Forum: Politik
Rückt die Republik nach links?

Die einst bei der SPD verpönte politische Zusammenarbeit mit der Linken ist wieder im Gespräch. Ist eine weitere Annäherung zwischen Sozialdemokraten und der Partei Oskar Lafontaines denkbar? Rückt die Republik nach links?

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smallbrother 09.09.2009, 11:39
780.

Zitat von Rosbaud
Passen Sie auf, dass Sie nicht vom Regen in die Traufe kommen. Nach dem Zusammenbruch der realsozialistischen Länder ist auch der Boden unter den kapitalistischen Ländern ins Schwanken geraten. Wohin der marktradikale Weg führt, lässt sich zurzeit besichtigen.
Er führt in die Weltwährungsreform.
Diese wird von Obama, Merkel und Co. dringend erwartet.

Das einzige Problem ist nur, dass keiner als Auslöser dieser WWR in den Geschichtsbüchern stehen will. Also reicht man mittels eigener Konjunkturpakete den Schwarzen Peter ringsrum weiter, und hofft, dass es weit weg platzt, und man dem Volk die Abwertung der (geldwerten) Ersparnisse nicht mit eigenem Versagen begründen muss.

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GBS 09.09.2009, 11:40
781.

Zitat von grausam
Sollte es tatsächlich so laufen wie hier schon angedroht, werde ich dieses linke verlorene Land endgültig verlassen !
Wenn es soweit ist: sagen Sie uns bitte, wohin Sie gehen? Dann können wir anderen wenigstens in eine andere Richtung laufen und so die nötige Distanz zu Ihresgleichen wahren.

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Brand-Redner 09.09.2009, 11:41
782. Jetzt wird's interessant!

Zitat von Simpso
Früher hat man sich über die BILD-Zeitungsleser belustigt und denen niederes Stammtischniveau unterstellt. Heute lacht man über die Lemminge, die Lafontaine und seinen Rattenfängern hinterher laufen. .
Sie hätten wohl gern mehr BLÖD-Leser, weil dann die Zahl der Linken (inkl. Sysmpathisanten) abnehmen dürfte? Mit dieser Formel könnten Sie sogar Recht haben. Das Pech für Sie ist nur: Noch kann man - so fatal es Ihnen sein mag - keinen zwangsweise zum Studium dieses "Eliteblattes" verdonnern. Also müssen Sie wohl oder übel mit Linken in Deutschland leben - oder auswandern.

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Trashosaurus 09.09.2009, 11:41
783.

Wissen Sie, was diesem Land fehlt?

Realpolitik! und Bürger die ihren Kopf einschalten bevor sie sich von den Rattenfänger der Parteien anlocken lassen.

Was ist Realität? Ich kann keinen Kuchen für für 12 Menschen adäquat unter 100 verteilen. Ich kann nicht (wie gestern geschehen) ein Ehrenmal für die Bundeswehr als Tendenz für den Abrutsch in Braune Zeiten werten, wie Herr Gysi. Zumal sich die Linkspartei auch vehement gegen die Stasi-Kommunistische Vergangenheit wehrt.
Ich kann nicht Atomendlager blockieren, gegen den Klimawandel sein, unterirdische Anlagerung von CO2 blockieren aber auf der gleichen Seite einen Anspruch auf ein warmes und beleuchtetes Zuhause haben. Ich kann nicht Angst vor steigender Staatsverschuldung haben und bekennen ich habe Angst vor der Zukunft und die meiner Kindern und dann mit Parteien sympathisieren, welche die Meinung vertreten Staatsverschuldung ist gar nicht so schlecht.

Leider haben viele deutsche keinerlei Ahnung von wirtschaftlichen Zusammenhänge. Sie lassen sich diese in platter Form von irgendwelchen Politikern erklären.

Wissen Sie warum extrem Linke Systeme immer gescheitert sind, weil in diesen Systemen die Leistungsverteilung immer vor der Leistungserstellung lag. Menschen sind soziale Wesen, Menschen sind aber keine kollektiv-Organismen sondern Individualisten. Das heißt nicht das Menschen egoistisch sind. Ich finde es sehr befremdlich zu beobachten wie der Mensch sich von sich selbst emanzipieren zu versucht. Jedes Lebewesen muss für seine Existenz Leistung erbringen. Es muss Essen und Trinken...
Das gilt auch für den Menschen, wer dem Menschen also suggeriert es würde Reichtum für alle geben ohne Leistung, der verändert die Spielregel der Welt.

