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Rheinmetall-Personalie: Empörung über Wechsel von Ex-Minister Niebel in die Rüstungsi
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Der Wechsel Dirk Niebels zum Rüstungskonzern Rheinmetall sorgt quer durch die Parteien für heftige Reaktionen. Die Grünen werfen ihm vor, "Ministeramt und Geschäft zu vermengen", SPD-Vize Stegner nennt die Personalie einfach nur "dreist".

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Herr_Peter 02.07.2014, 13:42
100. Wie in einem Entwicklungsland

Zitat von SchneiderG
Die "Allesbesserwisser-Partei" und die "SPD natürlich. Habe nicht in Erinnerung, daß die ihr Ma.. äh Mundwerk auch soweit aufgerissen hatten, als es um FISCHER und SCHRÖDERs Job-Maschinerie ging.

Die Sache stinkt objektiv, nicht nur aus Sicht der linken Parteien. Wer das leugnet, weil er FDP oder CDU wählt, argumentiert genau wie die Menschen in Entwicklungsländern - Korruption ist ok, wenn 'mein' Politiker korrupt ist. Die Folgen für die Gesellschaft kann man dort ablesen.

Übrigens scheint der parteiübergreifende Konsens in diesem Bereich verloren zu gehen, wie Sie mit der fehlenden Kritik an Schröder und Fischer andeuten. Ich glaube durchaus auch, dass Deutschland unter Schröder und Merkel korrupter geworden ist, aber vielleicht sind solche krummen Touren früher auch nur von der Presse nicht so beachtet worden.

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Nabob 02.07.2014, 13:44
101. Warum diese Aufregung?

Zitat von sysop
Der Wechsel Dirk Niebels zum Rüstungskonzern Rheinmetall sorgt quer durch die Parteien für heftige Reaktionen. Die Grünen werfen ihm vor, "Ministeramt und Geschäft zu vermengen", SPD-Vize Stegner nennt die Personalie einfach nur "dreist".
Mit der Personalie: Niebel wird doch nur das publiziert, was inzwischen den allgemeinen Standards entspricht.

Wer annahm, es ginge noch jemand in die Politik, um sogar als aktiver Volksvertreter im Bundestag etwas ausrichten zu können oder gar zu wollen, ist ein rettungslos verträumter Romantiker.

Man geht in die Politik, weil man sich davon verspricht, ein Einkommen zu erzielen und Connections für danach zu knüpfen, welche man beispielsweise vom Arbeitsamt aus nie erzielen könnte.

Man sucht sich zum Beispiel die FDP aus, weil dort ggü der Konkurrenz die Chance bestand, im Schnellverfahren und ohne nennenswerte Eignungsprüfung politisch nach oben katapultiert zu werden.

Und es hat geklappt, wie man sieht.

Mit unseren Steuermitteln haben wir diese Trittbrettfahrerstrategie unterstützt, auch ein Teppich aus Fernost war dabei und nun hat der Herr sich freigest

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modus333 02.07.2014, 13:44
102. Nichts anderes erwartet

Wenn der ehrenwerte Ex-Minister Niebel für die politische Kultur in Deutschland steht, dann gute Nacht. Aber von Ihm, der schon das Entwicklungshilfeministerium für überflüssig hielt bis er dort Minister sein durfte, ist auch nichts anderes zu erwarten. Ich möchte hier Max Liebermann zitieren: Ich kann gar nicht soviel fresse, wie ich kotzen möchte.

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bluepower530 02.07.2014, 13:47
103. Nicht überraschend ...

Ich verstehe die Aufregung nicht: unsere "Demokratie" ist ein reiner Selbstbedienungsladen geworden. Die FDP macht das nur deutlich(er) ungenierter als andere Parteien.

Sicherlich hat Niebel nach dem Wechsel von ex FDP Vorsitzendem Philip Rösler zum Weltwirtschaftsforum der FDP keinen Gefallen damit getan - aber die wählt ohnehin keiner mehr.

Im Gegenteil: damit hat er gezeigt, dass Deutschland diese Partei nicht braucht, außer um Nachschub für Lobbyisten zu generieren. Vlt. wird das nun dem Letzten klar.

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max.nelles 02.07.2014, 13:47
104. Hinweis an die Redaktion:

Herr Lindner hat das wortgleich auf Facebook geäußert. Es wäre erstaunlich, wenn er dies zusätzlich in gleicher Form Ihrer Redaktion mitteilte.

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neanderspezi 02.07.2014, 13:47
105. Gäbe es denn nicht genügend Ansatzpunkte, diese Personalie unter die Lupe zu nehmen?

