Forum: Politik
Rücktritt von James Mattis: Trump macht das Chaos perfekt
REUTERS

Turbulenzen an den Börsen, der Regierung droht der "Shutdown" und nun geht auch noch der wichtigste Minister: Pentagon-Chef James Mattis tritt aus Protest gegen Donald Trumps Außenpolitik zurück. Was steckt dahinter?

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kajoter 21.12.2018, 13:00
90. @ #6

Zitat von medienskeptiker
Ein schönes Beispie, wie uns Journalisten die Welt erklären wollen und dazu nicht prädestiniert sind. Es geht um den Krieg gegen den Iran.Den Mattis nicht will und Bolton mit aller Intensität haben will--so wie Trump+Netanjahu+ Mohammed bin Salman. Dafür müssen alle militärischen Resourcen konzentriert werden (und nbicht in2 verlorenen Kriegen stehen: Syrien und Afghanistan). Die Türkei -derzeit Verbündeter des Iran - muss ruhig gestellt werden. Es ist SO offenkundig....aber......es wird uns nicht mitgeteilt.
Sie irren. Die USA können jederzeit gegen 2 verschiedene Gegner Krieg führen. Zur Not auch gegen drei. Dazu müssen sie nicht alle Kräfte mobilisieren.
Zweitens: Mit dem Abzug überlassen sie Syrien dem Einfluss auch des Irans. Falls man den Iran angreifen wollte, wäre es ziemlich unlogisch, ihn vorher stark zu machen und ihm zudem noch territoriales Einzugs- und Rückzugsgebiet zu überlassen.
Sie schreiben in der Tat ein schönes "Beispiel dafür, wie Foristen uns politische Ereignisse erklären wollen und dafür wenig geeignet sind".

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Beat Adler 21.12.2018, 13:00
91. Das ärgert die Waffenhändler. Wie gross ist ihre Geschaeft?

Zitat von austriacus
Man könnte glauben, Trump mache in Syrien den selben Fehler wie Bush Jr. im Irak. Dem ist nicht so. Syrien wird mit Hilfe Russlands rekonstruiert. In den Irak duerfen die Russen nicht, denn dort geht es nicht um Strategie sondern ums Erdöl. Statt einen Krieg zu provozieren, opfert Trump einen Bauern. Das ärgert die Waffenhändler.
"Das ärgert die Waffenhändler." Wie gross ist ihre Geschaeft?

In den USA geben die Einwohner pro Jahr mehr Geld fuer die Nagelpflege aus, wie die US Streitkraefte Munition kaufen. Vieleicht sollten die US Muntionsfabrikanten die Branche wechseln? ;-)
mfG Beat

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arvin 21.12.2018, 13:15
92. Der Abzug der Truppen ist ein positives Zeichen

Nach all dem Trumpbashing hier sage ich eines ,was haben die amerikanischen Streitkräfte in Afghanistan und dem nahen Osten bewirkt?
Frieden, Wohlstand in den Regionen?
Nicht rein gar nichts, die Regionen werden mit Hilfe der USA systematische destablisiert und in die Armut getrieben,
Das Elend wächst und wächst.
Das ist amerikanische festzementierte Außenpolitik an die Herr Mattis und andere hochrangingen Millitärs logischerweis festhalten, da muss dann auch das Bündnisgeschwafel herhalten von den inzwischen niemand mehr etwas hat.
Klar die Feinde sind schnell ausgemacht Russland, die Türkei und auch Assad ua. So einfach ist es in der Welt der Millitärs und nicht nur in deren Welt.
Warum bitte soll dieses irrisinge Unterfangen mit Hilfe von sinnlos verpulverten Milliarden nicht endlich ein Ende haben? Schade das der Spiegel immer mehr einseitig gegen Trump schreibt.

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kajoter 21.12.2018, 13:25
93. @ #63

Zitat von darthmax
wieso macht Trump das Chaos perfekt, wenn Mattis zurücktritt.? Was hat Trump mit der Erhöhung der Leitzinsen zu tun, die der ganzen Welt sinkende Börsenkurse bescherte. All dies habe ich im Artikel nicht gefunden. Ob er nun die Kosten für seine Mauer bekommt oder nicht, das ist eine andere Baustelle. Der IS wurde militärisch geschlagen und damit ein weiterer Einsatz der US Stritkräfte hinfällig. Das Trump einen grenzwertigen Charakter hat, hat mit alledem nichts zu tun. Er ist aber bislang der Einzige, der gegen China Position bezogen hat und schon kommen einige Staaten doch in dem Schatten hinterher mit ebenso gleichen Klagen.
Der IS ist nicht besiegt worden. Damit wird ein Großteil Ihrer Zeilen hinfällig.

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mostly_harmless 21.12.2018, 13:26
94.

Zitat von austriacus
[...]l. Statt einen Krieg zu provozieren, opfert Trump einen Bauern. Das ärgert die Waffenhändler.
LOL, nachdem Trump den höchsten Zuwachs im Rüstungshaushalt seit Jahrzehnten durchgesetzt hat, schwadronieren immer noch Leute darüber, er würde gegen die "Eliten" oder die "Waffenhändler" agieren? Man siehr mal wieder, dass auch in Europa die rechten Filterblasen jeden Kontakt zur realen Welt verloren haben

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g.raymond 21.12.2018, 13:26
95. Kein Freund von Trump, aber....

