Forum: Politik
"Respekt-Rente" in der GroKo: Arbeitnehmerflügel der CDU begrüßt Heils Grundrente
imago/ Klaus W. Schmidt

Die Union verurteilt die Pläne von Arbeitsminister Hubertus Heil zu einer Grundrente für Geringverdiener. Der Arbeitnehmerflügel der Partei sieht sie als "vernünftige Diskussionsgrundlage".

Seite 2 von 5
trojanspirit 04.02.2019, 11:50
10. @unaufgeregter

Nein, finde ich absolut nicht. Ich glaube Sie haben meinen Ansatz falsch verstanden. Den Mindestlohn soweit anzuheben das keine Minirente dabei rauskommt wäre auch ein guter Vorschlag. Aber ansonsten möchte ich gerade vermeiden das Billiglohn subventioniert wird. Wenn ein Unternehmen Lohn unterhalb der Schwelle zahlt die zu der angestrebten Grundrente führt soll es dafür eine Sonderabgabe leisten müssen. Um zum einen den Billiglohn unattraktiv zu machen und zum anderen eben um nicht die Solidargemeinschaft damit zu belasten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Harry1 04.02.2019, 11:53
11. Wieder nur Ankündigungen

Da kommt wieder nichts furs Volk raus.
Schande für dieses Land mit was viele Rentner, die ihr ganzes Leben gearbeitet haben leben müssen.
Wer sein Leben lang für Niedriglohn gearbeitet hat - woher soll die Million auf dem Konto, die Villa, die private Vorsorge herkommen?
Für Einzelfälle dann ein riesen Überprüfungsapparat für die Bedüftigkeitsprüfung, aber so weit wird es nicht kommen, eher den Reichen Geld/Steuern schenken.
Die Ankündigungen sind der Angst vor der AfD geschuldet!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Aquifex 04.02.2019, 11:57
12.

Es wird zwei Knackpunkte geben:

1) Finanzierbarkeit
2) Gerechtigkeits-Prüfung

Es ist auf den ersten BLick schwer zu verstehen, warum jemand, der 35 Jahre Teilzeit gearbeitet hat mit jemandem gleichgestellt wird, der 35 Vollzeit gearbeitet hat, vielleicht sogar nur 34 Jahre... "Gerecht" würde ich es nenne, wenn wirklich die Lebensleistung und nicht die "als grundsätzlich Arbeit geltende" Zeit angesetzt würde. Damit würden viele allerdings unten wieder rausfallen.
In Sachen Gerechtigkeit ist da sicher noch Verhandlungsbedarf.
Tja, und die Finanzierebarkeit ist nochmal eine ganz andere Frage.
Daß Rente nach Arbeit besser ausfallen muß als ohne ist aber schlicht eine Selbstverständlichkeit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chilischweiz 04.02.2019, 11:57
13. das zentrale Problem...

... ist die Zukunft der heute in die Rentenkasse einzahlenden jungen Gutverdiener. Wenn deren Beiträge in Heils "Solidartopf" wandern sollen, mag das zwar der am Wähler-Abgrund dahinsterbenden SPD ein paar Stimmen von von Altersarmut bedrohten Wählerinnen bringen, aber das alte Klischee der von Wirtschaft nichts verstehenden Sozis weiter befördern. Ohne Schröder hat die SPD weder Konzept noch Sprache, um aus der Krise zu kommen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
unaufgeregter 04.02.2019, 12:02
14. Mehr ist immer besser!?

Zitat von Mikrohirn
ist nichts ehrenhaftes an sich. Sie ist es, die unsere Erde zerstört als Ursache für Umweltverschmutzung, Resourcenverschwendung und Klimawandel. Also sollten die "ich habe mein ganzes Leben lang gearbeitet Leute" mal nachdenken, was sie ihr Leben lang vielleicht angerichtet haben und wenn das Ergebnis positiv ist, erst dann können sie ohne schlechtes Gewissen ihre Stimme erheben.
Arbeit und Wachstum. Das Mantra dieser Zeit. Ich schäme mich heute dafür, dass ich viele Jahre genau so gelebt habe. Heute sehe ich klarer, habe meine Arbeitszeit und meinen Konsum stark reduziert. Ein kleiner Beitrag, aber wenn das mehr Leute machen würde, könnte sich viel verändern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tonhalle 04.02.2019, 12:03
15. Was ist das?

