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Rückzug von der CDU-Parteispitze: Lob für Merkel, Kritik an Seehofer
CHRISTINA RIZK/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Angela Merkels Rückzugsankündigung kommt innerhalb ihrer Partei gut an - im Gegensatz zum Verbleib von Horst Seehofer. Und: Im Rennen um den CDU-Vorsitz erhalten Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz Unterstützung.

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schnubbeldu 30.10.2018, 08:06
30. da muss ich Ihnen leider widersprechen

Zitat von alternativlos
Zuerst hat Seehofer doch den Parteivorsitz abgegeben, genauso stoisch wie Merkel zwar, aber zumindest vor der Landtagswahl und nicht hinterher. Hat aber im Ergebnis beiden nichts genutzt, wenngleich, welch Wunder, ein Verlust der Regierungsmacht nicht einherging. Dass Mutti diesen Entschluss schon vor den Landtagswahlen gefasst hat und die Partei-Kandidaten im falschen Glauben hat wählen lassen, wird sich noch sehr tief in die Wählerseele hineinfressen. Die Botschaft dürfte aber den beiden gefallen, wer die demokratischen und rechtsstaatlichen Spielregeln verletzt, wird abgestraft. Und hier hat die Legislative versagt, nicht „aber“ die Exekutive. So zumindest die Überzeugung von „Übermutti“ und „Superhorst“. Und solange dieses parlamentarisch nicht aufgearbeitet wird und die Regierung etwaigen Untersuchungsausschüssen Lügen auftischen darf, solange werden diese Überzeugungen dominieren. Und diese Dominanz ist autokratisch gewollt. Weiterhin Alles Gute.
Herr Seehofer ist tag HEUTE immer noch CSU-Chef. Lediglich hat er neulich "angedeutet", wie er es bei so vielen Themen der jüngsten Vergangenheit macht, dass er, BEVOR er direkt abgewählt wird, sein Posten abgeben möchte.

Darüber "sprechen" oder "handeln" ist zweierlei paar Schuh, Frau Merkel ist so konsequent, wie sie es letztendlich bei vielen Themen auch immer ist, und steht zu ihren Worten. Herr Seehofer droht nur, aber handeln ist nicht sein Handwerk.

Ehrlich gesagt, es wird Zeit dass Querulanten das Feld räumen. Auch sollte die CDU bewusst sich die Frage stellen, wie lange sie noch mit der Schwesterpartei agieren möchte. Denn immer wieder gibt es Probleme innerhalb den Parteien CDU und CSU und permanent solch einen Kampf zu führen schadet im Gesamten der Union auf Bundesebene. Die CDU an sich, kann bundesweit auf 3% der Stimmen aus Bayern verzichten und die CSU, sofern Herr Seehofer so weiter machen möchte und seine Partei eher rechts ausrichtet, kann sich überlegen sich auf der Bundesebene mit der AfD zusammen zu tun. Dann wäre auch endlich klar, was die jeweilige Unionspartei will und klarere Bündnisse zu Regierungsbildungen lassen sich einfach schließen.

Selbst ein Trump hat in Amerika erkannt, was denn genau diese kleine Partei aus Bayern immer will. Es ist wie mit den Engländern, immer nur Rosinen picken, bringt uns insgesamt nicht weiter. Es ist vielleicht auch eines der Gründe der Politikverdrossenheit der Deutschen.

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burlei 30.10.2018, 08:10
31. @alternativlos, #1

Zitat von alternativlos
[...] Dass Mutti diesen Entschluss schon vor den Landtagswahlen gefasst hat und die Partei-Kandidaten im falschen Glauben hat wählen lassen, wird sich noch sehr tief in die Wählerseele hineinfressen. Die Botschaft dürfte aber den beiden gefallen, wer die demokratischen und rechtsstaatlichen Spielregeln verletzt, wird abgestraft. [...] Und solange dieses parlamentarisch nicht aufgearbeitet wird und die Regierung etwaigen Untersuchungsausschüssen Lügen auftischen darf, solange werden diese Überzeugungen dominieren. [...]
Seit wann wählt der Bürger bei Landtags- oder Bundestagswahlen einen Parteivorsitzenden der CDU? Das ist alles, was Merkel abgibt. Sie bleibt weiter die Kanzlerin und will weiter die Richtlinien der Politik bestimmen. Warum man da einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss einsetzen soll, erschließt sich mir nicht so ganz.

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AlBundee 30.10.2018, 08:10
32.

