Forum: Politik
Robert Habeck: Es ist zum Heulen
DPA / Michael Kappeler

So nett ist kein Mensch: Die penetrante Beschreibung des Grünen-Chefs Robert Habeck als softer Super-Sympath ist eine Verschwörung der Medien.

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man 30.04.2019, 13:00
30. Habeck ist mir

zu nett, zu philosophisch, vor allem aber zu unprogrammatisch. Man hat immer den Eindruck er hat nicht wirklich eine gefestigte eigene Meinung, insbesondere zur Energiepolitik. Mehr als populistische Einlassungen zur Wohnproblematik gabs ja auch nicht. Warum man Habeck teilweise in Richtung Kanzler schreibt hängt wohl mit linker Ideologie zusammen.

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bakero 30.04.2019, 13:03
31.

Ich finde Habeck sehr angenehm. Was er erzählt und besonders wie er es erzählt.
Teil einer neuen Politikergeneration. Praktisch wie Lindner, aber in einer Partei, die mir näher steht und nicht annähernd so arrogant.

Mir ist das aber wirklich egal, wie der Typ aussieht, was er anzieht und wie oft und lange er seine Haare frisiert. Genauso wie mir es egal ist, was die Presse über ihn schreibt. Speziell die von Springer & Co.

Trotzdem verstehe ich Kuzmany in der Sache schon. Die Suche nach neuen Gesichtern und der folgende Hype ist aber nichts wirklich Neues. Das gab’s schon immer. Gewünscht von Lesern und Wählern, bedient von Presse und TV.
Von Brandt, Kohl, Engholm, Westerwelle, Guttenberg, Schulz, Merz oder Lindner. Und seit einem Jahr eben auch Habeck. Manchmal war der Hype berechtigt, manchmal eher weniger.

Robert Habeck traue ich da zumindest zu, auf dem Boden zu bleiben. Das haben von den oben genannten nicht alle geschafft.

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chon 30.04.2019, 13:03
32. Was für eine Zeitverschwendung

Hat dieser Artikel eine Aussage? Sie mögen nichts mehr tolles über Habeck lesen, schreiben aber es gibt nichts zu kritisieren. Großartiger Journalismus. Es scheint mir als wollten Sie die Meinung verbreiten, es gäbe kein Grund ihn nicht zu wählen. Das ist wirklich nicht ihr Job, vielleicht brauchen Sie Urlaub.

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dimitristoupakis 30.04.2019, 13:03
33. Glückwunsch

zu dieser humorvollen, mit einem Augenzwinkern geschriebenen Kolumne. Ja, der nette Herr Habeck kommt in den Medien (zu) gut rüber und, so meine Erfahrung, bei der weiblichen Wählerschaft gut an. Er hängt sein Fähnchen mal in diese, und mal in die andere Richtung. Ich halte es da eher mit Kretschmann, Palmer, Özdemir. Überall dort wo grüne Politiker in der Verantwortung sind, machen sie auch einigermaßen vernünftige Politik, die den normalen Bürger nicht abschreckt. Aber leider gibt es zu viele weltfremde, ideologisch verbrämte Politiker wie Beerbock und Anton den Hofreiter, uvm, die die Grünen dann für mich wieder nicht wählbar machen.

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dereineuwe 30.04.2019, 13:04
34.

Übrigens: Viel zu wenig wird zurzeit darüber berichtet, wie freundlich, mitfühlend und sympathisch der junge und gutaussehende FDP-Chef ist... weil er eben das alles absolut nicht ist. bei dem muss ich immer an den film "wall street" denken.

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GoranBaranac 30.04.2019, 13:04
35. Wahrscheinlich....

...ist es auch eine Verschwörung der (damals noch überhaupt nicht gegründeten) AfD gewesen, dass die Bundeszentrale für politische Bildung in einer Untersuchung der politischen Präferenz Ihres Berufsstandes zu dem Ergebnis kam, dass 75% der Journalisten grün-rot bevorzugen und ebenfalls eine beachtliche Mehrheit Ihrer objektiven und an "sagen was ist" interessierten Kollegen nichts dabei findet Themen die das eigene Weltbild bestätigen prominent zu platzieren. Weniger "Haltung" würde Ihnen zu Gesicht stehen, nicht bloß so ein billiger Kommentar zu dem was sowieso schon jedem auffällt der zwei Interviews nebeneinander halten kann und dabei ganz automatisch zu dem Schluss kommt, dass der eine (Habeck) als neuer Messias und der andere (nehmen Sie meinetwegen Söder als Statthalter) als politischer Unmensch herhalten muss.

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conscastenstine 30.04.2019, 13:04
36. Habeck an die Macht!

