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Robert Mugabe: Vom Freiheitskämpfer zum Tyrannen
AFP

Er hätte wie Mandela als großer Freiheitskämpfer Afrikas in die Geschichte eingehen können. Doch Simbabwes Präsident Mugabe verkam zum brutalen Despoten. Jetzt droht der Greis die Macht zu verlieren.

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Piantao 15.11.2017, 13:06
1. Mugabe geht trotzdem in Geschichte ein

zwar nicht als Freiheitskämpfer (das war als er noch nicht diesen feinen Geschäftssinn entwickelt hatte) aber als durch und durch korrupter Multi-Millionär.
Da kann man nur sagen: wisch und weg.

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martin.michaelis 15.11.2017, 13:15
2.

Die allermeisten afrikanischen Machthaber die als Hoffnungsträger gewartet sind endeten als Despoten. Das Problem ist ein Grundsätzliches. Es liegt in den Mentalitäten und Strukturen. Die ändern sich nicht. Selbst in Staaten mit besonders guten Voraussetzungen wie Südafrika findet man dieses Problem.

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vipclip 15.11.2017, 13:41
3. immer die selbe Geschichte

Despoten treten niemals freiwillig ab und wenn sie nicht durch das eigene Volk vertrieben werden, folgt meist ein anderer Despot an dessen Stelle.

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KingTut 15.11.2017, 14:06
4. Die Frage ist, ob sich jetzt alles zum Besseren wendet

Dass Mugabe vom Westen selbst dann noch hofiert wurde, nachdem er zahlreiche Menschen niedermetzeln ließ, wofür er vermutlich niemals vor ein Gericht gestellt werden wird, ist ein moralisches Armutszeugnis für den Westen. Dieser Despot gehörte schon vor Jahrzehnten genauso weg, so wie auch die Familiendynastie der Kims. Sollte es tatsächlich eine neue Regierung von Chinas Gnaden geben, dann wäre das nicht gut für das geschundene Volk. Es würde wiederum von jemandem regiert werden, der nur seine eigenen Interessen und die seines Protegés verfolgen würde. Auch wenn ich mir von Herzen wünsche, dass es für die Bevölkerung von nun an bergauf geht, bin ich, auch im Hinblick auf analoge Entwicklungen in anderen afrikanischen Ländern, skeptisch.

Schön wäre es, wenn sich Mugabe vor einem ordentlichen Gericht für seine Untaten verantworten müsste, samt seinem Clan, die sich alle die Taschen vollgestopft haben, während das Volk verarmte. Die First Lady, genannt „Gucci Grace“ soll sich schon nach Süd-Afrika abgesetzt haben, wo sie mehrere Häuser besitzt, nebst vielen anderen Annehmlichkeiten, darunter einen erst kürzlich erstandenen 100 Karat Diamantring, für den sie 1,35 Mio. Dollar hingeblättert hat (wie n-tv heute berichtete). Alles gehört konfisziert und sollte dem Volk von Zimbabwe zugute kommen.
Es ist unfassbar, dass solche Gauner so lange ungeschoren davongekommen sind.

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aurelis 15.11.2017, 14:11
5. die Freiheit der Despoten

Es gibt doch kaum "Freiheitskämpfer", die nicht Despoten wurden. Sie nannten sich "Freiheitskämpfer" um von dekadenten westliche Politikern Geld und Waffen zu bekommen.

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dschmi87 15.11.2017, 14:13
6. In einem Essay der Uni Kapstadt in Bezug auf Mugabe

Stand es ungefähr so: er hat es tatsächlich geschafft, das sich so manch Schwarzafrikaner die Zeiten des ehemaligen Rhodesien wünschen. (Als die Europäer noch an der Macht waren)... wir alle wissen wie die wie Europäer die Afrikaner behandelten... Da bekommt man eine Vorstellung davon wie Mugabe diesen Staat ruiniert hat und sein eigenes Volk terrorisiert.

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vulcan 15.11.2017, 14:14
7.

Da kann man sagen: Es ging dem Land und den Leuten besser, als es noch Rhodesien war. Politisch unkorrekt, aber trotzdem Fakt. Und Simbabwe ist nicht das einzige Beispiel.
Moderatere, stetige Verbesserungen für die schwarze Bevölkerung wären da in den letzten 50 Jahren sicher die bessere Alternative gewesen.

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darthmax 15.11.2017, 14:19
8. Farmen

diese wurden nicht an die Landbevölkerung übereignet sondern an verdiente Parteimitglieder/ Generäle der Befreiungsarmee..
Auch gern mehrere Farmen an einen.. Mit Schlägertrupps wurden die Besitzer/Bauern vertrieben.
Es wurden also keine Versprechen der britischen Regierung gebrochen.
Die Richter in Simbabwe, die diesen Landraub als unrecht bezeichneten mussten aus dem Land fliehen wie fast die ganzen weissen Simbabwer. Die Opposition wurde niedergeknüppelt.
Der Mitstreiter Nkomo ( Matabele ) erhielt brigens Asyl in England, das obwohl seine Organisation für den Abschluss eines Passagierflugzeuges verantwortlich war.

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ruhepuls 15.11.2017, 14:41
9. Europäische Sicht ist naiv..

Zitat von martin.michaelis
Die allermeisten afrikanischen Machthaber die als Hoffnungsträger gewartet sind endeten als Despoten. Das Problem ist ein Grundsätzliches. Es liegt in den Mentalitäten und Strukturen. Die ändern sich nicht. Selbst in Staaten mit besonders guten Voraussetzungen wie Südafrika findet man dieses Problem.
Europäer und Amerikaner sehen selten die Zusammenhänge in anderen Kulturkreisen. Auch ein "Freiheitskämpfer" ist bei den eigenen Leute nicht unumstritten. Auch Mandela (man denke an die Probleme mit den Aktivitäten seiner Frau) war nicht nur ein Heiliger - oder besser gesagt, er durfte nur so lange einer sein, solange er im Knast saß. Mugabe wurde nicht zum Tyrannen, weil er geldgeil war, sondern er wurde geldgeil, weil er ein Tyrann werden musste, um etwas zu bewegen. Viele "Idealisten" degenerieren, wenn sie merken, dass sie ihre Ideale nicht umsetzen können, weil die eigenen Leute sie nicht lassen. Und das ist eher die Regel als die Ausnahme.

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