSR hat man aus organisatorischen Gruenden (Strom/Wasser/Verkehr) die Krim an die Ukraine angegliedert. Nach Ende der UdSSR hat man eben vergessen dass wieder rueckgaengig zu machen. Warum macht man das also nicht jetzt, wenn die Menschen in diesen Gebieten dass wollen. Stattdessen laesst man Menschen in absolut sinnlosen Auseinandersetzungen sterben.

Die Ukraine selber haelt ja auch bis heute Gebiete besetzt (ca. 25% des Staatsgebietes) die Polen, Ungarn, der Slowakei und Rumanian gehoeren und dass alles basierend auf einem Vertrag mit Hitler Deutschland, ist glaube ich die letzte Vereinbarung aus dieser Zeit die noch bestand hat. Nur haben die Ukrainer alle dort lebenden "Auslaender" getoetet oder vertrieben, deshalb hat die Ukraine nun auch nicht die Probleme wie in Georgien.

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goglimogli 02.10.2018, 16:09
3.

Aus welchen Grund betrachet der Autor Abchasien als "Nachbarstaat" Georgiens und macht fraglich die Tatsache der Okkupation? Villeicht sollte der Autor o.g. Begriffe in Wiki nachschlagen. Wieder einer angeblich "neutraler" Betrachter, der die Tatsachen mit halbeingedeuteten Wahrheiten vermischt.

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pauli96 02.10.2018, 16:28
4. Vielleicht erinnert sich mal jemand an den Artikel

wenn wieder Georgien als Opfer der russischen Aggressionspolitik dargestellt wird.
Falls Georgien in die Nato aufgenommen werden sollte, wäre die Nato als "Verteidigungsbündnis"obsolet und ich würde jede politische Kraft unterstützen, die dann einen Austritt Deutschlands vorantreibt.

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helmut_langer 02.10.2018, 16:39
5. Internationaler Gerichtshof

Der IGH in Den Haag hat am 22.7.2010 ein Rechtsgutachten veröffentlich: Er stellte klar, dass die einseitige Unabhängigskeiterklärung des Kosovo nicht im Widerspruch zum Völkerrecht stehen! Die Reaktionen darauf fielen sehr unterschiedlich aus. Festzuhalten bleibt, dass (lt. BBC) u.a. USA, EU, D , die heute Abchasien, Süd-Ossetien u.a. dieses Recht absprechen, begeistert waren und den Kosovo als Staat (obwohl nicht überlebensfähig und auch ohne eigene Währung...) anerkannten!

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Clara77 02.10.2018, 16:49
6.

Abchasien und Süd-Ossetien sind, genauso wie Transnistrien eben Beispiele dafür, dass der Westen eigentlich kein Modell für die Region hat. Die Grenzen sind in der Sowjet-Zeit oft relativ willkürlich gezogen worden und dazu kommt auch noch das Problem, dass die erst langsam (wieder) entstehenden Nationalstaaten in der Region mit Minderheiten eigentlich nicht umgehen können. Es ist klar, dass Moskau das ausnutzt. Nur es ist auch schwer zu sagen, was Moskau im Grunde sonst machen sollte, um eine NATO-Mitgliedschaft dieser Länder zu verhindern, die durchaus wirklich eine geopolitische Einkreisung Russlands ist.
Man sollte das auch als deutscher Bürger wirklich nicht mehr unterstützen. Diese sich ständig in den Osten erweiternde NATO fängt für uns an, eher zu einem Sicherheitsrisiko zu werden.

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midnightswim 02.10.2018, 17:19
7. Berndatlondon

Ganz klar sind sie das Muster der Objektivität, nur verschweigen Sie die Russifizierung in der Sowjetunion, ist ja nicht so schlimm, passt halt nicht in die Argumentation. Und wenn Sie wirklich mir der Besetzung polnischer Gebiete durch die Ukraine kommen, dann seien Sie konsequent, danach hält Polen deutsche Gebiete besetzt.

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midnightswim 02.10.2018, 17:24
8. Nein Clara 77

Das sind nichts anderes als frohen conflicts mit dem Ziel, dass Länder wie Moldawien und Georgien nicht in westliche Bündnisse kommen. Und wer sorgt dafür mit völkerrechtswidrigen Truppenkontingenten? Genau Russland.

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pavel1100 02.10.2018, 18:23
9. Wiso

Zitat von berndatlondon
Zur Zeiten der UdSSR hat man Grenzen auf der Landkarte neu gezogen, genau wie die Kolonialmaechte in Afrika und der Arabischen Welt. Und wieder wollen wir nicht akzeptieren das die Menschen die dort leben etwas anderes wollen. Schade, wo wir doch ueberall sehen was uns dass heute fuer Probleme bereitet. In der Arabischen Welt is es schwieriger solche Probleme zu loesen. Was die Ex-UdSSR Gebiete anbetrifft so waere es ganz einfach, wie es im Artikel steht "Irgendwie sprechen die alle Russisch und finden dass auch OK so" Genau wie in der Ukraine, die Krim war immer Russisch, 95% die Leute dort sprechen und fuehlen Russisch, nur waehrend der UdSSR hat man aus organisatorischen Gruenden (Strom/Wasser/Verkehr) die Krim an die Ukraine angegliedert. Nach Ende der UdSSR hat man eben vergessen dass wieder rueckgaengig zu machen. Warum macht man das also nicht jetzt, wenn die Menschen in diesen Gebieten dass wollen. Stattdessen laesst man Menschen in absolut sinnlosen Auseinandersetzungen sterben. Die Ukraine selber haelt ja auch bis heute Gebiete besetzt (ca. 25% des Staatsgebietes) die Polen, Ungarn, der Slowakei und Rumanian gehoeren und dass alles basierend auf einem Vertrag mit Hitler Deutschland, ist glaube ich die letzte Vereinbarung aus dieser Zeit die noch bestand hat. Nur haben die Ukrainer alle dort lebenden "Auslaender" getoetet oder vertrieben, deshalb hat die Ukraine nun auch nicht die Probleme wie in Georgien.
Die Abchasier haben im Bürgerkrieg doch auch alle 250.000 Georgier getötet oder vertrieben. Halten sie das für richtig? Und auch die Russen sind dabei die ukrainische Minderheit von der Krim zu vertreiben. Von der historischen und aktuellen Unterdrückung der Krim-Tataren ganz zu schweigen. Nach ihrer Argumentation dürften die Krim-Tataren in ihrem Gebiet auf der Krim jetzt einen eigenen Staat gründen, weil sie ja keine Russen sind? Selbsbestimmungrecht der Völker und so?
Merken sie nicht, wie wiedersinnig dieses völkische Prinzip ist? Wo Russen sind ist Russland? Wäre es nicht besser, die Grenzen zu lassen wie sie waren (was den Kosovo einschließt) und jedem Bürger seine Rechte zu garantieren? Nationalismus hat noch nie zu was Gutem geführt. Natürlich auch nicht der georgische.

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