Forum: Politik
Rückt die Republik nach links?

Die einst bei der SPD verpönte politische Zusammenarbeit mit der Linken ist wieder im Gespräch. Ist eine weitere Annäherung zwischen Sozialdemokraten und der Partei Oskar Lafontaines denkbar? Rückt die Republik nach links?

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achim-bonn 09.09.2009, 16:28
1110.

Zitat von aubrac
Der Seitenhieb gen Afrika ist nicht soweit hergeholt. Dass eine Mehrheit von einer Minderheit derart finanziell ausgepresst und entmündigt wird, erinnert doch sehr an Kolonialismus. Und jetzt stellt dann der ostdeutsche Kolonialherr ab September 2009 unter einer der Kolonialmacht zugeneigten Kanzlerin Nahles eventuell.....
Das ist eben das Problem aller Neoliberalen und Konservativen.
Sie verstehen Freiheit lediglich in dem freien Fluß von Kapital oder der Ausbeutung von Arbeitnehmern ohne rechtliche Eingrenzung.
Für Oligarchische Ideen ist unsere Verfassung nicht angelegt, ich empfehle den Umzug nach Simbabwe, da sind Demokratiefeinde sehr gerne gesehen.

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klaus1201 09.09.2009, 16:30
1111. Wie...

Zitat von flambo
1. Nicht das ich mich dort vernünftig auskennen würde aber der Keynsianismums ist vor dem Hintergrund einer globalen Krise entwickelt worden un dvon der Konzeption her ist es natürlich sinnvoll in einer solchen zeit als Staat nicht noch eine solche Katastrophensituation zu verschärfen. Wer weiss was un salles erspart geblieben wäre wenn die deutsch Regierung 1930 im Sinne Keynes reagiert hätte. Auf der anderen seite ist die Vorstellung .....
...soll ein Markt funktionieren, in dem alles Kapital bei den shareholdern sitzt???
Wir sind zwar noch nicht ganz dort, bewegen uns aber immer weiter in diese Richtung.
Nur wenn auch genügend Kapital auf der Nachfrageseite vorhanden ist, kommen wir der Theorie eines freien Marktes in etwa nahe. Die Balance machts, nicht das Diktat der einen oder anderen Seite.

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hook123 09.09.2009, 16:32
1112.

Zitat von sysop
Die einst bei der SPD verpönte politische Zusammenarbeit mit der Linken ist wieder im Gespräch. Ist eine weitere Annäherung zwischen Sozialdemokraten und der Partei Oskar Lafontaines denkbar? Rückt die Republik nach links?
Wenn die Wahlbevölkerung in einem Land wie der Bundesrepublik plötzlich auf links schwenkt, dann sollten sich die Damen und Herren die an der Regierung vielleicht mal fragen, ob nicht tatsächlich etwas im Argen liegt und nicht alles nur das vielzitierte Vermittlungsproblem ist. Weder kann man Aufschwung und Arbeitsplätze herbeireden (da helfen auch keine noch so gut frisierten Statistiken) noch steht zu befürchten, dass eine moderate Kontrolle der Banken gleich in den alles zersetzenden Sozialismus führt.

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Hyäne 09.09.2009, 16:32
1113.

Zitat von maxgil
Wenn die Wahl so ausgeht, wird es exakt so kommen!
Ich neide den Zuwanderern ihre Meinung und ihren Erfolg ja nicht, aber politische Bildung gehört auch zum 1x1 des Diskutierens

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aubrac 09.09.2009, 16:33
1114.

Zitat von Hyäne
Wer auf welchen Rattenfänger reinfällt, da ist erheblicher Interpretationsspielraum. Es gibt ja auch jeden Mittwoch und Samstag Lottospieler (die gigantischste und schwachsinnigste Umverteilung seit Stalin). Sie sollten auch dem dümmsten Hartz IVler zutrauen seine Situation besser einzuschätzen, als Sie es jemals vermögen. Spätestens an der Suppenküche erinnert er sich, dass es noch ein paar Menschen mit Verstand und Herz gibt
Das sehen Sie falsch. Beim Lottespielen gibt jeder freiwillig seinen Teil ohne die körperliche Unversehrtheit zu gefährden. Da passen weder SED noch Stalin ins Bild.

Ich bin nach wie vor der Meinung: Jemand der eine Partei wählt wegen des Slogans 'Reichtum für alle', gehört nicht gerade zu den Intelligenzbestien. Immerhin gibt es da die Finanzkrise, den Solidarpakt der noch weitere Jahre die Milliarden abgreift, in nächster Zeit wohl eine steigende Arbeitslosenquote....... Schon klar. Reichtum für 'alle', also für lau. Aber war ja ideell gemeint.

Die Suppenküchenschnulze kann ich eigentlich nicht mehr hören. Da antworte ich mal: Lieber Gemüse für die Kinder kaufen statt Bier für den arbeitslosen Ehemann. Das würde ich mal 'Herz und Verstand' nennen.

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Hyäne 09.09.2009, 16:35
1115.

Zitat von klaus1201
...soll ein Markt funktionieren, in dem alles Kapital bei den sitzt??? Wir sind zwar noch nicht ganz dort, bewegen uns aber immer weiter in diese Richtung. Nur wenn auch genügend Kapital auf der Nachfrageseite vorhanden ist, kommen wir der Theorie eines Marktes in etwa nahe. Die Balance machts, nicht das Diktat der einen oder anderen Seite.
So ist es. Die Krise ist ein uraltes Thema des marktwirtschaftlichen Modells. Wenn zuviel gespart wird, gerät der Markt ins Ungleichgewicht sobald Innovationen fehlen. Jedes marktwirtschafliche Modell krankt an diesem mathematischen Faktor. Lösung wäre ein Minuszins, jedem Kapitalanleger müsste in einem solchen Fall ein Teil seines Geldes abgezogen werden. (Inflation)

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chillipalmer 09.09.2009, 16:38
1116.

