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Russisches Syrien-Abenteuer: Das Rezept gegen Putins Imperialismus
REUTERS

Erst die Ukraine, jetzt Syrien: Die russische Außenpolitik ist ohne Zweifel aggressiv. Trotzdem muss Deutschland nicht in Panik verfallen. Es gibt ein Mittel gegen die Eskalation - es stammt aus dem ersten Kalten Krieg.

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heiko1977 11.10.2015, 14:45
440.

Zitat von MephistoX
... diese "Putin-Assad-Show" is keine sonderlich glanzvolle: Ist es doch Assad, [...] und dessen Folterknechte in seinen Kerkern weiterhin brutalst zig Tausende Regimekritiker misshandeln und töten ...
Haben Sie eventuell vergessen, dass eben diese syrischen Foltergefängnisse u.a. von der CIA genutzt wurden und mindestens einmal auch BND-Beamte zugegen waren? Dieses kam Ende 2005 raus und beschäftigte das Parlament.

Ein Zitat von Amnesty International:
"Vor allem seit dem Beginn des 'Kriegs gegen den Terror' hat der US-Geheimdienst CIA zahlreiche Verdächtige in Länder wie Syrien oder Afghanistan gebracht, um ihnen dort durch Folter und menschenunwürdige Haftbedingungen Geständnisse abpressen zu lassen."

http://www.amnesty.ch/de/aktuell/magazin/2008-4/usa-lassen-in-syrien-foltern

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bertholdrosswag 11.10.2015, 14:45
441. Nicht die Forschheit einer Behauptung macht sie auch wahr

Putin hat den Krieg in die Ukraine getragen? Das noch forsch betonen, dann muss es auch wahr sein. Ist es aber nicht, sondern eine perfide Verdrehung des Geschehens. Putin wollte mit der EU wirtschaftlich zusammenrücken und hat auch in all den Jahren keine Anstalten gemacht die EU bei ihrer Formierung zu behindern. Diese wirtschaftliche Entwicklung sah die US Macht und Wirtschaftslobby mit Widerwillen und torpedierte diese Entwicklung mit dem bewaffneten Maidanputsch und dem Natoerweiterungsplan bis zur russischen Grenze. Dies erst veranlasste den Kreml die Krim dem NATO PAKT nicht zugänglich zu machen. Eine völlig logische Handlung in Abstimmung mit der Bevölkerung.

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MephistoX 11.10.2015, 14:57
442. Nö, ...

Zitat von heiko1977
Haben Sie eventuell vergessen, dass eben diese syrischen Foltergefängnisse u.a. von der CIA genutzt wurden und mindestens einmal auch BND-Beamte zugegen waren? Dieses kam Ende 2005 raus und beschäftigte das Parlament.
... habe ich nicht vergessen, aber aufgrund dieser Geheimdienst-Schweinereien des sog. "Westens" muss ich noch lange nicht Putin oder gar dem Schlächter Assad die Füße küssen :o

Die Chance eines politisch zunehmend gestärkten Europas besteht halt darin, sich mehr und mehr von den fatalen "Machtspielechen" Purtins und auch der US-Administration loszueisen ... ich hoffe, wir werden sie mittel- und langfristig auch zu nutzen wissen..

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Celestine 11.10.2015, 17:17
443.

Zitat von MephistoX
... diese "Putin-Assad-Show" is keine sonderlich glanzvolle: Ist es doch Assad, der weiter mit Fassbomben einen Vernichtungskrieg gegen sein "eigenes" Volk führt und dessen Folterknechte in seinen Kerkern weiterhin brutalst zig Tausende Regimekritiker misshandeln und töten ... Sowohl Putin als auch Assad geht es nicht um das Wohlergehen des syrischen Volkes, sondern um russische geopolitische Interessen im Nahen Osten und die Sicherung der Assad'schen Erbdiktatur. Diese russisch-syrische Kumpanei unter Einbeziehung des Irans und der libanesischen Hisbollah wird letztlich kein gutes Ende nehmen, sondern weiteres Leid und Flüchtlingsströme produzieren. Es wird mit Assad keine "Befriedung" Syriens geben können, dazu hat er sich bereits zu sehr am "eigenen Volk" vergangen.
Sie haben Recht: Letztendlich ist die Situation so kompliziert und so vertrackt, dass die USA keinen gemeinsamen Weg gefunden hätte, zumal jetzt Seite an Seite mit Verbündeten wie Iran und die Hezbollah. Und wie ich hier schon mal schrieb, so wird Putin seinem Verbündeten Assad nicht vorschreiben, wie er seinen Krieg zu führen hat.

Offenbar handeln die USA, ähnlich wie Netanjahu, so wie ich das bei dessen Interview auf CNN verstanden habe, nach einem pragmatischen Approach: Wer die ISIS Terroristen und Al Qaida etc. aus dem Weg räumt, soll zuerst mal ruhig machen... Ich glaube da aber an kein Wunder und traue den Russen auch nicht wirklich über den Weg...

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alterego13 11.10.2015, 19:31
444. MephistoX/ 437

Die Tataren hatten 2001 einen Bevölkerungsanteil von 12,1 % im Gegensatz zu 1989 mit 1,9 %. Es fand also ein starker Rückstrom statt. Auf der Krim finden Sie heute fast mehr Moscheen als Kirchen. Bei der Rückkehr nahmen sie sich ein Stück Land und bauten darauf Häuser. Da der Ukraine die Krim ziemlich egal war (es gab kaum Investitionen), kümmerte das auch niemand. Und jetzt kommt eine Bürokratie (nicht schlechter als die deutsche) und verlangt Eigentumsnachweise. Das kann man doch nicht machen. Trotzdem haben die Tataren die Situation als unumkehrbar akzeptiert und sich damit abgefunden. Sie fahren dabei gar nicht schlecht, denn trotzalledem ist der Lebensstandard in Russland höher als in der Ukraine. Besonders in letzter Zeit.

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