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Rückzug von der CDU-Parteispitze: Lob für Merkel, Kritik an Seehofer
CHRISTINA RIZK/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Angela Merkels Rückzugsankündigung kommt innerhalb ihrer Partei gut an - im Gegensatz zum Verbleib von Horst Seehofer. Und: Im Rennen um den CDU-Vorsitz erhalten Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz Unterstützung.

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schwaebischehausfrau 30.10.2018, 10:14
120. @Frank1968: Von wegen "würdevoll"

Zitat von frank1968
Nein, die Heuschrecke Friedrich Merz sollte beim Hedgefonds bleiben. Das wäre ein Neubeginn im Rückwärtsgang. Respekt für Angela Merkel, die es wieder einmal allen blass ausschauenden Unionsmännern - allen voran Horst Seehofer, der seinen Zeitpunkt für einen würdevollen Abgang längst verpasst - gezeigt hat, wie frau es macht.
Dieser Abgang ist genausowenig "würdevoll" wie er freiwillig ist Natürlich hat Merkel die Pistole auf die Brust gesetzt bekommen aus der eigenen Partei. "Würdevoll" wäre es gewesen, allerspätestens zurückzutreten, nachdem sie letztes Jahr auf dem Parteitag bei der erlittenen Klatsche in der "Doppel-Pass"-Abstimmung realisieren musste, dass sich ihre ihre Partei bei geheimen Abstimmungen gegen sie stellt. Würdevoll wäre es, sich endlich bei den Bürgern für den gigantischen Schaden zu entschuldigen, den sie angerichtet hat und unter dem noch Generationen in diesem Land leiden werden müssen. Würdevoll wäre es gewesen, wenn Merkel ihre eigenen Sprüche (dass Parteivorsitz und Kanzleramt nicht getrennt sein sollten) auch auf sich selbst anwenden würde anstatt wie Pattex im Kanzleramt kleben zu wollen.
Wenn die CDU nicht mit dem Klammerbeutel gepudert ist, wird sie ganz sicher keine Kramp-Karrenbauer als Merkel 2.0 Reloaded Light Version an den CDU-Vorsitz wählen Und bei einem Merz oder Spahn wird die Kanzlerschaft MerkeL's innerhalb von 2 Monaten nach dessen Amtsantritt vorbei sein. Weil sich die CDU ganz, ganz sicher nicht auch noch die Landtagswahlen 2019 im Osten von Merkel ruinieren lassen möchte.

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Öko Nom 30.10.2018, 10:17
121. CSU nicht Schuld

Zitat von cyoulater
Hä...??? Ihr Kommentar ist jetzt aber echt absurd. Sie haben schon mitbekommen, dass CDU und CSU in Berlin eine gemeinsame Fraktion bilden, dass sie also als "Union" wahrgenommen werden? Dass die CSU sozusagen die CDU Bayerns ist? Dass die Querschüsse des Herrn Seehofer also als Verlautbarungen und Aktionen der "Union" wahrgenommen werden? Dass der Herr Seehofer ein Bundesminister ist? Dass der Herr Seehofer durch sein ständiges Torpedieren der Regierungsarbeit in Berlin die gesamte Union beschädigt? Dass das selbstverständlich Auswirkungen auf Landtagswahlen hat? Wenn Sie solche Zusammenhänge nicht durchblicken, sollten Sie lieber die Finger von der Tastatur lassen und hier nicht über Hetze und Fremdbestimmung der Politik herumschwadronieren.
Man kann Seehofer höchstens vorwerfen, in letzter Konsequenz immer pro Merkel umgefallen zu sein, aber nicht, vorher gegen gehalten zu halben. Es war Merkel, die die Union zu einem links Schwenk geradezu genötigt hat, Entscheidungen ohne Beteiligung der Parteibasis und Gremien gefällt und ausgerechnet immer dann, wenn es um wirklich strategische Dinge ging.
Merkel hat die Union bis zur Unkenntlichkeit und völligen Beliebigkeit zum Kanzlerwahlverein 'vergewaltigt´, die Parteibasis kalt gestellt.

