Forum: Politik
Rot-Rot-Grün: Game Over
DPA

Auf ihrem Parteitag wollte sich die Linke fitmachen für den Bundestagswahlkampf. Tatsächlich hat sie gezeigt, wie unfit sie fürs Regieren ist. SPD-Kanzlerkandidat Schulz sollte jetzt die Konsequenzen ziehen.

Seite 51 von 62
zid 12.06.2017, 00:10
500. Herr Fischer, Sie Welterklärungeheuer!

Alles macht auf einmal Sinn! Als ich letztes mal nachgeschaut habe, da war die Nato noch böse und Hartz4 war auch immer noch grosser Schrott. Klingt eigentlich so, als müsste man Die Linke wählen. Geht aber nicht, weil "wer im September die Linke wählt, der erweist der Kanzlerin einen Dienst". Das jemand, der so argumentiert, einen Kommentar hier verfassen darf? Kann mich gar nicht entscheiden, ob ich das mutig oder Dreist finden soll von der SPON Redaktion.

Beitrag melden
Profdoc1 12.06.2017, 00:13
501. Ach so.....

Zitat von kaiserudo
Das Problem von rot rot grün ist doch nicht die Linke. Sondern das Schulz jede Wahl verliert weil er sich von Neoliberalen Typen wie Kraft einen erzählen lässt. Und das die Grünen Zuwenig Prozent holen.
Sie glauben also, dass Die Linke nicht das Problem ist? Da haben Sie etwas nicht verstanden. Eine Partei, die keine politische Verantwortung übernehmen will, ist an sich obsolet. Genau das hat Die Linke heute zum Ausdruck gebracht.
Das hat nichts mit einem Herrn Schulz oder einer politisch nicht mehr existierenden Frau Kraft zu tun.
So, und damit ist, so oder so, eine linke Mehrheit realitätsfremd.

Beitrag melden
seis_mo 12.06.2017, 00:13
502. Es ist die sPD, die sich sozial bewegen muss!! Und zwar gewaltig!

Zitat von ProDe
Die Linke konsequent mit vielen Inhalten , die Corbyn, Sanders und Melenchon grosse Unterstützung einer breiten Masse v.a. der Jugend einbrachte. Die Position der bösen NATO ist ehrlich und korrekt ne entspricht dem Parteitagsbeschluss der SPD vor Jahren. Das ist also kein Problem.Doch solange die SPD sich nicht weg von der gescheiterten neoliberalen Politik, v.a. Agenda, und weg von der Kriegspolitik bewegt, die Europa in grosse Gefahr brachte tut die Linke gut daran bei den Inhalten konsequent zu bleiben. Es braucht keine 5. CDU
Bravo, meinen Applaus. Besser hätte ich es nicht sagen können.
Die sPD hat noch 100 Tage Zeit, sich zu überlegen entweder endlich ein soziales Programm aufzulegen oder empfindlich abgestraft zu werden im September. Unter 20% wäre keine Überraschung, sondern halte ich derzeit für sehr wahrscheinlich. Wenn die sPD sozial nicht hinbekommt, dann muss es eben die Linke richten.
Ganz richtig: Es braucht keine 5. cDU. Diese Gefahr sehe ich nicht bei den Linken gegeben.

Beitrag melden
juliusjustus 12.06.2017, 00:21
503. fantasie

Die Grünen werden als bürgerliche Mittepartei dargestellt. wer so denkt oder das behauptet steht selbst sehr weit links, und ist sich dessen kaum bewusst. die Grünen sind inhaltlich linksradikaler als die SPD, ihre Ziele antibürgerlich und teuer für die Mitte

Beitrag melden
fat_bob_ger 12.06.2017, 00:22
504.

