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Revolutionsgedenken in Ungarn: Orbán warnt vor "Sowjetisierung" Europas
DPA

In Budapest hat Ungarn den Volksaufstand vor 60 Jahren gefeiert. Regierungschef Orbán verteidigte vor Anhängern seine Flüchtlingspolitik, Gegendemonstranten beschimpften ihn als "Diktatoren".

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fortelkas 23.10.2016, 19:48
1. Orban ist einfach politisch unanständig

Und ich finde, das ist noch milde ausgedrückt. Dieser Neofaschist, der in seinem Land Pressefreiheit und Bürgerrechte Schritt für Schritt einzuschränken versucht, warnt Europa? Das ist eine politische Groteske! Orban sollte erst einmal seine politische Solidarität mit Europa beweisen, die vermisse ich.
Und was heißt denn "Sowjetisierung"? Die Sowjetunion gibt es nicht mehr, und Wladimir Putin ist nicht Stalin oder Breschnjew.
Erwin Fortelka

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demiurg666 23.10.2016, 19:53
2. 1956

Sind viele Ungarn nach Westeuropa geflohen. Orban sollte sich daran erinnern, dass damals niemand Grenzzäune hochgezogen hat oder auf Flüchtlinge eingeschlagen hat. Er sollte sich schämen wie er die ungarische Geschichte vergisst und bewusst umdeutet. Und wenn hier jemand sein Land "sowjetifiziert"ist das Orban selbst. Es ist traurig mitzuerleben wie meine ungarischen Freunde und Kollegen über die Medien indoktriniert werden. Orban treibt schon zu lange sein Unwesen in Ungarn.

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g.raymond 23.10.2016, 20:01
3. Brückenstaat und nicht Frontstaat

Orban, bzw die politische Klasse Ungarns, sollte sich realpolitisch als Brückenstatt begreifen, der zwischen Ost und West politisch und ökonomisch vermittelt und ausgleicht, und nicht sich quasi als Frontstaat der westlichen Hemisphäre verstehen. Das gleiche gilt für Polen etc. Der Westen sollte den osteuropäischen Staaten diese Zwischenposition deutlicher machen und sie, trotz deren historischer Traumata, energischer zu dieser Ausgleichspolitik drängen. Aber Westeuropa hat mit dem einseitigen Assoziierungsabkommen mit der Ukraine leider selbst diese Konfrontationspolitik verschärft und scheint aus dieser Fehlpolitik noch nichts gelernt zu haben.

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locust 23.10.2016, 20:04
4. ...?...

Vielleicht sollte Hr. Orban dann doch auch so konsequent sein und auf das Geld verzichten und einfach die EU verlassen....

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Geissinger 23.10.2016, 20:04
5. Er hat sich versprochen

Orban meinte die Eukratisierung Europas und damit hat er recht. Europa ist der kranke Mann der Welt. Entweder es wird sich zu einer gemeinsamen Wirtschafts, Aussen und Sicherheitspolitik durchgerungen oder die Nationalstaaten sollten sich auf eine nationale Politik zurueckbesinnen.

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khs1959 23.10.2016, 20:05
6. Gegen die Diktatur

Es waren mutige Frauen und Männer, die sich im Oktober 1956 gegen eine brutale und menschenverachtende Diktatur stemmten und für Demokratie und politische Freiheit auf die Straße gingen. Ihr Aufstand wurde von sowjetischen Panzern niedergewalzt. Etwa 2500 Aufständische wurden getötet. Die Diktatur obsiegte und es sollte Jahrzehnte dauern, bis in Ungarn endlich demokratische Verhältnisse durchgesetzt werden konnten. Leider ist die Demokratie in Ungarn (wie in anderen osteuropäischen Staaten) erneut bedroht - diesmal nicht von "Links", sondern (wie schon vor dem von den Faschisten und Radikal-Nationalisten entfachten Weltenbrand) wieder von "Rechts". Ein Hoffnungsschimmer gewiss, wenn in Ungarn (wie auch in Polen) erneut freiheitsliebende, mutige Frauen und Männer gegen die neuen Diktatoren auf die Straße gehen.

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joG 23.10.2016, 20:11
7. Ich weiss nicht....

....ob die Eu sovietisiert, aber das Projekt ist auf eine Sandbank Aufgesetzt und hat sich den Boden abgerissen. Jetzt sinkt es langsam. Was die Engländeri verlangten braucht die Eu dringend. Leider ist das nicht im Interesse der beamtischen Elite und die Parteien haben die Bevölkerung zu lange belogen. Aus diesen Populismen kommt man nicht mehr un beschädigt heraus.

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kuac 23.10.2016, 20:22
8.

Ich kann Orban nicht verstehen. Er will in der EU nur Rechte aber keine Pflichten haben! Sehr kleinkariert.

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niktim 23.10.2016, 20:33
9. Nachdenken schadet nicht

Zitat von fortelkas
Und ich finde, das ist noch milde ausgedrückt. Dieser Neofaschist, der in seinem Land Pressefreiheit und Bürgerrechte Schritt für Schritt einzuschränken versucht, warnt Europa? Das ist eine politische Groteske! Orban sollte erst einmal seine politische Solidarität mit Europa beweisen, die vermisse ich. Und was heißt denn "Sowjetisierung"? Die Sowjetunion gibt es nicht mehr, und Wladimir Putin ist nicht Stalin oder Breschnjew. Erwin Fortelka
Sie haben leider nicht verstanden, was Orban mit Sowjetisierung sagen will. Er hat doch recht!
Er meint, dass die kleinen Staaten nach der Pfeife von Brüssel tanzen sollen wie damals nach der Pfeife Moskaus!
Die Realität ist doch so. Warum treffen sich vorher Frau Merkel und Herr Hollande und sprechen sich ab?
Schon mal nachgedacht?
Und warum will GB aus der EU? Weil GB selten gefragt wurde.

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