Ist natürlich klar, dass jetzt alle Sozen und Linken heulen, da sie ihr Kanzler-Uboot in der Union womöglich verlieren.

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Freedom of Seech 30.10.2018, 10:24
122.

Zitat von böseronkel
Wer eine Kandidatur des streng gestrigen Friedrich Merz für eine passable Idee hält, kann die Einschläge der Umfragen und Wahlergebnisse nicht bemerkt haben.
Was ist "gestrig"? Aus mener Sicht die ökosozialistischen und technolgiefreindlichen Träumereien der GRÜNEN und Linksliberalen. In Punkto Klimawandel hat es diese poltische Richtung nach 20 Jahrne aber nicht geschafft einen nennenswerten Fortschritt zu erzielen (vgl. Bericht des Bunderechungshof u.a.). Beschäftigen Sie sich mal mit den wirklich fortschrittlichen Konzepten zum Kampf gegen Klimawandel, die sind aber marktwirtschaftlich und bislanf in Deutschland kaum bekannt: Stichworte sind Technologieoffenheit statt ideologisches Festhalten an Technologien die so nicht aureichend funktionieren. Laut aktuellem Bericht des Weltklimarat IPCC wird es ohne Gentechnik und auch moderne Kernkraft nicht funktionieren. Ebenfalls fortschrittlich ist die Steuerung der Finanzströme auf dem Kapitalmarkt unter Klimaschutz Aspekten. Das ist die Zukunft und nicht die angeblich modernen Konzepte der GRÜNEN aus den 80iger Jahren des vorigen Jahrhunderts.

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böseronkel 30.10.2018, 10:37
123.

Zitat von rosenbluete
Herr Bosbach hat sich heute Morgen im Radio-Interview für Herrn Merz ausgesprochen. Würde mich freuen, wenn es so käme. AKK wäre für Frau Merkel sicherlich die angenehmere Option während ihrer Kanzlerschaft. Ich glaube aber, dass durch die Wahl von Herrn Merz viel mehr Konturenschärfe in der Parteienauswahl für die Bürger gegeben sein wird und dass das der Union zu mehr Stärke verhelfen könnte.
Konturenschärfe würde die Union unter einem Vorsitzenden Merz sicher bekommen. Würde Kanzlerschaft und Parteivorsitz wieder in einer Hand sein, würden die Richtlinien der Politik wie zu Adenauers Zeiten endlich wieder von einer Handvoll im Hintergrund agierender Geldgiganten bestimmt.

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dieter.sp 30.10.2018, 10:38
124. Endlich hat sie es erkannt

