Forum: Politik
Rückführung von Flüchtlingen: Das richtige Signal
AFP

Europa blickt auf die griechische Insel Lesbos: An diesem Montag sollen von dort die ersten Flüchtlinge zurück in die Türkei gebracht werden. Kritiker sind empört. Zu Unrecht.

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willi1848 04.04.2016, 09:54
60. Viel zu kurz gedacht!

Kein Wort mehr von den eigentlichen Fluchtursachen!
Jetzt geht es nur noch um Abschottung - ist ja auch erst mal einfacher! Damit vertagen wir allerdings das Problem nur. Das alte Prinzip, dass sich doch bitte spätere Generationen drum kümmern sollen, Hauptsache wir haben unsere Ruhe und der Rubel rollt kräftig und ungehindert!

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Cailean 04.04.2016, 09:58
61.

Angenommen, ich wäre zu Hause, draußen wäre Sturm o.ä. Acht Wanderer in Not bräuchten für wenige Tage Unterkunft und Essen. Wenn das Schlimmste vorbei ist, wollen sie weiterziehen.
Angenommen, in der gleichen Situation stehen nur zwei vor der Tür. Diese wollen allerdings für immer ins Gästezimmer einziehen, dafür allerdings auch im Haushalt mithelfen.
Jeder darf überlegen, wie er selbst jeweils entscheiden würde und wie man das Beispiel auf die Flüchtlingspolitik übertragen kann.
Ich bin mir sicher, sogar die rechtsradikalen Menschen in Deutschland würden Flüchtlingen, die vor Bomben und Krieg fliehen kurzfristige Nothilfe nicht verweigern. Die dauerhafte Ansiedlung und Integration ist die Thematik, die zu so starken Kontroversen führt!

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jmat17 04.04.2016, 10:00
62. Rechts

Wow! Was ist mit Spon geschehen? Das ist doch bestimmt ein verspäteter Aprilscherz? Soviel rechtsgerichteter Populismus auf diesen Seiten?

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hei-nun 04.04.2016, 10:00
63. Richtig !

In den meisten Punkten stimme ich mit dem Autor überein ! Es ist aber auch klar, dass es noch ein langer Weg sein wird, speziell, wenn demnächst "Afrika kommt".

Dass es auch hier im Forum "AfD-Sprüche" gibt, die alles beklagen, was von der Bundesregierung kommt, ohne sinnvolle Alternativen zu nennen, daran hat man sich ja gewöhnt !

Was dann aber die Seehofers (auch Stoiber, Kohl !?) mit EU-Feinden wie Orban anstellen wollen, bleibt mir rätselhaft - werden demnächst auch die Polen hofiert ?

Auch bin ich der Meinung, dass Deutschland dringend ein Einwanderungsgesetz braucht, das aber nahezu unabhängig von der aktuellen Flüchtlings-Diskussion !

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tuedelich 04.04.2016, 10:00
64. Hallo Herr Fischer

Mit fehlt der Hinweis, dass dieser (für mich!) schmutzige Deal mit der Türkei NICHT mit unserem ( Asylrecht) und auch nicht mit internationalem (Flüchtlings-/Menschenrechte) Recht vereinbar ist! Türkei als "sicherer Drittstaat"? Pfui Deibel Europa!

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kandana 04.04.2016, 10:04
65. Demographische Gründe

Zitat von ruediger
Die Massnahme ist keinen Deut besser als die Schliessung der Balkanroute oder die vor einem Jahr auch vom Spiegel noch heftig kritisierten Grenzzäune. Die geplanten Aufnahmezahlen (für die noch nicht einmal die Abnehmer feststehen) sind minimal (sie müssten 20 mal so hoch sein, wenn man allein die Syrer geregelt aufnehmen wollte), sodass die Masse der Flüchtlinge so unter katatstophalen Bedingungen in den völlig überforderten Nachbarländern (Türkeri, Libanon oder Libyen) verbleiben muss. Diese haben aber bereits Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Von den anderen EU Ländern ist (ausser Deutschland und Österreich) derzeit keines bereit eine nennenswerte Zahl von Flüchtlingen aufzunehmen. (Was sicher auch mit der im Griechenland Konflikt gezeigten "Solidarität zu tun hat). Dies ist eine Entscheidung die wir respektieren müssen. Sie entbindet uns aber nicht von unserer eigenen humanitären Verantwortung (und dem Zuwanderungsbedarf aus demographischen Gründen). Flüchtlinge die einmal anerkannt sind können sich ohnehin im Schengenraum frei bewegen, und werden dorthin gehen wo sie Verwandte und Freunde haben und eine wirtschaftliche Perspektive sehen. Also ist die Diskussion um die Verteilung einer legalen Einreise ohnehin eine Scheindiskussion.
In den nächsten Jahren und Jahrzehnten fallen laut verschiedener Untersuchungen etwa 58% aller Jobs durch weitere Rationalisierung und Automatisierung weg. Das entspricht in Deutschland etwa 18 Mio. Vollzeitstellen.
Bei der derzeitigen Geburtenrate in Deutschland, würde es dann auch ohne Zuwanderung nicht genug Arbeit für alle geben.
Wofür braucht Deutschland also die Zuwanderung.
Humanitäre Verantwortung?
Das Hauptproblem der arabischen und afrikanischen Länder ist der explosionsartige Bevölkerungszuwachs.
Seit den 50-igern hat sich die Bevölkerung dort vervierfacht, teils verfünffacht. Noch immer werden pro Jahr etwa 80 Mio. Menschen in den Entwicklungsländern geboren.
Aber es gibt keine Entwicklung der Infrastruktur, die das hätte abfedern können. Das hat große Teile der Bevölkerung in Armut gestürzt. Das sind aber hausgemachte Probleme dieser Staaten. Es hätte längst eine Geburtenkontrolle geben müssen. Wenn man die ersten 3 -5 Kinder schon nicht ordentlich ernähren kann, sollte man darauf verzichten, weitere zu bekommen.