Zitat von Holztransistor
Die SPD war bereits seit Schröder keine wirklich _sozial_demokratische Partei mehr. Unterschiede SPD/CDU? Marginal. Daher hat die SPD auch immer weiter Stimmen verloren. Aber anscheinend haben die Menschen in D auch Angst vor Veränderung. Sonst würden sie auch nicht immer wieder die CDU wählen. Das ist das Traurige. Dabei dürfte klar sein, dass keine Partie bei entsprechender Opposition ihre Ziele zu 100 Prozent umsetzen kann. Alles muss diskutiert werden, das ist ja der Sinn einer Demokratie. Das heißt selbst wenn die Linke mitregiert, wird es nicht von heute auf morgen zu radikalen Veränderungen kommen. Zu den Zielen der Linken: Hartz-IV abschaffen, Mindestsicherung von 1.050 Euro einführen. Mindestrente auch 1050 Euro. Mindestsicherung für Minderjährige soll auf 573 Euro monatlich erhöht werden. Der Mindestlohn soll auf 12 Euro gehoben werden. Bezug von ALG I soll verlängert werden. Leiharbeiter sollen den gleichen Lohn wie Stammarbeiter plus einen zehnprozentigen Zuschlag bekommen. Also alles Punkte, die gegen Armut, gegen die Umverteilung des Geldes von Unten nach Oben gerichtet sind. Warum sollte sich die Linke von der "Krim-Annexion" distanzieren, wenn dies immer noch strittig ist? Sogar Rechtsexperten sind der Auffassung, es ist eine Sezession gewesen. Dass man diesen Begriff hier meidet, wie der Teufel das Weihwasser ist bei der entsprechenden Interessenlage nicht verwunderlich. Der Ukraine könnte es so viel besser gehen ohne den "Umsturz". Allein China hatte im Rahmen der neuen Seidenstraße geplant 30 Mrd. Dollar zu investieren.
Die Linke kann nur leere Versprechungen machen, Mindestsicherung 1050 Euro: Wer soll da denn bitteschön den Missbrauch überwachen? Wem will man das Geld für die Geschenke abnehmen: Den Reichen? Den Millionären? Wer ist dann reich: Jemand mit 2000 Euro Nettolohn?

Leiharbeiter sollten den gleichen Lohn wie Stammarbeiter bekommen, plus Lohnzuschlag + kompletter Verzicht auf jeglichen Kündigungsschutz (fristlose Kündigung OHNE Angabe von Gründen), dann würde ich das auch gut finden. Das wäre dann eine 2. Klasse von Arbeitnehmern, die keinen Kündigungsschutz hat, jedoch mehr Lohn. Das Ganze könnte man dann auf 15% - 20% der Arbeitnehmer eines Betriebes begrenzen. Leiharbeitsfirmen wären dann nahezu überflüssig.

Fazit:

Die Linke kann nur Geld verteilen, dass andere verdient haben. Die Linke hat kein funktionsfähiges Konzept für die Wirtschaft (DDR 2.0?), alle linken Experimente sind kläglich gescheitert (DDR, Russland, Kuba, das ölreiche Venezuela). Man kann nur den Kuchen verteilen, der zuvor gebacken wurde.

Beitrag melden
fat_bob_ger 12.06.2017, 00:25
505.

Zitat von JoachimFranz
Ihnen gefällt also das Wahlprogramm der Linken. Na schön. Und was nützt Ihnen das, wenn die Linken gar nicht in die Regierung wollen? Das nützt doch dem Klientel der Linken, Leiharbeitern, Niedriglöhnern, HartzIVler, überhaupt nichts, wenn die für sie gemachte Politik nur theoretisch in einem Wahlprogramm steht, aber die betreffende Partei ihres Anliegens, alles tut, um nicht in eine Regierungskoalition zu kommen, weil sie auf ihrem Parteitag ihre möglichen Koalitionspartern zum Hauptgegner erklärt, während die Konservativen sich dabei ins Fäustschen lachen. Ich kann mit der Strategie der Linken unter Wagenknecht nichts anfangen. Kompromisbereite wie Bartsch könnten in einer RRG-Koalition wenigstens die Politik in Richtung der Linken lenken. Mehr kann man als Juniorpartner von kaum 10% in einer Koalition nicht verlangen. Die Linke steht ja nicht bei etwa 25% sondern die SPD. Wenn die Linke die SPD einmal überholt hat, dann kann sie wegen mir so große Töne wie die vom radikalen Regierungswechsel spucken. Solange sie davon weit entfernt ist, profilieren sich gut situierte Spitzenpolitiker wie Wagenknecht nur auf Kosten ihres Klientels, die im Endeffekt von Forderungen wie deutlich höherem Mindestlohn und einer Grundsicherung über der Armutsgrenze nicht das geringste haben.
und sichern sich mit ihren Forderungen einen komfortablen Listenplatz im Bundestag. Wenn sie mitregieren müssten, würde von den Utopien nur noch Frust übrig bleiben und die Bundestagsmandate wären weg.

