Forum: Politik
Russland und der Westen: Flüchtlinge als Waffe

Man kann sich mit Diktatorenliebe anstecken wie mit einer Krankheit: Wer Putins Syrien-Politik als legitime Strategie einer Großmacht verteidigt, ist nicht abgeklärt, sondern abgestumpft.

Seite 11 von 64
plutinowski 16.02.2016, 15:43
100. Klare Worte

"Wenn in Talkshows über die "strategischen Interessen" der Russen so geredet wird, als gäbe es ein Naturrecht, sich in anderen Ländern den Weg freizubomben, ist das mehr als bizarr."
"Massenmörder Assad"
Klare Worte. Wird auch mal Zeit. Danke dafür.

Beitrag melden
deckergs 16.02.2016, 15:44
101. Flüchtlingsstrom

Zitat von Olaf
Also Putin bombardiert Aleppo, um einen Flüchtlingsstrom nach Norden zu erzeugen, der wiederum Frau Merkel unter politischen Druck setzt... um was genau zu erreichen? Das habe ich nicht so ganz verstanden. Ich glaube die Russen schießen einfach auf alles was sich bewegt. Mehr ist da nicht hinter.
Mr. Putin und Mr. Assad schaffen die Voraussetzungen, damit die Flüchtlinge nicht mehr nach Syrien zurückkehren dürfen/können.
Das wird dann Frau Merkel, Deutschland und die gesamte EU unter Druck setzten.
Erfolgreiche Integration aller Flüchtlinge kann Jahre dauern.

Beitrag melden
Beetulli 16.02.2016, 15:45
102. Gedrechselte Worte,

Zitat von spon-facebook-10000012354
Der Artikel ist eine fundierte Analyse einer merkwürdigen Faszination gegenüber der russischen Politik, die primär bei der deutschen politischen Linke und Rechte zu finden ist. Die Ursachen für diese kritiklose Bewunderung ....
aber inhaltlich zumindest zu 50% Quatsch.
Ihr unter 1) genanntes Grundbedürfnis wird ausgerechnet von Fleischhauers Kolumne hervorragend bedient: an allem ist Putin schuld. Und von Ausnahmen abgesehen werden sie in den Mainstreammedien nichts anderes finden. Kein Wort von Erdogans Interessen, die mit Gewalt durchgesetzt werden, kein Wort zur Saudischen Bulgaria-Connection (http://derstandard.at/2000029328805/Bulgarische-Nahrung-fuer-den-Krieg-in-Syrien
), mit der die Konflikte in Syrien und Jemen am Laufen gehalten werden, nein, Putin ist schuld!

Beitrag melden
hikage 16.02.2016, 15:45
103.

Natürlich ist Putin kein lupenreiner Demokrat, ebensowenig wie Assad.
Vielleicht hätte man sich das überlegen sollen, BEVOR man im Versuch Russlands Machtbasis zu schwächen die komplette Region unterwandert und destabilisiert? Oder HAT man das vielleicht?

Sind wir einmal ehrlich, für unsere lieben "Freunde" in Übersee stellt sich das ganze doch bisher als Win-Win Situation dar:
Russland muss um seinen Anschluss ans Mittelmeer kämpfen (überrascht dabei durch Effektivität), Europa wird von einer Flüchtlingsrolle überrollt und die Freunde können prima veraltetes Militärmaterial entsorgen sowie neues austesten.

Beitrag melden
Nabob 16.02.2016, 15:45
104. Nimmt man Sie beim Wort, Fleischhauer,

so bedeutet das zunächst einmal, in den eigenen Reihen dafür zu sorgen, dass AUSGEWOGENE Berichterstattung an die Stelle des aktuellen Ausschnitts- und Verhöhnungsjournalismus tritt.
Und es ist - selbst die berechtigte Kritik vin Ihnen hioer zugestanden - immer problematisch, mitten in einer Kausalkette mit einer sogenannten Argumentation zu beginnen.

Daher hier noch einmal - ich weiß gar nicht, wie oft schon - der abermals gut gemeinte Vorschlag: Sehen Sie alles und blicken Sie mir auf Ursachen und argumentieren von dort aus - es ist nicht nur überzeugender, sondern rechtfertigt auch mehr die journalistische Legitimation.

Beitrag melden
Androupolis 16.02.2016, 15:47
105. Nö

Zitat von orangutanklaus77
sind einfach auch 2003 in den Irak einmarschiert, haben 2 Millionen Tote und Chaos hinterlassen, haben zudem Afghanistan und Libyen ins Chaos gestürzt und die "Rebellen" in Syrien bis an die Zähne bewaffnet. Echt schlimm, diese Russen !
Einfach nur falsch! Ersten sind im Irakkrieg keine 2 Millionen umgekommen sondern "lediglich" 150.000. Zitieren Sie bitte keine falschen Zahlen die hinten und vorne nicht stimmen! Zweitens hat die Sowjetunion in den 80ern die Afghanistan ins Chaos gestürzt. Und Drittens woher hatte den Assad, Gadaffi und die anderen Diktatoren ihre Waffen? Richtig aus Russland.

