Forum: Politik
Rohstoffe in Syrien: Rebellen verschleudern Öl zu Dumping-Preisen
REUTERS

Viele Ölfelder im Osten Syriens sind in Rebellenhand, die Aufständischen verhökern den Rohstoff billig an türkische Geschäftemacher. Damit graben sie ihrem Nationalrat die wichtigste Geldquelle ab - und verstärken das Chaos in den befreiten Gebieten.

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WinstonSmith. 16.05.2013, 14:49
130. Kein Titel.

Zitat von chefchen1
Und die Rücktritte in Tunesien und Ägypten? Trotz der Toten, die es in beiden Ländern gab, sind diese Länder nicht in einen Bürgerkrieg gefallen sondern haben die Regierung durch Demonstrationen und Streiks gestürzt. Einem Generalstreik kann kein Land der Welt etwas entgegensetzen. Dieser wird die Regierenden immer an den Verhandlungstisch bringen. Das alles hat nicht so viel mit Wunder und Glück zu tun.
Sie dürfen das gerne so sehen. Ich bin anderer Meinung, ohne dass ich Ihnen jetzt die lange Liste der Regierungen aufzählen will, die auf ein "Geht!" der Bevölkerung mit einem "Nein!" geantwortet hat. Anfangen würde ich mit dem jüdischen Aufstand im Jahre 70 n.Chr. ... Wie gesagt, mir ist dieser Rückschluss - "Wer gewonnen hat, war im Recht." - zu kurz gedacht.

Zitat von chefchen1
Die Macht ist erstmal ein Faktum unabhängig davon ob gerecht oder nicht. Um die Waffengewalt zu brechen, braucht man aber nicht unbedingt Waffen und einen Bürgerkrieg. Diesen kann man sich leisten, wenn das Militär - auch die sind Teil des Volkes - mit umschwenkt.
Das Militär als ausschlaggebenden Faktor für die Gestaltung des Staates anzusehen, halte ich für nicht vorteilhaft. Wie ausgeführt, halte ich es für vorteilhafter, dass ein Staat so organisiert ist, dass er sich gesellschaftlichen Änderungen anpassen kann, ohne dass Teile der Gesellschaft zu den Waffen greifen ... und hoffen, dass das Militär "umschwenkt". Aber auch da lasse ich Ihnen Ihre Meinung, ohne dass sie mich überzeugt.

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reuanmuc 16.05.2013, 14:50
131.

Zitat von king_pakal
Auch wenn sich diese "minimale Forderung" gegen die Wünsche der Bevölkerung richtet?
Manche Leute haben wirklich eine kindliche Vorstellung von Revolutionen. Woher soll man es auch wissen, wenn man im geordneten Rechtsstaat geboren ist und sich wohlig eingerichtet hat, mit einer halben million Gesetzen, die jede Lebenssituation genau regeln.

Eine Revolution fragt nicht nach "danach", außer dem Nahziel, die Machtverhältnisse zu verändern. Niemand kann voraussagen, was danach kommt, nicht mal die Revolutionäre selber, weil ein Volk eine heterogene Masse ist, dessen Interessengruppierungen sich im Verlauf der Revolution selber verändern können.

Die Popularität von Mursi in Ägypten ist von 60% auf 30% gefallen, innerhalb weniger Monate. Es ist gut, wenn die Islamisten an die Macht kommen, weil sie die Probleme nicht lösen werden und somit ihr Image verlieren.

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nichtsnutz2 16.05.2013, 14:52
132. ...

Zitat von king_pakal
Waren diese Organisationen vorort?
Wenn Sie die Berichte kennen würden wüssten Sie das AI und HRW Leute vor Ort hatte.

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adal_ 16.05.2013, 15:03
133.

Zitat von WinstonSmith.
Das Militär als ausschlaggebenden Faktor für die Gestaltung des Staates anzusehen, halte ich für nicht vorteilhaft.
Ich schon, jedenfalls in den Fällen, in denen die Armee ihrer Verantwortung als Ordnungsmacht gerecht wurde, wie in Tunesien und Ägypten. Dort hat sie den Bürgerkrieg verhindert.

In Libyen und Syrien lag/liegt der Fall deshalb anders, weil die Diktatoren wohlweislich parelle, miteinander (auch ökonomisch) konkurrierende, Militärstrukturen aufbauten und das Militär viel stärker von den Geheimdiensten durchsetzt war bezw. ist.

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Herr Dobermann 16.05.2013, 15:07
134.

Zitat von adal_
Sie sollten gelegentlich mal Zeitung lesen. Es ist die Mindest-Forderung sämtlicher Rebellengruppen seit Jahr und Tag.
Mehr muss nicht gesagt werden. Die Rebellen sind nicht "Syrien". Und nur weil Sie und ein paar Rebellen ohne jegliche Legitimation als Mindestforderung für Verhandlungen fordern ASSAD muss weg, sagt das nichts über die Wünsche der Syrer...

Soweit klar?

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qualidax 16.05.2013, 15:14
135.

Zitat von reuanmuc
Eine Revolution fragt nicht nach "danach", außer dem Nahziel, die Machtverhältnisse zu verändern. Niemand kann voraussagen, was danach kommt, nicht mal die Revolutionäre selber, weil ein Volk eine heterogene Masse ist, dessen Interessengruppierungen sich im Verlauf der Revolution selber verändern können.
Sie verwechseln Revolution mit Revolte. Eine Revolution wird von einer politischen Bewegung geführt, die auch ein politisches Programm hat - zumindest theoretisch. Die diversen Krawalle, Aufstände und Pusche als "Revolution" zu verkaufen ist auch eine Form der Diffamierung und Volksverdummung.

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adal_ 16.05.2013, 15:15
136.

Zitat von Herr Dobermann
Mehr muss nicht gesagt werden. Die Rebellen sind nicht "Syrien".
Ich weiß nicht, woher Sie wissen, wer oder was "Syrien" ist und was "es" will.

Ich weiß nur, dass an dem Verhandlungstisch an dem über einen Waffenstillstand verhandelt werden wird, Rebellen- und Regimevertreter sitzen werden.

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adal_ 16.05.2013, 15:22
137.

Zitat von qualidax
Sie verwechseln Revolution mit Revolte.
Sicher nicht. Oder wollen sie allen Ernstes behaupten es handele sich hier um einen lokal begrenzten Aufstand und Aufruhr?

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adal_ 16.05.2013, 15:23
138.

Zitat von qualidax
Sie verwechseln Revolution mit Revolte.
Sicher nicht. Oder wollen sie allen Ernstes behaupten es handele sich um einen lokal begrenzten Aufstand und Aufruhr?

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Herr Dobermann 16.05.2013, 15:33
139.

Zitat von adal_
Ich weiß nicht, woher Sie wissen, wer oder was "Syrien" ist und was "es" will. Ich weiß nur, dass an dem Verhandlungstisch an dem über einen Waffenstillstand verhandelt werden wird, Rebellen- und Regimevertreter sitzen werden.
Und wie kommen Sie darauf, dass Rebellen die unter anderem aus dem Ausland kommen oder Terroristen unter sich haben, für die Mehrheit der Syrer sprechen?

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