Forum: Politik
Rohstoffe in Syrien: Rebellen verschleudern Öl zu Dumping-Preisen
REUTERS

Viele Ölfelder im Osten Syriens sind in Rebellenhand, die Aufständischen verhökern den Rohstoff billig an türkische Geschäftemacher. Damit graben sie ihrem Nationalrat die wichtigste Geldquelle ab - und verstärken das Chaos in den befreiten Gebieten.

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abraxas63 16.05.2013, 09:44
60.

Zitat von Eisenstemmer
Als Journalist bin ich ueberrascht, dass Sie die Formulierung "befreite Gebiete verwenden. Dies ist eine politischr und hoechst wertende Formulierung, die nicht in einen Sachartikel gehoert. Was wer als Befreiung empfindet, ist gerade in Krisengebieten hoechst fraglich und erfordert deshalb eine journalistische Distanz in der Beschreibung.
Sie kommen aber nicht gerade erst von der Journalistenschule? Die Trennung von Kommentar und Nachricht ist schon lange passe, zumindest bei Spon.

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lebenslang 16.05.2013, 09:44
61. berichterstattung

Zitat von Izmi
Gemach, gemach! Sie haben wohl die vielen, vielen Artikel zum Bürgerkrieg im SPON zuvor nicht gelesen? Sonst wüssten Sie, dass diese ersten Ansätze einer wirklichkeitsnahen Berichterstattung neu sind und lange vermisst wurden - jedenfalls von etlichen Foristen hier. Also sollte man dieses zarte Pflänzchen nicht gleich niedermachen, sondern hoffen, es möge ein Baum der Erkenntnis daraus wachsen!
nun, diese annahme hat nur bestand wenn man annimmt seit zwei jahren hat sich in syrien nichts verändert, weder die zusammensetzung und stärke der rebellen noch die intensität der auseinandersetzung, nur dann kann man behaupten früher war die berichterstattung unrealistisch und jetzt würde sie sich der realität annähern.

nur durch die westlichen medien sind sie in der lage die entwicklung des konfliktes einigermaßen realistisch zu verfolgen, die entwicklung von friedlichen protesten die von assad beschossen wurden über eine zunahme der kämpfe bis hin zu einer radikalisierung des konfliktes.
gut, berichterstattung hinkt den ereignissen selbst immer einweing hinterher, das ist aber auch alles was sie westlichen medien vorwerfen können.

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Urali 16.05.2013, 09:45
62. Assad hat

den Krieg ausgelöst, als er damals auf Demonstranten schiessen liess. Dabei wollten die Syrer damals nur einpaar Reformen und nicht die Absetzung von Assad.

Was allerdings derzeit da unten abgeht ist kein Aufstand gegen die Regierung mehr. Viel mehr wurde der Aufstand der Syrer von allen möglichen Gruppen und Seiten gekappert.

Ich hoffe wir können uns da raus halten, zu gewinnen gibts dort eh nix. Selbst wenn Assad fällt, es gibt keine Seite die dass Land einen könnte.
Es wird wohl so enden wie in einem Afrikanischem Staat, da ging der Krieg solang bis der mänliche Teil der Bevölkerung sich praktisch selbst ausgelöscht hat... danach haben die Frauen mit etwas ruhigerem Gemütt und Verstand das Land wieder aufgebaut.

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Stäffelesrutscher 16.05.2013, 09:48
63.

Zitat von sysop
Viele Ölfelder im Osten Syriens sind in Rebellenhand, die Aufständischen verhökern den Rohstoff billig an türkische Geschäftemacher. Damit graben sie ihrem Nationalrat die wichtigste Geldquelle ab - und verstärken das Chaos in den befreiten Gebieten.
Also deswegen soll die syrische Regierung weggebombt werden - damit die Türkei das Öl zu einem Siebtel des Marktpreises bekommt?

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nalle84 16.05.2013, 09:54
64. #48

... Weil Syrien ein schurkenstaat ist. Das sagte doch George W. Bush Junior... (Ist übrigens auch in ölgeschäft...)

Die schurkenstaaten, die beseitigt werden müssen, die den Terror unterstützen sind: Afghanistan, Irak, Iran, Libyen, Syrien. Sehen sie sich mal die Äußerungen Georg bush's nach dem 11.09.2001 an...
Das sind keine Zufälle...

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Izmi 16.05.2013, 09:55
65.

