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Russlands Botschafter im Interview: "Nato-Raketenabwehr vernichten"

Er ist für seinen harschen Ton berüchtigt, doch nun gibt sich Russlands Nato-Botschafter besonders ruppig: Die Raketenabwehr des westlichen Bündnisses sei ein "legitimes Angriffsziel", sagt Dmitrij Rogosin im Interview. Außerdem werde Moskau die Atomabrüstung stoppen, wenn die USA nicht einlenken.

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metaller16 03.12.2011, 17:00
10.

Natürlich spielt da auch die Selbstdarstellung von Herrn O. in der USA und Herrn P. in Rußland eine Rolle.
Ich fürchte mit dem letzten Satz hat Herr Rogosin recht.

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almabu! 03.12.2011, 17:00
11. Da klingt eine gewisse ernüchtere Verzweiflung durch?

Rogosin mag ja ein Freund starker Worte sein, aber das eigentliche Problem ist doch, dass die USA zunehmend unberechenbarer agieren! Sie halten sich nicht mehr an internationale Absprachen und Verträge, nehmen sich das selbst verliehene Recht der Einmischung, wo immer es ihnen passt, und versuchen durch systematische Zerstörung von Strukturen die Nummer Eins der Weltmächte zu bleiben. Der gegenwärtige Versuch die EU mittels der Fehlgeburt Euro zu zerstören, ist ebensowenig ein Zufall wie die diversen arabischen Frühlinge mit gut bewaffneten Demokraten nach US-Bedarf.

Sie agieren nach dem Motto: "Wenn auch unsere Kräfte schwinden mögen, brauchen wir doch nur dafür zu sorgen, dass die Anderen stets noch schwächer sind!"

Willkür und Terror gehen heute in erster Linie von den USA aus. Deppen, die sich dafür instrumentalisieren lassen, gibt es auf der Welt genug!

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Surgeon_ 03.12.2011, 17:01
12. In einem Punkt hat Rogosin Recht !

In Russland gibt es keine Islamisierung !
und damit auch diesbezüglich keine Gegenradikalisierung.

Europa aber verrät seine christlichen und aufklärerischen Wurzeln.

Warum eigentlich ? Welcher Zeitgeist gebietet das ??

Warum hält sich Russland immerhin an seine Wurzeln,
Europa und Deutschland aber nicht,
selbst wenn eine Demokratie in Russland nicht weit fortgeschritten ist ??

Ein Mittelweg wäre wohl genau das Richtige:

Offenheit und Demokratie unter der Voraussetzung der Bewahrung der Errungenschaften des Christentums und seiner Gebote/Gesetze und der Aufklärung.

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olle_ole 03.12.2011, 17:02
13. In Zeiten wie diesen, sind wir alle Am... Russen

Ich denke, dass nach dem Irak 2 (die Lüge mit den getöteten Babies in Kuwaitischen Krankenhäusern), Irak 2 (die nicht gefundenen Massenvernichtungswaffen), in dem Einsatz in Libyen (wo der Diktator zumindest einen der höchsten Lebensstandards Afrikas unters Volk gestreut hat) und vielen anderen Ungereimtheiten, wir als Bevölkerung aufhören sollten, diesen Schwachsinn weiter zu schlucken.

Jetzt sind wir mit der Situation konfrontiert, dass Iran angegriffen werden soll. Ein Land, dass meines Wissens noch nie einen Angriffskrieg gestartet hat.

Wenn es dabei um Menschenrechte und Massenvernichtungswaffen geht, müssten wir uns bereits seit Monaten im Krieg mit Nord-Korea befinden, dass nach eigenen Angaben einen Atomtest durchgeführt hat.

Das nun dieser Iran mit einer Raketenabwehr eingeschüchtert werden soll, die vor den Grenzen Russlands liegt und dessen nukleare Abschreckung schwächen wird, ist eine schwere Aggression gegen Russland.

Mir ist nicht zu vermitteln, warum der Westen nun als Opfer hingestellt wird, wo wir die Ursache für diese Aggression gesetzt haben.

Ich bin über unsere Regierung entsetzt, dass sie eine solche Eskalation mitgetragen hat.

Ich möchte auch nicht den Eindruck erwecken, dass Russland das Land des Friedens und der Glückseligkeit ist - dennoch: Eine derart fundamentale Verschiebung der geopolitischen Machtverhältnisse zu Lasten Russlands, kann nur als Aggression gewertet werden. Daher halte ich russische Maßnahmen für verhältnismäßig, die das Gleichgewicht wieder herstellen.

Dieses Gleichgewicht sichert uns Frieden. Daher sind wir in diesen Tagen alle Russen!

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Hubert Rudnick 03.12.2011, 17:02
14. Russen in Angst

Zitat von sysop
Er ist für seinen harschen Ton berüchtigt, doch nun gibt sich Russlands Nato-Botschafter besonders ruppig: Die Raketenabwehr des westlichen Bündnisses sei ein "legitimes Angriffsziel", sagt Dmitrij Rogosin im Interview. Außerdem werde Moskau die Atomabrüstung stoppen, wenn die USA nicht einlenken.
Mit Recht haben die Russen Angst.
Wer kann sich denn noch an die Cubakrise erinnern, wie weit sind denn damals die USA gegeangen, als sie erfuhren, dass die Russen auf Cuba Atomwaffen stationieren wollten.
Und wenn heute die Russen auf der Idee kämen in der Nähe der USA diese Waffen aufzustellen und es mit der Sicherung des Friedens gegen Feinde zu begründen, ich wüsste nicht wie sie die USA und ihre vermeintlichen Freunde darüber aufregen und verhindern würden.
Von Seitens der USA geht es nur um die Vormachtstellung hier bei uns in Europa, alles andere ist nur ihre Propaganda.
HR

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redhead72 03.12.2011, 17:04
15. !