Wie so mancher vor ihr hat auch die gute frau Merkel über eine lange Zeit hervorragende Arbeit geleistet. Aber seit etlichen Jahren verwaltet sie ihr Amt nur noch ohne Rücksicht auf die Menschen, ohne Rücksicht auf Deutschland, ohne Rücksicht auf Europa. Sie hat damit viel von dem, was sie zuvor in bewundernswerter Weise geschaffen hat, wieder zerstört.
Angefangen mit der desaströsen "Energiewende", wie auch der Bundesrechnungshof inzwischen, nach kaum 7 Jahren erkannt hat, ausser (sehr hohen) Spesen nichts gewesen, und beendet mit dem Treiben eines tiefen Keils nicht nur in die deutsche Gesellschaft durch eine völlig planlose Flüchtlingspolitik. Zu unser aller Schaden, wobei "uns" ganz Europa heissen muss, hat sie damit auch eine tiefgreifende Spaltung Europas bewirkt statt Europa zu einen und mit einer Stimme sprechen zu lassen. Und den erhofften Friedensnobelpreis wird sie wohl dennoch nicht bekommen.
Über die Jahre hat sie jeden, von dem sie dachte, er könne ihr gefährlich werden als möglicher Nachfolger als Konkurrenten betrachtet und höchst erfolgreich bekämpft. Es bedurfte keines Herrn Seehofer, um die Republik, um die GroKo derart an die Wand zu fahren, wie das in den letzten drei Jahren geschah. Dazu genügte Frau Merkel alleine. Allenfalls hat Seehofer als Gegenpart verhindert, dass es noch schlimmer werden konnte. Leider hat aber Merkels Politik allerlei Politchaoten wie AfD, LINKE und Grüne massiv erstarken lassen, was der Demokratie weder in Deutschland noch in Europa sonderlich nützt. Wenig nützlich für Deutschland und Europa ist natürlich auch der Rest dessen, was von der SPD noch übrig ist als Koalitionspartner.
Natürlich sollte auch Seehofer jetzt abtreten. Man hat ihm recht erfolgreich die Rolle des Sündenbocks zugewiesen, wobei ihm natürlich schon auch vorzuwerfen ist, zuweilen nicht konsequent genug gewesen zu sein. Der größte Fehler war der Eintritt in eine von vornherein fast zwangsläufig instabile Regierung im vorigen Jahr. Der Herr Lindner mit seiner Windfähnchenpartei hat das besser verstanden.
Es fragt sich, wie es weitergehen könnte - wie die Abwärtsspirale zu durchbrechen ist

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pittiken 30.10.2018, 10:42
125.

Zitat von wmb58
Merkel will unbedingt Kanzlerin bleiben. Auf jeden Fall die Zeit bis zum Ende dieser Legislaturperiode. Sie spielt auf Zeit. Jetzt gibt sie zuerst mal den Parteivorsitz auf. Zeit gewonnen. Bis zum Winter kommt nichts mehr dazwischen. Dann wird sich der/die Neue im Parteivorsitz einarbeiten. Wieder Zeit gewonnen. Und so will sie sich weiter durchwursteln. Nur ob diese Strategie Erfolg hat, wage ich zu bezweifeln. Dass die CDU bei den Wahlen Stimmen verlieren wird, hängt auch stark mit der Kanzlerschaft von Frau Merkel zusammen, und nicht mit dem Parteivorsitz. Die nächsten Wahlverluste der CDU werden eine Dynamik in der CDU/CSU entstehen lassen, die auch an Merkel nicht spurlos vorbei gehen werden. Diese sture Haltung der Kanzlerin wird ihrer Partei noch sehr sehr weh tun. Nebenbei: Es ist auch nicht gut für die Demokratie in Deutschland. Es stärkt Parteien, die ich eigentlich gar nicht sehen möchte.
Frau Merkel wird zwar Zeit gewonnen haben bis zum CDU-Parteitag, aber im nächsten Jahr sind Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg (beide 1.9.2019), Thüringen am 27.10.2019. Und in Sachsen läuft die CDU Gefahr, von der AfD als stärkste Kraft abgelöst zu werden. Und spätestens dann, ist die Kanzlerin Merkel Geschichte in Deutschland.

Und auch die Europawahlen am 26.5.2019 werden interessant werden.

Spätestens Ende 2019 wird der Bundestag neu gewählt.

AKK ist ja der Abklatsch von Merkel, wer Merkel wegen der Flüchtlingsgeschichte weghaben möchte und dafür AKK vorgesetzt bekommt, dann verliert die CDU weiter an Stimmen.

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Wolfgang Heubach 30.10.2018, 10:46
126. Warum nicht CDU-Mitglieder über Parteivorsitz entscheiden lassen?

Laut Satzung wählt ein Bundesparteitag die CDU-Vorsitzende oder den CDU-Vorsitzenden. Als Zeichen eines Neuanfangs könnte man doch in diesem besonderen Fall alle CDU-Mitglieder darüber entscheiden lassen. Ein Mitgliederentscheid würde auch einen wirklichen Neuanfang sichtbar dokumentieren.

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böseronkel 30.10.2018, 10:47
127.

