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Rückzug aus Parteivorstand: Steinbach will CDU-Spitze verlassen

Erika Steinbach hat bei der Union für einen Eklat gesorgt: Die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen verteidigte bei der Vorstandssitzung umstrittene Weltkriegs-Bemerkungen von zwei Vertriebenen-Funktionären. Kulturminister Bernd Neumann distanzierte sich, Steinbach fühlte sich "missinterpretiert".

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jdm11000 09.09.2010, 00:58
1. komische Auslegung

Zitat von sysop
Erika Steinbach hat bei der Union für einen Eklat gesorgt: Die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen verteidigte bei der Vorstandssitzung*umstrittene Weltkriegs-Bemerkungen von zwei Vertriebenen-Funktionären. Kulturminister Bernd Neumann distanzierte sich, Steinbach fühlte*sich "missinterpretiert".*
Also, was mich beschäftigt, ist die Frage, ob dem tatsächlich so war - oder ob das anders war?
Aber es ändert nichts daran, daß deutsche Truppen Polen überfallen haben - ob nun die polnische Armee mobil war oder nicht. Die Tatsache ändert nichts daran.
Nur wieso soll nun hier jemand, weil er eine Tatsache vorbringt, ein Nestbeschmutzer sein? Man merkt eben nur zu deutlich, daß immer dann, wenn einem Nimbus gerüttelt werden soll, der Rüttler am liebsten totgeschlagen werden soll!
Haben Nazis oder Kommunisten da anders gehandelt?

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Gandhi 09.09.2010, 01:08
2. Frau Steinbach tritt anscheinend gerne ins Fettnaepfchen

Zitat von sysop
Erika Steinbach hat bei der Union für einen Eklat gesorgt: Die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen verteidigte bei der Vorstandssitzung*umstrittene Weltkriegs-Bemerkungen von zwei Vertriebenen-Funktionären. Kulturminister Bernd Neumann distanzierte sich, Steinbach fühlte*sich "missinterpretiert".*


Hat die CDU nun genug von der immer missinterpretierten Dame?

Der Hinweis auf Polen kann nur so verstanden werden, dass die Polen angefangen haben sollen.

Nazideutschland hatte schon lange mit der aufruestrung begonnen, der neue Lebensraum war auch schon ins Visier genommen.

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abumachuf 09.09.2010, 01:17
3. Polnische Teilmobilmachung vom März 1939

Zitat Steinbach: "Und ich kann es auch leider nicht ändern, dass Polen bereits im März 1939 mobil gemacht hat." "

(Kontext Anschluß des Memellandes, März 1939):
"Das konnte weder Stalin noch Litauen, noch den Polen gefallen, die vor Danzig eine Teilmobilmachung veranstalteten."
(Der Spiegel, 6/1996)
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8871612.html

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Umbriel 09.09.2010, 01:18
4. mobile Polen

Und was stimmt nun? Das wird ja wohl faktisch nachweisbar sein.

Hatten die Polen gegen Deutschland mobilisiert oder nicht?

Der SPIEGEL hatte vor ca. 15 Jahren auch mal eine Titelgeschichte mit dem Inhalt, wie die Sowjets sich für einen 200-Divisionen Angriff auf das Reich vorbereiteten und der deutsche Angriff eher den Charakter von Vorwärtsverteidigung gehabt hat.

Wird wohl so gewesen sein, ist aber auch nicht so wichtig wie aktuelle Koranverbrennungen.

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Zephira 09.09.2010, 01:18
5. Naja

Der deutsche Schuldkult ist schon erbärmlich. Die wirkliche Bankrotterklärung erhält man aber erst durch die Frage, was denn die Lektion sei, die man aus dem Zweiten Weltkrieg ziehen könne. Da merkt man erst, dass überhaupt keine echte Einsicht oder Auseinandersetzung mit der Materie stattgefunden hat, sondern dass praktisch ausnahmslos blinde Mitläufer vor einem stehen, die nichts weiter tun können als Parolen nachgrölen. Das erklärt zweierlei, zum einen die pawlowschen Beißreflexe auf einzelne Stichwörter unter völliger Missachtung des Inhalts und zum anderen retrospektiv, warum das NS-Regime ausgerechnet in Deutschland auf so fruchtbaren Boden fiel...

