Forum: Politik
Rosneft-Job für den Altkanzler: Karacho Schröder!
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Die große Aufregung um den möglichen neuen Russen-Job von Gerhard Schröder ist Unsinn. Warum sollte ein Sozi kein Geld verdienen? Und was spricht eigentlich gegen gute Beziehungen zu Russland?

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Fackel01 22.08.2017, 09:05
180. Blind

Wie immer ist Augsterin auf dem linken Auge blind. Kurz zum Inhalt: 1. Ist es ja nicht so, dass Schröder verhungert, wenn er den Job nicht annimmt. 2. Will ihn keiner daran hindern zu arbeiten, sondern es wird der Arbeitgeber kritisiert. 3. Russland ist ja nicht ein beliebiger Arbeitgeber sondern eine autokratische Kleptokratie mit Gefahrenpotential für jeden Nachbarn Sowie missachtet Russland die westliche Demokratie und deren moralisch ethische Grundregeln.4. Ist es ja nicht so dass Schröder Russland oder Putin beeinflussen kann/soll, sondern Putin durch Schröder Deutschland. Und letztlich zu Augstein, bitte versuchen Sie sich nicht irgendwas schön zu trinken nur weil gerade Wahlkampf ist und die Chance auf RRG mit Schröders Irrungen sinken.

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info@buch-perl.de 22.08.2017, 09:12
181. Mutmaßlicher Diplomat

Schröder würde im neuen Job Deutschland eher nützen als schaden. Was hier in der Diskussion um einen "sozialdemokratischen" Exkanzler fehlt: Wieviel darf ein Rentner dazu verdienen?

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Berg 22.08.2017, 09:14
182.

Zitat von luciusvoldemort
kann ich gar nicht sagen. Aber für einige Leute muss ein Sozi in Sack und Asche gehen und nicht irgendwelche Maßanzüge mit Kaschmiranteil tragen, er darf auch keine guten kubanischen Zigarren rauchen sondern sollte Stumpem aus Blättern vom Bahngleis schmöken. Diese Aufregung gab es schon vor Jahren über Schröder. Ich bin da vollkommen anderer Ansicht, habe ihm damals sogar hier aus der Dom. Rep. eine Kiste mit den besten Zigarren (besser als kubanische) zukommen lassen. Ob er diese bekommen hat andere Frage. Nun ja, Agenda 2010 war vielleicht nicht seine Glanzleistung oder vielleicht doch? Das wird langfristig die Geschichte zeigen. Das er sein zusätzliches Geld nun von ROSNEFT bekommt, geschenkt! Wer würde es nicht machen? Ist mir jedenfalls lieber als der Wulff mit seinem Altpräsissalär und obendrein noch Extra Geld vom Türken oder die plötzlich auftauchende Raffzahnmentalität des Herrn Gauck. Wenn sich die Gelegenheit bietet, greift jeder zu. Mir bietet sich die Gelegenheit nicht, aber ich neide es auch keinem. Herr Schulz will mehr Gerechtigkeit? Dann schafft als erstes diese horrenden Summen und Nebensummen für Alters oder Expräsidenten ab. Gruß Lucius
Erstens bin ich höchst erstaunt, dass es Ihrer Meinung nach für SPD-Genossen wohl einen Dresscode gibt, wobei für Vorsitzende und Bundeskanzler Maßanzüge nicht dazu gehören, Schröder hat gefälligst von der Stange zu tragen. Und nach den alten SPD-Pfeifenrauchern nehmen Sie es nun Schröder krumm, dass er Zigarren raucht - ach ja, sogar aus Kuba! Das dürfen Ihrer Meinung nach wohl nur Nicht-SPD-Mitglieder?

Noch eigenartiger sind Ihre hämischen Bemerkung über Leute, die auch nach der letzten Festanstellung im Rentenalter noch gefragt sind, was Ihnen nicht zustößt. Warum wohl? Weil diese was aufm Kasten haben, was Ihnen wahrscheinlich fejhlt: Wissen, Können, Kompetenz auf einem bestimmten Gebiet. Seit meinem Renteneintritt vor22 Jahren erhalte ich heute noch Aufträge und Anfragen für Ratschläge. Na und? Darf ich doch wohl tun - bin kein SPD-Mitglied.

Kurz gesagt: Sie knüpfen an eine SPD-Mitgliedschaft rundum merkwürdige Erwartungen. Kein Wunder, dass sie nicht erfüllt werden.

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Berg 22.08.2017, 09:19
183.

Zitat von franz.v.trotta
Zitat: "Vor allem im Hinblick darauf, wie viele Haushalte und Arbeitslose er, der Alt-Kanzler, ohne Not an den Rand ihrer Existenz und darüber hinaus gebracht hat." Sehr einseitige Darstellung. - Vertrauen Sie doch Ihrer BILD-Zeitung, in diesem Fall ein unverdächtiger Zeuge: Die "Bild"-Zeitung schrieb gerade: "Mit der Agenda 2010 legte er das Fundament für den heutigen wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands und bezahlte mit seiner Kanzlerschaft. Er stellte das Land über sich selbst."
Es ist nur so, dass sich beide Thesen gar nicht widersprechen: der deutschen Wirtschaft geht es gut, weil unter Schröder einige Sozialpflichten der Unternehmen verändert wurden: Kündigungsschutz, Niedriglöhne, Altersversorgung. Macron will in Frankreich gerade eben ähnliches einführen und erlebt den Widerstand dagegen.