Zitat von Mikrohirn
ist nichts ehrenhaftes an sich. Sie ist es, die unsere Erde zerstört als Ursache für Umweltverschmutzung, Resourcenverschwendung und Klimawandel. Also sollten die "ich habe mein ganzes Leben lang gearbeitet Leute" mal nachdenken, was sie ihr Leben lang vielleicht angerichtet haben und wenn das Ergebnis positiv ist, erst dann können sie ohne schlechtes Gewissen ihre Stimme erheben.
Der Nutzen dieses Beitrags erschließt sich mir nicht. Wenn es um Geld geht, welches man nicht essen kann, dann bitte vom "Hohen Ross" runterkommen und der Realität mit ihrer Altersarmut ins Auge sehen.
Schließlich hätten auch Menschen, die nicht in der Lage sind Quantenphysik weiterzuentwickeln oder die Muße haben ihre Zeit mit schöngeistigen Dingen zu verbringen gerne ihre Grundbedürfnisse gedeckt.
Letztlich geht es in der Wirtschaft zunehmend um das "Survival of the fittest" und wer nicht zu den Gesuchten gehört, wird immer mehr Probleme bekommen, einen auskömmlichen Lohn für sein Dienste zu erhalten. Spätestens nach Familiengründung wird das von etlichen Arbeitgebern ausgenutzt!
Natürlich sind die Mittelrücklagen für spätere Renten zu gering und natürlich ist der Zufluss eine Stellschraube. Und natürlich sind Niedriglöhne eines unserer Kernprobleme.
Die Anhebung des Mindestlohnes bis auf ein Niveau der Alterssicherung (rechnerisch) wäre bei einer fiktiven Vollzeitstelle schon mal ein Ansatz.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Wolfgang Heubach 04.02.2019, 12:07
16. Die Pläne von Heil sind richtig und notwendig

Heil schlägt das absolut Notwendige vor. Wer ständig von Gerechtigkeit redet, kann sie nicht denjenigen verweigern, die ihr Leben lang zu "Dumpingpreisen" arbeiten müssen. Während die Spitzensteuersätze für die Reichen und Superreichen gesenkt werden. Werden die Pläne von Heil nicht umgesetzt, droht eine soziale Revolution in Deutschland.

Wer hätte das im übrigen gedacht: Die "Ausbeuterklasse" feiert ausgrechnet in der auf dem Papier stehenden sozialen Marktwirtschaft fröhliche Urständ !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
meinerlei 04.02.2019, 12:07
17. Neue Ungerechtigkeiten

Man kann sich immer nur wieder wundern, dass solche Konzepte nicht zu Ende gedacht werden. Wenn ein Ehepaar sich die Arbeit für die Familie (Kindererziehung, Haushalt) gerecht aufteilt, fällt es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zu den Profiteuren des aktuellen Heil-Versprechens. Tritt hingegen einer kürzer und übernimmt bei Haushalt und Kindern den Löwenanteil, ist der Gesamtrentenanspruch evtl. vergleichbar, aber der Teilzeitjobber bekommt einen ordentlichen Aufschlag zu den verdienten Rentenpunkten. Das ist ungerecht hoch drei. Insofern Lebensgemeinschaften via Splittingtabelle steuerlich privilegiert werden, muss sich die Betrachtung der Rentensituation auch auf den gemeinschaftlich erworbenen Rentenanspruch erstrecken. Wer freiberufliche Tätigkeit und abhängige Beschäftigung kombiniert, würde wohl auch einen Zuschlag bekommen, auch dieser wäre völlig ungerechtfertigt. Ohne Bedürftigkeitsprüfung ist das Ganze ein Schmarrn.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
psiggi 04.02.2019, 12:07
18. Respektlosrente

Eine "Respektrente", bravo!
Respektlos all denen gegenüber die ihr Leben lang bezahlt haben, heute eine gute Rente beziehen und als Dankeschön auch noch Steuern auf ihre Rente bezahlen dürfen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
currywurst_hans 04.02.2019, 12:13
19. Und das Herumschrauben am maroden System geht weiter.

Dabei ist schon lange klar, dass dieses System in Zukunft nicht mehr tragfähig ist. Unsere Nachbarn machen es uns vor. Alle Menschen (ja, auch Beamte und Selbstständige!) zahlen nach Leistungsfähigkeit (ohne Beitragsbemessungsgrenze!) ein und dafür gibt es im Alter für jeden eine auskömmliche Grundrente von der man auch vernünftig leben kann. Wer mehr erwartet muss entsprechend zusätzlich vorsorgen. Das wäre mal ein großer Wurf für eine große Koalition.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 5