Aus diesen Ländern gibt es kaum Patentanmeldungen, Erfindungen, keine Forschung oder Entwicklung - d.h. die Auswanderer von dort haben in den westlichen Leistungsgesellschaften keine Chance.
Sie bringen es in der großen Mehrzahl im eigenen Land zu nichts, wie soll es da in westlichen, technologisierten, hochindustrialisierten Ländern klappen?

Die Türkei hat über 5 Jahre 1,8 Mio. Syrer aufgenommen. Deutschland allein im Jahr 2015 mehr als eine Million illegale Einwanderer aufgenommen. Von den Unregistrierten ganz zu schweigen.

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Wayne2000 04.04.2016, 10:05
66. klare Antwort : JA

Zitat von Augustus99
Jahrelang wurde uns gepredigt, wir würden in der Zukunft pro Jahr 450.000 Zuwanderer benötigen, um unsere Sozialversicherungssyteme zu erhalten. Also 4,5 Millionen in den nächsten 10 Jahren bzw. 9 Millionen bis 2036. Nun kommen Sie und es löst nur noch Angst und Abwehr bei uns aus. Also wollen nun wir langfristig genügend Menschen in diesem Land haben, die unsere zukünftigen Renten erwirtschaften, oder nicht?
Natürlich wollen wir langfristig genügend Menschen in diesem Land haben, die unsere zukünftigen Renten erwirtschaften. Das wollen auch Kanada, Australien, USA usw. Was wir aber nicht brauchen sind Menschen, die mangels Bildung am Ende nur das Sozialsystem belasten. Schauen sie sich die Zahlen an. Die Mehrheit hat nicht mal einen Bildungsabschluss der mit unserer Hauptschule vergleichbar ist.

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schreckgespenst 04.04.2016, 10:07
67. Blubb

Zitat von KlausP22
Ja, es werden Zuwanderer benötigt. ... Nein, die Flüchtlinge und Wirtschaftsmigranten aus islamischen und afrikanischen Staaten sind zum weitaus größten Teil nicht die Zuwanderer die wir benötigen. ... Wir benötigen ausgebildete Zuwanderer mit bereits ausreichenden Sprachkenntnissen, die hier sofort mit dem Arbeiten anfangen können und nicht erst noch Jahrelang Sprachkurse, Schule und Ausbildungen durchlaufen müssen. Ungebildete Hilfsarbeiter werden nur in geringen Stückzahlen benötigt und auch die nur mit Sprachkenntnissen. Eine Einwanderung erst mal nur in die Sozialsysteme darf nicht stattfinden.
Das ganze Problem dieser "Zuwanderung zur Sicherstellung der Rente" liegt doch darin begründet, dass man die benötigten Migranten nicht bekommt.

Wie Sie richtig anmerken, helfen bei dieser Problematik Flüchtlinge bzw. Asylbewerber eigentlich nicht, sie verschärfen das Problem eher noch.

Zur Finanzierung der Sozialsysteme braucht man Zuwanderer, die sofort in diese einzahlen werden und daher über eine hohe Bildung und eine kulturelle Kompatibilität verfügen müssen. Dabei handelt es sich nicht um den 25-jährigen Afghanen, der selbst in seiner Heimat ein funktionaler Analphabet ist. Im Grunde braucht man Zuwanderer, die aus der EU oder anderen westlichen Ländern kommen. Diese sind jedoch nur begrenzt verfügbar.

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schlafes.bruder 04.04.2016, 10:11
68. Wie wärs denn dann . . .

Zitat von thor1708
Es darf aber nicht sein, dass wenn andere keine Flüchtlinge aufnehmen, Deutschland die dann übernimmt. Das würde nämlich weiterhin der AfD helfen. Erst wenn es heisst, keine Flüchtlinge, dann erst wird die CDU wieder hoch klettern in den Umfragen, vorher nicht. Die Genfer Konvention interessiert hierbei überhaupt nicht, diese entstand zu ganz anderen Zeiten unter anderen Voraussetzungen und ist heute nicht mehr anzuwenden. Wir müssen auf Dauer sowieso die Erdbevölkerung minimieren, ansonsten ist irgendwann kein Leben mehr lebenswert. Zu viele Menschen erzeugen immer Elend und Leid.
. . . mal wieder mit einem richtigen, saftigen Weltkrieg? Das letzte Mal sind wir so doch auch 60 Millionen von diesen lästigen, überfälligen "immer Elend und Leid" erzeugenden "zu vielen Menschen" losgeworden.

Wenn wir uns jetzt noch mit den restlichen wohlhabenden Staaten darauf einigen können, dass diese 60 Mio in den Ländern anfallen, deren Flüchtlinge uns auf die Nerven gehen und nicht bei uns, wäre doch alles paletti, oder?

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Listkaefer 04.04.2016, 10:13
69. An die Ablehner der ...

... Vereinbarungen mit der Türkei: Es werden nicht nur Flüchtlinge zurück geschickt, sondern die Türkei erhält Milliarden dafür, die zurück gebrachten menschenwürdig unterzubringen - dazu gehören sogar Schulen für die Kinder. Der Krieg in Irak und in Syrien dauert nicht ewig. Wer soll diese Länder aufbauen, wenn nicht ihre Einwohner? Die kehren dann aus der Türkei zurück, wo sie jetzt sicher sind. Damit tut Europa sehr viel für die Flüchtlinge! Die Vereinbarung mit der Türkei ist ein Stück Realpolitik, das in einer hoch brisanten Lage weiterhilft. Danke an Angela Merkel.

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