Forum: Politik
Revolte gegen Präsident Maduro: Venezuela wartet, Venezuela wütet
AFP

Juan Guaidó hat sich zum Staatschef Venezuelas erklärt - noch schlägt das Regime von Präsident Maduro nicht zurück. Steht das Land vor dem Umsturz? Das entscheidet sich in den kommenden 72 Stunden.

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whitewisent 24.01.2019, 16:47
1.

Oh mein Gott, wann kommt die Schlagzeile von der nächsten XYZ-Revoulution? Die Inszenierung ist aber diesmal ziemlich schlampig gelungen, und nicht wirklich erfolgsversprechend. Trums Regierung dürfte sich ein Eigentor schießen, denn Venezuela ist dann doch etwas größer als Grenada oder Panama. Und wenn man das Land nun "befreit", könnte ein paar Hundertausend auf die Idee kommen, die Freiheit zu nutzen, um in die USA überzusiedeln. Wollen viele schon heute, und denken, es wäre der böse Maduro, der sie davon abhält.

Venezuela zeigt doch beispielhaft, wie zerrissen die südamerikanischen Gesellschaften sind. Man wähnt sich dank der Petroldollars als Schwellenland, ist aber eigentlich nur ein weiteres postkoloniales Drittweltland ohne eigene Wirtschaftsleistung, dafür mit einem viel zu großen Bedarf und Erwartung nach Importgütern, die man nicht selbst bezahlen kann.

Aber die Menschen sind weiterhin naiv, und erwarten tatsächlich durch "freie Wahlen", dass es besser wird, obwohl nur die alten Kleptokraten und neue Oligarchen übernehmen werden. Die dann aber nach Washingtons Gnaden, wobei man zurzeit sich derer auch nur tageweise sicher sein kann.

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syracusa 24.01.2019, 16:51
2. regime change? Ja bitte!

Unisono, im völligen Gleichklang, ergreifen alle Altstalinisten, Sozialfaschisten, rechte wie linke Autokraten und Diktatoren, Putinisten, Erdoganisten, Nazis und andere Feinde der Demokratie und der Menschenrechte Partei für Maduro, und verteufeln die westliche Parteinahme für Guaidó wieder mal als Versuch eines westlich angeführten "regime change".

Leider hat noch keiner dieser Feinde der Demokratie erklären können, was an einem regime change denn so falsch sein soll, wenn der sich gegen einen Diktator richtet.

Nein, ein geknechtetes Volk kann sich nur durch einen "regime change" aus seiner Unterdrückung befreien. Und ja, selbstverständlich muss bei so einem Aufstand gegen die Diktatur auch hingenommen werden, dass sich dabei instabile Verhältnisse entwickeln, und dass ganz und gar nicht jeder Aufstand gegen eine Diktatur auch unmittelbar zu Demokratie und Freiheit führt.

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oli69 24.01.2019, 16:58
3. Militär

Die korrupten Offiziere müssten bei einem Machtwechsel zuerst verhaftet werden. Dank diesen konnte sich Maduro überhaupt so lange an der Macht halten. Dafür hat er Ihnen den Drogenhandel und Geldwäscherei überlassen. Wenn da also jemand weg soll, ist es nicht nur Maduro sondern auch seine Generäle und Offiziere die alles ausgeführt haben, auch Gewalt gegen die eigene Bevölkerung.

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peterpeterweise 24.01.2019, 16:59
4. Maduro ist wie Somoza oder Batista

Maduro verkündet zwar Sozialismus zu betreiben, aber in der Realität sichert er nur die Macht von seiner Familie und von guten Bekannten. Also nichts anderes als damals Somoza in Nicaragua oder Batista in Kuba. Es wird Zeit, dass sich die Menschen in Venezuela von dieser Plage befreien.

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go-west 24.01.2019, 16:59
5. Ich drücke den Venezuelanern

die Daumen, daß sie sich endlich dieses Despoten entledigen. Und ja, mal wieder treiben die Russen ihr unheilvolles Spiel. Die Welt täte gut daran ihnen ein für alle Mal die Zähne zu ziehen. Dafür braucht es jedoch den Schulterschluss mit China, mit Trump‘s äußerst begrenztem diplomatischen und strategischen Fähigkeiten wird das aber wohl erstmal nichts.

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candido 24.01.2019, 17:00
6. Maduro spanisch=reif

Und zwar reif ,um im Kerker zu landen. War Chavez schon ein gescheiterter Pseudosozialist , so ist Maduro ein korrupter Diktator. Zwei "sozialistische" Regierungen haben einen einst der wohlhabendsten Ländern der Erde in den Ruin getrieben. In den 50ger Jahren emigrierten Spanier scharenweise nach Venezuela. Heute kehren sie massenweise zurück. China, Russland, Cuba und die Türkei (alles lupenreine Demokratien) stehen fest zum Despoten. Wen wundert's.

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gman87 24.01.2019, 17:04
7. WIe Venezuelaner ihr Geld verwalten

da gab's einen Superbeitrag im TIME Magazin zu:
http://time.com/5486673/bitcoin-venezuela-authoritarian/
Ist echt spannend und endlich mal eine wirkliche "Revolution" in Venezuela ;).

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nanonaut 24.01.2019, 17:06
8. Artikel lesen

Die unvermeidlichen Anti-US-Verschwörungstheoretiker lesen hoffentlich den Artikel gründlich. Es sind "Sympathieträger" und lupenreine Demokraten (also selbst Apparatschiks der übelsten Sorte) wie Putin und Erdogan, die Maduros maximalen Korruptionssumpf stützen. Mit Hoffnung auf Venezuelas Öl. Darüber hinaus haben Chavez und Maduro nur das eine Versprechen verwirklicht, zu dem sich extrem linke Regierungen von jeher Fähig erweisen: Funktionärs/Militär-Korruption und totale Verarmung. Für eben fast alle.

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troka 24.01.2019, 17:09
9. Würgefeige

Und wieder hat die Würgefeige, hier ein unsittliches Gewächs aus der Kreuzung von westlichen Marktinteressen (Öl) und US amerikanischem Interventionsimperialismus zugeschlagen. Erst wird ein Land und dessen Wirtschaft stranguliert, unterwandert und handlungsunfähig gemacht, dann schreit alles nach Regime Change, dann wird fleißig nachgeholfen, die Situation eskalieren zu lassen... Und der Spiegel klatscht dazu noch Beifall. Brav werden die Begrifflichkeiten Regime, Autokrat, Diktator benutzt, wenn es um Maduro geht. die Popagandawelle Pro Guaidó läuft wie geschmiert. Die besten Partner (mit Vorliebe die mit Bodenschätzen) für den Westen sind Länder mit militant rechtsorientierten Regimes, jedes Mittel ist Recht um irgendwie bei der Verteilung der Bodenschätze dabei zu sein. Das ist die hässliche Fratze des des Endstadium-Kapitalismus. Die strukturierte Unordnung, das gewollte Chaos in Lateinamerika ist allein ein Ergebnis dieser menschenfeindlichen Politik des Westens. Erinnerungen an Chile werden wach, als mit freundlicher politischer und tatkräftiger militärischer Unterstützung des Westens der faschistische Herrscher Pinochet ein fortschrittliches sozialistisches System zerschlagen konnte - auch hier saß die BRD vornehm klatschend in der zweiten Reihe. Unerträglich, dieses System. Unerträglich die opportune "Berichterstattung" des Spiegels...

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