Forum: Politik
Russlands Außenpolitik: Scheinriese Putin
DPA

Moskau verkündet die Einnahme Aleppos, in den USA übernimmt ein Kreml-Freund das Außenministerium. Für Putin endet das Jahr erfreulich - aber nur auf den ersten Blick.

Seite 1 von 10
Observator 14.12.2016, 17:12
1. Ein schwacher Trost!

Wie sagte einst Mark Twain: Prognosen sind immer schwierig - besonders hinsichtlich der Zukunft.
Das dürfte auch für diese Russland/USA-Prognose gelten.
Allerdings muss dabei in Betracht gezogen werden, dass die Liste der von Politik und Medien in den letzten Jahren geleisteten Fehlprognosen schier unendlich ist.
Wann und wo soll man anfangen?
Das sind die Entwicklungen und gesellschaftlichen Prozesse in: Afghanistan, Irak, Libyen, Süd Sudan, aktuell in Syrien, zu vergessen ist nicht der Brexit und die Trump-Wahl in den USA. Auch die seit Jahrzehnten stattfindenden Entwicklungen in China und in Russland.
Man kann also konstatieren: Diese Prognosen sind keineswegs in höherer Qualität als ehemals die von Orakel von Delphi(dort ist wenigstens noch Erdgas aus der Spalte gekommen, an dem geschnuffelt wurde.)
Man kann sich aber damit trösten, dass die Prognosen der Wirtschaftsexperten keineswegs besser sind
- ein ganz schwacher Trost!

Beitrag melden
pansatyr 14.12.2016, 17:15
2. verstörend

"Mit Terroristen bezeichnet die russische Regierung alle Gegner von Machthaber Baschar al-Assad."
Dann bin ich ja auch ein Terrorist (und als Erdogan-Gegner sowieso).

Beitrag melden
sven2016 14.12.2016, 17:16
3.

Die überwiegende Meinung der Politikweisen war: Russland hat sich mit seinen Aggressionen in vielen Nachbarstaaten und durch die Sanktionen gegen das Land wirtschaftlich überhoben (siehe Verkauf eines Staatsanteils an den Energiekonzernen).

Ein Ausweg bietet das kommende russische Kabinett in den USA - gemeinsam kann man "Deals" abschließen zum gemeinsamen persönlichen Nutzen.


Das dürfte Putin die nächsten vier Jahre stabilisieren - und es sind noch reichlich Staaten zum Destabilisieren in der Region vorhanden.

Russland bietet Afghanistan im Ostasien-Sicherheitspakt schon seit Monaten auch militärische Hilfe an.

Beitrag melden
GoaSkin 14.12.2016, 17:22
4. Hauptsache Eindruck machen und anerkannt werden

Wie so viele Leute, die auch nur mit Wasser kochen, erntet Putin für sein Handeln eine breite Anerkennung. Und das ist für ihn die Hauptsache. Es gab und gibt aber auch in Deutschland genügend Leute, die mit heißer Luft zu großen Stars wurden - ob in der Politik oder in der Wirtschaft.

Beitrag melden
poetnix 14.12.2016, 17:32
5.

Zitat von humorrid
Und wie endet das Jahr für seine Zuschauer, also für uns? Reichen mahnende Worte für eine moralische Überlegenheit und beruhigtes Gewissen?
Mahnende Worte müssen reichen, da alles andere ein Risiko für unsere einschläfernde Wohlstandsruhe wäre.

Dass Putin ein Scheinriese ist wird jedem klar, der heute das Verhältnis von wirtschaftlicher und militärischer Macht betrachtet.
Militärisch ist Putin im Verhältnis zu Europa ein Riese, jedoch wirtschaftlich schwach.

Die Gefahr besteht, dass Putin seine militärische Macht überschätzt und sein Volk wirtschaftlich in absolute Armut führt.
Die daraus entstehende Aggression wäre kaum kalkulierbar.

So lange er jedoch miltärische Machtspiele betreibt, ist mit dem Mann kaum vernünftig zusprechen.

Beitrag melden
kleinbürger 14.12.2016, 17:39
6. erfolg

man kann es drehen und wenden wie man will.

putin hat gezeigt das aggressives gewaltbereites handeln der westlichen steinmeierischen dialog-doktrie haushoch überlegen ist.

er hat den den westlichen widerwillen sich für irgendetwas einzusetzen - sei es nun die ukraine oder syrien - klar erkannt und für seine zwecke ausgenutzt.

alles einlassen auf dialog war nur popanz um den westen in die irre zu führen, mit vollem erfolg.

Beitrag melden
ach 14.12.2016, 17:42
7. Geht Towarischtsch Tillerson nun auch als Minister im Kreml ständig ein und aus?

Und was genau soll Towarischtsch in dem Zusammenhang bedeuten?
Hat sich die Autorin im Jahrzehnt vertan?

Beitrag melden
Emderfriese 14.12.2016, 17:45
8. Knapp

Scheinriesin Hebel. Da macht sie Putin in der Überschrift zuerst klein und minimal - und hat dann in ihrem Artikel keinerlei nachhaltige Belege für die Behauptung einer putinschen Winzigkeit.
Im Gegenteil: Zusammengefasst kann man in aller Knappheit sagen, dass Putin und Russland sehr optimistisch in die Zukunft blicken dürfen.

Beitrag melden
pansatyr 14.12.2016, 17:58
9. @10

"Zusammengefasst kann man in aller Knappheit sagen, dass Putin und Russland sehr optimistisch in die Zukunft blicken dürfen."
Eine Schlacht ist gewonnen; der Krieg noch lange nicht.

Beitrag melden
Seite 1 von 10
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!