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Rückzug von Brexit-Anführern: EU-Politiker beschimpfen Farage und Johnson
DPA

Unpatriotisch, feige, verantwortungslos: Führende EU-Politiker rechnen mit den Brexit-Wortführern Nigel Farage und Boris Johnson ab. Einen großangelegten Umbau der EU lehnt Kommissionschef Juncker ab.

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meineidbauer 05.07.2016, 15:04
100.

Zitat von Arminiafan
Ich bin tatsächlich Pro-EU und gegen den Brexit. Aber warum lernt die Kommission aus diesem Warnschuss nicht? Hat doch einen Grund warum diese seltsamen Gestalten wie Farage und Wilders Anhänger um sich scharen. Das sollte man sich schon einmal herablassen und etwas auf einen Prüfstand stellen! Selbst Schäuble ist doch soweit anzuzweifeln, dass mehr EU eine Lösung des Problems sei. Der ist Pragmat und hat das Problem und die grundsätzliche Verunsicherung in den Ländern erkannt. Anders als mit Angst und Dummheit ist ein Wahlerfolg von UKIP auch nicht zu erklären.
Ja, man kann die elende Heuchelei dahinter erkennen.

Was ist nur aus der großartigen europäischen Idee geworden? Verkommen zu einem Konstrukt der Finanzmärkte und Geldbörsenschwenker, anstatt ein Europa der Kulturen hervorgebracht zu haben.

Beethoven würde sich im Grab umdrehen wüßte er, wofür seine Neunte heutzutage herhalten muss. Könnte er, würde er vielleicht sogar auch hier noch einmal sagen: "Für solche $chweine spiele ich nicht!"

Wasser predigen und Wein saufen. Das können sie gut, die Schäubles, Juncker und Schulzes.

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uboot84 05.07.2016, 15:05
101. meines Wissens

hat die UKIP im britischen Unterhaus einen Sitz und ist in keinster Weise an der Regierung beteiligt.
Selbst wenn Herr Farage wollte, hätte er keinen Einfluss auf das Austrittsverfahren. Er hat sein Ziel doch erreicht. Die Umsetzung des Referendums ist nun mal Regierungsaufgabe auch wenn sie sich davor gerne drücken würden. Jaja ist schon blöd, wenn einen Volkesmeinung plötzlich um die Ohren gehauen wird und für uns Deutsche auch peinlich, weil wir mit den Flüchtlingsbildern den Anlass für den britischen Sinneswandel geliefert haben. Teilschuld liegt bei der Dame aus der Ückermark...

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DorianH 05.07.2016, 15:06
102.

Zitat von marcaurel1957
Die ganz große Mehrheit der deutschen Bürger ist mit der Europäische Union sehr zufrieden....ich übrigens auch!
Aha. Wo haben Sie das denn her?

Weil die Bevölkerung hier überwiegend in der EU bleiben will?
Und daraus folgt dann automatisch, daß die Leute mit der EU zufrieden sind?
Milchmädchenrechnungen führen in den seltensten Fällen zum richtigen Ergebnis.....

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mistermister 05.07.2016, 15:07
103. Juncker hat völlig recht

Es ist immer das gleiche mit Populisten. Erst versprechen sie das blaue vom Himmel - und dann erlebt man sein blaues Wunder. Von daher hat Juncker Recht, wenn er Johnson und Farage Feigheit vorwirft, denn die beiden machen sich jetzt vom Acker, wo der Austritt doch gerade erst verhandelt werden muss. Zu sagen, Ziel erreicht ist in der jetzigen Phase mit Verlaub echt dämlich!

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hwmueller 05.07.2016, 15:08
104.

Zitat von nolabel
Informieren Sie sich mal über den Unterschied zwischen direkter und repräsentativer Demokratie, bevor Sie so einen Unsinn verzapfen.
Diese Wortwahl zeigt recht deutlich, warum das Miteinander, also der Kerngedanke der EU nicht mehr funktioniert. Statt zu poebeln brauchen wir frische Koepfe. Ja, mal was vagen: neu anfangen, gross denken. Mit der mueden EU derzeit ist da kaum eine Zukunft in Sicht. Schaut mal ueber den Tellerand> Asien, selbst Afrika ist da viel viel dynamischer und weniger ideologisch! Also das Gemeinsame und nicht das Trennende suchen> ergo eine neue EU.

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mordskater 05.07.2016, 15:09
105.

Zitat: Juncker lehnte es ab, die EU wegen des Brexit-Votums nun grundlegend zu reformieren. "Ich weigere mich, alles auf den Prüfstein zu stellen"
Es würde, für den Anfang, schon mal genügen, wenn er sich selbst auf den Prüfstand stellen würde.
Glaubt er tatsächlich, dass er als ehemaliger Luxemburger willfähriger Steuervermeidungshelfer,zudiensten internationaler Konzerne, auch das Vertrauen seiner EU-Schäfchen genießt?
Auch seine, auch hier im Forum schon oft zitierte Aussage: "Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt." , trägt nicht eben dazu bei, diesem Mann sonderlich zu vertrauen

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larsmach 05.07.2016, 15:09
106.