Wissen Sie meine werten Freunde ich verstehe beide Seiten. Ich verstehe den Schwachen und den Starken. Ich bin auch dafür, dass man starke Schultern etwas mehr zumuten soll. Ich finde aber es ist nicht korrekt, wie es die Linke macht den Schwachen zu suggerieren ihr seid nur schwach, weil die Starken stark sind. Die meisten Menschen die zu Geld gekommen sind, haben bis auf wenige Ausnahmen, eine Idee gehabt. Diese Idee haben sie dann umgesetzt und sind dabei ein großes Risiko eingegangen. Zündet die Idee läuft der Betrieb, zündet sie nicht fällt man richtig tief. Die meisten Leute die zu Geld gekommen sind, arbeiten nicht 35 oder 40 Stunden in der Woche von 8-17 Uhr. Sondern von 6-22 Uhr inkl. Wochenende. Sie verdienen viel Geld, haben aber keine Zeit mehr für Familie. Ich kannte vor langer Zeit einen Manager eines großes Konzern für welchen ich in meiner Ausbildung tätig war. Dieser Herr hatte in seinem Kalender gestgehalten, Zeit mit Sohn verbringen, Zeit mit Frau verbringen ... Ein schönes Leben mit so viel Geld...

Ich möchte noch eine reale Perspektive mit einbringen. Wissen Sie warum ich meinen das diese Linke bedrohlich ist. Kapital schafft Arbeitsplätze, aber Kapital ist höchst mobil. Personen sind ebenfalls sehr mobil. Wenn Deutschland diese Faktoren verliert, wie dann das ganze Linke-Wunderland bezahlen? Entweder es bricht zusammen, gefolgt oft von einem deutlichen Rechtsruck oder man nimmt Gegenmaßnahmen und verbietet die Abwanderung. Es gab ja Gründe warum der Arbeiter und Bauerstaat seine Menschen eingesperrt hat (Übrigens wie alle Sozialistischen Systeme)

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Apologet 09.09.2009, 11:41
784. "Reichtum für Alle!" + "Reichtum besteuern!" = ?

Wenn Rot-Rot-Grün kommt, dann werde ich auswandern.
Und das Unternehmen, das ich demnächst gründen werde, gründe ich dann nicht in der Bundesrepublik Deutschland (oder was davon nach Lissabon noch übrig ist).

Wie heißt es in der Werbung immer so schön?
Ich bin doch nicht blöd!
Dann könnt Ihr Euch selbst gegenseitig besteuern.

So wie bei:
"Reichtum für Alle!" + "Reichtum besteuern!" = ?

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stirnrunzler 09.09.2009, 11:43
785.

Zitat von Gast100100
Die Linke hat bewusst bisher kein Programm entworfen, damit sie möglichst viele Unzufriendene einsammeln kann.
Hier das Programm:

http://die-linke.de/wahlen/positionen/ - wollten oder konnten Sie das nicht finden?

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Grobbelflobb 09.09.2009, 11:43
786.

"Forsa-Chef Manfred Güllner erklärte die starken Gewinne für die Linkspartei vor allem mit der Diskussion über rot-rote Bündnisse im Saarland und in Thüringen. Wenn die SPD jetzt die Schleusen nach links öffne, mache sie die Linke salonfähig, sagte er laut "Stern". Viele Wähler würden dann gleich zu den "radikalen Vereinfachern" gehen."

Güllners Institut scheint ja nicht besonders objektiv zu sein...

