Forum: Politik
Rüstungsprojekte: Von der Leyen engagiert teure Berater-Armee
DPA

Verteidigungsministerin von der Leyen will Rüstungspannen der Bundeswehr wie beim A400M künftig verhindern. Für mehr als 200 Millionen Euro werden statt eigener Experten jetzt externe Berater angeheuert.

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micnolde 17.03.2016, 19:26
180. Entsetzlich

Liebe SPON-Redaktion, in diesem Vorgang steckt so viel Sprengstoff (Geheimhaltungsoption, Frage nach einer Umstrukturierung der Behörde, Pistenschacher usw.) und ich handelt die Probleme in Nebensätzen ab. Seit ein, zwei Jahren komme ich nicht mehr aus meinem Entsetzen raus. OK, ich bin ein Kind der 80iger Jahre. Aber meiner Meinung seit ihr so langsam nicht mehr die vierte Säule im Staat. Beispielsweise die Teflonschicht der Merkel, trägt nicht sie am Körper, das sind die Medien, die zu keiner Kritik mehr fähig seid, wenn da eine Frau vorne steht. Durchgegendert bis zur letzten Pore fallt ihr über jeden Mann her, aber politische Fehler und Skandale von Frauen schweigt ihr nieder. echt ...

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wasnulos 17.03.2016, 19:44
181. Nunja,

Zitat von tbline67
Danke das es mal einer sagt: im BAAINBw gibt es für jedes Projekt einen Spezialisten, der sehr genau die Risiken und Probleme kennt. Das mit dieser teuren Maßnahme das Personal im BAAINBw quasi als teure Deppen dargestellt werden ist eine Frechheit. Wenn man dazu das addiert, mit dem Frau Suder genau diese Mitarbeiter noch vor wenigen Wochen in der Rhein Mosel Halle einlullen wollte... Es ist nicht neu, dass die Politik den Lobbyisten jede Tür öffnet. In diesem Fall wird hoffentlich ein im Vergaberecht bewanderter Mensch einmal das Stop Schild hochhalten. Frau Suder wäre besser beraten im BAAINBw nicht dauernd "moderat" nachzujustieren, sondern die Expertise der dort tätigen Fachleute nutzen! Viele wahren von der erfrischenden Art der Staatsekretärin angetan. Das hier nur wieder eigene Pfründe im Vordergrund stehen ist traurig
die Expertise der BAANBw hat sich in den letzten 30 Jahren als NICHTexpertise herauskristallisiert.

Ist wie in jedem Ministerium, befördert die Minderleister, Hauptsache sie sind nicht mehr in meiner Abteilung.

Die hohe Expertise dürfen diese Beamten gerne an vorderster Front vorführen, dann lernen sie eventuell dass sie NICHTS wissen und KÖNNEN.

Aussortieren und in den Ruhestand versetzen, kostet genauso viel Geld wie jetzt, aber sie gefährden nicht mehr junge Soldaten die unsere Freiheit am Hindukusch verteidigen.

Liebe Grüße
Wasnu

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wasnulos 17.03.2016, 20:05
182. Die Antwort ist gänzlich einfach.

Zitat von Peter Eckes
Ich wäre für eine Antwort, vielleicht von einem Insider, sehr dankbar. Da gehe ich also zu einem Beratungsunternehmen meiner Wahl (Das sind die mit dem Consulting im Namen, oder?) und buche ein paar Stunden. Und dann werde ich zu einem Thema meiner Wahl beraten oder wie? Halten denn diese ganzen Beratungsunternehmen massenhaft Waffen- und Rüstungsexperten vor? Und was machen diese Waffenexperten wenn gerade keine Armeen beraten werden? Beraten die dann die Hersteller von Tütensuppen? Oder beraten jetzt die Experten für Tütensuppen die Bundeswehr. Ich verstehe dieses ganze Beraterkonzept nicht. Da gibt es Unternehmen die seit Generationen in einem Geschäftsfeld aktiv sind und die werden dann beraten von Beratern die in ihrer Karriere alle 3 Monate was anderes machen. Wie kann das Vorteile bringen. Man kann sich ja wegen mir einen Steuerberater holen oder einen Rechtsberater aber einen Berater in seinem ureigensten Geschäftsfeld ist doch Quatsch.
Weil der Blick "von Außen" und das Wort von Außen imer ehrlicher und korrekter ist als das "haben wir schon immer so gemacht und wollen wir weiter machen".

