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Rot-Rot-Diskussion: Kurswechsel der SPD stößt auf Skepsis
dapd

Mit der Kehrtwende in Sachen Linkspartei hat der SPD-Vorsitzende Gabriel eine Diskussion losgetreten, die an Fahrt gewinnt. Noch überwiegt die Zahl der Skeptiker in den Stellungnahmen, Linken-Chef Riexinger hält den Schwenk bloß für ein taktisches Manöver.

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friedrich_eckard 16.11.2013, 20:04
10.

Ich räume gerne ein, dass ich das, was sich da zur Zeit abspielt, noch nicht richtig einzuschätzen weiss. Es scheint mir zwei Möglichkeiten zu geben, wobei ich einmal davon ausgehe, dass die "Öffnung zur LINKEN" eine persönliche Entscheidung Gabriels ist.

Wenn das nur ein taktisches Manöver sein sollte, dann wird er sich sehr rasch in der Rolle des Zauberlehrlings wiederfinden, der die Geister, die er rief, nicht mehr los wird. Die Diskussion hat jetzt schon eine nicht mehr beherrschbare Dynamik gewonnen... nur ein Beispiel: in Thüringen denkt Herr Matschie(!) laut darüber nach, dass man im kommenden Jahr, ein entsprechendes und durchaus wahrscheinliches Landtagswahlergebnis vorausgesetzt, ja wohl auch einen von der LINKEN zu stellenden Ministerpräsidenten werde akzeptieren müssen.

Oder Gabriel meint das alles ernst, er verfolgt wirklich einen Plan, weil er nämlich - und Gripses genug dazu traue ich ihm zu - erkannt hat, dass sich die SPD bei Strafe sonstigen Unterganges durch PASOKierung sich aus der babylonischen Gefangenschaft von CDU/CSU lösen muss, dass das nur um den Preis der Kooperation mit der LINKEN erreichbar ist, und weil er lieber als erster "Volksfront"-Bundeskanzler denn als Abwickler der ältesten Partei dieses Landes in die Geschichte eingehen will. Dann wäre seine Strategie waghalsig und hochriskant, aber es wäre die unter den gegebenen Umständen einzige überhaupt erfolgversprechende, und sollte sie Erfolg haben, wird man sie "genial" nennen.

Vielleicht hält er es ja mit Friedrich von Logau:
"In Gefahr und großer Not
bringt der Mittelweg den Tod."

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Alfred Ahrens 16.11.2013, 20:09
11. Hat mal jemand das Leid gezählt, dass die SPD seit Gründung fabriziert hat ?

Es ist nicht mehr auszuhalten, die Art und Weise, wie diese selbsternannten Opportunisten in ihrer Sucht nach Posten und Tantiemen dieses Land kaputt machen, kein Wunder, das die Verdrossenheit der Bevölkerung in die Politik ständig steigt und die Extremen Zulauf bekommen.

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Waldpinguie 16.11.2013, 20:12
12. Der Ton macht die Musik

Warum ist man, links der SPD, nur immer der Meinung alle anderen wären irgendwie dumm?

Die Linke mag heute "gut" dastehen.
Bei kommenden Bundestagswahlen könnten sich potenzielle Wähler daran erinnern für „dumm verkauft“ worden zu sein.

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planet2 16.11.2013, 20:25
13. Kurs ?

Zitat von interessierter Laie
dass sie so den Status Volkspartei endgültig verliert. der linke Flügel in der SPD wird nun näher an die linke rücken und wenn die Partei nicht folgt werden sie übertreten. was bleibt ist eine Rumpf-SPD die irgendwo zwischen Union, Grünen und linken zerrieben wird. Das gab's schon zweimal in ihrer Geschichte und hat jedes mal dramatische Folgen gehabt...
Ja wo bleibt die Basis?
Total daneben.
Kein Mensch glaubt an diese komischen Sprüche.

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serene 16.11.2013, 20:28
14. optional

Riexinger hat recht. Mehr als Taktik/Strategie ist es nicht. Die LINKE sollte sich auf keinerlei Diskussion einlasssen. Schade, dass weder Wagenknecht noch Kipping das begreifen. Die SPD-Spitze fühlt sich lediglich in die Enge gedrängt, nur haben sie das selbst zu verantworten. Gar nicht erst GroKo anstreben wäre wohl sinnvoller gewesen. Nun haben sie sich selbst zwischen alle Stühle gesetzt- und die LINKE sollte verhindern, nun auch noch machtgeilen- und verfrühten- Phantasien hinterher zu rennen.