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maxgil 09.09.2009, 11:44
787. Die Krux

Zitat von Kalix
Es wird der LINKEN nichts nützen; weder im Saarland noch in Thueringen wird sie Regierungspartei; zu stark sind die Beziehungsängste der anderen. Der grösste Erfolg für die LINKE sollte sein, wenn nach der BTW Schwarz / Gelb rechnerisch nicht geht. Das bedeutet neben dem Verschwinden von Westerwelle 4 Jahre weitere GK; weder für .....
Genau das ist ja die Krux und läßt tief blicken! Warum haben die das denn bisher nicht getan und stattdessen auch noch alle linken Sektieren und Habenichste aus dem Westen aufgenommen. Wieso darf Stasi-Nase Gysi da immer noch rumkrakelen, ein Hohelied auf Hamas und Hisbolah und kolumbische Terroristen angestimmt und von der kommunistíschen Plattform Stalin und Genosse Pieck verehrt werden?
Die West-Linke ist ein Sammelsurium von Spinnern, Maoisten, Trotzkisten und anderen Vollhornies (sieht selbst Gysi so), die jetzt ihre Chance sehen, auch mal an die Fleischtöpfe zu kommen. Was erwartet ihr "Linken" eigentlich von denen? Der Vorsitzende im Saarland kann keinen Satz frei spechen, der soll dieses hochverschuldete Land aus der Krise führen und Reichtum für alle generieren? Glaubt ihr das wirklich?
Es geht wohl eher darum, Rachegefühle auszuleben und dem Nachbarn, dem es besser geht endlich mal eins auszuwischen, oder? Ekelhaft!
Wir sollten uns ein Beispiel an den USA nehmen, da werden Mitbürger, die etwas erreicht haben, bewundert, hier, in dieser Neidhammelgesellschaft, werden sie verachtet. Mal sehen, was der nächste Schritt ist, hier wurden ja schon tätliche Angriffe gefordert.
By the way: die Co-Bank zahlt gerade 5 Milliarden an den Staat zurück, aber ihr werdet schon eine Argumentationslinie finden, damit das Weltbild (alles Schweine) wieder stimmt, gell?

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flambo 09.09.2009, 11:45
788.

Zitat von tzscheche
Nun, die Verantwortung für den Zocker-Irrsinn der Banker und Manager trägt wie Sie wissen der Staat, sprich der Steuerzahler, sprich Sie und ich, unsere Kinder und Kindeskinder... Ihre Frage zielt natürlich darauf, wie gesamtgesellschaftliche Verantwortung langfristig organisiert werden soll. Da sehe ich die Richtung recht klar: freies Unternehmertum, jedoch in einer Marktwirtschaft mit festen steuer- und ordnungspolitischen Rahmenbedingungen. Aber ich mache mir keine Illusionen: der Weg dorthin ist lang und steinig und bedarf einer international koordinierten und korrelierenden Politik.
Wo sind denn die Unterschiede zur jetzigen Situation? Ich kann in ihrer Beschreibung keine erkennen. Die "Probleme" fangen doch erst bei der Ausgestaltung der steuer- und ordnungspolitischen Inhalte an.

Was die internationale Koordination betrifft. So ist dme natürlich rückhaltlos zuzustimmen nur bis zu diesem fernen Zeitpunkt ist der Mangel an einer solchen Regelung und die unzureichende nationalstaatliche politische Organisation ein wesentliches Element warum ihre Träume unabhängig ob sie systematisch funktionieren zumindest erschwert werden. Sie bekommen doch nichteinmal in der EU eine steuerpolitische Koordination oder Einigung auf einheitliche Ziele hin.

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Knippi2006 09.09.2009, 11:46
789.

Zitat von MarkH
Das stimmt natürlich. Aber bei den Linken werden . Die Linken sind ARBEITER .. so wie Scröder eben auch der Spross einer Arbeiterpartei war. Wollen Sie etwas "Bürgerliches", dann müssen Sie die "Christen" wählen, und nicht die Arbeiterparteien ;)
Wie kommen sie denn darauf?

Wir als linke BefürworterInnen eines bedingungslosen Grundeinkommens lehnen Konzepte mit wirtschaftsliberaler und unsozialer Zielsetzung strikt ab - auch wenn sie dem sozialadministrativen Zwangs- und Kontrollapparat die Macht entziehen. Aus unserer Sicht handelt es sich dabei eher um einen Versuch, die bestehenden ungerechten Verteilungsverhältnisse zu zementieren und den sozialen Ausgleich zu einer Angelegenheit innerhalb der unteren Einkommensschichten zu machen - die Masse Mensch schmort sozusagen im eigenen Saft, während eine reiche Oberschicht unbehelligt weiter Monopoly spielen kann.

http://archiv2007.sozialisten.de/par...34740&bs=1&n=0

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