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Russland: Finanzminister hält Finanzhilfe für Griechenland möglich
AP/dpa

Nach der Wahl in Griechenland und dem Sieg der Syriza kann sich Russland vorstellen, den Griechen finanziell unter die Arme zu greifen - eine Anfrage aus Athen gibt es bisher aber nicht.

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DirkSt 29.01.2015, 22:37
10. Nur zu!

Da Russland offenbar für Diplomatie und Argumente nicht mehr zugänglich ist und jetzt auf stur schaltet, sage ich: Jawohl, nur zu! Jeder Euro, den Russland nach Griechenland pumpt, ist gut angelegtes Geld. Denn es mindert die Fähigkeit Russland, sich auf Dauer im eigenen Land sowie in all den "gekauften" Regionen (Süd-Ossetien, Abchasien, Krim, Ost-Ukraine, ...) Zustimmung zu kaufen. Das dürfte schon in der Ost-Ukraine teuer werden (wer füttert die Leute und bezahlt den Wiederaufbau, damit diese zufrieden bleiben?), für Millionen von Griechen dürfte es erst teuer werden. Ich wünsche gutes Gelingen, Herr Putin.

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GOLUM 29.01.2015, 22:46
11. Sehr schlau ..

die Griechen sind schlauer als manche dachten.
Die EU ist jetzt unter Druck damit Griechenland nicht zu Russland tendiert.
Also wird die EU JEDEN Preis zahlen.
Da man die Griechen nicht einfach auswerfen kann haben die mit ihrem VETO ein ständiges Druckmittel

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norman.schnalzger 29.01.2015, 22:47
12. Klasse Idee

Und die EM, WM, Olympischen Spiele etc. kriegt ihr auch noch. Daserste vernünftige, das ich aus Russland höre.LOL

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n.nixdorff 29.01.2015, 22:55
13. Unter den Blinden

ist der Einäugige König. Es mag ja sein, dass Griechenland von Russland nur Kleingeld haben möchte. Dass Russland in seiner derzeitigen Situation dafür noch Kleingeld in der Kasse hat, bezweifle ich. Griechenlands Probleme können weder durch die Aufhebung der russischen Sanktionen gegen Obst- und Gemüseexporte aus Griechenland, noch durch russische Kredite gelöst werden. Auch die massenhaften Investitionen russischer Oligarchen in Griechenland stellen keinerlei Erleichterung der finanziellen Probleme Griechenlands dar. Dafür bedarf es eines wirtschaftlich stärkeren Partners und außer der EU sehe ich keinen. Es sei denn, China oder einer der Goldstaaten würde sich dort einkaufen wollen, was sehr unwahrscheinlich ist.

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bertholdrosswag 30.01.2015, 23:00
14.

Die Separation Russlands wird von den USA und der EU aktiv mit deren NATO-Ukrainepolitik erkenntlich betrieben. Griechenland scheint mit der neuen Regierug selbst die Separation anzustreben und somit gibt das einen Schnittpunkt für diese zwei Nationen, die für beide nicht unbedeutend sind. Ob die Rchnung aufgeht wird sich zeigen. Die USA Diktatur in Europa bekommt dadurch vielleicht einen kleinen Riss, der mir nicht unsimpathisch wäre.

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P.Ohlmann 30.01.2015, 23:03
15. Win-Win Situation

Griechenland, welche nun die EU und NATO ablehnt verlässt diese und wendet sich gen Russland. Im Gegenzug nehmen wir die Ukraine auf.
Russland zahlt den deutschen Steuerzahlern ihr Geld zurück und die Russen bekommen schöne Strände und gutes Essen, zieht dafür aber seine Soldaten aus der Ukraine ab. Alle sind glücklich.

