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Romneys Nein zur US-Präsidentschaftskandidatur: Verzicht unter Schmerzen
REUTERS

Es wäre sein dritter Anlauf gewesen, doch Mitt Romney zuckte zurück. Der Republikaner will nicht mehr US-Präsidentschaftskandidat werden, dabei war er von seiner Siegchance überzeugt. Warum verzichtete er dann?

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gandhiforever 30.01.2015, 20:24
1. Jeder Republikaner

ist von seiner Siegchance ueberzeugt, man koennte fast sagen: "Je geringer die Chance, umso groesser die Ueberzeugung".

Und weil die Ueberzeugung so losgeloest von der Realitaet war, war der Schock in der letzten Wahlnacht so gross, dass der immer noch nachwirkt.

Natuerlich war/ist der Mann auch davon ueberzeugt, dass seine neuentdeckte Liebe fuer die Mittelschicht bei den Waehlern verfangen haette.

Der Schmerz muss tief sitzen, seine Konkurrenten wird's freuen (im Moment).

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Badischer Revoluzzer 30.01.2015, 20:28
2. Da hat Amerika

und der Rest der Welt aber Glück gehabt, daß dieser Kandidat keine Absichten mehr hat. Allerdings ist da ein noch viel schlimmerer Kandidat im Bush. Dem traue ich es zu die Welt in den Abgrund zu fahren, nachdem es seine beiden Verwandten nur knapp verfehlt haben.

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kuac 30.01.2015, 20:59
3.

Noch ein Bush? Ist das eine Dynastie? Das hat uns noch gefehlt.

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amishunderground 30.01.2015, 21:01
4. Noch ein Bush...

... das wäre das Schlimmste was der Welt passieren könnte. Dennoch bin ich zuversichtlich, denn einen republikanischen Präsidenten wird es 2016 nicht geben. Die Amerikaner sind zwar anders als wir, aber nicht blöd!

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Atheist_Crusader 30.01.2015, 21:04
5.

Zitat von Badischer Revoluzzer
und der Rest der Welt aber Glück gehabt, daß dieser Kandidat keine Absichten mehr hat. Allerdings ist da ein noch viel schlimmerer Kandidat im Bush. Dem traue ich es zu die Welt in den Abgrund zu fahren, nachdem es seine beiden Verwandten nur knapp verfehlt haben.
Jeb ist mit Abstand der vernünftigste Politiker der Familie. Ich würde ihn nicht wählen, aber verglichen mit Daddy und Brüderchen ist er ein Lichtblick. Und aus meiner Sicht das beste was die Republikaner momentan gerade im Gespräch haben (so wie eine Grippe besser ist als Ebola).

Aber genau das ist ein Problem: für einen Republikaner ist er noch zu nett, rational und kompromissbereit (also... was diese Worte im Kontext der gegenwärtigen Partei bedeuten). Er wurde schon aus den eigenen Reihen massiv für Sätze angefeindet wie "Ich würde einem Dollar Steuererhöhung zustimmen, wenn ich dafür zehn Dollar Steuersenkungen in anderen Bereichen bekäme.".
Die Republikaner wollen Radikale. Und Jeb Bush ist keiner.

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kfbham 30.01.2015, 21:32
6. mehrere Anläufe

Seit 1960 ist es nur einem Kandidaten gelungen, nach einer erfolglosen Kandidatur in der Präsidentenwahl noch einmal von seiner Partei nominiert zu werden. Das war Richard Nixon (1960 und 1968). Ronald Reagan war dreimal angetreten, scheiterte aber zunächst zweimal im Vorwahlkampf und wurde dann im dritten Anlauf nominiert. Daher war Romneys dritter Versuch ungewöhnlich und zu keinem Zeitpunkt vielversprechend, da er 2012 deutlich gegen Obama verloren hatte. Der Wahlkampf 2016 erinnert in vielem an 2000. Nach zwei verlorenen Präsidentschaftswahlen und zwei relativ schwachen Kandidaten (McCain, Romney) sind die Republikaner wild entschlossen einen 'winner' ins Rennen zu schicken. In 2000 war dies GW Bush. Es spricht einiges dafür dass es diesmal sein Bruder Jeb sein könnte. Es gibt allerdings zwei 'wild cards' deren Chancen ungewiss, aber nicht vernachlässigbar sind: Chris Christie als Moderater und Rand Paul als Rechtsaussen. Es wird ein spannendes politisches Theater.