Aber Perlen vor die Säue, geht ja um 200mio Euro, da wird dem "kleinen Hans" ja ganz anders.

INTERNE EXPERTEN gibt es offensichtlich nicht, anders ist diese Fehlausstattung unserer Truppe nicht zu erklären.

Schickt die Versager (siehe Gefechtsfähigkeit und Landesverteidigung) in Ruhestand, kostet Geld aber es könnte danach wieder vernünftig Wehrmaterial besorgt werden!

Liebe Grüße
Wasnu

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günter1934 17.03.2016, 20:13
183.

Zitat von karljosef
Leider kenne ich den Laden aus eigener Erfahrung! Das Ergebnis einer extrem teuren Untersuchung war, man wird es nicht für möglich halten: Umstrukturierung! Mit anderen Worten: Entlassungen! ZYNISMUS ON Es kann doch nicht sein, dass Mc Kinsey auf die Idee kommt, dass Uschi auf dem Posten völlig ungeeignet ist? ZYNISMUS OFF
Wenn Sie den Laden aus eigener Erfahrung kennen, dann wissen Sie doch sicher auch, dass da seit Rudolf Scharpings Zeiten schon unendliche Millionen an Beraterkosten angefallen sind.
In diesem Zusammenhang finde ich die 200 Mio für 3 Jahre noch moderat.

Wegen Umstrukturierung ist in diesem "Laden" noch kein Mensch entlassen worden.

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StefanieTolop 17.03.2016, 21:12
184. Interessanter Artikel

Wer noch mehr über Korruption in der Politik durch Unternehmensberater wissen möchte, dem kann ich das Buch "Beraten und Verkauft" von Thomas Leif empfehlen. Auch sehr interessant in diesem Zusammenhang ist das Buch von Julia Friedrichs: "Gestatten Elite"

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granathos 17.03.2016, 22:03
185. grübel

Zitat von wasnulos
.. Ist wie in jedem Ministerium, befördert die Minderleister, Hauptsache sie sind nicht mehr in meiner Abteilung. Die hohe Expertise dürfen diese Beamten gerne an vorderster Front vorführen, dann lernen sie eventuell dass sie NICHTS wissen und KÖNNEN. ..
man muss sich doch fragen, ob nicht doch noch was anderes dahinter steckt. Die stabile Krassheit der Fehlleistungen ist schon atemberaubend. Es wurde gerade ein BND Beamter wg. Landesverrat verknackt. Er gab zu Protokoll, ihm sei langweilig gewesen. Oder war/ist doch Korruption am Werke.

Bei der Jobberhöhle der Uni einen BWLer anfragen. Den dann:
Googeln lassen nach Anbietern,
Offerten verschicken
Angebote prüfen und prüfen lassen
meeting
Runde #2
Amis/Franzosen/Russen konsultieren
meeting

Mit dem stuff ließe sich doch schon ein Art von Kandidatenturnier veranstalten. Dabei knallharten IgnatioLopezPoker anwenden und ECHTE WInkeladvokaten die Daumenschrauben rausholen lassen.

Also SOOO schwer kann das alles doch nun wirklich nicht sein.

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günter1934 17.03.2016, 22:21
186.

