Forum: Politik
Russland in die Nato - eine gute Idee?

Wenn das Verteidigungsbündnis überleben will, muss es sich öffnen. Doch dafür müsste sich auch der Kreml bewegen: in Richtung politischer Pluralismus, Grundrechte, Pressefreiheit, freie Marktwirtschaft. Liegt die Zukunft der Nato in einer Allianz aus Nordamerika, Europa - und Russland?

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Bhur Yham 09.03.2010, 01:24
250.

Zitat von RobbiTobbi
Natürlich muss Russland in die Nato ... Und in ferner Zukunft werden auch China und Indien dazugehören. Die Zeiten ändern sich.
Und wenn die alle in der EU sind, ist der Endsieg nicht mehr weit. Die Spinner ändern sich nie.

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Vegano 09.03.2010, 08:30
251.

Zitat von Fleetenkieker
Kann den Postern hier nur einmal eine Reise nach Rußland empfehlen, sich - egal in welcher Gegend- einmal mit ganz normalen Russen zu unterhalten, und sie werden sehen, da gibt es absolut nichts, was uns von diesen Menschen trennt.
Niemand würde das ernsthaft bestreiten. Das Problem ist auch nicht das russische Volk. Das Problem ist der derzeitige russische Staat. Der ist kriminell und gefährlich. Nicht nur für Europa, sondern vor allem für die Russen selbst. In der Rangliste dessen, was Ihre "ganz normalen Russen" am meisten fürchten, stehen an erster Stelle islamistische Terroristen. An zweiter Stelle steht die russische Polizei, genannt "Miliz(ija)". Ihre "ganz normalen Russen" fürchten den eigenen Staat, die eigene Polizei. Zurecht: die russische "Miliz" ist zum allergrößten Teil schlicht ein Verbrechersyndikat.

Die Unsicherheitsholding
In Russland triumphiert das Milizsystem: Die Polizei hat das Land unter sich aufgeteilt. Sie kontrolliert die Wirtschaft. http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE6...~Scontent.html

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Zwietracht 09.03.2010, 08:47
252. Die NATO ist tot, es lebe die OSZE

Zitat von thrasybulos
Lesen Sie "The Grand Chessboard: American Primacy and Its Geostrategic Imperatives" (dt.: "Die einzige Weltmacht") von Zbigniev Brzezinski. Darin finden Sie Antworten auf ihre Fragen. Passend der Ausspruch vom ersten NATO-Generalsekretär Lord Ismay, worin der Zweck der NATO bestünde: "to keep the Russians out, the Americans in, and the Germans down".
Danke! So war es und so ist es (noch).
Die WK2-Nachkriegsordnung ist endgültig am Ende. Die Amerikaner sind ökonomisch kurz vor dem Kollaps, nicht direkt vergleichbar aber auch nicht ganz unähnlich wie die Sowjetunion vor 20 Jahren.
Amerika wird bald sein Imperium mit Stützpunkten in 140 Ländern dieser Erde stark verkleinern müssen, es ist einfach finanziell nicht mehr zu halten, die Schuldenlast erdrückend und die Fähigkeit zum Papiergelddruck schwindet mit der Flucht der Welt in alternative Reservewährungen.

Dem folgt, daß wir Europäer zukünftig stärker für die eigene Sicherheit und Verteidigung sorgen müssen.

Die NATO ist tot, es lebe die OSZE, in friedlicher Kooperation mit Russland.

Ich denke auch Rühe glaubt nicht wirklich daß Russland in die NATO integrierbar ist, aber über die Auflösung der NATO zu sprechen ist noch tabu, der Riese Amerika ist gerade sehr reizbar, wenn er auch schwächelt.

P.S. Wann holen wir unsere Goldreserven der Bundesbank (über 3400 Tonnen Gold) aus New York zurück?

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Zwietracht 09.03.2010, 08:54
253.

Zitat von Ylex
... Russland ist aktuell ein taumelnder Riese ohne innere Orientierung - die politische Orientierung nach außen ist dagegen klar: Eigenständigkeit neben den USA und China. Für Russland bildet die NATO die Klammer, mit der Amerika Europa an sich bindet. Die Russen haben an nichts weniger Interesse, als auch in den Einfluss dieser Klammer zu geraten. Was Rühe und Konsorten sich da ausklamüstert haben, ist blanker Unsinn, eigentlich kein Thema, das sich zu diskutieren lohnt.
Komisch, ich habe eher den Eindruck daß Amerika heute mehr taumelt als Russland und wir eher aufmerksam über den Atlantik schauen sollten, damit wir den Schaden für uns in Grenzen halten können wenn der Riese fällt.
Wie schon gesagt, die NATO hat sich überlebt. Sie ist ein Kind der WK2-Nachkriegsordnung. Nur traut sich das noch kaum ein Politiker offen zu sagen, noch sind die treuen Vasallen und Knechte Amerikas allgegenwärtig.

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grauer kater 09.03.2010, 08:58
254.

Zitat von seine_unermesslichkeit
Ich zum Beispiel brauche die NATO, ich kenne auch andere, die sie brauchen. Mir ist nämlich an Frieden in Freiheit gelegen!
Dass dieser "Frieden in Freiheit" Ihnen die Freiheit nimmt, über grosse Teile Ihres Einkommens frei verfügen zu können, dass große Ressourcen und gesellschaftliche potentielle Produktivität verschleudert werden, dass der Wohlstand der ost-/südosteuropäischen Beitrittsvölker in den Rüstungsprojekten versinkt und die Nato die Freiheit anderer Völker mißachtet, scheint Ihnen egal zu sein, wie auch die Opfer, die die Nato seit ihrem Bestehen verursacht hat!

