Forum: Politik
Republikaner gegen Trump: Aufstand der Anständigen
DPA

Mehrere Senatoren der US-Republikaner stellen sich offen gegen Donald Trump. Ist das der Beginn einer echten Revolte - oder nur das letzte, verzweifelte Aufbäumen der parteiinternen Gegner?

Seite 5 von 14
Nubari 25.10.2017, 09:31
40. Es wird spannend

zu sehen, ob das ein Wendepunkt ist. Steve Bannon ist dabei, die Republikaner in eine halbfaschistische Trumpismuspartei zu verändern, in dem er populistische, aber fragwürdige Kandidaten in den Primaries platziert, die das Gesicht der Grand Old Party vielleicht auf Dauer verändern werden. Die aufrechten Menschen unter den republikanischen Abgeordneten werden sich entscheiden müssen, sich entweder gegen ihre moralischen Grundsätze und politischen Überzeugungen zu verbiegen, oder sich dem von Hass getriebenen Populismus entgegen zu stellen. Es wird wohl die Partei zerreißen, ganz sicher aber stark verändern. Noch kann man nicht sagen, wie das ausgeht, nur steigen täglich die Chancen für Erfolge der Demokraten bei den kommenden Midterm Elections.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
timi_moon 25.10.2017, 09:32
41.

Zitat von seine-et-marnais
'Aufstand der Anständigen', und dann McCain, das ist ein Widerspruch in sich selbst. Jeder der gegen Trump ist ist nicht per Definition ein 'Anständiger'. Und wie dann ganz am Ende zu ersehen ist, sind es Politiker die ums Überleben kämpften und jetzt das Handtuch werfen. Trump der nicht unbedingt als Politiker ein grosses Vorbild ist, dem kann man vieles vorwerfen, dumm zu sein, geisteskrank war in den letzten Tagen beliebt. Nur, Trump tut etwas für die USA, ihm gelingt es offensichtlich den US-Bürgern zu zeigen dass er sie und ihr Land schützen will. Und bei aller Kritik an Trump, dies gelingt den Europäern nicht. Weder Juncker, noch Merkel noch Macron stehen in dem Ansehen ihre Bürger, ihre Wähler schützen zu wollen. Darüber sollte man bei gleich drei Anti-Trump-Artikeln am Morgen mal nachdenken.
"..... dass er sie und ihr Land schützen will". Da steckt aber viel kindliches Schutzverlangen in den US-Bürgern. Merkwürdig eigentlich, wo dort doch allgemein geglaubt wird, die großartigste und mächtigste Nation der Welt zu sein. Und diesen "Schutz" soll eine Figur aus einer scriptet-Reality-TV-Show liefern? Sehr kindlich, wirklich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
erwin9 25.10.2017, 09:32
42. Nicht mitschuldig machen!

Das ist eine interessante und gleichzeitig beängstigende Begründung. Die scheidenden Senatoren gehen offenbar davon aus, dass das Land unter Trump dem Untergang geweiht ist, oder es aber (Corker) zum Grauenvollsten, nämlich einer nuklearen Auseinandersetzung kommt. Diese wird keinesfalls zu begrenzen sein. Die Vorstellung der Begrenzbarkeit, der Trump offenbar anhängt, ist ein massiver Denkfehler dieses Mannes und seiner 'Gläubigen'. So, nämlich mit der möglichen globalen Vernichtung, funktioniert ja das 'Gleichgewicht des Schreckens'. Die Senatoren haben mit ihrer Analyse zweifellos absolut Recht, und gut 60 % der Amerikaner, die noch ein eigenes Hirn haben, wissen das auch und pflichten ihnen bei. Das Schlimme ist, es wird trotzdem so kommen. Im für uns noch besten Fall, verabschiedet sich die USA als failed State still von der Weltbühne um China Platz zu machen, was ich nebenbei für eine beängstigende Aussicht halte. Im Schlimmsten kann die Menschheit einpacken. Dann hätte Bannon, der Trump großgemacht und das Wahlvolk nachhaltigst verführt hat, ja sein Ziel erreicht: Eine dystophische Weltuntergangsvision.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
haresu 25.10.2017, 09:41
43. Kein Aufstand

Es wäre eher ein Sieg für Trump wäre da nicht Bannon, den man mittlerweile innerhalb der Republikaner für mächtiger als den Präsidenten halten muss. Die Republikaner werden sich weiter radikalisieren bis sie völlig unwählbar geworden sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
PeterPan95 25.10.2017, 09:42
44. Lächerlich

