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Rettungspläne: Die letzten Auswege aus der Euro-Krise

Euro-Bonds, Elite-Bonds, massenhafte Anleihenkäufe durch die EZB - jeden Tag eine neue Idee zur Lösung der Schuldenkrise. Bislang blockt Angela Merkel jeden Vorschlag ab. Doch in Wahrheit könnte die Kanzlerin schon bald zu einem Notfallplan gezwungen sein. In Berlin kursieren mehrere Szenarien.

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al2001 29.11.2011, 17:57
260. Ja

Zitat von delinquent
Wenn es denn Größenwahn war, gehören da nicht alle willfährigen Förderer des €uros in die Psychatrie? Es ist um so erschreckender, da ich mich gut daran erinnnern kann, das gerade die €uroskeptiker bei seiner Einführung als unverbesserliche Querolanten und Hysteriker diffamiert wurden. Es gibt aber immer noch Leute, die glauben tatsächlich das Mammutbäume bis ins Universum wachsen.....na denn.
ja leider schon .es gibt auch noch leute die meinen die wirtschaft müsse immer weiter wachsen obwohl der planet nicht größer wird ;(

bzw es ist "denen" schon bewusst dass es nicht real ist dennoch spielen sie dem "gebildeten "bürger eine andere wahrheit vor .

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Matze38 29.11.2011, 19:46
261. .

Zitat von wahlberechtigter
Der Standpunkt der LINKE ist unbekannt, da die Betonköpfe in Selbstzerfleischung mit sich selbst beschäftigt sind.
lol der standpunkt der linken ist unbekannt, wo waren sie die letzten wochen ?
stellen sie sich vor, die linken haben eine homepage, deren politiker wie frau wagenknecht auch, es gibt tv aufzeichnungen mit linken politiker oder videos auf youtube, also wer meint, er wisse nichts über standpunkte der linke, der will gar nicht wissen,was sie denken und ignoriert sie wissentlich.

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amgitsnops 29.11.2011, 20:33
262. Euroland ist abgebrannt ...

Zitat von deppvomdienst
Ein schöner Tod, den wir, nach dem Willen der Euro-Gegner, seit 18 Jahren (!) sterben. Der weg hin zum Euro begann, je nach Auslegung - spätestens am 01.01.1994. Um zu beurteilen, ob er uns genutzt oder geschadet hat, muss man also in der Zeit bis dahin zurück gehen - und die Tendenzen von damals hochrechnen. Und - im Gedenken an die damalige Situation, hat er uns eindeutig mehr Vor- als Nachteile gebracht. Aber einige der Vorteile waren eben irreal, durch Bilanztricksereien erzeugt. Die sind jetzt aufgeflogen, dürfen aber nicht den Blick aufs Ganze versperren. Die Gedankenlosigkeit, mit der wir heute italienische Nudeln, spanischen Rotwein, griechische Oliven, holländischem Salat, deutsches Rindfleisch in einer Mahlzeit von belgischen Tellern verzehren, darf dabei nicht gering eingeschätzt werden: was würde das heute ohne Binnenmarkt und gemeinsame Währung, ohne Wechselkursrisiken usw. kosten? Wohl nicht weniger! Der Euro sollte uns etwas wert sein! Zur Not sogar einen einmaligen verlorenen Zuschuss an einige Länder, die er in den Schuldensumpf getrieben hat. Nur - wie sicherstellen, dass es bei einmalig bleibt? Die vermeintliche Schwarmintelligenz ist wohl eher eine Mischung aus Überheblichkeit, Eitelkeit und Dummheit.
Der Blick auf das Ganze zeigt, daß es selbst vor 1994 sogar Erdbeeren im Winter gab, von Spaghetti und argentinischem Rind nicht zu schweigen.

Das Stück Butter kostete rund um 1DM, der Diesel lag weit darunter, die Miete lag bei 5 DM/m². Währungen waren frei tauschbar, der Urlaub bezahlbar und ein voll ausgestatteter Mittelklassewagen kostete 36.000DM. Heute kommt man auf dem Niveau nicht mit der Summe in Euro hin.

Damals konnten auch durchaus noch nach Sonnenuntergang durch die Strassen gehen, Öffis benutzen.

Der Euro "WAR" echt toll, na schau mal einer guck.

Schwarmintelligenz und die durchgängig verneinende Haltung des Volkes zum Teuro, sollte von Ihnen nicht als Dummheit etc. ausgelegt werden dürfen, denn die Experte hatten NICHT recht, gar nicht. Aber gelogen wie die Balkenbieger, das haben die schon, wider besseren Wissenmüssens und gegen Bezahlung.

Der Nutzen und Schaden des Euro sehen Sie auf jedem Kassenzettel, jeder Stromrechnung, jedem Tankaufenthalt, jeder Strasse und in jeder Schule. Und Sie sehen ihn besonders daran, daß wieder Hakenkreuze geschwenkt werden, jedoch nicht in D.