CDU und CSU müssen endlich den Einpersonen-Kult überwinden, was nach so vielen Merkel- und Seehofer-Jahren nicht einfach werden wird. Bei den Grünen klappt das Teamwork besser und ist die öffentliche Wahrnehmung nicht so sehr auf eine Person fokussiert. Auch der AfD muss man lassen, dass bei ihr ein Team von Nervensägen polarsiert. Der Versuch einer Sonnenkaiser-Ablösung ist anachronistisch und wirkt eher albern, siehe Söder. Diskussionen wer das "Merkel-Erbe" antritt, die "Neue Merkel" wird etc sind deshalb gefährlich. Dieses eine Erbe sollte man ausschlagen, denn es ist toxisch, siehe Wahlergebnisse.

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Öko Nom 30.10.2018, 08:11
33. Gefährlich

Im Kanzleramt kann diese Dame noch eine Menge Unheil gegen Deutschland anrichten. Als nächstes steht schon der Global Pact for Migration an, eine Zusage der unbegrenzten und unkonditionellen Einwanderung nach Deutschland und seine Sozialsysteme. Das Thema findet in der Öffentlichkeit nahezu nicht statt, Bürgerpetitionen dazu werden kaltgestellt.

Dieser "Globale Pakt der Migration" ist nichts anderes als eine Erklärung zur TOTALEN MIGRATION, noch totaler als bisher gesehen, ohne Einschränkung, ohne Entkommen.

Länder wie die USA und die Schweiz haben gegen diese Erklärung der Selbstaufgabe schwere Bedenken angemeldet. Die globale Ordnung kann durch diesen Vertrag irreversibel gestört werden.

Das mögen natürlich Linke wie Grüne anders sehen, unabhängig davon sollten die gravierenden Auswirkungen eines solchen Vertrages vor Verabschiedung einer öffentlichen Diskussion unterzogen werden, dieses geschieht aber nicht.

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tomrobert 30.10.2018, 08:11
34. Den einfachen Bürger enteignet

und sich selbst und ihre reichen Klienten bereichert.
Das sind unsere Politiker die sich keinen Deut von den korrupten Politikern der dritten Welt unterscheiden.

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supertramp54 30.10.2018, 08:11
35. Vorsitz auf Lebenszeit

Das Lob für den angekündigten Verzicht auf eine Kandidatur ist aufschlussreich. Es wird erkennbar, dass in der CDU die Wahl zum Parteivorsitz offensichtlich auf Lebenszeit erfolgt; erst der Verzicht auf das Amt (bzw. die Kandidatur!) gibt anderen Personen eine Chance. Das ist ein eigenartiges Demokratieverständnis!

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vox veritas 30.10.2018, 08:12
36. Lächerlich

Herr Seehofer ist doch nur deshalb auf die Barrikaden gegangen, weil Frau Merkel Fehlentscheidungen gefällt hat. Nicht nur 2015, sondern auch bereits davor. Seehofer nun für den Rücktritt bzw. die GroKo-Krise verantwortlich zu machen, ist Ursache und Wirkung zu verwechseln.

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Dauerwähler 30.10.2018, 08:12
37. Norbert Röttgen als Kandidat?

Was ist mit Norbert Röttgen? Jemand sollte ihn fragen, ob er für den Vorsitz kandidieren möchte. Oder wer hätte ein Interesse daran, ihn nicht zu fragen? Die bisher genannten Vorschläge kamen für meinen Geschmack zu schnell und viel zu konkret.

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isi723 30.10.2018, 08:15
38. "lame duck"

warum wir Merkel für Ihren Schritt eigentlich jetzt von vielen Stellen gelobt. Ich meine, dass nun auch Frau Merkel eingesehen hat, dass eine Wiederwahl im Dezember ziemlich ausgeschlossen war. Also tritt sie vom Amt der Parteivorsitzenden zurück, der Posten ist ja eh weg, will aber noch Kanzlerin bleiben. Vielleicht nur aus dem Grund ins Kanzlerbuch der Rekorde zu kommen, akzeptiert sie als "Lame Duck" nichts mehr für Deutschland und/oder Europa tun zu können. Nun gut, für Europa hat sie ja bisher, ausser deutsche Interessen durchzupeitschen, auch nichts getan. Ich finde das am Amt der Kanzlerin kleben bleiben ziemlich egoistisch, vermutlich weil sie glaubt, sie wäre alternativlos.

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Öko Nom 30.10.2018, 08:22
39. Das Erbe der Angela M.

Aus einer einstmals stolzen bürgerlichen 40+x% Volkspartei eine dem Untergang gewidmete 20+% SPD-Kopie gemacht ... was gibt es da zu feiern außer ihren schnellen Abtritt. Hoffentlich auch aus dem Kanzleramt, denn dort kann sie ja bekanntlich nicht nur der CDU Schaden zufügen sondern dem gesamten deutschen Volk, also die schon länger hier leben und kräftig blechen müssen für die 15 Wahnsinnsjahre unter dem ersten weiblichen Kanzler.

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