Beitrag melden
stauner 12.06.2017, 00:31
506. Noch nicht angekommen in der Demokratie

Frau Wagenknecht - ja, Haare schön, Kommentar spitz, das Kleid sitzt. Eine gekonnte Selbstdarstellerin.
Ihre Lieblingsposition ist allerdings hinten im Rang, nicht auf der Bühne. Sie sitzt neben den Nörglern Walldorf und Stadler, wo alle sitzen, die sich immer im Recht sehen. Sie verschränken ihre Arme vor der Brust, eifern und nörgeln. Nach vier Jahren - da können sie sicher sein - haben sie immer noch Recht. Keine Gefahr, kein Risiko. Haare immer noch schön.
In einer parlamentarischen Demokratie allerdings, funktioniert das anders. Wer etwas ändern will, muss mutig nach vorne gehen und Kompromisse eingehen. Das ist Immer so. Thats the Game.
Wer das nicht versteht, wird niemals etwas verändern, - aber immer Recht haben. Und neben Frau Wagenknecht sitzen.

Beitrag melden
merrailno 12.06.2017, 00:32
507. Wieso das passt doch

Zitat von K.Hexemer
Zitat aus dem Artikel: ... könnte die Linke Anwalt einer gerechteren Umverteilung sein, während die Grünen das bürgerliche Gegengewicht bildeten. Hi, Hi, Hi, die Verbots und Bevormundungspartei als "Bürgerliches Gegengewicht" You made my day, selten so gelacht!
Gerade der konservativ Bürgerliche steht für Verbote und Bevormundung. Das ist ideologisch begründet, in Verbindung mit den Neoliberalen die Freiheitsrechte nur für ihre Klientel fordern und Ge- und Vorbote für den Rest. Das ist Bevormundung pur.

Beitrag melden
fat_bob_ger 12.06.2017, 00:33
508. Grundeinkommen

Zitat von cave68
sehe ich auch so....und die filterlosen Kippen müssen ja auch (da zum menschlichen Grundbedürfnis gehörend) bis zum Monatsende reichen.
Man könnte das Grundeinkommen täglich am Arbeitsamt in bar auszahlen.

Beitrag melden
Marut 12.06.2017, 00:34
509. Der Artikel, ein SPD-Klassiker

Es ist schon traurig, dass SPON in die alte Leier, alles was links von der SPD angesiedelt ist, muß fertig gemacht werden, eingliedert. Das alte Muster, das schon Kurt Schumacher angetrieben hat und ihn letztendlich mit Adenauer besser hat zurechtkommen lassen, als denen, die damals Linke waren, muß weiter herhalten. Nicht die Linke hat R2G eine Absage gemacht, sondern sie hat festgestellt, dass die SPD sich zu bewegen hat und ihre Bereitschaft neoliberale Politik zu machen, aufzugeben hat.
Die Linke hat nur festgestellt, dass sie zu einer Koalitionspolitik, an deren Ende sie ihre Inhalte verraten hat, nicht zu haben hat.
Der Artikel ist in meinen Augen armselig, weil er die Diskussionspunkte, die auch das Wahlprogramm der Linken aufwirft, garnicht erst aufgreift. Die plumpe Feststellung, wer keine Bereitschaft hat, sich einer Politik anzupassen, die sich auf keinen Fall mit der Finanzeliten anzulegen bereit ist, ist regierungsunfähig - von ernst zu nehmendem Journalismus erwarte ich echt mehr.

Beitrag melden
Seite 51 von 62
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!