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collapsar 16.11.2013, 20:30
15. angst hat die spd

Zitat von spon-facebook-10000211648
Und schon bekommt die Linke Angst. Angst davor, nicht nur Sprüche klopfen zu können, sondern auch reale Politik für die Menschen machen zu müssen. Das wollen sie nicht und könnes auch wahrscheinlich auch gar nicht. Nein, die Sprücheklopfertruppe ist nur zue inem gut, die SPD auf Trapp zu halten.
in den neuen ländern sind eher die linken als andere parteien dafür bekannt, reale politik für menschen zu machen. Jedenfalks für menschen, die unterstützung dzrch die politik brauchen.

Und angst hat vor allem die spd: vor dem mitgliederentscheid, vor verstetigten 25-x %, vor merkel, vor hessen. Alles zu recht, wie ich meine.

nfg, carsten

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keinuntertan 16.11.2013, 20:38
16. Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten.

Die sPD und Grüninnen haben während ihrer Koalition unter Schröder und Fischer den Sozialstaat demontiert und dem Neoliberalismus Tür und Tor geöffnet. Ein größerer Verrat an der eigenen Wählerschaft ist eigentlich kaum noch denkbar. Die moralische Überheblichkeit gegenüber der Linken ist völlig unangebracht.

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dejavu 16.11.2013, 21:09
17. 25 Jahre zu spät/Erstickt sie in einer Umarmung

Zitat von sysop
Mit der Kehrtwende in Sachen Linkspartei hat der SPD-Vorsitzende Gabriel eine Diskussion losgetreten, die an Fahrt gewinnt. Noch überwiegt die Zahl der Skeptiker in den Stellungnahmen, Linken-Chef Riexinger hält den Schwenk bloß für ein taktisches Manöver.
Endlich hat sich die SPD zu einem intelligenten Schritt im Umgang mit der SED/PDS durchgerungen, warum erst heute, nun, das weiß ich nicht. Wahrscheinlich gäbe es diese etwas skurille Nachfolgepartei der SED, die heute schamlos das Wort Linke verallgemeinernd für sich in Anspruch nimmt, schon seit langem nicht mehr, hätte die SPD schon längst diesen Schritt getan.
Diese Partei SED/PDS ist nicht links, war nie links und der Staat DDR auf den sie sich bis heute bezieht, war es erst recht nicht. Wie sagte schon der erste Nachkriegsvorsitzende der SPD über diesen Verein:"Rotlackierte Faschisten".

Erstickt sie in einer Umarmung!

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energiewende-jetzt 16.11.2013, 21:18
18. Linke Mehrheit im Bundestag - Warum dann konservative Politik machen?

Zitat von sysop
Mit der Kehrtwende in Sachen Linkspartei hat der SPD-Vorsitzende Gabriel eine Diskussion losgetreten, die an Fahrt gewinnt. Noch überwiegt die Zahl der Skeptiker in den Stellungnahmen, Linken-Chef Riexinger hält den Schwenk bloß für ein taktisches Manöver.
Die LINKE mus einige konkrete Vorrausetzungen umsetzen, dann ist alles möglich:
1. Öffentliche, uneingeschränkte Entschuldigung bei ALLEN Opfern des SED-Unrechtsregimes von 1949 bis 1989, ein gutes Vorbild dafür ist der Kniefall von Willy Brandt in Warschau 1969.
2. Überarbeitung einiger Positionen in der Aussen- und Sicherheitspolitik.

Das wars! Der Rest sind persönliche Befindlichkeiten und Animositäten, die aber nicht die Verantwortung überstrahlen dürfen, die die gewählten Volksvertreter haben!

Also ran und Bahn frei für endlich eine moderne, soziale und progressive linke Politik in Deutschland!

8 Jahre Mehltau-Politik a la sind mehr als genug!

Oder braucht ihr nochmal 8 Jahre wie bei Kohl, um endlich aufzuwachen?

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Stäffelesrutscher 16.11.2013, 21:27
19.

Zitat von sysop
Aus diesem Grund habe die Linkspartei auch "die schrägsten Vögel agieren lassen und die seltsamsten Positionen nicht geklärt", sagte Hofreiter.
Da sitzt aber einer in einer ganzen Glasfabrik! Hofreiter! Ausgerechnet! Und das bei weiteren schrägen Vögeln wie Roth, der Berufsbeterin Göring-Doppelname, den Belgrad-Bombenwerfern und ihren Fans …

Da fordern also Parteien, die gegen das Grundgesetz verstoßen (Verbot von Angriffskriegen, Recht auf Asyl), die einzige Bundestagspartei, die das Grundgesetz verteidigt, zum Räumen ihrer Positionen auf, um koalitionsfähig zu werden! Ja geht's noch?

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