Forum: Politik
Rückführung von Flüchtlingen: Das richtige Signal
AFP

Europa blickt auf die griechische Insel Lesbos: An diesem Montag sollen von dort die ersten Flüchtlinge zurück in die Türkei gebracht werden. Kritiker sind empört. Zu Unrecht.

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wvwtyr 04.04.2016, 08:34
10.

Einer der auf SPON leider selten gewordenen realpolitischen Kommentare. Danke. Man sollte evtl. noch die Notwendigkeit einer erheblichen Aufstockung von internationaler Flüchtlings- und Entwicklungshilfe ergänzen.

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Augustus99 04.04.2016, 08:35
11. Was wollen wir eigentlich?

Jahrelang wurde uns gepredigt, wir würden in der Zukunft pro Jahr 450.000 Zuwanderer benötigen, um unsere Sozialversicherungssyteme zu erhalten. Also 4,5 Millionen in den nächsten 10 Jahren bzw. 9 Millionen bis 2036. Nun kommen Sie und es löst nur noch Angst und Abwehr bei uns aus. Also wollen nun wir langfristig genügend Menschen in diesem Land haben, die unsere zukünftigen Renten erwirtschaften, oder nicht?

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schaeferreiner 04.04.2016, 08:37
12. Vergessen?

Wichtigste Aufgabe der Politik neben der Aufnahmeregulierung sollte weiterhin sein, politisch gemeinsam auf die Länder einzuwirken, die die Flüchtlingsströme verursachen. Denn es macht am meisten Sinn, die Bedingungen vor Ort zu beeinflussen, damit die Menschen erst gar nicht die Reise antreten müssen. Und mit anderen Ländern in Nordafrika zu kooperieren, die Menschen aufnehmen können.

Es bringt aber nichts, Milliarden in dunkle Kanäle und dubiose Organisationen fließen zu lassen, die nie bei den Betroffenen ankommen, sondern man muss vor Ort Menschen einsetzen, mit denen man eine vertrauensvolle Arbeit aufbauen kann und Bedingungen schafft, die sich sowohl für die Flüchtlinge als auch für das jeweilige Land insgesamt positiv auswirken.

Die Türkei allein kann nicht der Heilsbringer sein, denn man paktiert derzeit mit dem Teufel, um das unbeliebte Problem zu verkleinern. Wichtig ist, dass man den Kriminellen das Handwerk zerstört (sowohl den Schleusern, als auch unter den Flüchtlingen) und den Familien mit Kindern Priorität im Zustrom gibt. Denn bei diesen ist auch der Integrationswille hier in Deutschland am Ehesten vorhanden. Für Menschen, die sich bereits dort als Erzkonservative und Fundamentalisten zu erkennen geben, sollte es keinen Zuzug in unser Land geben, sondern ein Ausweichland gefunden werden, in dem sie mit ihren Einstellungen besser leben können.

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sanfernando 04.04.2016, 08:40
13. Ein Einwanderungsgesetz...

...waere die wichtigste Voraussetzung fuer eine Stabilisierung der Lage; wuerde es doch eine scharfe Trennung ermoeglichen zwischen Asylberechtigten und Einwanderungswilligen. Das Verhaeltnis waere - Medienberichten zufolge - ca. 35 zu 65 Prozent! Statt 1 Million "Asyl"suchende in 2015 waeren es 350.000 gewesen! Die unselige Mischung beider Gruppen machen viele Loesungswege schwierig bzw. unmoeglich. Kein Verstaendnis dafuer, dass die Regierung das Gesetz erst in der naechsten Legislaturperiode angehen will

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Dengar 04.04.2016, 08:40
14. Viel eher

Das alles hätte viel eher passieren müssen. Merkels verantwortungslose Hereingewinke und ihre Weigerung, auf Grenzen und Legalität zu pochen, ihre die Wanderungsströme befeuernden Selfies, ihr unverantwortliches Diktum "Deutschland kann und will Flüchtlinge aufnehmen!", haben bei Hunderttausenden, wenn nicht gar Millionen, die trügerische Hoffnung geweckt, dass alle -wenn sie erst einmal nach Deutschland migriert wären- begeistert rundum versorgt würden. Und am übelsten nehme ich Merkel, dass sie monatelang diese Illusion aufrecht erhalten hat, aus egoistischen Motiven und Angst vor Gesichtsverlust. Das war und ist ein Verbrechen an der hiesigen Bevölkerung UND an den Migranten.

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huebif 04.04.2016, 08:42
15. Erst die Leute nach Griechenland locken und nun Abschieben.

Die richtige Entscheidung am 4.9. die Grenzen für in Ungarn gestrandete Flüchtlinge zu öffnen, wurde leider nicht von der Botschaft begleitet, dass dies ein einmaliger humaner Akt ist. Dadurch wurden noch mehr Flüchtlinge angelockt. Außerdem hat es bis Dezember gedauert, bis Merkel öffentlich sagte, dass das Bleiberecht meist nur für die Dauer des Krieges gilt. Wer dies damals kritisierte, war inhuman und wurde als Menschenfeind beschimpft. Heute wird dies als Signal gefeiert! Was für eine Heuchelei!

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Klaus.Freitag 04.04.2016, 08:42
16. Menschenhandel

Der Deal mit der Türkei--wenn man das so nennen will wie es der Autor tut -ist nichts anderes als ein widerwärtiger staatlich organisierter Menschenhandel größten Ausmaßes.
Die Begleitmusik, durch diese Maßnahme Menschenjändler das Handwerk legen zu wollen, ist heuchlerischer, da diese Maßnahme selbst ebenfalls Menschenhandel ist.

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DougStamper 04.04.2016, 08:44
17. &nr4 HansPa

Ihr Ernst? Niemand hat jemals behauptet, dass 1 Million Flüchtlinge keine Belastung wären. Das hat mit wahlkampfhilfe für die AFD nichts aber auch gar nichts zu tun.

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tomymind 04.04.2016, 08:46
18.

Europa braucht keine Zuwanderung! Wann hören die Medien/eliten/Politiker/Wirtschaft mit diesem Märchen auf? Die EU wird Dank Industrie 4.0 bis su 25 Mio Arbeitsplätze bis 2030 verlieren. jetzt sind in der EU, offiziell, über 20 Mio Menschen ohne Arbeit. Also hört mit diesem blödsinn auf!

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Palmstroem 04.04.2016, 08:48
19. Rechtsstandart werden eingehalten

Alles was die UN-Flüchtlingskonvention verlangt ist Sicherheit und eine menschenwürdige Unterbringung. Dies muss nicht in Europa sein. Beides ist in der Türkei gewährleistet, wie die fast 3 Millionen Flüchtlinge dort zeigen.
Daher ist Merkels umfassender Ansatz richtig - die Lebensbedingungen in den Lagern rund um Syrien zu verbessern und die Schleußer auszuschalten. Deutschland beteiligt sich weiter an den Kosten dafür und nimmt Flüchtlinge aus Syrien auf.
Und in Griechenland wird jeder einzelne Asylantrag geprüft und nur wer keinen Anspruch darauf hat, wird in die Türkei zurück gebracht.
Das Problem ist also nicht Deutschland, sondern jene Staaten der EU, die selbst dies verweigern!

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