Forum: Politik
Robert Habeck: Es ist zum Heulen
DPA / Michael Kappeler

So nett ist kein Mensch: Die penetrante Beschreibung des Grünen-Chefs Robert Habeck als softer Super-Sympath ist eine Verschwörung der Medien.

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cobaea 30.04.2019, 13:08
40.

Zitat von Rechtsrum
Wer Nachrichten in Deutschland verfolgt, egal ob im TV, Internet oder Printmedien, kann der Aussage nur zustimmen: Es ist eine Voraussetzung geworden, nur noch positiv über die Blockparteien zu berichten. Auch das Weglassen von Informationen (wie z.B. Nationalität von Straftätern) oder schlicht unwahre Angaben (über z.B. die tatsächliche Zahlen über Einreisende Personen ins Land) sind inzwischen völlig in Ordnung. Ob die Informationen aus dem Hauptquartier in Berlin angewiesen sind oder, wie früher in Merkels richtigem Land, es sich um vorauseilenden gehorsam handelt, ist schwer zu sagen. Wer wirklich relativ objektive Berichterstattung sucht, wird in der ausländischen Presse fündig - und sich wundern, was in diesem Land inzwischen wieder möglich ist.
oh, Himmel! Ironie ist an Ihnen auch verschwendet!

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whitewisent 30.04.2019, 13:09
41.

Durch das ständige Betonen, dass es keine Verschwörung gibt, kommt mancher Leser erst auf die Idee, dass mehr dahinterstecken kann. Eine "Verschwörung" basiert ja auf Verschwörern, und niemand nimmt ernsthaft an, dass es solche in ausreichender Masse gibt, um sowas zu bewirken. Ähnliches Spiel bei FFF mit Kritikern. Es geht um eine Grundstimmung in den Medien, die als überdurchschnittlich positiv für SPD und Grüne wahrgenommen wird. Natürlich ist das auch in den Geschehnissen der letzten 50 Jahre begründet, aber fällt erst in den letzten 4 Jahren auf. War früher faktenbasierter, investigativer Journalismus das Ziel, was ggf. gegen alle politischen und gesellschaftlichen Gruppen gerichtet war, ging dieser verloren. Nicht das "Infotainment" wegen der Seichtigkeit ein Problem ist, es wird mittlerweile auch selbst durch die Auswahl an Themen und der Berichterstattung fortwährend der Nutzer belehrt, und subjektiv berwertet, was von einzelnen Meldungen zu halten ist. Das Gegenstück zur Glorifizierung Habecks ist zB. die Ablehnung gegenüber Seehofer, dem alles Böse persönlich zugeschrieben wird, selbst wenn es um Bagatellen im ministerialen Vewaltungsablauf geht. Bei Leuten wie Lindner oder Macron gibt es noch diese kritische Distanz, weil man wahrscheinlich selbst nicht weiß, ob man die nun mögen oder ablehnen soll.

Das Tragische daran ist, man weiß selbst bei solcher "Kolumne" nicht mehr, wie ernstgemeint sie ist. Früher wurde klar getrennt. Auch das ist eine Form der Verseichung des Journalismus, denn man betrachtet es als ernsthaft geprüften Beitrag einer Redaktion, nicht um einen Blogtext.

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cobaea 30.04.2019, 13:10
42.

Zitat von Hans_Suppengrün
Manchmal frage ich mich, ob sich die Redakteure hier bei SPON wirklich keinen Psychologen leisten können? Von mir aus könnt ihr Euch ja auch gerne den Frust von der Seele schreiben. Wenn's hilft.... Aber müsst ihr das selbst-therapeutische Geschreibsel unbedingt veröffentlichen???
andere Frage: Müssen Sie zum Lachen in den Keller? Die Kolumne ist ein Text, über den man herzhaft lachen kann. Psychotherapie ist da völlig verschwendet.

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syracusa 30.04.2019, 13:10
43.

Zitat von Intarsat!
...ist Ihnen aber bekannt, oder? Ansonsten lesen Sie hier doch noch einmal nach https://de.wikipedia.org/wiki/Ironie
Ich muss mich wiederholen: "Danke erst mal für diese überaus gelungene ironische Kolumne. Ich fürchte nur, dass der Autor eine große Zahl von Lesern mit dieser Ironie vollkommen überfordert."

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steiger 30.04.2019, 13:12
44. Bad Publicity is better than no publicity.

Die Grünen könnten die Ersatzreligion der Gesättigten von Heute und der Erben von Morgen werden. Mit Greta als Heilige auf dem Banner des Gewissens und Habeck so etwas wie der Hand der zukünftigen Königin.

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schnabelnase 30.04.2019, 13:13
45. Trickreicher Journalismus.