Roland Nelles reagiert auf diese Entscheidungen von Trump, die USA aus Syrien und Afghanistan zurückzuziehen, mit der klassischen westlichen Sehweise. Von einer stabilen, verlässlichen Aussenpolitik der USA zu sprechen, die durch diese Entscheidungen gefährdet werde, ist angesichts der katastrophalen Interventionspolitik der USA in den vergangenen Jahrzehnten,von Afghanistan über Irak, Libyen oder Ukraine -- to name just a few -- ideologisches Wunschdenken. Dass die Demokraten das massiv kritisieren, ist nicht verwunderlich. Diese haben selbst unter Obama noch eine aggressive, auf Regime-Change angelegte Aussenpolitik geführt, nicht zuletzt in der Ukraine. Von Nelles hätte ich mir eine differenziertere Analyse gewünscht. Dabei ist offensichtlich, dass Trump andererseits auch eine grauenhafte Politik praktiziert, wenn man sich die Beteiligung der USA an dem Jemenkrieg oder die grotesken Rüstungslieferungen an Saudi Arabien ansieht. Letzten Endes ist jetzt aber die klischeehafte Aussenpolitik des Westens etwas in Bewegung geraten, und man kann sich nur wünschen, dass daraus eine offensive Realpolitik entsteht, wie sie etwa John Mearsheimer aus Chicago empfiehlt.

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irrenderstreiter 21.12.2018, 13:34
96.

Der Rückzug aus Syrien ist eines mit Sicherheit nicht, ein Zugeständ an Russland. Wenn überhaupt, dann ist es ein Zugeständnis an die Türkei. Die russische Position in Syrien war nie gefährdet.
Entgegen allgemeinen Wehgeschreis ist der Rückzug konsequent. Mal abgesehen davon, dass die Anwesenheit amerikanischer Truppen im Land ohne UN Mandat oder Zustimmung der syrischen Regierung gegen das Völkerrecht verstößt, die eigene Strategie ist gescheitert und gefährdete langfristig die Beziehungen zu einem extrem wichtigen Bündnispartner - der Türkei.

Mir tun die Kurden leid, ihre kurzsichtigen Führer hatten nichts besseres zu tun, als sich mit allen lokalen Seiten zu verfeinden, in der Hoffnung die USA würden ihnen zum eigenen Staat verhelfen.
Dabei lehrt die Geschichte das man sich auf Großmächte niemals verlassen kann.
Sinnvoll wäre gewesen aus einer starken Position heraus Assad zu Zugeständnissen z.B. was den Autonomiestatus der Provinzen mit kurdischer Bevölkerungsmehrheit angeht zu bewegen.

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darthmax 21.12.2018, 13:51
97. Regierung

Zitat von kajoter
Der IS ist nicht besiegt worden. Damit wird ein Großteil Ihrer Zeilen hinfällig.
mir fällt jetzt gerade keine Stadt/ Land nehr ein, wo der IS regiert.
Können sie mir da helfen ?
Soldaten können nicht gegen ideologie kämpfen, dazu bedarf es anderer Methoden und wie schwierig das ist, sehen sie daran, dass viele IS Kämpfer auch aus Europa kamen, da hat unsere Aufklärung dann offensichtlich versagt.

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mostly_harmless 21.12.2018, 13:54
98.

Zitat von medienskeptiker
dazu nicht prädestiniert sind. Es geht um den Krieg gegen den Iran.Den Mattis nicht will und Bolton mit aller Intensität haben will--so wie Trump+Netanjahu+ Mohammed bin Salman. Dafür müssen alle militärischen Resourcen konzentriert werden (und nbicht in2 verlorenen Kriegen stehen: Syrien und Afghanistan). Die Türkei -derzeit Verbündeter des Iran - muss ruhig gestellt werden. Es ist SO offenkundig....aber......es wird uns nicht mitgeteilt.
Ein schönes Beispiel, wie Leute heutzutage aus wirren Verschwörungstheorien Fakten machen, und Abweichungen von den wirren VTs wiederum - schön VT-mäßig natrürlich - kategorisieren. Auf diese Weise kann man die gesamte reale Welt zu einer VT machen. Sehr erheiternd!

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andree_nalin 21.12.2018, 14:15
99. Trump laufen die Minister und Berater weg.

Alleine diese Tatsache spricht Bände über den Zustand der amerikanischen Administration. Trump versucht seine Wahlversprechen auf Teufel komm raus durchzuboxen, ohne sich klarzumachen, dass diese nach 2-3 Jahren Amtszeit obsolet sind und die -falls er eine hat- Strategie für die nächsten Jahre nachjustiert werden müsste. Aber das scheint eine Überforderung zu sein. Man kann den noch verbliebenen Trumpgetreuen nur raten, sich vorzeitig vom Acker zu machen, bevor die Handschellen Klicken und Gerichte langjährige Haftstrafen aussprechen wegen chaotischen Regierens zulasten der USA.

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