Dieser Dirk Niebel befand sich in der Zeit als Entwicklungshilfeminister der schwarz-gelben Regierungskoalition durchaus in einer Entwicklungsphase, quasi in einem Puppenstadium, das ihn nach seiner politischen Entsorgung und seinem Ausschlüpfen zu liberaler Ungebundenheit für Rheinmetall richtig interessant machte. Da ergab sein Mitwirken im geheimen Bundessicherheitsrat zur Genehmigung des Baus von Panzern in Algerien und weiterer Vorhaben für die Rüstungsindustrie dem bezeichneten Unternehmen bekömmliche und erfreuliche Anknüpfungspunkte, um bei einem späteres Ausscheiden, was sich für die FDP-Riege zu jener Zeit stets dräuend am Firmament abzeichnete, auf eine fruchtbare Zusammenarbeit hinzusteuern. Dieser Niebel war dem Rheinmetall-Nektar selbstverständlich nicht abhold, nur musste er eine gewisse Zurückhaltung, so gegen 8 Monate, an den Tag legen, um sich nicht zu direkt als Lobbyist für den Rüstungsprimus den Parteigenossen, den Medien und den überraschten Bürgern, jetzt zweifellos ohne Bundeswehrkäppi, zu zeigen. So viel Überbrückungszeit musste er in gegenseitigem Einvernehmen mit seinem Arbeitgeber noch hinnehmen und konnte währenddessen sich die anstehenden Geschäftsinteressen des Konzerns in aller Ruhe zu Gemüte führen.

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Nabob 02.07.2014, 13:48
106. Warum diese Aufregung?

Zitat von sysop
Der Wechsel Dirk Niebels zum Rüstungskonzern Rheinmetall sorgt quer durch die Parteien für heftige Reaktionen. Die Grünen werfen ihm vor, "Ministeramt und Geschäft zu vermengen", SPD-Vize Stegner nennt die Personalie einfach nur "dreist".
Mit der Personalie: Niebel wird doch nur das publiziert, was inzwischen den allgemeinen Standards entspricht.

Wer annahm, es ginge noch jemand in die Politik, um sogar als aktiver Volksvertreter im Bundestag etwas ausrichten zu können oder gar zu wollen, ist ein rettungslos verträumter Romantiker.

Man geht in die Politik, weil man sich davon verspricht, ein Einkommen zu erzielen und Connections für danach zu knüpfen, welche man beispielsweise vom Arbeitsamt aus nie erzielen könnte.

Man sucht sich zum Beispiel die FDP aus, weil dort ggü der Konkurrenz die Chance bestand, im Schnellverfahren und ohne nennenswerte Eignungsprüfung politisch nach oben katapultiert zu werden.

Und es hat geklappt, wie man sieht.

Mit unseren Steuermitteln haben wir diese Trittbrettfahrerstrategie unterstützt, auch ein Teppich aus Fernost war dabei und nun hat der Herr sich freigestrampelt und hat einen Namen, man ist wer, ist doch toll.

Vielleicht sollte man schulmüden Gymnasiasten anraten, vor dem Abitur in die Partei zu gehen, Abitur und Studienplatz, womöglich Dissertation kommen mit der Post :-).

So lange wir zulassen, dass wir im Bundestag mehr Lobbyisten haben, als allein auf Volksvertratung ausgerichtete Politiker, so lang es uns qua Wahlen egal ist, ist ein Aufregung im Hinblick auf das Ministergenie Niebel unbegründet.

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cirrus51 02.07.2014, 13:51
107. ist doch

in Ordnung wenn 1 Jahr zwischen Minister amt und neuem Job liegt
und einen Wechsel zwischen Politik und Wirtschaft ist nicht verwerflich

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huddi03 02.07.2014, 13:52
108. Das ist mir klar

Zitat von vox veritas
Ich spreche von Herr Trittin.
allerdings disqualifiziert frühere kommunistische Betätigung nicht für alle Zeiten.Und DKP-Mitglied war Trittin nie.Ihr Beitrag war aber entsprechend apodiktisch formuliert.

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spmc-122226439819235 02.07.2014, 13:54
109. Sozen Aufregung

Neidsozen sind kaum ertragbar in ihrer Selbstgerechtigkeit,siesollten in ihren eigenen Reihen ausmisten ,Riester,Lauterbach,Steinbrück und ähnliche Pappnasen,machen sich auf Steuerzahlerkosten durch die Hintertür die Taschen voll,Niebel will wenigstens arbeiten oder wie man dies auch immer nennt.

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