Die Anständigen hätten schon die letzten 2-3 Jahre Aufstand machen MÜSSEN, als es noch etwas zu verhindern gab. Als es noch einen Unterschied gemacht hätte. Damals haben es die Republikaner aber großteils schweigend akzeptiert, dass so ein Trumpeltier ihre Partei missbraucht. Da braucht mir dann niemand heute ankommen mit "der ist aber schlimm". So sind es einfach nur die verbitterten Kommentare derjenigen, die eh nichts mehr zu verlieren haben. Das ist nur ein weiterer Beweis der Verlogenheit und Scheinheiligkeit der Betroffenen. (Ja, ich sehe es auch soi wie diese Leute, und ich mag Trump ganz und gar nicht. Sich jetzt aber auf einmal zu positionieren und so zu tun, als würde man auf einmal bemerkten, wie schlimm der ist, zeugt von extremer Dreistigkeit, aber sich nicht von "Anstand".)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Liberalitärer 25.10.2017, 09:43
45. Washington Post

Zitat von cipo
Die Demokraten haben das aber nur "second hand" gekauft. Denn die Erstellung des Dossiers wurde, das sollten SZie ehrlicherweise auch schreiben, von Republikanern in Auftrag gegeben, um Trumps Kandidatur zu untergraben.
Es stimmt, es gab wohl mehrere Finanzierungsquellen. Schön ist das alles nicht.

Aber in der WP steht es so

"Marc E. Elias, a lawyer representing the Clinton campaign and the DNC, retained Fusion GPS, a Washington firm, to conduct the research."

Das hat auch Implikationen, speziell für McCain, der ein wenig Abbitte wird leisten müssen, ob er will oder nicht. Für die Demokraten und speziell den DNC ist das eine ziemliche Katastrophe. Nach dem Sandersmist nun auch noch das.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
SWK 25.10.2017, 09:47
46.

Zitat von olaf.lieser
Ich glaube, das wird falsch verstanden. Jeff Flake und Bob Corker GEBEN AUF. Sie kandidieren in 2018 nicht mehr. Was für eine Art Aufstand soll das bitte sein, bei dem man sich zurückzieht. Gerade Jeff Flake ist ein besonnener Mann der Mitte. Er hat aber erkannt, dass er keine Chance auf Wiederwahl hat, da die republikanische Basis in Arizona zu den "Trump-Jüngern" zählt. In Berichten auf "Politico" heißt es, dass die Umfragen für ihn, wie man es auch dreht und wendet, aussichtslos seien. Das kann man bedauern. Aber: wer hinschmeißt, kämpft doch nicht und verändert doch nichts! Bitte berichtet, und bringt nicht einfach Euer Wunschdenken ein, dass es doch endlich gegen Trump gehen möge.
Das beruht darauf, dass die "liberalen" Medien in den USA in ihrer gegenwärtigen Verblendung diese Beschönigungs-Parole flächendeckend ausgegeben haben und die deutschen liberalen Medien zur eigenen Beruhigung gedankenlos hinterher trotten, wobei letzteres ihnen leider durchaus leicht fällt. Die wenigen in den USA, die noch eine klare Sicht auf die Verhältnisse haben, riskieren dafür regelmäßig shitstorms nebst wütende Begleitbriefe als defäitistische Verräter an der einzig wahren hehren Sache - "eindeutiger Gewinn des popular votes" -, die an "sowas" natürlich ganz allein schuld sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
der.tommy 25.10.2017, 09:48
47.

Was ich nie verstehen werde ist, wieso die Politik eines ganzes Landes scheinbar nur darauf ausgerichtet ist, so jemandem wie Trump möglichst nicht zu schaden oder ihm nicht auf die Füße zu treten. Sind die Senatoren, die allesamt recht wohlhabend und politisch unabhängig sind, so feige, so egoistisch, dass Sie lieber das ganze Land vor die Hunde gehen lassen, als sich gegen jemanden wie Trump zu stellen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dislozierter 25.10.2017, 09:53
48. Mal ne doofe Frage

Gehen deren Stimmen für ein eventuelles Impeachment durch die Senatoren dadurch verloren? Wenn ja, wäre das aber nicht besonders klug. Das wäre doch die einzige realistische Option den irren König loszuwerden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lalito 25.10.2017, 09:54
49. Aha, aber nein:

Zitat von imo27
Der Spiegel hat so oft mit seinen Trump-Berichten daneben gelegen. Es wird langweilig.
Nur mal die Artikel genommen, die von dem "nicht" Umgesetzten des Herrn Präsidenten Trump handeln , dann hat der Spiegel respektive Spon keineswegs "oft" daneben gelegen, im Gegenteil.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 14