Zitat von reuanmuc
Macht es einen Unterschied, wie die Räuber heißen? Die westlichen und die russischen Ölmanager verdienen millionen mit Öl, das sie den Völkern rauben. Assad und sein Clan haben sich die Taschen vollgestopft damit. Das syrische Volk hat vom Öl keinen Dollar gesehen. Der Oberräuber heißt Assad. Dass während einer Revolution auch noch andere Räuber auftauchen und die Gelegenheit nutzen, das ist kaum zu verhindern. Der Hass auf die Rebellen, der hier in vielen Kommentaren gezeigt wird, ist nichts als Naivität von verwöhnten Wohlstandskindern, die staatliche Ordnung für ein Naturgesetz halten.
Ich halte die staatliche Ordnung zumindest für ein in langen Zeiten (friedlichen und kriegerischen) erkämpftes Grund- und Menschenrecht. Nicht umsonst haben wir ein Grundgesetz, dass z.B. Angriffe auf die Demokratie oder Sezessionsversuche unter Strafe stellt. Was bedeutet, dass auch hier bei uns Vorgäng wie in Syrien unrechtmässig sind, weil ein bestehendes Staatssystem mit Waffengewalt angegriffen wird. Für die Armen und Zukurzgekommenen unter den Syrern mag es richtig und wichtig gewesen sein, einen gewaltsamen Aufstand gegen die herrschende Macht anzustreben - vor allem, wenn sich ihr Staat undemokratisch gegen ihre Forderungen verhält -, und es ist beinahe einsehbar, dass dabei auch Waffen gebraucht werden.
Es sieht aber zur Zeit so aus, als ob doch nur eine Minderheit der syrischen Menschen gegen den radikalen Wandel ist. Und da kommt der Anspruch auf gesicherte staatliche Ordnung ins Spiel. Eine Ordnung, die Sie lässig für minder Wert halten. Wer eine bestehende Ordnung beseitigen will, sollte das entweder nur mit demokratischen Mittel versuchen oder einen so großen Rückhalt im Volk haben, dass der Aufstand alle (!) Schichten erfasst und alternativlos ist. Solche Bewegungen sollten die bereits bestehenden demokratischen Staaten immer unterstützen. Mit friedlichen Mitteln!
Was aber jetzt geschieht in Syrien ist der Versuch, mit Hilfe von kleinen Gruppen der einheimischen Bevölkerung, starken Kräften aus dem Ausland und vor allem jede Menge Unterstützung von außen eine Regierung zu stürzen, von der keineswegs sicher ist, dass ihr Sturz von allen Syrern in dieser Forme gewünscht wird.
Wer einen solchen Vorgang unterstützt, legalisiert damit gleichzeitig jeden Putsch von Minderheiten überall, seien es von Militärs oder von gewaltsamen Minigruppen angezettelten Umstürzen. Das Recht auf staatliche Ordnung ist zwar kein Naturgesetz, sollte aber von allen aufgeklärten Menschen unbedingt bejaht werden!

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lebenslang 16.05.2013, 09:58
66. fragezeichen

Zitat von fussball11
Die, die sich so großspurig Demokraten und Verteidiger der Menschenrechte nennen, haben total versagt. Das Blut von tausenden Opfern klebt an ihren Fingern und wenn sie noch solange versuchen dieses Blut mit geheuchelter Unschuld abzuwaschen : Ihr seit Täter - Ihr seit Saddam.
wen meinen sie denn überhaupt mit "ihr" ?

vielleicht mal etwas deutlicher wo sie schuldige ausmachen.

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khalass 16.05.2013, 09:58
67. Befreit von Frieden und Sicherheit

Endlich mal ein Artikel,der schamhaft zugibt, welches Chaos die Rebellen überall dort anrichten, wo sie sich festsetzen. Dabei ist es dann ein Hohn, dass von "befreiten Gebieten" gesprochen wird. Wann wird endlich mal berichtet, dass die "Freie Syrische Armee" wahllos Fabrikanlagen in den eroberten Gebieten um Aleppo an türkische Geschäftemacher verschleudert? - Keine staatlichen Anlagen, sondern hunderte kleine Fabriken von Privatleuten, was nicht weniger als das Rückgrad der syrischen Wirtschaft ist.
Und warum wurde noch nie über die um sich greifenden Entführungen von Geschäftsleuten, auch und insbesondere durch die "Freie Armee" berichtet? - Wohl um das Ammenmärchen von der "guten Opposition" vs. den "bösen Islamisten" aufrecht erhalten zu können!
Die Opposition in ihrer Gesamtheit hat mit Freiheit und Demokratie nichts am Hut! Sicher, das Regime auch nicht, aber jedwede Unterstützung für die Opposition kostet syrischen Zvilisten das Leben. Oder was glaubt ihr, woher die Millionen innersyrischer Flüchtlinge kommen? Vor wem sind die wohl geflohen, und zwar durchweg in freie Gebiete unter Kontrolle der Armee? Aber wenn Reporter bestenfalls als Gäste der Rebellen hier ins Land kommen, werden sie es wohl kaum wagen, kritische Frage zu stellen...

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Atheist_Crusader 16.05.2013, 10:00
68.

Zitat von gr89
Welche Beweise braucht der Westen eigentlich noch um zu sehen das er auf das falsche Pferd gesetzt hat?
Manche Leute sehen es als ein Zeichen von Schwäche ihre Meinung zu ändern, selbst im Angesicht überwältigender Fakten. Manche Leute sind auch einfach nur sture Idioten, die lieber alles den Bach runtergehen lassen als zuzugeben, dass sie sich geirrt haben.

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Izmi 16.05.2013, 10:01
69. Dazwischen

Zitat von lebenslang
nun, diese annahme hat nur bestand wenn man annimmt seit zwei jahren hat sich in syrien nichts verändert, weder die zusammensetzung und stärke der rebellen noch die intensität der auseinandersetzung, nur dann kann man behaupten früher war die berichterstattung unrealistisch und jetzt würde sie sich der realität annähern. nur durch die westlichen medien sind sie in der lage die entwicklung des konfliktes einigermaßen realistisch zu verfolgen, die entwicklung von friedlichen protesten die von assad beschossen wurden über eine zunahme der kämpfe bis hin zu einer radikalisierung des konfliktes. gut, berichterstattung hinkt den ereignissen selbst immer einweing hinterher, das ist aber auch alles was sie westlichen medien vorwerfen können.
Nun ja, ich würde Sie beide - den Foristen, auf den ich mich bezog, aber auch Sie - bitten, Ihre "Brillen" abzulegen. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo zwischen Ihnen...

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