Auf der staatlichen Magnetisierungsstelle wird auch Ihr Kompass wieder genordet. Gehen Sie hin, dank Euro noch kostenlos :-)
Ist Ihnen das etwa nicht aufgefallen? :-)

Der einmalig verlorene Zuschuss schleppt sich nun seit jenseits 30 Jahren durch die Bücher, und er steigt exponentiell.
Ist Ihnen das etwa ebenfalls nicht aufgefallen? :-)


Der Euro ist stabil wie Stroh, sicher wie die Rente und ohne den darf eh kein Deutscher aus dem Land, steht ja eine Mauer drum ... naja.

Aber brennen tut er, ganz Europa steht in Flammen!

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italianofan 29.11.2011, 21:34
263. deppvomdienst :Sie haben im wesentlichen Recht

Zitat von deppvomdienst
Der Wohlstand ist in Deutschland seit Mitte der 1990er wieder kontinuierlich gewachsen. Was uns aber nicht gelungen ist, ist hieraus eine Verteilung zu konstruieren, die als gerecht empfunden wird. Das ist kein Problem der Währung, sondern wäre auch mit der DM aufgetreten. Am Ende von Wiederaufbau und Wiedervereinigung steht eine gesättigte Gesellschaft an der Schwelle zur Überalterung. Die Meisten haben alles - und sogar noch Geld übrig. Setzt man nicht unmittelbar monetäre Meslatten an unseren Wohlstand an, wird das deutlich: qm Wohnfläche, Wohnungsausstattung, Fahrzeuge pro Kopf der Bevölkerung, ... alles auf dem höchsten Stand der Geschichte. Das einzige, was es sich noch anzusammeln lohnt, ist Geld. Und in diesem sinnlosen Hamsterrad verschleißen und verzetteln wir uns, lassen uns ängstigen vor einer in 30 Jahren - vielleicht - auftretenden Altersarmut usw. Frau Merkel hat dabei eine Antwort vorgegeben, die viel kritischer zu hinterfragen gewesen wäre: Ist diese Menge an Geld, zumal virtuell und auf Konten, ein dermaßen schützenswertes Gut? Sie beantwortete diese Frage mit einem eindeutigen JA. Und das ist falsch, war falsch und wird als historischer Fehler der Jahre 2005-2015 in die Geschichte eingehen: Geld ist nichts - wenn man nichts daraus macht. Aber wenn ein Viertel der EU-Wirtschaftsleistung in diese falsche Richtung läuft, ist das kaum aufzuhalten. Es geht nicht darum, den Griechen ihre Schulden zu bezahlen, sondern darum, einen aus den Fugen geratenen Wirtschaftsraum zu reparieren. Hierzu sind Mittel und Wege zu suchen - und die bestehen nicht in tumben Rettungsschirmen, die nur dazu dienen, politische Systeme, deren Wirken auf exzessiver Staatsverschuldung basiert, über die Zeit zu retten. Sondern in einer Perspektive, wie die Wirtschaft unter Nachbarn wieder instand gesetzt werden kann. Und dann zu überlegen, wie man die hierzu nötigen Mittel freisetzt. Das erfordert einen deutlich höheren IQ als Knäckebrot - also weit mehr, als Merkel und Rösler einzusetzen bereit sind ...
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es stört mich wenn Sie Sagen, der Wohlstand ist gewachsen. Wir haben mehr Arme als früher und Rentner bekamen seit dieser Zeit wesentlich weniger Erhöhung, als es die Teuerung ist. Ansonsten haben Sie voll Recht

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deppvomdienst 30.11.2011, 23:51
264. ? 1994

Zitat von amgitsnops
Das Stück Butter kostete rund um 1DM, der Diesel lag weit darunter, die Miete lag bei 5 DM/m². Währungen waren frei tauschbar, der Urlaub bezahlbar und ein voll ausgestatteter Mittelklassewagen kostete 36.000DM. Heute kommt man auf dem Niveau nicht mit der Summe in Euro hin.
Butter: 8,20 DM / kg
Benzin: 1,51 DM
Monatslohn ~ 1.405 Euro

Quelle http://www.was-war-wann.de/historische_werte/

Miete: Großstadt Westdeutschland, mittlere Wohnlage, 4. Stock Altbau Wohnung >4 Zimmer, >90 m² 9,10 DM (selbst bezahlt)

Und ihr voll ausgestatteter Mittelklassewagen würde, weil ohne Airbags, Xenon, Navi, Turbo, ... heute nur noch als Schrottkarre durchgehen. Sein Innenraumangebot ist in etwa auf dem Niveau eines heutigen Kompaktwagens - die Fahrleistungen sind aber schlechter (BMW 318i: 115 PS) - gibt es heute im Opel Meriva - für 25.000 Euro.

Glücklich ist, wer vergisst ... Aber das Vergessen darf nicht zum Kampf gegen die Realität werden!