Einer der wenigen Gründe, weshalb eine Wahl Herrn Habecks zum deutschen Kaiser begeistern würde, besteht darin, dass sich Joschka Fischer seine Wut in die Vertilgung eines massiven Fleischgerichts kanalisieren müsste. Ein Bullshitter kann einem anderen den Erfolg eben nicht gönnen. Und wenn Habeck und Fischer etwas gemeinsam haben – so viel sollte man den beiden schon zugestehen –, dann ist es die Fähigkeit, zu jeder Gelegenheit rhetorischen Leerraum zu erzeugen.
Populismus für die Wohlmeinenden, die an ihrer Opferbereitschaft beinahe kollabieren, darin aber auf perverse Art die eigene Größe finden, für deren Projektion sich Herr Habeck als bereitwillige Fläche zur Verfügung stellt. So viel Güte bringt zu Recht politischen Einfluss.
Natürlich, Herr Kuzmany sagt es, lieber jemand wie Habeck als einer wie Lindner oder AKK, die außer Politik gar nichts können. Oder gar Merz, zu dem einem schlicht die Worte fehlen … Aber auch Habeck kann von all den vielen Dingen, die er kann, Politik am besten – es ist tragikomisch und auch ein wenig traurig.
Es scheint ihn aber nicht zu stören, denn Politik und alles was dazu gehört, ist die Spielwiese, auf der er seine zahlreichen Talente zum Vorteil aller einsetzen zu können glaubt. Herrn Habeck geht es auch um alles: die sich im Aufbruch befindliche Gesellschaft moderner – nicht gefährdeter! – und die Welt in ihrer, na ja grenzenlosen Vielfalt offenen Herzens umarmenden Menschen; die Natur, die gerettet werden muss – von uns, der Krone der Schöpfung, wem sonst? – weil wir alles können; und natürlich Europa (!).
Alles bringt Habeck unter den weitkrempigen Hut des Visionären. Schon der Empfang auf der Homepage – "Auf diesen Seiten findet Ihr, was mich umtreibt, antreibt, was ich mache. Willkommen! Schön, dass Ihr da seid!" – schafft es, gleichzeitig anbiedernd und pompös zu sein. Chapeau!
Zum Glück gibt es da noch die AfD, die ihrerseits auf derart stupide Weise um die passiv-aggressive Zuneigung der stumpfen Opfer jedweder Veränderung werben ("Grün ärgern? Blau wählen!"), dass für diesen zanhlosen und weitgehend inhaltsleeren Wahlkampf der Sieger im Rennen um die allerblödeste Kampagne schon jetzt feststeht.
Nichtsdestotrotz: wen die Medien lieben, hat einiges falsch gemacht. Und Herr Habeck ist und bleibt suspekt.

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huebif 30.04.2019, 13:05
37. Der große Irrtum

Zitaz: Ich halte den Klimawandel für das größte Problem unserer Zeit.
Leider voll daneben. Das größte Problem unserer Zeit ist die Überbevölkerung. Erst sie macht die Ressourcen Verschwendung und Umweltbelastung so fatal.
Und ich mag den lieben Robert auch nicht. Und zwar weil er einerseits so nett daher kommt und von Verboten spricht, die angeblich niemandem wehtun und andererseits Politik gegen den "kleinen Mann" so süffisant verkauft. "Die Medien" gehen hier erneut einem Darsteller auf den Leim. Genau wie bei Merkel, die nichts versprach und dadurch nichts halten musste und "man" sie davonkommen ließ. Schröder und Kohl wären wegen solcher Nichtstuerei medial in der Luft zerfetzt worden.
Aber Vorsicht, der Robert hat wirklich was vor, der tut mir so als würde er spielen. ..

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PTerGun 30.04.2019, 13:07
38. Stimmt nicht ganz

Ich habe neulich etwas recht unintelligentes von Habeck gelesen. Im Interview mit Sophie Passmann erklärte Habeck den "alten weißen Mann" für eine Erscheinung der westlichen Welt. Wie er darauf kommt, dass die Herren in den nah- und fernöstlichen oder auch osteuropäischen Gesellschaften sich vom Klischee des alten weißen Mannes nennenswert unterscheiden, weiß keiner, denn es ist scchlichtweg eine ziemlich dumme Annahme. Aber, hey, das macht ihn doch so, vor dem Hintergund der Kolumne hier, wieder sympathisch.
Aber dieses fertig oder mundtot machen von Leuten, indem man sie weg lobt, ist doch heute gängige Praxis. So geschehen bei Martin Schulz. Greta wurde versucht mit einem Bambi das Maul zu stopfen und bei Robert Habeck klappts vielleicht auch noch.

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box-horn 30.04.2019, 13:08
39.

Zitat von syracusa
... Anders als Habeck ist Lindner nun mal ziemlich ungebildet und kommt wg seiner fehlenden Bescheidenheit doch auch recht unsympathisch rüber. Diese wg fehlender Intellektualität geradezu zum Fremdschämen einladende, vollkommen unbegründete lindner'sche Arroganz ist eher peinlich. Aber Lindner bildet die asoziale, unempathische Politik der FDP exakt ab. Die FDP hat genau den richtigen Chef gewählt.
Was verstehen Sie unter "ungebildet" und "fehlender Intellektualität"? Bei Ihnen kommen mir schon ab und an Zweifel an Ihrer akademischen Reife. Bei Ihnen ist das allein eine Frage der politischen Haltung.
Anscheinend entgeht Ihnen, dass Habeck durchaus unbescheiden ist, und seine Arroganz derzeit unterm Scheffel hält, solange sie nicht gut ankommt. Was er vorgibt zu sein, ist alles Attitüde, nichts ist echt. Wie ein Forist bereits schrieb: "Wolf im Schafspelz".
Linder kommt vielleicht nicht besonders sympatisch 'rüber, aber er ist ehrlich. Was man von Habeck nicht behaupten kann.

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