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tsitsinotis 09.09.2010, 02:06
6. Der Spuk nimmt kein Ende

Erika Steinbach reitet auf der öffentlichen Hasswelle -losgetreten von Thilo Sarrazin, sanktioniert von Angela Merkel und Joachim Gauck bei ihrer Preis(!)verleihung für den Hass-Karikaturisten Westergaard.
Es wird immer unheimlicher, zu sehen, wie in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit ("dank" Konzern-Kolonialismus) die konformistische Mitte immer unverblümter ein "Wir-Gefühl" postuliert, ohne auch nur im Ansatz differenzieren zu können.
"Lüge" kommt etymologisch vom griechischen "logos"("Wort"). "Eine Kirche der Angst.."(Christoph Schlingensief).
Dank an Bernd Neumann. Was wäre öffentlich geworden ohne seine Intervention?
Polen hat im März 1939 mobil gemacht? Guter Riecher!

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simonvavi 09.09.2010, 02:26
7. Geschichtsfaelschung

Es ist verstaendlich, dass Vertriebenenverbaende Interesse daran haben, die Geschichte umzuschreiben. Hitlers Ueberfall Polens als Praeventivschlag darzustellen ist natuerlich eine Super-Ausgangslage. Es geht ja schliesslich um Vermoegen bzw. Abfindung. Ob Polen mobilisiert hat oder nicht, ist doch piepegal. Man kann mobilisieren, um sich vor dem Feind zu schuetzen oder den Feind anzugreifen. Dass Polen Deutschland angreifen wollte, scheint mir keines Kommentares wuerdig. Und ob die Polen mobilisiert haben, um sich zu verteidigen oder ob die die Gefahr aus Deutschland verschlafen (und nicht mobilisiert) haben, ist doch wirklich nicht einmal fuer eine Fussnote wichtig. Deutschland sollte sich von diesen Spinnern distanzieren. Westpolen und Schlesien gehoerten eine gewisse (kurze) Zeit zu Deutschland, aber wie gewonnen, so verloren.

Im Falle vom Sudetenland ist dieser Vertriebenenunsinn noch deutlicher, diese Gebiete haben zu Deutschland nie gehoert. Hitler musste diese armen Landsleyte einbuergern, da sie keine deutsche Staatsbuergerschaft hatten.

Daher sollte dort Deutschland keine anti-deutschen Gefuehle schueren und lieber die Maerkte erschliessen. Die Vertriebenen haben ihre Vertreibung ueberwiegend selbst gerechtfertigt und sollten nicht den Rest der Deutschen als Geiseln nehmen.

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Joerg grimm 09.09.2010, 03:40
8. Warum nur ?

Zitat von sysop
Erika Steinbach hat bei der Union für einen Eklat gesorgt: Die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen verteidigte bei der Vorstandssitzung*umstrittene Weltkriegs-Bemerkungen von zwei Vertriebenen-Funktionären. Kulturminister Bernd Neumann distanzierte sich, Steinbach fühlte*sich "missinterpretiert".*

Wie viele Vertriebene gibt es eigentlich noch - und ich meine nicht Leute die 1939 zwei Jahre alt waren, sondern Erwachsene die wirklich entwurzelt worden sind ?

Kann man im Deutschland des 21. Jahrhunderts eigentlich in zweiter Generation vertrieben sein - und auch noch erwarten, ernst genommen zu werden?

Warum muss man sich von diesen irrelevanten Berufsopfern in zweiter Generation eigentlich andauernd diese politischen Irritationen gefallen lassen, kann man denen nicht endlich den Geldhahn zudrehen und sie in der Irrelevanz verschwinden lassen in die sie seit einem halben Jahrhundert versenkt gehoeren?

Get over it.

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otto huebner 09.09.2010, 05:07
9. waere da nicht..........

Zitat von sysop
Erika Steinbach hat bei der Union für einen Eklat gesorgt: Die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen verteidigte bei der Vorstandssitzung*umstrittene Weltkriegs-Bemerkungen von zwei Vertriebenen-Funktionären. Kulturminister Bernd Neumann distanzierte sich, Steinbach fühlte*sich "missinterpretiert".*
ein parteiausschluss angebracht ?

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