Zitat von pittiken
Auch jetzt kann die Noch-Kanzlerin Merkel Herrn Seehofer nicht offen unter Druck setzen, denn im Koalitionsvertrag steht ja drin, welche Partei in welchem Ressort den Ministerposten bestellt.
Im Koalitionsvertrag ist festgelegt welcher Partei welches Ressort den zusteht, aber nicht welcher Ayatollah das Ministerium führen muss. Vielleich haben die Wähler bei den vergangenen Landtagswahlen auch zum Ausdruck bringen wollen, dass das Innen- und Heimatministerium mit einem Ayatollah Alpini nicht optimal besetzt ist.

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mundusvultdecipi 30.10.2018, 10:51
128. Richtig...

Zitat von rosenbluete
Herr Bosbach hat sich heute Morgen im Radio-Interview für Herrn Merz ausgesprochen. Würde mich freuen, wenn es so käme. AKK wäre für Frau Merkel sicherlich die angenehmere Option während ihrer Kanzlerschaft. Ich glaube aber, dass durch die Wahl von Herrn Merz viel mehr Konturenschärfe in der Parteienauswahl für die Bürger gegeben sein wird und dass das der Union zu mehr Stärke verhelfen könnte.
..durch Merz könnte sich die SPD in der Opposition an ihm abarbeiten und die elementaren Nachteile der CDU für ein soziales Deutschland herausarbeiten.Durch den Endgültigen Abgang Merkels würde auch die AfD unter die 5% Marek rutschen.

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derblaueplanet 30.10.2018, 10:58
129. Das war ja klar, daß sie jetzt wieder aus ihren Ecken kommen

Zitat von dirkozoid
Damit würde er ja der Union und ganz Deutschland einen Gefallen tun. Und das kommt für Seehofer nicht in Frage, denn Horst Seehofer interessiert nur Horst Seehofer, fertig. Außerdem müsste er dann Verantwortung für sein Handeln übernehmen und das glaubt doch niemand, dass das passiert. Nene, der muss jetzt noch ordentlich Porzellan zerschlagen und darin ist er ja gut, das muss man ihm lassen.
die linksreaktionären Biedermänner und ihre medialen Posaunen. Wenn "ihre" Angela ihr Scheitern nicht mehr leugnen kann und es ihr vom Wähler unmöglich gemacht wurde, so weiter zu regieren wie bisher, dann will man will man für diese Schmach Genugtuung. Nein, es geht ihnen nicht um das Wohl des Landes, diesen "Kritikern", es geht ihnen ausschließlich um ihre ideologische Hegemonie, um ihre linksreaktionäre Leitkultur jenseits der Erfordernisse der Wirklichkeit und der Lebenswirklichkeit des Gros der Bevölkerung. Dem gerecht zu werden aber war die Intention des Innenministers. Horst Seehofer hat als einer der ersten und wenigen im Laufe der letzten Jahre verstanden, daß die Absicht der meritokratischen Eliten, ihre gesinnungsethisch und ideologisch begründeten Maximalforderungen durchzusetzen sowohl unsere Gesellschaft, als auch Europä polarisieren und spalten werden. Und er hatte es lange mit Verhandeln und guten Worten versucht, biß aber bei der Kanzlerin auf Ignoranz und Arroganz, und bei den in ihren Echokammern gefangenen "Eliten" auf hasserfüllte Ablehnung. Den aufgrund seines standings unabweislichen Konflikten antworteten sie mit Kampagnen ad personam, wie sie in dieser Republik lange nicht gesehen wurden und eher an DDR-Praktiken erinnern. Und, wie man sieht, wird das fortgesetzt, jetzt als Rachefeldzug. Man kann der CSU nur wünschen, der Versuchung zu widerstehen, Horst Seehofer die Unterstützung zu entziehen, sonst wird sie sich bei der nächsten Wahl mit Sicherheit dort finden, wo die CDU jetzt schon steht.

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