Zitat von Hyäne
Klasse Text, bei dem man sich fragt in welchem Land sie leben. Der inhaltslose demagogische Steuersenkungswahlkampf der CDU/FDP ist tatsächlich, beispiellos. Die sogenannten Manager sollten tatsächlich üben wieder zu arbeiten, statt zu glauben, das die Arbeit sich durch das geschickte Anlegen von Geld von selbst erledigt. So lange die meisten glauben sich als Leistungsträger aufspielen zu können, weil ihr Tag aus Meetings beim Golf und im Restaurant mit Kapitalanlageberatern und Vermögensverwaltern besteht, wird sich gar nichts ändern. diese Leistungträger vergessen, das es der Kunde....
Linkes Gesülze. Sicher haben sie keinen 14 Studen Tag denn er um diese Zeit endlose Emails schreiben kann der gehört wohl zu denen die auf Kosten der anderen Leistungträger lebt. Ich kenen etliche Leute die es ankotzt, dass sie sich im Job und schon im Studium durchbeissen und dann sauber Steueren zahlen damit ein bestimmtes Klientel hier auch so seine Grundversorgung erhält. Also, und das nicht so wenig bei Einkommen die sie wahrscheinlich schon mit gierigem Mangern gleichsetzen, und damit dann für ein Grundeinkommen eines bestimmten Klientels sorgen. Die paar Figuren die sich am Golfplatz rumtreiben sind sicher in Ihrem Weltbild nicht zu verkraften weil wohl selber gerne in der komfortablen Situation, aber das ist doch nicht die Realität

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Hyäne 09.09.2009, 16:39
1117.

Zitat von aubrac
Das sehen Sie falsch. Beim Lottespielen gibt jeder freiwillig seinen Teil ohne die körperliche Unversehrtheit zu gefährden. Da passen weder SED noch Stalin ins Bild. Ich bin nach wie vor der Meinung: Jemand der eine Partei wählt wegen des Slogans 'Reichtum für alle', gehört nicht gerade zu den Intelligenzbestien. Immerhin gibt es da die Finanzkrise, den Solidarpakt der noch weitere Jahre die ....
Ach mein Gottchen, Sie sollten einfach an Ihren Vorurteilen arbeiten. Meine Frau, eine ausgebildete Fachkraft mit Job und eigenem Einkommen, wohnhaft in gehobenen Verhältnissen, wird links wählen, ich täte das auch, wäre ich nicht durch jahrzehntelange Parteizugehörigkeit und eine stierische Treue an meine Partei gebunden. Wenn Sie glauben das 14% der Wähler Säufer sind, sollten Sie sich mal die letzten Wahlergebnisse einzelner Bezirke reinziehen, in denen gibt es gar keine Hartz IV Empfänger, aber oh Überraschung 8% linke Wähler.

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Schlabund 09.09.2009, 16:40
1118.

Zitat von Karkur
Sehr geehrter Simpso! An Nazivergleichen sind schon Grössere als Sie gescheitert! Hätten Sie besser unterlassen, solchen Blödsinn zu schreiben! In keinen Programm der "Linken" habe ich etwas gelesen, wonach Vermögende "Bösewicht" sein sollen. Im Gegenteil, die Linke will sogar die Grenzen, ab welchen Einkommen der Höchststeuersatz der Einkommenssteuer greifen soll...
Gut gebrüllt Löwe!

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barry60 09.09.2009, 16:44
1119.

Zitat von aubrac
Dass die SED keine absolute Mehrheit erhält ist mal sowas von klar. Wir können rechnen. Aber: Sagen wir mal schwarz gelb unterliegt mit 0,5 Prozentpunkten rot-braunrot-gün. Steinmeier und Steinbrück werden sicher die GroKo fortführen wollen mit einer Kanzlerin Merkel, da wird der linke Flügel der SPD aber nicht mitspielen. Ich nehme Folgendes an: Die SPD wird sich erstmal in Richtungskämpfen neu definieren. Der linke....
Das müssen Sie mir aber einmal erklären, wer zum ultralinken Flügel der SPD so alles gehört :)

Ihre Prognose in allen Ehren, aber für dieses Szenario müsste diese ultralinke Flügelposition zunächst an dem (bitte hier adjektiv einfügen) Flügel, bestehend aus Stones, Münte und Co. vorbei, sicherlich keine Option für die kommende Legislatur, je nachdem was in D so passiert in der kommenden Periode aber vielleicht ein Szenario für 2013 (oder davor?!), das räume ich ein.

Aufgrund der kastatrophalen Ausgangssituation für die kommende Regierung sehe ich ohnehin fast keine Koalition die nächsten vier Jahre überlebensfähig.

Davon abgesehen wird Neuausrichtung nicht nur bei der SPD kommen, sondern sicherlich auch (mindestens) bei der Union (bzw. CDU). Ich bin jetzt schon gespannt, welche Kasperles dort die Nachfolge Merkels antreten werden. Vielleicht der, der immer auf den "Allerwertesten fällt"?

Nee nee, ohne meine Sozialversicherungsbeiträge :)

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