Zitat von rhodensteiner
Das die Russen angesichts der Agressivität der NATO verunsichert sind, kann ich gut nachvollziehen. Selbst viele Menschen im Westen haben in den letzten Jahrzehnten gelernt ihre NATO zu fürchten und man kann schon auf den naheliegenden Gedanken kommen, dass jeder zum Opfer der NATO werden kann, wenn man selbst nicht wohlgerüstet ist.
Sie haben Recht - und dann wundert man sich darüber, dass es so viele Staaten gibt, die nach der "Bombe" streben.
Aber offenbar kann man sich auch nur dann gegenüber terroristischen "Anti-Terror"-Aktionen gebührend zur Wehr setzen und "Klartext" reden, ohne gleich befürchten zu müssen, selbst Ziel eines Angriffskriegs zu werden:
http://www.spiegel.de/politik/auslan...801263,00.html

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sknecht 03.12.2011, 17:05
16. Stimmt genau

Man kann von der russischen Regierung halten was man will, aber scheinbar haben sie fähige Leute die klar und strategisch denken können und das Wohl des Landes kompromisslos an erster Stelle sehen.

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Atheist_Crusader 03.12.2011, 17:07
17. ...

Zitat von sysop
Wir kennen diese Argumente, verfügen aber über Informationen, dass die Amerikaner auch Interkontinentraketen abfangen können.
NIEMAND kann ICBMs abfangen. Von den sogenannten ICBM-Killer-Raketen haben die USA ganze 11 Stück. Was so ungefähr deren Wirksamkeit und das Vertrauen des Militärs darin einschätzen lässt.


Zitat von sysop
Unser Ziel ist die europäische Integration Russlands. Nicht als Mitglied der EU, sondern als enger Bündnispartner. Es ist uns wichtig, dass Russland wieder in den politischen Raum Europa zurückkehrt.
Wäre jedenfalls sinnvoller als der jahrzehntelange Transatlantik-Irrsinn. Mit den Russen kann Europa auf Augenhöhe reden, mit den USA niemals.

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lighter 03.12.2011, 17:07
18. Alle Achtung!

Hier spricht jemand der nicht kuscht vor der taumelnden Supermacht USA wie es unsere Politiker allte tun.
Erstaunliche Worte, die Respekt einflössen. Alle Achtung!
Und mit dem Klang der Wahrheit. Mit dem was in den arabischen Ländern passiert, könnte er recht haben. Leider. Was Gorbatschow anbelangt, so lieben ihn alle die, die sich aus der russischen Vorherrschaft im Osten befreien konnte, die Russen allerdings lieben ihn nicht.
Also noch mal: Dankeschön Gorbatschow!
Im Interesse des Friedens und unserer Zukunft sollten wir auf das Angebot unbedingt eingehen und Europa und Russland näher zusammen führen! Schüleraustausch,gemeinsame Kulturprojekte, Studentenaustausch, Städtepartnerschaften, Reisen...

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Alias_aka_InCognito 03.12.2011, 17:07
19. Prävention ist immer gut

Russland ist militärisch nicht in der Lage, mit konventionellen Waffen sein Staatsgebiet souverän zu verteidigen. Dafür ist es zu groß und zu heterogen, mit zu vielen Teilrepubliken und konträren Partikularinteressen.

Russland setzt ausschließlich auf nukleare Abschreckung, dass heißt ein Nuklearer Erstschlag ist eine ernsthafte Option für die Russen, wenn sie sich bedrängt fühlen.

Andererseits weiß man nicht, wie in Zukunft die Russen angesichts der gewaltigen innenpolitischen Probleme sich nach außen verhalten werden, ob sie Nebenkriegsschauplätze eröffnen werden oder die starke Supermacht markieren wollen.

Auf der anderen Seite hat Russland außer militärische Macht kein anderes Feld, in dem es sich als große Nation darstellen könnte und scheitert schon jetzt an seinen eigenen Ansprüchen.
Diese Identitätskrise, die Russland seit dem Zerfall der SU durchlebt, kann zu einer ernsthaften Psychose ausarten, in der immer mächtigere Atomraketen die letzten rettenden Strohhalme werden, an dem sich die Russen klammern werden.
Schon jetzt werden jährlich die Atomraketen in Moskau spazieren gefahren, als seien sie der letzte Stolz der Nation.
So benimmt sich sonst keine westliche Nation, wenn man mal von Frankreich absieht an ihrem Nationalfeiertag.

Auf jeden Fall besteht die Möglichkeit, dass Russland in Zukunft kein zurechnungsfähiger Partner sein könnte, was sich zu ernsten Krisen entwickeln könnte, die schnell eskalieren könnten und die russischen Atomraketen ins Spiel kommen könnten.

Da ist es nur richtig und billig, Präventivmaßnahmen zu treffen, um den Russen zu zeigen, dass eine Nation mit Anspruch auf Größe sich nicht nur an Atomraketen klammern sollte.

Genauso wie die Islamische Republik Iran, die mit voller Stolz immer mal wieder ein Raketenfeuerwerk fabriziert, aber glücklicherweise den Beweis schuldig geblieben sind, dass diese Teile auch wirklich was taugen.

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