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Rückkehr in den Kalten Krieg: Denn sie wissen nicht, was sie tun
DPA

Markige Worte und militärische Manöver: An ihrer Ostgrenze will die Nato gegenüber Russland jetzt Stärke zeigen. Der Kalte Krieg ist zurück. Nicht mal 25 Jahre hielt die Entspannung.

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Hilfskraft 04.09.2014, 12:53
1. absolute Zustimmung

Der Westen, die EU, Merkel haben mit einer kurzen Handbewegung eine Tür zugeschlagen, die nach dem 2. WK so unendlich mühsam einen Spalt breit geöffnet werden konnte.
Mehr kann man dazu nicht mehr sagen, Herr Augstein.

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tatso 04.09.2014, 12:55
2. ein sehr

guter Artikel ... Kompliment

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mal so mal so 04.09.2014, 12:57
3. ich habe es schon geschrieben...

was mir am meisten angst macht, keiner der parteien will deeskalieren und die medien berichten tagtäglich von meinst unbewiesenen greueltaten der russen.
das kann am ende nicht gutgehen.
liebe medien, bitte mehr augenstein und weniger rasmussen und co.!!!
wir werden alle für's versagen der machtmenschen bezahlen!
die gewinner sind die usa und wir merken noch immer nicht, wie die usa uns alle verarscht!

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ohne_mich 04.09.2014, 12:58
4. Danke!

Danke, Herr Augstein, für diesen hervorragenden und sich vom MSM-Kriegsgeheul abhebenden Beitrag.

Wie immer bleibt Ihre Kolumne der einzige Grund, überhaupt noch einmal pro Woche bei Spiegel Online hineinzuschauen.

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colinchapman 04.09.2014, 13:00
5. Korrektur, Herr Augstein

"Putin ist nicht Hitler. Dass er Walhalla-Weltuntergangsfantasien à la Führer hätte, ist nicht bekannt." Was hat Putin denn sonst? schleichender Machtzuwachs, schleichende Zunahme der Selbstgerechtigkeit, schlecht versteckte Machtfantasien, Kritiker werden eingesperrt. Man muss blind sein, um diese Parallelen zu übersehen. Aber es überrascht nicht, solche Leugnungen von jemandem zu hören, der in anderen Kolumnen die Meinung vertrat, die Linke gehöre in die Bundesregierung.

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pfalzgraf 04.09.2014, 13:00
6. Moment mal...

Zitat "Die Wahrheit ist: Putin hat lange zugesehen, wie ihm Nato und EU immer näher rückten."
Eher hat Putin zusehen müssen, dass seine ehemaligen Nachbarn mit ihm nichts mehr zu tun haben wollen. Eher hätte sich Putin fragen müssen, was sein Land für die Riege der ehemaligen Satellitenstaaten und Sowjetrepubliken so unattraktiv macht, dass sie sich dem "Westen" zuwenden.

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mundi 04.09.2014, 13:00
7. Sehr traurig

In Hunderten von Jahren war Russland ein enger Freund der Deutschen. Obwohl sie in beiden Weltkriegen von den deutschen so enttäuscht wurden, sind sie immer noch mit Deutschland kulturell und wirtschaftlich eng verbunden.
Deutsch war immer schon die 1, Fremdsprache an Russlands Schulen.

Putin war als Offizier beim militärischen Geheimdienst in Deutschland stationiert. Seine Familie und er selbst sprechen deutsch.
Putin ist sehr deutschfreundlich und hat sich immer für wirtschaftliche und kulturelle Annäherung zwischen Deutschland und Russland eingesetzt.

Als der Kalte Krieg vorbei war, dachte man, wir bekommen in Europa den ewigen Frieden.

Frage: Wer hat seit 2-3 Jahren ein Interesse, das gute deutsch-russische Verhältnis zu stören?

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michelinmännchen 04.09.2014, 13:01
8. Oh

Lieber Herr Augstein,
erstens haben Sie dazubeigetragen, dass die Lage dermaßen eskaliert und zweitens sind Ihre hier beschriebenen Erklärungen einfach ein paar Wochen zu spät. Gerade der Spiegel sollte doch andere Wege gehen, sachlich und objektiv berichten. Wo sind die guten alten Zeiten? Zu Studentenzeiten habe ich mir jede Ausgabe gekauft, im Moment keine einzige mehr. Mir persönlich fehlt der alte Spiegel: streitbar, aber eine eigene Meinung mit gut recherchierten Inhalten. Die Gleichmacherei mit Bild, FAZ, Welt, Focus und Stern (Bunte, Gala nicht zu vergessen) wird Ihnen trotz der neuen Digitalen Strategie nichts bringen. Wenn Sie genau wie alle anderen von Reuters unreflektiert abschreiben, bleibt der Spiegel wie derzeit: ohne Ecken und Kanten, keine Eigenständigkeit, unmutig. Mit anderen Worten: beliebig ersetzbar.
Fällt mir zwar ein wenig schwer: Guter Artikel. Zwar noch kein Kaufargument - aber das wird schon wieder...

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zakalwe. 04.09.2014, 13:01
9.

Augstein sollte nicht länger solche Artikel für den Spiegel schreiben. Das ist einmal mehr eine völlige Umkehrung der Realität.
Es ist doch klar das Russland sich ausdehnt, annektiert und gar offen angreift.
Wie man da dem Westen die Schuld geben kann erschliet sich mir nicht. Zumal Putin ja auch offen von der Doktrin "Neurussland" (Novaja Rossija) redet, der eine ganz bestimmte historische Expansionsphase betitelt und als Begriff wohl nicht umsonst gewählt wurde.

Entweder ist man ideologisch so ausgerichtet das man den Westen immer überkritisch sehen muß, oder man sieht einfach nicht durch. Beides sind Gründe nicht für den Spiegel zu schreiben, auch keine Kolummne.

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