Die Nato gehört aufgelöst und sie sollte durch eine neue Sicherheitsstruktur für Europa unter Einbeziehung Russlands und ganz Osteuropas ersetzt werden.

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grauer kater 09.03.2010, 09:34
255.

Zitat von Zwietracht
Danke! So war es und so ist es (noch). Die WK2-Nachkriegsordnung ist endgültig am Ende. Die Amerikaner sind ökonomisch kurz vor dem Kollaps, nicht direkt vergleichbar aber auch nicht ganz unähnlich wie die Sowjetunion vor 20 Jahren. ........ Die NATO ist tot, es lebe die OSZE, in friedlicher Kooperation mit Russland. ......... P.S. Wann holen wir unsere Goldreserven der Bundesbank (über 3400 Tonnen Gold) aus New York zurück?
Wer auf die Idee gekommen ist, die Goldreserven Deutschlands in den USA einzulagern, gehört noch heute vor Gericht gestellt! Die USA werden in der gegenwärtigen Lage ihrem treuen Vasallen nie gestatten, auf sein Gold zuzugreifen! Und "Mutti" hätte auch nie den Mut, überhaupt auf so einen Gedanken zu kommen!

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ds77 09.03.2010, 09:41
256.

Wollte nur anmerken, dass diese Diskusion in Russland niemanden interessiert... NATO ist ein Feind und ohne Russland als Feindbild hätte das Angriffs- und Kriegsbündnis keine Existenzgrundlage. Erst gerade wurde beschlossen Raketen und US-Truppen in Polenm an der russischen Grenze aufzustellen.

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Hubert Rudnick 09.03.2010, 09:48
257. Nato

Zitat von Zwietracht
Komisch, ich habe eher den Eindruck daß Amerika heute mehr taumelt als Russland und wir eher aufmerksam über den Atlantik schauen sollten, damit wir den Schaden für uns in Grenzen halten können wenn der Riese fällt. Wie schon gesagt, die NATO hat sich überlebt. Sie ist ein Kind der WK2-Nachkriegsordnung. Nur traut sich das noch kaum ein Politiker offen zu sagen, noch sind die treuen Vasallen und Knechte Amerikas allgegenwärtig.
Man sollte das Kind beim richtigen Namen nennen, die NATO ist ein Kriegsbündnis und die alleinigen Befehlshaber sind die USA.
Nach dem Zusammenfall des Ostblocks sprach man davon, dass die NATO sich nicht weiterausbreiten würde, man hatte es Gorbatschaft für die Zustimmung der deutschen Weidervereinigung zugesagt und es sollte nur noch ein Friedensbündnis werden.
Aber was ist daraus geworden?
Worte sind Schall und Rauch, sie verfliegen so wie sie den Mund entwichen sind und das haben die Natostrategen auch immer wieder bewiesen.
Die Amerikaner nutzten die Nato dazu, um ihre Mitglieder in ihren Kriegen mit zu verwickeln, besser gesagt, sie zwangen sie dazu, die amerikanischen strategischen Ziele mit ihren Soldaten zu erkämpfen.
Wenn die NATO ein Friedensbündnis wäre und vor allem ein Bündnis, dann hätten auch die Politiker der einzelnen Länder selbst entscheiden können was das für Ziele sein sollten und sie würden nicht aus Bündnistreue, oder bessergesagt aus Gehorsamkeit den starken Anführer gegenüber alles mitmachen.
Es diente nich den Freiden und der Freiheit, sondern nur der Freiheit der amerikanischen Interessen.
Dieses Bündnis hat sich nur als ein Kriegsbündnis gezeigt und wer wirklich Frieden will, der sagt dazu Nein.
Solange die USA all die Richtungen in der NATO entscheiden, solange werden die sogenannten Bündnispartner auch nur die Kriegsspiele der USA mitmachen müssen.
Freiheit sieht anders aus und wer von den Politikern keinen Arsch in der Hose hat, der wird dann auch immer wieder nach neuen Begründungen suchen müssen, um die eigenen jungen Menschen in die Kriege der USA schicken zu können.

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syramon 09.03.2010, 10:04
258.

Zitat von ds77
Wollte nur anmerken, dass diese Diskusion in Russland niemanden interessiert... NATO ist ein Feind und ohne Russland als Feindbild hätte das Angriffs- und Kriegsbündnis keine Existenzgrundlage. Erst gerade wurde beschlossen Raketen und US-Truppen in Polenm an der russischen Grenze aufzustellen.
Stimmt, das Bündnis ist immer noch gegen Russland gerichtet,
wie eh und je,dafür wurde es auch aus der Taufe gehoben.
Die jetzige Charmoffensive ist nichts anderes als eine
Nebelpetarde. Offensichtlich wird wohl demnächst etwas
passieren, das die Russen ganz schon verärgert wird.

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passagier1 09.03.2010, 10:13
259. NIEMAND hat vor die Grenzen auszuweiten

Russland wurde unter Gorbatschow von der Nato so richtig verar... NIEMAND (ha,ha) hat vor die Natogrenzen nach Osten auszudehnen. Heute hat es mit den baltischen Ländern, Polen, Rumänien, Bulgarien neue Natoländer direkt vor der Haustür. Ukraine und Georgien kommen demnächst vielleicht hinzu. Ich denke nicht, dass Russland irgendeinen Grund hat der Nato (wird schließlich vom Pentagon gesteuert) zu vertrauen und sich der amerikanischen Dominanz in diesem Bündnis unterzuordnen.

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