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RalfHenrichs 30.01.2015, 23:05
16. Witzig die Kommentare

Alle scheinen genau zu wissen, was die Russen verlangen und die Griechen zu geben bereit sind.
Fakt ist, dass nicht nur die Griechen gegen eine Verschärfung der Sanktionen sind (sondern z.B. auch Österreich). Fakt ist, dass es ein jahrhundertelanges Bündnis zwischen Griechenland und Russland gibt (orthodoxe Kirche). Das ist nicht nur der kurzfristigen Politik geschuldet.
Es ist alles ein Pokerspiel. Und Tsipras hat eindeutig die besseren Karten. Die EU kann Griechenland nicht pleite oder aus dem Euro raus lassen. Denn dann werden die Finanzmärkte spekulieren, wer der nächste Austrittskandidat sein wird, wenn erst einmal einer den Anfang gemacht hat.
Und wie es aktuell aussieht, wird im Herbst Spanien an Syrizas Schwesterpartei gehen. Spätestens das wird das Ende von Merkels Austeritätspolitik sein.

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camilli79 30.01.2015, 23:29
17. Da ist mehr Gewinn drin

Zitat von schwaebischehausfrau
die EU sollte aus Dankbarkeit sofort alle Sanktionen gegen Russland aufheben, wenn Griechenland in die Russische Föderation wechselt . Das wäre ein Win-Win. Für Griechenland ein Win, weil es für ein paar Jahre einen neuen Suggar Daddy hätte - solange bis die Russen merken, was sie sich eingbrockt haben. Für Europa sowieso ein WIN, alleine durch die eingesparten 4-5 Milliarden EU-Subventionen an Griechenland würde die EU in den nächsten 50 Jahren 200-300 Milliarden Euro sparen (Tendenz sicher steigend). Da lassen sich die sowieso verlorenen Kredit-Milliarden ein wenig leichter verschmerzen - Hauptsache weg , und zwar mit One-Way-Ticket nach Moskau. ...
Möglich, dass Duetschland entgegen den ständigen Versprechen Schäubles kein Geld von den Griechen sieht. Andererseits ist nicht bekannt, dass Griechenland aus dem SWIFT Netzwerk rausgeschmissen werden soll, wie man es jetzt für Russland diskutiert. Russen haben Beteiligungen in griechischen Unternehmen und Banken. Dadurch könnte ein SWIFT-AUS für RU bedeutungslos werden.

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Strichnid 30.01.2015, 23:35
18. ...

Zitat von sultanselimsenkel
Angenommen GR erhält Kredit von RUS...müsste dann die EZB Im falle eines Ausfalls einspringen?
Ja. Denn ein Ausfall bedeutet ja, dass man Geld nicht zurück kriegt. Wenn ein Schuldner sagt, er zahlt nicht mehr, und man hat nicht die Macht zu pfänden, ja, dann steht man dafür ein.

Das ist völlig unabhängig davon, ob Russland parallel Griechenland mit den täglichen Ausgaben hilft.

Zum Glück kann die EZB so viele Verluste in Euro machen, wie sie Lust hat. Sie ist ne Zentralbank, da ist das so.

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nofreemen 30.01.2015, 23:36
19. alles zu kompliziert oder was

Hilfe ist immer gut egal woher. Man soll sich helfen und nicht bekriegen. Die Hintergedanken dabei sollten hinten anstehen. Auch der Westen hilft der Ukraine, Moldawien, Georgien etc. Auch hier ist Hilfe gut und auch hier gibt es Hintergedanken. Aber zu erst sollte man immer auch die eigene Bevölkerung im Auge behalten sonst geht der Gedanke des Zusammenhaltes verloren und verludert. Also die quasi Sanktionen gegen Griechenland (gesund sparen) haben nun gerade eine Art Strafe geschaffen wie man sie auch gegen Russland offiziell einsetzt. Die eine im guten Sinne und die andere im bösen. Sanktionen als Nachhilfe werden als Strafe angesehen. Eine direkte Art der bevormundung durch die "Guten". Beide Nachhilfen sind aber ein gehöriger Schuss in den Ofen. Nachhilfe hat immer auch mit Würde zu tun. Lässt man diese aus, ja dann tun sich die Unwürdigen zusammen.

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