Zitat von stefan.martens.75
Das diese Lösung allen nicht demokratisch gewählten Apparatschik nicht schmeckt dürfte niemanden überraschen....... Junker wäre niemals gewählt worden.
Gehören Sie zu den 51,1%, die am Wahlsonntag (25. Mai 2014) lieber zuhause geblieben sind, statt ins Wahlbüro zu gehen oder an der Briefwahl teilgenommen haben!?
Haben Sie keine Wahlbenachrichtigung bekommen, so wie allen anderen Wählerinnen und Wähler in sämtlichen Mitgliedsstaaten der EU?

Ich bin die unsinnigen Behauptungen derart satt!
Immer nach demselben Muster: Es wird irgendetwas behauptet - selbst offensichtlich absurde Dinge bleiben davon nicht verschont. Am liebsten der Herde folgen und alles nachplappern...
Zur Erinnerung: Es gab 6 (sechs!) Kandidaten/Kandidatinnen der jeweiligen Fraktionen des Parlaments für den Präsidenten der Europäischen Kommission (den Chef der Komission also!). Aufgrund der Lissaboner Verträge von 2009 war dies so geregelt und 2014 bei der Wahl des Europaparlaments umgesetzt: Die stärkste Fraktion stellt automatisch den Kommissionspräsidenten - so funktioniert Demokratie!

Sie konnten höchstselbst durch das Setzen eines Kreuzes auf einem Stimmzettel entscheiden, ob Sie Herrn Juncker oder einen der anderen 5 Kandidaten als Chef der Kommission wünschen. So einfach ist das!

Ich habe damals gewählt - so wie zu jedem Wahltag.
Übrigens war die Wahlbeteiligung in Deutschland nur weniger dem EU Durchschnitt. In einigen Ländern lag sie weit unter 40% - besonders da, wo viel von "mangelnder demokratischer Legitimation" zu hören ist.

Klar: Wenn man nicht wählen geht, kann man nachher schwadronieren, dass dort "nicht gewählte" PolitikerInnen Entscheidungen träfen.

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turbomix 05.07.2016, 15:10
107.

Zitat von Schulterklopfer
Außer schimpfen... fällt diesen Typen wohl nichts ein. Die sollten sich fragen, warum die Bürger mit der EU unzufrieden sind. (ich auch) Die sitzen auf ihren Sesseln hoch oben im Olymp über den Wolken.
Ich könnte überhaupt nicht benennen, wo die EU mir persönlich das Leben schwer macht. Ich merke nichts davon. Hören Sie also auf so billige, unredliche Anti-EU-Propaganda zu machen. Leute wie Sie nerven nur! Wer garantiert Ihnen, dass ein gewählter EU-Chef anders handeln würde? Ihr Vorstellungen von der EU sind naiv und kindisch. Wie bei allen Brexit-Befürwortern.

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sotomajor 05.07.2016, 15:11
108. Ziel abgetaucht

Ja wo ist er denn hin, der Feind ? Jetzt haben sie keinen Gegner mehr und es müsste ihnen klar werden warum die abgetaucht sind.
Die UKIP gibt es immer noch, den Wahlentscheid der Briten auch, so what ?
Der Schachzug an andere zu übergeben war genau richtig, unsere haben das nur immer noch nicht realisiert.
Nun geht es sicherlich gegen ganz England mit Kritik, nur werden sie dann die Nationalisten Englands kennenlernen, wie sie die noch nicht gesehen haben.

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geando 05.07.2016, 15:11
109. Aussagen über die langfristigen Auswirkungen des Brexit sind im Augenblick unseriös

Aussagen über die langfristigen Auswirkungen des Brexit sind im Augenblick einfach unseriös. Daher sind auch die ganzen Katastrophen-Sezenarien die SPON an die Wand malt (und auch einige Foristen hier ständig nachbeten) völlig unseriös. Die mittelbare Wirkung ist natürlich eine Erschütterung, aber wenn sich die Wogen geglättet haben, wenn der Austritt mal vollzogen und das Land und die Regierung konsolidiert sind, dann wird sich erst sagen lassen, ob die Entscheidung klug war, oder nicht. Ich hoffe nur, das die EU-Strategen die Entscheidung eines souveränen Landes akzeptieren werden und nicht versuchen ein Exempel zu statuieren, dem GB der Zukunft Steine in den Weg zu legen, um mögliche Nachahmer abzuschrecken. Im Augenblick sieht es aber leider danach aus. Das ist einem demokratischen Prozess aber unwürdig und offenbart die erschreckende Bürgerferne der EU-Spitzen.

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