@italianofan: das ist ein Problem der Verteilung - und das habe ich ja auch eingeräumt. Aber der Wohlstand insgesamt ist gewachsen.

Nee, nee: der Euro ist viel besser als sein Ruf. Und wir sollten uns hüten, seine nützlichen Funktionalitäten als europaweites Zahlungsmittel dagegen, dass jetzt die Gefahr besteht, dass ein kleiner Bruchteil seiner Wertaufbewahrungsfunktion bedroht ist, wegzuwerfen!

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delinquent 30.11.2011, 16:52
265. Von wegen....

Zitat von evaontour
Bei dieser Komplexität der ineinander- und übergreifenden Finanzmechanismen das Dilemma auf nur eine Person zurückzuführen ist eine schlicht dürftige Argumentation, so man dies noch so zu benennen erlaubt.
Sie ist nun einmal die Gallionsfigur der politischen Marschrichtung sowie die daraus resultierende Ideologie und repräsentiert ein Scheitern eben so,wie einen Erfolg.----Sicher kann man das komplexe Desaster nicht alleine auf ihre Person projezieren,aber verantwortlich zu machen ist sie auf jeden Fall dafür.---Sie hat den falschen Leuten/Aussagen vertraut und ist gescheitert.
Um es klar und deutlich zu sagen:
Sie ist eine der Hauptverantwortlichen für den Ruin einer ganzen Nation!

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Palmstroem 30.11.2011, 17:12
266. Noch ist es zu früh für die Notbremse

Zitat von sysop
Euro-Bonds, Elite-Bonds, massenhafte Anleihenkäufe durch die EZB - jeden Tag eine neue Idee zur Lösung der Schuldenkrise. Bislang blockt Angela Merkel jeden Vorschlag ab. Doch in Wahrheit könnte die Kanzlerin schon bald zu einem Notfallplan gezwungen sein. In Berlin kursieren mehrere Szenarien.
Auch die Kanzlerin weiß, daß man die EZB als Notbremse hat.
Aber nur solange sie diese nicht zieht, kann sie die Europartner zur Haushaltskonsolidierung zwingen.
Sobald die Notenpresse läuft, wäre alles wieder beim Alten.

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c++ 30.11.2011, 17:12
267. .

Zitat von Paul Kessler
Eine einfache Sache. Bei Ausgabe einer neuen Währung werden Guthaben und Schulden umgestellt. Vermutlich im Verhältnis 4 zu 1.
Wo haben Sie denn das her? Umgestellt wird 1 zu 1.

Zitat von Paul Kessler
Bargeld wird es erstmal kaum geben.
Klar, wir hatten auch kein Bargeld, als die DM abgeschafft wurde.

Zitat von Paul Kessler
Es ist so gut wie sicher, dass die Abgaben erhöht werden müssen. ...Ansatzpunkt wäre 25%ige Einkommenskürzung im öffentlichen Dienst und Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 25%
Das ist nicht im Ansatz wahrscheinlich. Aber interessant, wie Menschen in diesem Land Opfer der Propaganda des Finanzkapitals werden. Vielleicht drohen auch noch Erdbeben und Feuerstürme.

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evaontour 30.11.2011, 18:53
268. Wer hätte es besser gemacht?

Zitat von delinquent
Sie ist nun einmal die Gallionsfigur der politischen Marschrichtung sowie die daraus resultierende Ideologie und repräsentiert ein Scheitern eben so,wie einen Erfolg.----Sicher kann man das komplexe Desaster nicht alleine auf ihre Person projezieren,aber verantwortlich zu machen ist sie auf jeden Fall dafür.---Sie hat den falschen Leuten/Aussagen vertraut und ist gescheitert. Um es klar und deutlich zu sagen: Sie ist eine der Hauptverantwortlichen für den Ruin einer ganzen Nation!
Dann wüsste ich zu gerne, welch(e)r andere Kanzler/in aus einer anderen Partei es besser gemacht hätte und vor allen Dingen mit welcher anderen Marschrichtung.
Sind doch alle Parteien in Richtung Europa mit marschiert mit allen im Verlauf verhängnisvoll begangenen Fehlern.
Oder habe ich da Entscheidendes versäumt?

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evaontour 30.11.2011, 19:01
269. Bereits im Gange

Zitat von Palmstroem
Auch die Kanzlerin weiß, daß man die EZB als Notbremse hat. Aber nur solange sie diese nicht zieht, kann sie die Europartner zur Haushaltskonsolidierung zwingen. Sobald die Notenpresse läuft, wäre alles wieder beim Alten.
"Zentralbanken pumpen Geld ..."

http://www.welt.de/wirtschaft/articl...eber-6100.html

Auch der IWF wird mit einbezogen. Die "Notbremse", - letzter Rettungsversuch - ist betätigt. Jedenfalls haben's die Börsen heute gedankt.

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