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oxy 22.08.2017, 09:23
184. Schröder ist seit vielen Jahren raus

Wer gegen die unselige Verquickung von Politik und Unternehmensmandate vorgehen will, der sollte dort anfangen wo Politiker ohne Schamfrist in unternehmerische Leitungsfunktionen abtauchen. Und sich dabei mal anschauen, wie sie bereits während ihrer Amtszeit Lobbyismus betrieben haben. Fälle gibt es genug. Schröder ist längst raus aus seinen Ämtern - und angesichts der trumpschen "American Gas First" - Politik würde ich ihm dafür eher seine Apanage erhöhen wollen.

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Gruuber 22.08.2017, 09:43
185. Wenn die zuständigen SPD-Politiker...

z.B. Schulz und Gabriel, gute Wirtschafts- und Finanzbeziehungen zu Russland herstellen würden, wäre das sogar mit ganzer Kraft zu unterstützen und würde auch zum großen Vorteil von Deutschland sein. Im Gegensatz zu Merkels schwer US-lastiger Außenpolitik.

Aber Schröder, der noch nie da gewesene goldene Zeiten für Banken, Industrie, Versicherungen und die Reichsten herbeigeführt hat, aber sicher nicht für die deutschen Normalbürger aller Parteien(!), gehört doch von der deutschen Politik ausgeschlossen, damit er nicht noch mehr Schaden anrichten kann.

Obwohl Merkel und ihre Hausparteien CDU/CSU die unglaublichen Zuwendungen von Schröder an Banken und Industrie noch einmal deutlich übertroffen haben. Und sich außerdem weltbekannten Geldgebern des Terrorismus in den Erdölländern und antidemokratischen Staaten wie z.B. China, förmlich an den Hals geworfen haben.

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spon_3511963 22.08.2017, 09:46
186. Job Ja

aber Millionen von Maschmeyer ?
Für was für ein Buch ?
Das ist doch die frage ob es mit Riesterrente zu tun hat.
Das währe doch mal eine Aufgabe Herr Augstein nach zu Forschen.

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losagaves 22.08.2017, 10:01
187.

Zitat von nesmo
wie die Behauptung Schröder bekommt für den Job "vermutlich" nur 170.000 Euro netto. Es sind bestimmt noch mehr als die genannten 430.000. Immerhin verkauft hier ein Bundeskanzler seine Seele, das kostet heutzutage mehr. Der aus armen Verhältnissen stammende Sozi soll also auch mal einen Schluck aus der Pulle nehmen dürfen, nah dann ist ja alles in Ordnung. Dass er diesen Job nur bekommt, um für den Ölkonzern Werbung zu machen, wird keiner bestreiten können. Und dass dieser Konzern aufs engste mit russischer Politik und Wirtschaftsinteressen verbunden ist, auch keiner. Schröder macht damit im Auftrag von Putin schlicht russische Politik und wirbt für sie. Dies ist für einen ehemaligen deutschen Kanzler, der allein die deutschen Interessen zu vertreten hatte, eine sehr veränderte Loyalitätszuordnung. Kann er als "Vermittler" zwischen russischen und deutschen Interessen beiden gleich loyal bleiben? Dies ist bei Interessenskonflikten, die ja zwingend vorkommen in diesem Geschäft, einfach nicht vorstellbar, und genau das ist das Problem an dem Deal? Und nicht die Verhinderung von Altersarmut eines armen Sozis.
Leider falsch,da es KEIN Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Russland und Deutschland gibt,sind alle Zahlen die Augstein hier aufführt falsch.Ob Augstein das bewusst so schreibt kann ich nicht sagen

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gantenbein3 22.08.2017, 10:02
188. Und womit geklärt wäre

Zitat von
Wer Schröder kritisiert, sollte bedenken: Die Amerikaner versuchen, den Deutschen über ihre Sanktionspolitik das russische Gas abzudrehen und durch eigene Lieferungen zu ersetzen. Das ist genau die Vermengung von wirtschafts- und machtpolitischen Mitteln, die man den Russen vorwirft. Aber im Vergleich zum amerikanischen Präsidenten ist Putin ein Muster an Vernunft und Berechenbarkeit.
...was Schröder für Rosneft und Putin leisten soll: nämlich dafür sorgen, dass die Sanktionspolitik beendet wird. Oder glaubt jemand, Schröder würde von Rosneft dafür bezahlt, dass er im Aufsichtsrat die deutschen Interessen vertritt?

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Guerilla_77 22.08.2017, 10:08
189. ...

Ohne weiter auf Schröder und seine unwählbare SPD - zumindest solange bis sie sich von der Agenda und ihrem Schöpfer nicht distanziert hat - einzugehen.

Vermute ich doch stark das die 500.000 der übliche billige trick sind die Gehälter klein zu rechnen oder um es anders zu formuliere - wieviele Millionen Boni gibts denn da so (noch drauf)?

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