Beitrag melden
monocultur 16.02.2016, 15:52
106. Die Diktatorenhörigkeit...

...hört auf, sobald der werte Herr P. in deutscher Sprache das Geld aus uns herauspresst. Er hat die Macht, diesen Planeten 2x auf links zu drehen. Eines Tages wird er sein Atomwaffenpotential gegen uns einsetzen. Erpressung werden wir das nennen, er nennt es Einnahmen.

Das wahrlich Dumme an seinem Pendant in der Türkei ist, dass sich dieser mit P. angelegt hat. Wer glaubt denn, dass die Türkei den Hauch einer Chance gegen Russland hat? Sobald P. eine kleine Atomwaffe in der Türkei in einem besiedelten Gebiet gezündet hat, ist der Herr E. schon lange nicht mehr im Land und überlässt sein Volk dem Despoten...
DAS ist halt das, was alle Despoten machen!
Es geht um Macht!
Es geht um Geld!

Nato? Türkei?
Fragen sie doch mal einen besorgten Deutschen, ob er für die Türkei im Falle eines russischen Angriffes bereit ist, seinen Allerwertesten hinzuhalten?
Ich würde auch nicht auf die Idee kommen, einen Finger zu rühren.

Ach, sie glauben nicht, das der Herr P. Gebrauch von Atomwaffen machen würde?

Beitrag melden
Raisti 16.02.2016, 15:53
107. Mal ne andere Stimme aus Aleppo ...

Vikar für die Katholiken des lateinischen Ritus in Aleppo, Bischof Georges Abou Khazen sagte folgendes:
"Die syrische Armee ist mit Unterstützung der Russen auf dem Vormarsch und in den befreiten Teilen der Stadt gibt es wieder Wasser und Strom. Die Schulen werden wieder geöffnet. An vielen Orten finden Initiativen der Aussöhnung mit den Syrern statt, die sich den Rebellen angeschlossen hatten. Die sogenannten 'Kämpfer' werden aus dem Ausland kontrolliert und leisten weiterhin Widerstand. Unter der Bevölkerung hingegen überwiegt die Zustimmung zum Vorgehen Russlands"

http://de.radiovaticana.va/news/2016/02/14/syrischer_bischof_christen_begrüßen_treffen_papst-kyrill/1208226

Irgendwie deckt sich das nicht mit dem Bild das die deutschen Medien aktuell von Aleppo zeichnen.
Ist nun die Frage wem soll ich mehr glauben ?

Beitrag melden
rothenq 16.02.2016, 15:53
108. Unsere Schwäche ist das Mitgefühl

Falsch. Unsere Stärke ist das Mitgefühl! Putins syrienpolitik ist untragbar, doch der Westen trieb ihn dorthin (?regionalmacht?, nato Osterweiterung). Unsere in der Verfassung verankerte definition von Menschenwürde macht uns zu einem starken land. dieses Versprechen gilt es mit Leben zu füllen, es ist an der Zeit, ?feinde? zu Freunden zu machen.

Beitrag melden
nixkapital 16.02.2016, 15:53
109. Viele Worte...

Zitat von spon-facebook-10000012354
Der Artikel ist eine fundierte Analyse einer merkwürdigen Faszination gegenüber der russischen Politik, die primär bei der deutschen politischen Linke und Rechte zu finden ist. Die Ursachen für diese kritiklose Bewunderung Putins .....
Sehr eloquent, aber doch zu einem großen Teil am Thema vorbei. Vielleicht liegen die Gründe für den angeblichen "Putinism" einfach darin, dass Teile der westlichen Bevölkerung dem Westen seine vorgebliche Demokratisierungs- oder Befreiungspolitik nicht mehr abnehmen. Sondern mittlerweile dahinter gekommen sind, dass hinter dem Deckmäntelchen "westliche Werte" einfach nur handfeste geostrategische Gründe stehen. Und ganz sicher ist die Bezeichnung "Putin-Versteher" in dem gleichen dümmlichen Argumentationsstrang zu sehen, wie z.B. "Gutmensch". Also dazu gebraucht, um Abweichler vom Mainstream in unterschiedlichen Härtegraden (je nach gedanklicher Verfehlung) zu diffamieren.

Außerdem muss man kein Putin-Freund sein, um die Zusammenhänge in Syrien zu hinterfragen. Dazu braucht's nur eine unabhängige Denkweise, oder wie Kant sagte, den Ausgang aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Sapere aude!

Beitrag melden
Seite 11 von 64
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!