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Russland vor Präsidentschaftswahl: Putins Macht
REUTERS

Wladimir Putin regiert Russland seit 18 Jahren. Was macht ihn so populär? Welche Rolle spielen Kirche und Armee? Und wie sieht seine außenpolitische Strategie aus? Von Benjamin Bidder und Christina Hebel

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ap777 18.03.2018, 10:17
10. Eine Anmerkung zu einem „Fakt“ unter Punkt 1

Das hört sich ja schrecklich an: Streit mit Setschin - danach vom FSB abgeführt. Der Uljukajew hatte zwar Streit mit Setschin, abgeführt wurde er aber nach dem er eine größere Menge Bestechungsgelder entgegen genommen hatte.

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Gruuber 18.03.2018, 11:59
11. Der USA und EU sowie den üblichen objektiven NATO-Staaten dürfte

entgangen sein, dass ihr russisches Vorbild und Freund Gorbatschow, der in den westlichen(!) Staaten ständig hofiert wurde und seine tollen Selbstbeweihräucherung-Vorträge halten konnte, während Russland völlig den Bach hinunterging und das russische Volks schrecklich unter Not erleiden musste, trotz stärkster westlicher Unterstützung eine krachende offizielle Wahlniederlage kassierte. Mit nur ca. 5 % der Wählerstimmen.
Und dass andere enge US- und EU-Freunde, wie der Hochleistungstrinker Jelzin, der bei Besuchen in westlichen Ländern angetrunken herumtorkelte, auch eine Heimsuchung für Russland war. Und sich als guter Demokrat und Freund des Westens auch schriftlich geben ließe, dass er von seinen Nachfolgern nicht wegen seiner kriminellen Handlungen von den russischen Gerichten verfolgt werden dürfe. Was ihm Putin aus Mitleid auch genehmigte. Der Westen hat ihn bei diesen Bestrebungen sowieso unterstützt.

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vulcan 18.03.2018, 16:03
12.

Zitat von Gruuber
entgangen sein, dass ihr russisches Vorbild und Freund Gorbatschow, der in den westlichen(!) Staaten ständig hofiert wurde und seine tollen Selbstbeweihräucherung-Vorträge halten konnte, während Russland völlig den Bach hinunterging und das russische Volks schrecklich unter Not erleiden musste, trotz stärkster westlicher Unterstützung eine krachende offizielle Wahlniederlage kassierte. Mit nur ca. 5 % der Wählerstimmen. Und dass andere enge US- und EU-Freunde, wie der Hochleistungstrinker Jelzin, der bei Besuchen in westlichen Ländern angetrunken herumtorkelte, auch eine Heimsuchung für Russland war. Und sich als guter Demokrat und Freund des Westens auch schriftlich geben ließe, dass er von seinen Nachfolgern nicht wegen seiner kriminellen Handlungen von den russischen Gerichten verfolgt werden dürfe. Was ihm Putin aus Mitleid auch genehmigte. Der Westen hat ihn bei diesen Bestrebungen sowieso unterstützt.
Zumindest der Herr Gorbatschov hatte ja auch ein extrem schweres Erbe anzutreten; nämlich das der komplett heruntergewirtschafteten UdSSR. Schnelle Ergebnisse waren da wohl kaum zu erwarten.
ABer als Putin-Fan können Sie ja jetzt zufrieden sein, wenn es Ihnen nichts ausmacht, dass dieser feine Herr für seine russischen Großmachtsphantasien ohne Weiteres bereit ist, tausende Zivilisten mit russischen Flugzeugen und Bomben zu töten - alles für einen albernen Stützpunkt im Mittelmeer - ach ja, und natürlich für den guten Waffenkunden Assad. Niemand im nahen Osten hatte in den letzten 50 Jahren einen so hohen Verschleiß an russischen Waffen wie Syrien - prima Kunde also.
Im Auge behalten sollten Sie nur, dass Sie immer schön der aktuellen Staatsräson entsprechen, also nicht etwa eine andere Meinung äußern oder gar unerwünschte sexuelle Präferenzen haben, etc. etc.
Sicher kein Problem, oder?
Vielleicht auch hin und wieder gucken, ob es schon soweit ist, dass Herr Putin das Land pleite gerüstet hat - interessant wird es vor allem dann, wenn extrem teure Projekte auf Teufel-komm-raus durchgezogen werden, weil Herr P. unbedingt mal wieder was vorweisen muss.