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klebmarke 30.01.2015, 22:00
7. Mitt Romney, der Mormone

Wenn man mal liest wie Joseph Smith die mormonische Religion um 1830 erfunden hat kann man sich nur fragen wie 1. ein Erwachsener Mensch wie Mitt Romney solch einer Religion überhaupt folgen kann und 2. dieser Mensch von anderen Leuten überhaupt ernst genommen wird. Wenn das die besten Politiker sind welche die USA aufzubieten hat dann wundert es nicht warum eine Bush-Regierung nach 9/11 über Jahre die Bevölkerung für dumm verkaufen konnte und damit auch noch davon gekommen ist.

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_SethGecko_ 30.01.2015, 22:09
8.

Zitat von Badischer Revoluzzer
und der Rest der Welt aber Glück gehabt, daß dieser Kandidat keine Absichten mehr hat. Allerdings ist da ein noch viel schlimmerer Kandidat im Bush. Dem traue ich es zu die Welt in den Abgrund zu fahren, nachdem es seine beiden Verwandten nur knapp verfehlt haben.
Ich habe mir einige Interviews mit ihm angeschaut, Artikel über ihn gelesen usw. und zwischen Jeb und George W. liegen Welten. Zudem ist er im Vergleich mit anderen potentiellen Kandidaten der Republikaner doch sehr rational. Für den sind Kompromisse mit den Demokraten nicht per se etwas schlechtes. Er dürfte innerhalb des Bush Clans der intelligenteste sein. So ist er z.B. für die Einwanderungsreform, die es vielen Illegalen ermöglichen würde, endlich ganz legal in den USA zu leben. Er spricht fließend spanisch, hat zwei Jahre in Venezuela gelebt, dürfte also auch durchaus wissen wie Armut aussieht und was es für die Menschen bedeutet. Zu seiner Zeit als Governor in Florida sagt man ihm nach, dass er gute Arbeite geleistet hätte. Er kritisiert das amerikanische Schulsystem, will deutliche Verbesserungen und dabei einen einheitlichen Standard für die gesamten USA, um bessere Chancengleichheit herzustellen usw. Alles in allem gibt es mit Sicherheit weit schlimmere Kandidaten, in Anbetracht der Innen- und Außenpolitik der USA.

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grumpy53 30.01.2015, 22:20
9. Herr, wirf Hirn runter

Eigentlich ist es ja die Sache der US-Amerikaner, wen sie dann letztendlich als Kandidaten aufstellen. Und dass das letzten Endes eine Frage von Geld ist, habe ich auch verstanden. Aber mal ernsthaft: Bush, Romney, Turner, Palin, da gruselt es einen wirklich. Nicht, dass ich wirklich Hillary für geeigneter halten würde, aber das hat nix mit Gender oder dem Zweifel zu tun, dass sie es nicht intellektuell könnte. Nur frage ich mich, ob in diesem gigantischen Land wirklich nur diese Handvoll Leute überhaupt als wählbar gelten. Und da die us-amerikanische Politik leider in den letzten Jahren mehr fatalen als sinnvollen Einfluß auf Europa hatte und die großen Hoffnungen auf Obama leider kläglich versandeten, erlaube ich mir doch, eine Meinung dazu zu haben. Man denkt immer, viel schlimmer kann es doch nicht werden. Oh doch, es kann.

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