Forum: Politik
Russland in die Nato - eine gute Idee?

Wenn das Verteidigungsbündnis überleben will, muss es sich öffnen. Doch dafür müsste sich auch der Kreml bewegen: in Richtung politischer Pluralismus, Grundrechte, Pressefreiheit, freie Marktwirtschaft. Liegt die Zukunft der Nato in einer Allianz aus Nordamerika, Europa - und Russland?

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claudejarmush 08.03.2010, 13:37
10.

Zitat von semir
Ein Verteidigungsbündnis ohne Feinde ist nicht überlebensfähig.
Manche Freunde sind schlimmer als die ärgsten Feinde...Die Gefahren lauern meistens von innen, nicht von außen =))

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Harald E 08.03.2010, 13:42
11.

Zitat von semir
Ein Verteidigungsbündnis ohne Feinde ist nicht überlebensfähig.
China und/oder Indien werden sich als Feind nicht lumpen lassen.

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RobbiTobbi 08.03.2010, 13:48
12.

Zitat von royal_rumble
Ich halte das für keine gute Idee. Es handelt sich um ein Verteidgungsbündnis, das heißt, Russland würde nicht nur uns in einem Krieg beistehen, sondern WIR MÜSSTEN AUCH RUSSLAND in einem Krieg beistehen.
Wir müssen doch auch den USA bei ihren ständigen Kriegen nicht jedesmal beistehen. Nur wenn die USA selber angegriffen werden. Wie am 11. September 2001.

Aber nicht wie in Vietnam, Grenada, Panama, Somalia, wo-auch-immer.

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Harald E 08.03.2010, 13:50
13.

Zitat von RobbiTobbi
Und in ferner Zukunft werden auch China und Indien dazugehören.
Ja,klar....

..und Afrika und Afghanistan und die VAE und Kuba...

Zitat von RobbiTobbi
es wird sicherer werden und genau das ist der Zweck der Nato.
Zweck der NATO ist die Sicherstellung von Profiten der Waffenlobby.
Die Rüstungsindustrie wird sich ihr Geschäftsmodell nicht madig machen lassen.

Lassen sie die Finger vom Himbeersaft. Der ist nur gut fürs Fliewatüt.

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Mackampala 08.03.2010, 13:50
14. Die Russische Armee unter US-Kommando?

Die Kommandogewalt in der NATO ist IMMER beim Pentagon. Wer das nicht glaubt, wird bestens informiert von Dr. Daniele Gansers Vortrag - "NATO - Geheimarmeen in Europa" bei YouTube.

http://www.youtube.com/watch?v=14CD9aG7bCE

Insofern ist der Spiegelartikel fern jeder Realitaet und erfuellt somit einen Propagandazweck im Sinne Edward Bernays.

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G-Kid 08.03.2010, 13:51
15.

Zitat von sysop
Wenn das Verteidigungsbündnis überleben will, muss es sich öffnen. Doch dafür müsste sich auch der Kreml bewegen: in Richtung politischer Pluralismus, Grundrechte, Pressefreiheit, freie Marktwirtschaft. Liegt die Zukunft der Nato in einer Allianz aus Nordamerika, Europa - und Russland?
Die Nato ist doch sowieso ein Auslaufmodell.

Ein rein europäischer Militärpakt incl. Rußland wäre sinnvoll, denn bisher ist die Nato nur ein Anhängsel und Befehlsempfänger der USA.

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sysiphus 08.03.2010, 13:51
16.

Was für ein Unsinn.
Aufgabe der NATO ist, Hilfstruppen für den amerikanischen Hegemon zur Verfügung zu stellen. Warum sollte sich Russland in ein solches Unterstellungsverhältnis begeben?
Schließlich sind die BRIC-Staaten die einzigen Länder neben den USA, die vollständig souverän sind. Das werden die niemals aufgeben.
Außerdem - wer weiß, ob die NATO überhaupt das Afghanistan-Desaster überleben wird...

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lichtschalter 08.03.2010, 13:51
17. Euroatlantisch??? Eurasisch!

Da glaubt jemand, die mitte der Nordhalbkugel läge zwischen den Kanaren und Island... Russsland wird sich nicht aufgeben, indem es sich dem euroatlantischen Diktat unterordnen. Die "Aufnahmebedingungen" nehmen jedem Mitgliedsland ausser den VSA die Souveränität. Angefangen bei den Rüstungen. Im "Westen" glaubt man sich seit Jahrhunderten überlegen. Tatsächlich wurde Russland noch nie besiegt, obwohl es beständig überfallen oder angegriffen wurde. Hier soll ein totes Pferd lebendig gemacht werden. Das geht nicht. Ein neues Pferd muss her, und dies ist Medwedews Vorschlag über die Europäische Sicherheit. Dieser stellt vernetzte statt zentrale Sicherheit dar und würde allen Mitgliedsstaaten mehr Souveränität geben als das Dienstverhältnis mit Washington.

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NotX-Lated 08.03.2010, 13:52
18.

Zitat von semir
Ein Verteidigungsbündnis ohne Feinde ist nicht überlebensfähig.
Oh Gott. Das Ziel einen solchen Bündnisses sollte nicht die die Überlebensfähigkeit des Bündnisses sein, sondern darum dass es sich selber überflüssig macht. Im Übrigen funktionieren solche Bündnisse schon seit über hundert Jahren auf einer anderen Logik als der des Kräftegleichgewichts: Es geht darum, dass jeder Staat im Bündnis, der angegriffen wird, die Unterstützung aller Bündnispartner erhält. Die Effektivität einer solches Konzeption nimmt mit der Anzahl ihrer Mitglieder nicht ab - im Gegenteil: Theoretisch könnte die ganze Welt in so ein Bündnis eintreten, es würde den Anreiz, einen Krieg anzuzetteln, nur noch weiter senken.

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glad07 08.03.2010, 13:53
19.

Zitat von royal_rumble
Ich halte das für keine gute Idee. Es handelt sich um ein Verteidgungsbündnis, das heißt, Russland würde nicht nur uns in einem Krieg beistehen, sondern WIR MÜSSTEN AUCH RUSSLAND in einem Krieg beistehen. Wenn man bedenkt in wieviele Konflikte Russland verwickelt ist (Tschetschenien, Georgien, Ukraine) und an wieviele Brandherde Russland grenzt (Zentralasien, Nordkorea, China...), halte ich es für keine gute Idee, wenn Deutsche Soldaten irgendwann ihr Leben an der Russisch-Chinesichen Grenze oder sonstwo in Zentralasien ihr Leben lassen.
Was meinen Sie wie lange es dauern wird bis die Chinesen in Berlin sind, falls es Rußland nicht mehr gibt in Folge eines Konflikts?

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