Nach dem Lesen der Überschrift erwartet man einen Artikel, der zumindest im Ansatz Harbeck als imagebedachten Politiker kritisiert und die späte Erkenntnis hervorbringt, dass Journalisten eben doch nicht stets neutral über politische Ereignisse oder Personen berichten (können). Aber spätestens ab der Mitte wird einem klar, dass hier wieder nur das geschrieben steht, was immer bei SPON zu lesen ist. Eigentlich sei Harbeck super, weil er zum Beispiel IMMER das Richtige sagen würde. (Nein, tut er nicht.) Und schuld am Image-Dilemma Harbecks seien letztendlich nicht alle Journalisten, sondern natürlich nur die "konservative" Presse, die ihn mit der Schleimerei kaputtschreiben will. Und zum Schluss noch der obligatorische Seitenhieb gegen die verhasste FDP. Wenn das kein neutraler, unvoreingenommener Journalismus ist, dann weiß ich es auch nicht mehr. Nichts gelernt.

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kraut&ruebe 30.04.2019, 13:13
46. nett

"Nett" ist alles, was mir zu diesem hyggeligen Kuschelbär einfällt. Und die Presse und der ö-r Rundfunk lieben ihn. Beste Qualifikationen für höchste Staatsämter.

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MattiB 30.04.2019, 13:13
47. Der Phil Collins Effekt

PC konnte man irgendwann auch nicht mehr ertragen, trotzdem hat er ja gut (Pop)-Musik gemacht. Wenn RH gute Politik macht, st das doch nur wünschenswert. Also nicht zu sehr auf die Medien hören, sondern nur auf die taten des RH.

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Bondurant 30.04.2019, 13:14
48. Sehr schön

Meine Abneigung ist gänzlich unpolitisch. Habeck ist gebildet, sagt immer das Richtige und verkörpert den modernen Mann: Soft, aber doch bestimmt. Zart, aber auch hart, wenn's drauf ankommt.

Aber man kann da ruhig mutiger sein: die Abneigung ist gerade aufgrund dieser Beschreibung durchaus politisch begründbar. Irgendwo stand (ich weiß leider nicht mehr wo, aber es war eine seriöse Quelle), was Habeck am besten könne sei "nachdenklich gucken". Das stimmt. Ich persönlich würde für ihn das Wort "Inellektuellendarsteller" verwenden, das trifft es vermutlich am besten. Das Problem solcher Personen wie des Beschriebenen ist, dass sie selbst nicht intelligent genug sind um zu begreifen, dass sie im Kern eine wandelnde Phrasendreschmaschine sind. Wie sollten Sie das auch, wenn es das Publikum mehrheitlich auch nicht merkt. Irgendwie erinnert mich das Phänomen Habeck immer daran, dass vor geraumer Zeit mal eine Umfrage ergeben hat, die Deutschen würden mehrheitlich Franz Beckenbauer gern zum Bundespräsidenten wählen. Da wächst zusammen, was zusammen gehört.

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Andrea Nxxx. 30.04.2019, 13:14
49. Nicht Ihr Ernst, oder?

Zitat von hausfeen
Aber nicht um ihn hochzuschreiben, zu bejubeln, sondern umgekehrt, um ihn zu diskreditieren, dissen in Neudeutsch. Zerstörung durch Übertreibung.. Welch perfide Strategie. Dass die Grünen viele und starke Lobby-Mächte gegen sich haben, dürfte auch Ihnen, Stefan Kuzmany, bekannt sein. Dass diese Kräfte nicht versuchen würden, sich gegen den Erfolg der Grünen zu erwehren, nehmen Sie doch bitte nicht ernthaft an. Die Darstellung Habecks als weinerlichen Super-Sympath ist an Genialität kaum zu überbieten. Nur vergleichbar mit der Umdeutung des Begriffs "gut" für Antirassisten, die fortan mit Wonne als Gutmenschen bezeichnet werden, was schenkelklatschend als schlimme Beleidigung gemeint ist. Und Sie, Herr Stefan Kuzmany, sind drauf reingefallen. Sie haben genau die Erwartungen dieser Strategie erfüllt. Wenn Sie also Ihren Job verlören, dann genau deshalb. Weil Sie das Offensichtliche nicht bemerkt haben. Aber da fänden sich sicherlich schnell Alternativen. Für Sie oder für die Lücke, die Sie hinterließen.
Liebe hausfeen, ich hoffe das glauben Sie nicht im Ernst. So perfide funktioniert das nicht, jedenfalls nicht in Deutschland. Ich hoffe für Sie und Ihr Umfeld, dass Sie diese Verschwörungstheorien möglichst bald wieder ablegen können. Das muss ja schrecklich sein, so zu denken...

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