Zitat von granathos
man muss sich doch fragen, ob nicht doch noch was anderes dahinter steckt. Die stabile Krassheit der Fehlleistungen ist schon atemberaubend. Es wurde gerade ein BND Beamter wg. Landesverrat verknackt. Er gab zu Protokoll, ihm sei langweilig gewesen. Oder war/ist doch Korruption am Werke. Bei der Jobberhöhle der Uni einen BWLer anfragen. Den dann: Googeln lassen nach Anbietern, Offerten verschicken Angebote prüfen und prüfen lassen meeting Runde #2 Amis/Franzosen/Russen konsultieren meeting Mit dem stuff ließe sich doch schon ein Art von Kandidatenturnier veranstalten. Dabei knallharten IgnatioLopezPoker anwenden und ECHTE WInkeladvokaten die Daumenschrauben rausholen lassen. Also SOOO schwer kann das alles doch nun wirklich nicht sein.
Sie meinen, bei dem Amt in Koblenz sitzen die Beamten hinterm Schreibtisch und warten, bis die Anbieter mit dem Köfferchen reinkommen?
Da geht es um knallharte Verhandlungen mit der handvoll Firmen, die überhaupt Flugzeuge, U-Boote und Kanonen bauen können.
Und ich bis sicher, die lassen sich von McK und Co für noch viel mehr als 200 Mio in 3 Jahren beraten.

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hokuspok 17.03.2016, 22:24
187. tomasl,

Zitat von tomasl
Die Behörde ist zu Recht beiseite gedrängt worden.
Kenner nennen das seit Jahrzehnten Bundeswehrbestechungsamt.

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hokuspok 17.03.2016, 22:44
188. Raubtierkapitalist, eogentlich schon, aber

Zitat von Raubtierkapitalist
Was soll man denn machen, wenn man keine Ahnung hat!? Ich tue mich echt schwer mit der Besetzung der Position des Verteidigungministers... da gehört doch eigentlich Jemand hin, der eine militärische Laufbahn hinter sich hat.
militärische Entscheidungen zu unserer Verteidigung trifft die Frau Bundeskanzlerin als Oberbefehlshaberin. Die Hoffnung, daß sie selbst auch getroffen werde, sollten Sie nicht hegen.

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Peter Bernhard 18.03.2016, 08:31
189. Ábsolutistische Definitionen von Gutheit

Im Anschluss an meinen Beitrag zu oben SPD fordert höhrere Steuern/Lebensarbeit: die Beratung, die selbst teuer ist, muss den Arbeitenden (Militärs) als unnötig erscheinen, das "braucht es nicht" - somit könnte also in eine Prämissigkeit nämlich einer Definition von "Bedarf" durch Spiegelbarkeit lustigerweise eine "Reflexivität" als Ausgangspunkt zu etwas "Anderem", das insbesondere nicht nur besser ist, hineingebracht werden. Und mit anderen Worten: eine teure Beratung, die auf Kosten meines Bedarfs geht, macht zunächst einmal bewusst, dass Arbeit überhaupt auf Kosten nämlich von Bedarf gehen kann - hä, verstehe - und umgekehrt - ist das richtig? - das die bedarfsungehörige Definition von Arbeit eine sein kann, eine ist. Mit anderen Worten: das schier teure der Beratung muss die Kostenseite hier militärischer Arbeit überhaupt erst mal gegenüber einer Absolutheit von Sinnvollhaftigkeit gelten machen - interessant für mich, siehe vorbeitrag, dass also von "Bedarf" durchaus der Bundeswehr die Rede ist. Im Unterschied also zu "Investition" (schweres Gerät und so) "meint" also nach meiner Denke dieser Begriff denjenigen Aspekt, das eine Nötigkeit von Versorgtsein - hier also doch mit Sicherheit, auch im welchem Maße - gesellschaftlich schon gar nicht mehr, sondern vaterländisch-absolut definierbar ist. Somit steht also "was tun" gleich nach dem "was nun": "was machen wir" was anderes als "was macht das". Mir nicht zufällig, dass mir zuletzt noch diese Idiomatik einfiel: das unterscheidet also die teure Beratung von der bloßen Buchhaltung. Wpbei also durch die Zusammenfassung von Arbeit und Bedarf unter "braucht's" solche und derlei Beratung also über den Graben gehievt von "keine Arbeit" zu "unnutz!" gemacht werden kann.

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