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maxbee 18.03.2018, 20:25
13.

Zitat von vulcan
Träumen Sie ruhig weiter von russischen ScienceFiction Superwaffen und pflegen Sie Ihre abstrusen Verschwörungstheorien, wenn es Ihnen damit gut geht. Sie müssen nicht darüber nachdenken, dass Sie damit zu 100% der russischen Staatspropaganda auf dem Leim gehen. Sie müssen auch nicht über die Realität nachdenken. Das stört alles nur, wenn Sie solche Beiträge wie diesen zusammenfabulieren.
Der Eine entscheidet sich der russischen Staatspropaganda auf den Leim zu gehen, während die überwiegende Mehrheit dasselbe in Bezug auf die eigene Staatspropaganda tut. Ich sehe darin keinen Unterschied.

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maxbee 18.03.2018, 20:35
14.

Zitat von DerDifferenzierteBlick
Zu Unterpunkt 7 (Wirtschaftliche Lage): Sie schreiben: "Als Putin 2008 Premierminister wurde, kostete das Barrel 25 Dollar". Sie meinen dabei wohl, als Putin am 9. August 1999 zum erstem Mal Ministerpräsident wurde. Denn 2008 (als er zum zweiten Mal Ministerpräsident wurde), war der Ölpreis viel höher (wohl bei über 100 $ pro Barrel) und es ist zudem irrelevant für den Artikel, da es ja gerade darum ging, inwieweit der Ölpreis die wirtschaftliche Entwicklung beeinflusst hat und da ist natürlich kein Zwischenwert relevant, sondern der Wert zu Beginn von Putins "Herrschaft" (also 1999). Und 1999 lag der Ölpreis tatsächlich bei etwa 20 $.
Putin wurde nie Premierminister, da es in Russland ein solche Amt nicht gibt. Von 1999 - 2000 war Putin unter Jelzin Ministerpräsident. Nach Jelzins Rücktritt war er von 2000 - 2008 Staatspräsident. Danach, von 2008 - 2012 wieder Ministerpräsident "unter" Medwedew. Seit Mai 2012 amtiert er wieder als Staatspräsident.

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DerDifferenzierteBlick 07.04.2018, 23:52
15. Leider falsch...

Zitat von maxbee
Putin wurde nie Premierminister, da es in Russland ein solche Amt nicht gibt. Von 1999 - 2000 war Putin unter Jelzin Ministerpräsident. Nach Jelzins Rücktritt war er von 2000 - 2008 Staatspräsident. Danach, von 2008 - 2012 wieder Ministerpräsident "unter" Medwedew. Seit Mai 2012 amtiert er wieder als Staatspräsident.
Das Amt, das es in Russland gibt, heißt "Председатель Правительства Российской Федерации". Wörtlich übersetzen können Sie das mit "Vorsitzender der Regierung der Russischen Föderation". Das sagt natürlich niemand. In deutscher Literatur wird dafür stattdessen manchmal die Bezeichnung Ministerpräsident, manchmal aber auch die sinngleiche Bezeichnung Premierminister verwendet. Ich hatte das damals in meiner Quelle vor dem Absenden des Kommentars tatsächlich noch überprüft...

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DerDifferenzierteBlick 07.04.2018, 23:59
16. Und überflüssig...

Zitat von maxbee
Putin wurde nie Premierminister, da es in Russland ein solche Amt nicht gibt. Von 1999 - 2000 war Putin unter Jelzin Ministerpräsident. Nach Jelzins Rücktritt war er von 2000 - 2008 Staatspräsident. Danach, von 2008 - 2012 wieder Ministerpräsident "unter" Medwedew. Seit Mai 2012 amtiert er wieder als Staatspräsident.
Denn ich hatte ich in meinem Kommentar mit der Korrektur bereits die etwas gängigere Formulierung "Ministerpräsident" verwendet.

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